Das zerbrochene Fenster von

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2012 bei Bastei Lübbe.
Ort & Zeit der Handlung: , 2010 - heute.

  • Köln: Bastei Lübbe, 2012. ISBN: 978-3-404-16046-4. 400 Seiten.

'Das zerbrochene Fenster' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Schneechaos in Schottland. Auf dem einsam gelegenen Anwesen der Darneys wird die Leiche einer Frau gefunden. Bei der Toten handelt es sich um die junge Witwe des erst kürzlich verstorbenen Lord Darney. Wenig später bei der Polizei in Edinburgh. Eine Frau namens Philippa Murray behauptet, den Namen des Mörders zu kennen. Ihr Freund Sean habe die Tat in seinem Notizbuch angekündigt. Doch als die Polizei den Namen des mutmaßlichen Täters prüft, taucht er in einem ganz anderen Zusammenhang auf: Sean Butler ist vor sieben Jahren verschwunden, sein Tod wurde vor wenigen Tagen offiziell erklärt. Wieso behauptet Philippa, dass er etwas mit dem Mord zu tun hat? Philippa selbst kann diese Frage nicht mehr beantworten. Als die Polizei sie zu Hause aufsucht, ist die junge Frau spurlos verschwunden.

Das meint Krimi-Couch.de: »Liebe, Hiebe und tiefe Verzweiflung« 88°Treffer

Krimi-Rezension von Andreas Kurth

Im Winter 2010 wird Lillian Darney in ihrem Landhaus erschlagen. Zuvor hatte sie noch bei ihrem Stiefsohn Cedric angerufen und ein einziges Wort gesagt: Sean. Das ist der Name des vor sieben Jahren verschwundenen Freundes von Philippa Murray, den sei seither sucht. Kurz nach dem Mord an Lillian meldet sich Pippa Murray bei der Polizei, und behauptet, ihr verschollener Freund habe die Frau ermordet – nur um daraufhin selbst zu verschwinden. In den Tagebuch-Eintragungen von Philippa, die nach dem Verschwinden von Sean im Dezember 2003 beginnen, wird ihre Sicht der Dinge bis in die jüngere Vergangenheit geschildert. Parallel dazu fahndet Cedric im Jahr 2010 mit Hilfe seines Mitarbeiters und Freundes Ben Edwards nach dem Mörder seiner Stiefmutter, und kümmert sich um die adäquate Unterbringung seines behinderte Halbbruders, des eineinhalbjährigen William. Denn auch ihr gemeinsamer Vater ist vor einiger Zeit ermordet worden. Das Rätsel scheint unlösbar, auch die Familie von Pippa Murray kann Cedric kaum helfen. Bis es dann doch eine überraschende Spur gibt und ein dramatisches Finale – mit weiteren Überraschungen.

Mit Das zerbrochene Fenster hat Henrike Heiland – alias Zoe Beck – erneut einen fesselnden Kriminalroman der leisen Töne vorgelegt. Die Handlung wird dabei von ihren Hauptfiguren Philippa Murray und Cedric Darney dominiert, aber auch Pippas Schwester Dana und Cedrics Freund Ben Edwards spielen wichtige Rolle, Daneben gibt es weitere Figuren, vor allem aus den Familien der Protagonisten, die auch von Bedeutung für den Fortgang der Handlung sind.

Pippa Murray ist eine selbstbewusste, junge Frau aus der englischen Oberschicht. Mit dem für sie völlig unerklärlichen Verschwinden ihres Freundes im Winter 2003 beginnt eine wirklich schwere Zeit für sie. Dabei schwankt Pippa immer wieder zwischen aufkeimender Hoffnung und tiefer Verzweiflung, zwischen Wut auf Sean und Schuldgefühlen wegen ihres eigenen Verhaltens. Sie hatte ihren Freund unabsichtlich in eine Glasscheibe geschubst, und bringt sein Verschwinden mit ihrer Eifersucht und dem heftigen Streit in Verbindung. Ihre zuweilen naiv anmutenden Bemühungen, ihn wieder zu finden, oder wenigstens sein Schicksal zu klären, führen beim Leser fast zwangsläufig zu Mitleid und Bedauern.

