Meisterdetektive
oder solche die es noch werden

Mit Privatermittlern auf Tätersuche

Keine Frage: Die Kriminalliteratur wäre ohne Sherlock Holmes, Hercules Poirot oder Miss Marple nicht dieselbe. In unzähligen Fällen ermittelten Sie beharrlich und waren der Polizei stets eine Spürnasenlänge voraus. Auch heute bereitet es noch großes Vergnügen diese Klassiker zu lesen.

Welche Privatermittler sind Euch besonders ans Herz gewachsen? Oder haben Euch gar erst zum Krimi gebracht? Und bitte beachten: keine „detectives“ oder „detective seargeants“ nennen, denn das sind offizielle Bezeichnungen der amerikanischen Kriminalpolizei.

Foto: istock.com/Moussa81

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Letzte Kommentare:
31.10.2020 19:03:39
Der Waldschrat

Also ich muß da ja gestehen, daß ich Whodunits und Locked Room Geschichten liebe und ein "riesengroßer Fanboy" (oh jeh, und das in meinem Alter) von Agatha Christie und John Dickson Carr bin. Da schwingt bei mir auch stets ein großes Maß an Nostalgie mit, auch wenn beide Autoren arg nach dem "Baukastenprinzip" geschrieben haben.

Bei aller Liebe aber, solche Geschichten sind für mich auch nur noch in der kalten Jahreszeit angebracht. Es sich daheim gemütlich im Sessel bequem machen bei einem Tässchen Tee oder einem Glas Wein während der Regen an die Scheibe prasselt.

Irgendwann nutzen sich wohl alle Autoren ab, wie mögen die Leser in 50 Jahren über einen Thomas Harris oder Harlan Coben urteilen? Ehrlich gesagt, das würde mich wahrlich interessieren.
Ich kann mich noch gut erinnern wie meine Mutter, die eine begeisterte Krimileserin war, auf Indridason oder Mankell reagiert hat.

29.10.2020 11:46:50
nordkommission

Diese ewigen whodunits bzw. locked-room-mysteries à la Dickson Carr und Christie hängen mir, sorry, zum Hals heraus. Mir hat sich bis heute nicht erschlossen, wie jemand bei diesen verschwurbelten Stories die Täterschaft ermitteln soll/kann! Da wird, vorzugsweise auf den letzten 10 Seiten, ein völlig neues Geschehen präsentiert, um eine Lösung halbwegs plausibel zu machen. Das nimmt meistens schon groteske Züge an. Ich denke nur an letzten gelesenen Roman von A. Christie, wo das eigentliche Anschlagsopfer plötzlich zum Täter wird. Gnädigerweise erfährt der Leser kurz vor Schluss, dass Mary gar nicht Mary ist, sondern eigentlich ihre eigene tote Schwester Claire, von der im Buch bis dahin nie die Rede war. Klar, dass da ein "Meisterdetektiv" gefragt ist. Da kann man doch nur noch lachen und das Buch in hohem Bogen ins Altpapier werfen. Problem bei der Sache: man weiß ja genau, dass alle anderen Bücher (des/der Autors*in) nach dem gleichen Schema ablaufen.
Da lese ich doch lieber über Fälle, wo Horst Klaus wegen Ernst erschießt. Und nicht so einen konstruierten Kram, wo Logik verpönt und Willkür willkommen ist. Wenn ich schon lese, dass sich 10 Leute auf einer Insel treffen, auf der auch noch alles eingeschneit ist, dann winke ich nur noch gänzlich ermüdet ab. Denn spätestens auf Seite 25 fällt auch noch der Strom aus, und die erste Leiche liegt oder sitzt im Wohnzimmer, wo der Rest der Leute natürlich nichts, aber auch gar nichts, mitbekommen hat. Albern!

28.10.2020 15:01:11
Krimifan

Auch an den Hörspielen sieht man die Endwicklung
Alte Durbridge PT sind fast Spannung pur ( auch heute noch !!!)
Dagegen zB.bei E. George ,da schlägt die Langweile so richtig durch.
Sicher auch weil das Buch einfach aus zu viel Lückenbüßer besteht und quasi nicht mehr hergibt.

28.10.2020 14:51:53
Krimifan

Faszinierend ist ja die (trotz unverkennbaren Figuren und kleinen Marotten )die Konzentration der "Alten" auf den Fall /Mord.Alles hat irgendetwas damit zu tun ( und wenn es nur eine falsche Fährte ist )Doyle/Christie/Sayers usw.
Viele Hochgelobte Nachfolger/innen wissen sich nicht anders zu helfen als (für den Fall ) sinnloses pseudo Phycho Beziehungs - Gerede /Familiendramen usw . einzubauen .Und man denkt ...was sollte das jetzt ?????

17.10.2020 12:53:01
nordkommission

Bis dato habe ich immer einen großen Bogen um den Detektiv Ellery Queen gemacht. Warum? Keine Ahnung.. Aber jetzt lese ich gerade den Krimi "Das zwölfte Geschenk" und muss sagen, dass zumindest dieser Roman etwas vom allgemeinen Schema abweicht.
Die Autoren (beide verstorben) waren die beiden Vettern Frederick Dannay und Manfred Bennington Lee, die unter dem Pseudonym Ellery Queen ihren Protagonisten mit gleichem Namen auftreten ließen.
Ellery Queen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

23.09.2020 17:26:58
qwertz

Tatsächlich bin ich schon ziemlich früh zur Krimileserin geworden, und zwar durch "Meisterdetektiv" Kalle Blomquist. Und weil da gleich auf der ersten Seite Lord Peter Wimsey und Hercule Poirot erwähnt wurden und einige "Goldmann"-Taschenbücher mit dem Etikett "EIn Hercule-Poirot-Krimi" bei uns zu hause im Bücherregal standen, habe ich mir die einfach geschnappt und angefangen zu lesen (zum Glück sind die Morde da sehr zurückhaltend geschildert, sonst hätte ich - mit 9 - 10 Jahren - wahrscheinlich Alpträume gekriegt).

BEHIND THE DOOR
Der Raum. Die Tat. Das Rätsel.

Lese die Geschichte, erkunde den Tatort und bringe Licht in das Dunkel um einen mysteriösen Kriminalfall. Welche Auffälligkeiten bringen die Ermittlungen voran? Welches Indiz überführt den Täter? BEHIND THE DOOR ist der unterhaltsame und kurzweilige Rätselspaß auf Krimi-Couch.de.

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