18 - Das tödliche Gebot

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • New York: St. Martin's Press, 2011, Titel: 'Rogue', Seiten: 373, Originalsprache
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2012, Seiten: 464, Übersetzt: Irmengard Gabler

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Wolfgang Weninger
Unser Mann für's Grobe

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Jan 2012

18 - Das tödliche Gebot, das in der Übersetzung aus dem Amerikanischen von Irmengard Gabler im Fischer Taschenbuch Verlag erschienen ist, kam in Großbritannien unter dem Titel Rogue auf den Markt hat aber seinen Ursprung in einer Kurzgeschichte von Mark T. Sullivan, die als "The Art Of Rendition" vermarktet wurde.

Sullivan hat wieder mal einen Superagenten ins Rennen geschickt, den die Buchpresse als zweiten Jason Bourne feiert. Robin Monarch, aufgewachsen in den Favelhas von Buenos Aires bei einer Jugendgang, die sich die "Bruderschaft der Diebe" (Fraternidad de Ladrones) hat es zum Topagenten der CIA geschafft. Als solcher soll er in Istanbul die Geheimnisse der Al Qaida ausspionieren und geheimes Rüstungsmaterial stehlen. Aber der Einsatz geht schief und Monarch kann gerade noch entkommen und muss untertauchen, denn ganz offensichtlich wurde er gelinkt und das womöglich von seinen eigenen Leuten.

In der Folge hetzt der wandlungsfähige Top-Spion durch die halbe Welt und wird nicht nur von den Geheimdiensten verfolgt. Angeblich sind auf dem internationalen Waffenmarkt nukleare Sprengköpfe zu haben und sollen an den Meistbietenden veräußert werden. In aller Heimlichkeit rekrutiert Monarch sein altes Team, denn er braucht diese Sprengköpfe, damit sie zum Einen kein Anderer bekommt und zum Zweiten, um selbst damit Geschäfte zu machen.

Der weltgewandte Meisterdieb hinterlässt naturgemäß eine Spur der Verwüstung nach der Anderen, aber er schafft es über längere Zeit, seinen Auftraggebern einen Schritt voraus zu sein, bis seine Gelegenheitsfreundin in die Hände eines mörderischen Oligarchen fällt, der Robin Monarch damit zwingt, nach dessen Spielregeln zu spielen, aber Monarch hat immer noch einen Trumpf in der Hinterhand und er befolgt die achtzehn Regeln der Bruderschaft.

Mark T. Sullivan hat auch in diesem Roman nicht die feine Klinge des Schreibens ausgepackt. Aber der Schreibprofi weiß, wie man einen Thriller konzipiert, um dem einfachen (amerikanischen) Volk zu geben, was man an Action überhaupt in ein Buch hinein packen kann. Es braucht nur einen Superhelden mit einem Herz für die Armen, ständige Ortswechsel und nahezu unmögliche Kampfszenarien überall dort, wo das Geld regiert. Da wird dem Leser nicht langweilig, da kann auch derjenige auf kurzen Kapiteln den Faden behalten, der nur ein Mal im Jahr zu Weihnachten ein Buch bekommen wird. Sullivan macht Mainstream und das macht er gut.

Die typische Schwarz-Weiß-Malerei der amerikanischen Schreibschule exerziert der Autor gekonnt, wie immer. Der Feind sitzt außer im eigenen Haus genau in den Ländern, die dem amerikanischen Zeitgeist auch im Realleben den Stinkefinger zeigen und so reizt Sullivan den American-Way-Of-Life bis zur Erschöpfung aus und der Leser hetzt mit ihm über den Globus und das in atemberaubenden Tempo und unter Einsatz all dessen, was ein Spion von heute im Rucksack haben muss.

Nein, das ist wirklich keine Lektüre, die auch nur halbwegs realistisch ist. Das ist ein Actioner, der sich wie ein Drehbuch zu einem B-Movie liest und gerade deswegen macht es Spaß, dem einfachen, aber gut gestrickten neuen Erguss aus Sullivans Feder zu folgen. Manchmal braucht man solch leichte Lektüre als Abschluss eines langen Arbeitstages und dafür taugt 18 - Das tödliche Gebot recht gut.

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