Cedric Darney ist dagegen eine hochkomplizierte Persönlichkeit. Er kämpft ständig mit seinen Phobien und Neurosen, muss starke Psychopharmaka nehmen, um überhaupt lebenstüchtig zu bleiben. Und doch ist er ein intelligenter und gebildeter Mensch, der gelernt hat – und noch lernt – mit seinen persönlichen Besonderheiten zu leben. Seinen Mitarbeiter und Freund Ben treibt der Herausgeber des Scottish Independent immer wieder zur Verzweiflung, aber das vertraute Verhältnis der beiden Männer führt auch zu immer neuen Fortschritten bei ihren Nachforschungen. Cedric ist eine Figur, der man irgendwie alles Gute wünschen möchte, weil er ständig sein Innerstes nach Außen kehrt und so seine zwischen Hilflosigkeit und Entschlossenheit schwankende Haltung offenbart.

Auch in Das zerbrochene Fenster haben die Charaktere enorme Tiefe, einige von ihnen hätten gewissermaßen eine ganz eigene Geschichte verdient, zu nennen sind hier Ben, Dana und auch Seans Vater Pete. Die Aufteilung in zwei komplexe Handlungsstränge fordert stets die volle Aufmerksamkeit des Lesers. Durch diese mitunter schnellen und verwirrenden Wechsel zwischen zurückliegenden und aktuellen Ereignissen wird die unterschwellige Spannung enorm gesteigert. Wie schon gewohnt verzichtet Zoe Beck auf knallige Action und blutige Szenen, und versteht es dennoch ganz ausgezeichnet, ihre Leser von Beginn an mit ihrer Geschichte zu fesseln. Das liegt nicht zuletzt daran, dass etliche Aspekte – beispielsweise aus dem früheren Leben von Lillian Darney – gewissermaßen scheibchenweise enthüllt werden.

Eine weitere Stärke des Romans ist, dass bis zum Finale ziemlich unklar bleibt, wie die Auflösung aussehen könnte. Man hat so einige Vermutungen, und liegt dann doch gnadenlos falsch. Charakteristisch ist – wie schon in den früheren Bücher unter dem Pseudonym Zoe Beck – dass Henrike Heiland die Menschen in den Mittelpunkt ihrer Geschichte stellt. Die Protagonisten, selbst die in der zweiten Reihe, kommen ausführlich zu Wort. Allerdings wird nicht immer ganz klar, was den einzelnen Akteur nun wirklich antreibt. Es bleibt durchaus Raum für Spekulationen, auch wenn das nicht jedem Leser gefallen dürfte. Vor allem darf man darüber spekulieren, ob es weitere Geschichten um Cedric und Ben geben wird, denn da ist noch einiges an Potenzial vorhanden. Zunächst sollte man jedoch die Lektüre von Das zerbrochene Fenster genießen, vorzugsweise an einem langen und verregneten Herbstwochenende – denn das würde zu diesem faszinierenden Buch herrlich passen.

Andreas Kurth, August 2012

Ihre Meinung zu »Zoë Beck: Das zerbrochene Fenster«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

Hanfried Kimstädt zu »Zoë Beck: Das zerbrochene Fenster« 27.12.2012
Trauen Sie nicht dem Klappentext oder den Rezensionen namhafter Zeitungen.
Das zerbrochene Fenster ist ein Roman, mehr nicht. Der Hinweis auf Schottland ist überflüssig, da dieser Roman überall auf der Welt spielen kann.
Das ganze als spannend bzw. gar als Thriller zu bezeichnen ist maßlos übertrieben.
Wie ich herausgefunden habe sollte man die Roman davor gelesen haben um einiges besser begreifen zu können. Für mich wird also so manches im Dunkeln bleiben denn noch einen "Zoe Beck" werde ich mir nicht antun.
Entschuldige lieber Gott, dass ich die mir zugemessene Zeit mit dem Lesen dieser Lektüre vergeudet habe.
PMelittaM zu »Zoë Beck: Das zerbrochene Fenster« 23.11.2012
2003: Philippa Murrays Freund Sean verschwindet spurlos. 2010: Die junge Witwe von Lord Darney wird leblos aufgefunden. Philippa, von allen Pippa genannt, behauptet, der Mörder sei ihr verschwundener Freund. Cedric Darney, der Stiefsohn der Toten, und Ben Edwards, ein junger Reporter, ermitteln.

Zoë Beck erzählt ihre Geschichte auf mehreren Ebenen. Einen großen Teil des Buches machen die Tagebuchaufzeichnungen Philippa Murrays aus, die beginnend mit dem Verschwinden ihres Freundes ihre Suche nach ihm erzählt, ihre Trauer und Verzweiflung und wie sie versucht, wieder ein normales Leben zu führen. Diese Tagebuchaufzeichnungen setzen sich vom Rest des Buches auch durch eine andere Schrift ab und wirken so fast tatsächlich wie ein handschriftlich geführtes Tagebuch. Ein sehr gelungener Kniff.

