Allein die Angst

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • London: Macmillan, 2012, Titel: 'The Playdate', Originalsprache
  • : Krüger, 0, Seiten: 6, Übersetzt: Stefanie Stappenbeck; Andrea Sawatzki; Caroline Peters

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Brigitte Grahl
Das eigene Kind in falschen Händen

Buch-Rezension von Brigitte Grahl Apr 2012

Louise Millar ist Mutter zweier Töchter und hat viele Jahre als Redakteurin bei einer Frauenzeitschrift gearbeitet. Ihr Debütroman thematisiert die Ängste und das schlechte Gewissen jeder berufstätigen Mutter: nicht genug Zeit für das Kind zu haben, nicht da zu sein, wenn ihm etwas zustößt, es fremden Menschen anvertrauen zu müssen. Mit Allein die Angst hat Louise Millar ein Buch geschrieben, das hauptsächlich Frauen anspricht.

Freundin oder Feindin: Wem kann Callie ihr Kind anvertrauen?

Sounddesignerin Callie kümmert sich seit 5 Jahren alleine um ihre herzkranke Tochter Rae. Ihre einzige Freundin ist Suzie, Amerikanerin und Mutter von drei kleinen Jungen. Im Gegensatz zu Suzie, die keine Geldsorgen hat und ganz in ihrer Mutterrolle aufgeht, fühlt sich Callie einsam und unterfordert. Sie ist heilfroh, als sie die Chance bekommt, wieder im alten Job zu arbeiten. Aber Job und Kind unter einen Hut zu bringen erweist sich als schwierig. Immer mehr ist Callie auf Suzie angewiesen, von der sie sich eigentlich lösen wollte. Dazu kommt die neue Nachbarin Deb, die in Raes Kindergarten arbeitet und nicht ganz richtig im Kopf zu sein scheint. Ist Callies Tochter in sicheren Händen?

Louise Millars Frauenuniversum: Rabenmütter, Muttertiere und Strohwitwen

Louise Millars Buch handelt von Frauenthemen: Berufstätigkeit, Partnerprobleme, Frauenfreundschaft. Die Geschichte wird aus der Sicht von drei Hauptpersonen erzählt, wobei Callie als Ich-Erzählerin im Mittelpunkt steht. Männer kommen in Allein die Angst nur am Rande vor. Sie sind abwesend, haben ihre Partnerin verlassen oder sich in ihre Arbeit zurückgezogen. Die Frauen sind auf sich alleine gestellt und überfordert. Umso wichtiger wird die beste Freundin. Louise Millars Verdienst ist es, die Frauenfreundschaft nicht zu idealisieren. Sie schaut genau hin und verheimlicht nicht, dass auch Abhängigkeit, Zweckdenken und Bedürftigkeit darin stecken.

 

"Manchmal wache ich mitten in der Nacht mit Schuldgefühlen auf. Vor allem wegen Suzy. Denn nach den ersten aufgeregten, intensiven Wochen unserer Bekanntschaft wurde mir etwas besonders bewusst, was ich niemandem eingestanden habe: Außer Babys und Kindern haben wir nichts gemeinsam." S. 80

 

Viel Psycho und wenig Thrill

Über eine lange Strecke liest sich Allein die Angst wie ein psychologisches Drama, die Thrillerhandlung bleibt nebensächlich. Louise Millar widmet sich allzu lang dem Innenleben und dem Alltag der Hauptcharaktere. Callie und Suzie sind echte, glaubhafte Charaktere geworden, die übrigen Figuren bleiben oberflächlich. Millar versieht jede ihrer drei Protagonistinnen mit einem Geheimnis und es gelingt ihr damit, die Zweifel, wer "böse" ist, lange in der Schwebe zu halten. Wenn sie Geheimnisse enthüllt, sind sie für den Leser nicht vorhersehbar. Aber trotzdem fehlt dem Buch die Spannungskurve eines gelungenen Psychothrillers. Louise Millar versteht es nicht, die vorhandenen Thrillerelemente richtig zu timen und sie im richtigen Maß auszureizen. Die Geschehnisse kulminieren zu spät, die Auflösung ist dramaturgisch schwach. Im Bemühen, realistisch und glaubwürdig zu sein, wagt die Autorin zu wenig.

Ein Debüt mit Schwächen

Fazit: Der Plot von Allein die Angst ist interessant, die Hauptfiguren Callie und Suzie glaubwürdig und psychologisch fundiert. Leider lässt die Ausführung zu wünschen übrig. Vielleicht gewinnt die Autorin in ihren nächsten Büchern mehr Mut und handhabt die Spannung besser, "Allein die Angst" zeigt, dass das Potential dazu vorhanden ist.

Allein die Angst

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