Töte mich

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • New York: Arrow, 2011, Titel: 'Kill me once', Seiten: 416, Originalsprache

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Jörg Kijanski
Schwacher Abklatsch von Mcfadyen.

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Okt 2011

Der "Cleveland-Slasher" treibt sein Unwesen und hat mit der achtjährigen Jacinda Halloway bereits sein fünftes Opfer gefunden. Dabei wird der gesuchte Serienmörder (Nathan Stiedowe) von einem waghalsigen Plan angetrieben. Er verübt die Morde bekannter Serienmörder ein zweites Mal, ohne dabei jedoch die Fehler seiner zweifelhaften Vorbilder zu wiederholen. Schließlich will er der Beste sein und in die Geschichte eingehen, bevor er sein eigentliches Ziel erreicht.

Dem brutalen Mörder auf der Spur ist vor allem FBI-Agentin Dana Whitestone, die es im Laufe ihrer noch relativ jungen Karriere schon weit gebracht hat. Doch dieses Mal kommen sie und ihre Kollegen immer einen Schritt zu spät, wobei sie vor allem damit zu kämpfen haben, dass der Täter an den Tatorten keinerlei Spuren zurücklässt. Recht spät erkennen die Ermittler einen Zusammenhang zwischen den aktuellen Verbrechen und den Bezügen zu den alten Fällen, die jetzt mit äußerster Präzision kopiert werden. Und noch etwas wird immer deutlicher, dass es der Mörder auf Dana selber abgesehen hat …

Töte mich von Jon Osborne ist, um es vorweg zu sagen, ein simpler Abklatsch von Cody Mcfadyen. Parallelen sind nicht zu übersehen und wer auf Serienkiller-Thriller steht, mag hier vielleicht auf seine Kosten kommen. Leicht und zügig zu lesen ist der Plot auf jeden Fall und das mag für manchen Leser ja schon als Motivation genügen. Danach wird es dann aber schon kritisch. Bestens bekannte Bausteine werden lieblos aneinander gekleistert und so folgt eine Reihe brutaler Morde bis es zu einem Showdown kommt, der keinen Leser ernsthaft überraschen kann. Gut nur, wenn man ein paar dicke Logikfehler ignorieren kann, denn wie sonst ist es zu erklären, dass fünf junge Mädchen offensichtlich vom gleichen Täter ermordet werden und erst nach dem letzten Opfer eine Obduktion der ersten vier Mädchen erfolgt? Auweia.

Die Figuren sind allesamt erschreckend leblos, so dass man selbst mit der Protagonistin Dana Whitestone kaum mitfiebern kann. Sie musste als junges Mädchen erleben, wie ihre Eltern brutal ermordet wurden, ging daraufhin später zum FBI, wo sie seit geraumer Zeit als beste Ermittlerin gilt. Ähnlichkeiten mit Smoky Barrett, der Hauptfigur von Mcfadyen, sind ebenfalls offenkundig und dürften alles andere als zufällig sein. Nein, hier wurde recht munter kopiert und so überrascht es kaum, dass die Kopie nicht an das Original herankommen kann.

Dabei hätte die Idee des Plots, die Morde bekannter Serienmörder zu kopieren, durchaus das Zeug für einen spannenden Roman geboten. Tatsächlich ist jener Erzählstrang, in denen Nathan Stiedowe bei seiner Arbeit und deren Vorbereitung im Mittelpunkt steht, das interessanteste an dem Plot. Immerhin werden hierbei bekannte Verbrechen von Richard Ramirez, Dennis Rader, Richard Speck, David Berkowitz und – fast unvermeidlich – John Wayne Gacy nachgestellt. Dies ist nicht uninteressant, kann aber den ansonsten schwachen Plot nicht retten, der – arg konstruiert - schon allzu früh auf ein vorhersehbares Finale hinausläuft. Und wie schon bei Mcfadyen, muss auch hier die Protagonistin ordentlich einstecken. Doch Gewalt- und Mordexzesse allein sorgen nicht für spannende Unterhaltung.