Auch die 2010 spielenden Ereignisse erfährt der Leser/die Leserin aus mehreren verschiedenen Perspektiven, z. B. aus der Cedrics oder aus der von Pippas Schwester Dana. Das macht das Erleben wesentlich intensiver und man ist gespannt, wie das nun alles zueinander gehört. Die einzelnen Erzählstränge fügen sich schließlich auch logisch ineinander.

Die Autorin wartet mit einigen sehr intereressanten Personen auf. Allen voran Pippa, deren Geschichte man durch die Form der Tagebuchaufzeichnungen hautnah erlebt und mit der man regelrecht mitleiden kann. Aber auch Cedric, den man, wie Ben, schon aus Zoë Becks vorangegangenen Romanen kennt (die ich noch nicht gelesen habe), ist ein toller Charakter, psychisch krank, aber dagegen ankämpfend, wächst er regelrecht über sich hinaus. Ich hoffe sehr, dass er auch in weiteren Romanen auftauchen wird. Eine Art Antiheldin ist Pippas Schwester Dana, die im Buch die größte Entwicklung durchmacht.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen, er liest sich sehr flüssig und ist spannend. „Thriller“ ist aber wohl das falsche Wort dafür. Von einem Thriller erwartet der Leser/die Leserin gemeinhin Blut, Psychoterror u. ä. Dieser Roman ist aber eher von der leisen Sorte. Er funktioniert zwar auch auf der psychologischen Schiene, aber weniger durch Schockeffekte.

Die vorangegangenen Romane habe ich mir bereits besorgt und ich freue mich auch schon auf weitere Bücher von Zoë Beck. Dieses hier kann ich absolut empfehlen!
HeJe zu »Zoë Beck: Das zerbrochene Fenster« 29.10.2012
Habe alle Bücher von Zoe Beck gelesen und dieses hier war mit Abstand das mieseste! Man muss unbedingt ihr erstes Werk Wenn es dämmert lesen, denn sonst versteht man die Story gar nicht. Da dies bei mir auch etwas länger her war, war es recht schwierig, wieder in die Story zu finden. Ich muss sagen, dass ich sehr enttäuscht von diesem Buch bin. Es ist langweilig, zäh und geprägt von zu viel bla bla. Reine Zeitverschwendung. Hat mit einem packenden Thriller nicht viel zu tun. Schade. 20 Grad
Dani P. zu »Zoë Beck: Das zerbrochene Fenster« 23.09.2012
ich habe nun alle 4 Bücher von Zoe Beck gelesen und bin jedesmal begeistert. Zwar fand ich "wenn es dämmert" etwas aufregender aber dieses Buch war ebenfalls fesselnd bis zum Schluss - ich mag die Schreibweise - in zwei Zeitzonen wie es sich mehr und mehr miteinander verstrickt. Man wird in die Irre geführt und bis zum Schluss ist man sich nicht sicher ob man alles durchschaut hat.. ich kann die Bücher, egal welches von ihr, nur wärmstens empfehlen!
Schneeglöckchen zu »Zoë Beck: Das zerbrochene Fenster« 27.08.2012
Eben habe ich "Das zerbrochene Fenster" zu Ende gelesen. Im Gegensatz zu anderen Meinungen hier, finde ich dieses Buch nicht ein ganz besonderes Highlight.
Gefallen hat mir, daß der Leser eine gute Beziehung zu den Hauptfiguren aufbauen kann. Auch die Nebenfiguren sind so gut beschrieben, daß man eine genaue Vorstellung erhält. Das Buch beginnt spannend. Leider wird diese Spannung nicht durchweg gehalten. Und zum Schluß war ich sogar etwas enttäuscht.
Die Geschichte auf 2 Zeitebenen spielen zu lassen, zwischen denen ständig hin -und hergesprungen wird, ist im Grunde eine gute Erzählweise. Bei dieser Geschichte hat es mich jedoch öfters verwirrt. Hinzu kam, daß für die Tagebucheintragungen, die in der Vergangenheit spielen, eine Schriftart gewählt wurde, die mir persönlich das Lesen erschwert hat.
Alles in allem ist "Das zerbrochene Fenster" eine gut ausgedachte Geschichte über Familien, Menschen, Irrungen und Wirrungen, Befindlichkeiten, die zu tragischen Taten führen. Für mich hätte es spannender sein können.
Sonea84 zu »Zoë Beck: Das zerbrochene Fenster« 15.08.2012
Inhalt :


