Der Herr des Moors

Erschienen: Januar 1983

Bibliographische Angaben

  • London: Hutchinson, 1982, Titel: 'Master Of The Moor', Seiten: 218, Originalsprache
  • Frankfurt am Main; Berlin; Wien: Ullstein, 1983, Seiten: 204, Übersetzt: Ilse Bezzenberger
  • Frankfurt am Main; Berlin: Ullstein, 1989, Seiten: 203
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1993, Seiten: 223
  • München: Goldmann, 1999, Seiten: 287

Couch-Wertung:

53°
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Peter Kümmel
Kommt nur sehr langsam in Schwung

Rezension von Peter Kümmel Mai 2003

Der Roman spielt in der Sumpflandschaft des schottischen Hochmoors. Stephen Walby, der sich dort wie in seiner Westentasche auskennt, findet auf einem seiner zahlreichen Spaziergänge die Leiche einer jungen Frau. Sie wurde erwürgt und ihre Haare wurden abgeschnitten. Wenig später wird eine weitere Leiche gefunden, ermordet nach dem gleichen Schema. Walby gerät nun selbst zwischenzeitlich in Verdacht.

Durch den Täter in seiner Ruhe in "seinem" Moor gestört, geht Walby nun für sich selbst auf Tätersuche. Dabei entfremdet er sich immer mehr von seiner Frau, die sich ihrerseits in einen jungen Mann verliebt und von Selbstzweifeln geplagt, sich nicht sicher ist, ob sie ihren Mann verlassen soll.

Die Suche nach dem Täter tritt nun eigentlich immer mehr in den Hintergrund zugunsten der Gedanken und der Entwicklung von Stephen Walby bei seinem Versuch, dem Täter nun endlich von Angesicht zu angesicht gegenüber zu stehen. Dabei ist er sich zwischenzeitlich nicht mal mehr sicher, ob er nicht selber der Täter ist.

Der Roman ist kein herkömmlicher Krimi im Sinne von Mord und Tätersuche. Anhand einer sehr überschaubaren Anzahl von handelnden Personen wird ein Roman aufgebaut, in dem das Psychologische im Mittelpunkt steht. Stephen versucht sich, geschockt durch den Fund der Leiche, selber in den Täter hineinzuversetzen. Dabei entfremdet er sich immer mehr von seiner Umwelt. Für den Leser geht dabei auch der Gedanke an den möglichen Täter mehr und mehr verloren.

Schließlich wird der Leser dann doch auf die einzig mögliche Schlußfolgerung hingeleitet, wobei sich letzten Endes natürlich wieder alles ganz anders herausstellt. Das Buch kommt nach dem Leichenfund zu Beginn eigentlich nur sehr langsam in Schwung. Die Beschreibung der Landschaft und die Verwandtschaftsverhältnisse der Personen nehmen einige Kapitel in Anspruch. In der 2. Hälfte jedoch kommt dann Spannung auf und man wird das Buch bis zum Ende nicht mehr aus der Hand legen.

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