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Letzte Kommentare:
03.08.2015 22:11:21
Sir Henry Baskerville

Das schlechteste (Hör-)Buch, was mir je untergekommen ist. Die ganze Geschichte ist ein einziges Morden und Gemetzel, welches ohne Gewinn für die Geschichte oder die Stimmung in perversen Details bis zu Ende durchgezogen wird. Am Ende kein Showdown, der Killer gewinnt. Eine Ermittlerin, die am Tatort heult, kotzt und zusammenbricht. Ich frage mich wirklich, was das Buch soll und finde keine Antwort. Es hat keinen Witz, keine kluge und überraschende Wendung, es ist ein Bericht, der für Leute, die möchten, daß das häufigste Wort eines Buches Blut ist. Und das Ende ist so unglaublich schlecht und nicht gelungen, daß es in der Schule eine 6 dafür gegeben hätte. Daß das hier mit über 30° was auch immer (vermutlich Celsius) bewertet werden konnte, spricht sehr gegen diese Seite. Mein Vertrauen in die Bewertungen hier ist dahin. Verschwendung von Zeit und Papier. Und ganz bewußt: PFUI!

06.09.2013 13:45:44
Steffen Stauch

Für mich eines der schlechtesten Bücher, die ich gelsesen habe. Wenn man begeisterter Krimileser ist, kann man über dieses Buch nur den Kopf schütteln. Es ist voll mit Fehlern und ist an der Logik völlig vorbei.Sie soll die beste Ermittlerin des FBI sein und verdächtigt Ihren Mentor der Serienkiller zu sein! Da werden keine Alibis verglichen, da ja der Auftenthaltsort des Mentors und die der Morde sehr weit auseinander liegen.Eine Obduktion der Kinderleichen wird erst nach dem fünften Mord angeordnet. Da werden keine Zeugen befragt. Der Mörder kann einfach mals so auf ein Universitätsgelände am Pförtner vorbei fahren, ohne dass dieser befragt wird. Es ist schon sehr früh klar, dass der Killer es auf Sie abgesehen hat. Warum sorge ich nicht dafür, dass ich wenige Angriffspunkte habe. So muss der arme und sympathische Nachbar auch noch draufgehen. Also ein haarsträubender Fehler am anderen. Zum Schluss habe ich mich echt aufgeregt und war kurz davor, dass Buch weg zu legen. Und der Höhepunkt kommt zum Schluss. Alle sind tot, Ihr Leben und Ihre Psyche sind komplett hinüber, aber der junge, gutaussehende Polizist mit zwei Schrottladungen im Bauch hat überlebt und lädt sie zum Essen ein. Somit und so endet auch das Buch "Ist ja alles in Ordnung".
Wie gesagt, ein Buch in dem mehr Leute umgebracht werden, als es Seiten hat kann ich nicht weiterempfehlen. Für mich nur ein blutrünstiges Gemetzel und da seine normalen Aufträge/Nachahmerei nicht reichen, kill ich zum Spaß noch so ein wenig in der Gegend umeinander, ohne dabei aber auch nur einen Hauch von Spuren zu hinterlassen.Ich glaube an diesem Beitrag merkt man, dass ich mich wirklich sehr darüber aufgeregt habe.

01.02.2013 18:05:30
Andreas

"Schwacher Abklatsch von McFadyen?"
McFadyen selbst schreibt, dass er von diesem Auto inspiriert wurde...

Manchmal verstehe ich Kritiken nicht ganz. Im Nachwort in McFadyens "Ausgelöscht" ist dies zu nachzulesen, sehr geehrter Herr Kijanski.

Vielleicht stimmt es allerdings, dass dieses Buch nicht an die des McFadyens heranreichen, jedoch wirft "Abklatsch" ein falsches Licht auf Herrn Osborne

14.01.2012 20:39:49
kianan

An und für sich spannender Krimi. Jedoch vom Aufbau sehr einfach und monoton aufgebaut. Das Buch besteht aus aufgereihten Kapiteln, in denen abwechselnd in einem Kapitel Jana sich wegen ihrer Kindheit schlecht fühlt und den Killer schnappen will und im folgenden Kapitel der Killer sich als perfekten Killer lobt und Wut auf Dana hat. Nur wenige Kapitel mit wirklich neuen Inhalten und der Entwicklung der Story. Darüber hinaus war die Story leicht zu durchschauen.

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