Sie sagt nur ein Wort, ansonsten herrscht beklemmende Stille. Diesen seltsamen Telefonanruf bekommt Cedric von seiner Stiefmutter Lillian, zu der er im Grunde keinen regen Kontakt pflegt. Dieses seltsame Telefonat lässt ihn aber nicht los und so macht er sich trotz Schneechaos auf, um nach Lillian zu sehen. Beim Haus angekommen macht er eine grausige Entdeckung. Und so beginnt das Drama, hinter dem mehr steckt als es erst den Anschein hat.
Parallel gibt es Tagebucheinträge von einer Pippa zu lesen, die sich Gedanken um ihren verschwundenen Freund macht. Was haben beide Handlungsstränge gemeinsam? Was führt sie zusammen?
Vergangenheit und Gegenwart verschimmern allmählich.

Aufbau :


Am Anfang des Buches findet man zwei Karten, die zur Orientierung beim lesen dienen. Einmal sieht man einen groben Umriss von Groß-Britannien und Irland (das Buch selber spielt meistens in Schottland) und bei der zweiten Karte ist der betreffenden Teil Schottlands detaillierter dargestellt.
Dieser Thriller hat zwei unterschiedliche Handlungsstränge, welche sich abwechseln. Einmal liest man die Tagebucheinträge von Pippa, die in der Vergangenheit spielen, und dann ist man in der Gegenwart und ist hauptsächlich mit Cedric oder seinem Bekannten Ben unterwegs. Die beiden Handlungsstränge sind auch in der Schriftart voneinander zu unterscheiden, was mir persönlich sehr gut gefiel.
Der Schreibstil der Autorin ist atmosphärisch und flüssig zu lesen. Die Charaktere sind liebevoll und "ehrlich" gezeichnet. Es gibt keine 08/15-Typen, sondern jeden Person hat etwas Besonderes. Jeder hat so seine "Macken" und seine Probleme, die in ihre Persönlichkeiten einfließen, was dem Roman eine besondere Tiefe gibt.

Meine Meinung :


Wie euch bestimmt aufgefallen ist, fiel es mir schwer den Inhalt in meinen Worten wieder zu geben. Ich finde einfach, dass zu viele Infos über den Inhalt häufig das Lesevergnügen schmälern. Gerade das ich Stück für Stück mehr über die einzelnen Personen erfahren durfte, machte mir bei diesem Buch Freude und trieb die Spannung weiter voran!
Zur Genreeinteilung kann ich vielleicht noch sagen, dass dies kein blutrünstiger Thriller ist, sondern eher ein psychologischer Thriller mit Tiefgang.

Ein weiter Pluspunkt für mich war die Atmosphäre in diesem Buch. Es spielt in Schottland zur Winterzeit - im wilden Schneechaos. Die Autorin beschreibt diese düstere und wirre Stimmung so gut, dass man teilweise denkt man sei vor Ort. Und gerade diese mysteriöse Stimmung macht den Roman noch um ein Stückchen besser und trägt meiner Meinung nach auch zur Spannung bei.

Ansich fand ich das Buch irre spannend! Man kann jetzt nicht sagen, dass ein Höhepunkt dem nächsten folgt, aber es zieht sich eine "Spannungsfaden" durch das ganze Buch und ich hatte bei keiner einzelnen Seite das Gefühl mich zu langweilen! Ich durfte das Buch in einer Leserunde lesen und mir fiel es wirklich schwer an den vereinbarten Stellen auf zu hören. Dieses Buch wäre auf jeden Fall ein Kandidat zum "einfach-weg-lesen" bei einem guten Rotwein, eingekuschelt in einer gemütlichen Decke.

Wie schon erwähnt haben mir die Personen sehr gut gefallen, weil keiner "perfekt" war und alle irgendein Geheimnis haben. Diese Geheimnisse kommen im Laufe des Buches für den Leser ans Licht und somit rückt auch die Lösung des Falls immer etwas näher. Die ganze Zeit versucht ich die Puzzleteile zusammen zu führen und die Charaktere besser zu durchschauen und dann kommt auf der nächsten Seite wieder ein Detail, was alles über den Haufen wirft. Ich liebe so etwas einfach!!!

Nun muss ich aber noch dazu kommen, was mir nicht ganz so gefallen hat. Ich bin eigentlich ein perfider "Chronologisch-Leser". Nun hatte ich aber das große Glück bei dieser Leserunde teilnehmen zu dürfen, da schmeißt man ja solche Prinzipien gerne über den Haufen. "Das zerbrochene Fenster" war mein erstes Buch von Zoe Beck und im Grunde ist es keine Reihe, aber es sollen wohl einige Figuren in den anderen Büchern vorkommen. Ein paar Mal hatte ich das Gefühl, dass ich über eine erwähnte Person mehr wissen sollte. Z.B. wird einmal eine Freundin erwähnt, die aber sonst nicht weiter erläutert wird und im Grunde auch keine weitere große Rolle in diesem Buch spielt. Aber diese kleinen Moment hielten sich in Grenzen. Da mir aber sonst alles einfach wunderbar gefallen hat, werde ich die älteren Werke der Autorin auf jeden Fall lesen (in "chronologischer" Reihenfolge ).

Fazit :

Mir hat dieses Buch super gefallen und ich frage mich, warum ich vorher noch nichts von Zoe Beck gelesen habe!? Die Location ist super und die Atmosphäre passt super zu der Story ; der Schreibstil ist klasse und lässt einen alles hautnah miterleben ; die Charaktere sind wunderbar beschrieben und gut durchdacht ; der "Kriminalfall" ansich ist schlüssig und total spannend und der Wechsel der Handlungsstränge ist gut gewählt und verleiht dem Buch etwas Besonderes und lässt zusätzlich die Spannung steigen!!!
Für jeden Leser, der auch mal unblutige Thriller mit Tiefgang, psychologischem Touch und tollen Charakteren lesen möchte, ist "Das zerbrochene Fenster" auf jeden Fall zu empfehlen!!!
Chrkoehne zu »Zoë Beck: Das zerbrochene Fenster« 13.08.2012
Unterhaltung auf höchstem Niveau liefert Zoe Beck hier ab! Besonders gefallen hat mir, dass die Geschehnisse um Pippa durch Auszüge aus ihrem Tagebuch beschrieben werden. Dieses sorgt gleichzeitig für intime Einblicke in ihre Gefühlswelt und ihre Psyche. Generell werden alle Personen sehr genau beschrieben, was sehr konkrete Bilder von Ihnen bei mir erzeugt hat. Die Spannung wird durch neue Wendungen sehr hoch gehalten und das trotz...oder gerade wegen...dem Fehlen von blutüberströmten Leichen!
Ein sehr intelligenter, mitreißender und anspruchsvoller Thriller der Lust auf mehr macht! Absolut empfehlenswert!
subechto zu »Zoë Beck: Das zerbrochene Fenster« 21.07.2012
Vermisst

Um es gleich vorwegzunehmen, "Das zerbrochene Fenster", der neue Thriller von Zoë Beck, hat mir sehr gut gefallen. Wieder hat die Autorin einen Roman in der Tradition von Elizabeth George, Val McDermid beziehungsweise Minette Walters geschrieben. Doch worum geht es?

Schauplatz ist Schottland, die Halbinsel Fife zwischen Edinburgh und Dundee sowie St. Andrews. Damit sich der Leser ein Bild machen kann, sind vorne im Buch zwei Karten abgebildet.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen und zwei Handlungssträngen erzählt: der erste beginnt im Dezember des Jahres 2003 mit einer kaputten Scheibe in den Auszügen aus Philippa Murrays Tagebuch. Der andere spielt in der Gegenwart, fast genau sieben Jahre später:

Cedric Darney kämpft sich durch die verschneite Landschaft zum Anwesen seines verstorbenen Vaters, Lord Darney, nachdem er von dort einen mysteriösen Anruf erhalten hatte. Kurz darauf findet er die Leiche seiner Stiefmutter Lillian. Diese wurde brutal ermordet. Wer ist der Täter? Und wo liegt sein Motiv?

Bei der Polizei in Edinburgh meldet sich eine Frau namens Philippa Murray und behauptet, den Namen des Mörders zu kennen. Ihr Freund Sean habe die Tat in seinem Notizbuch angekündigt. Bei ihren Untersuchungen stellt die Polizei jedoch fest, dass Sean Butler vor sieben Jahren verschwunden ist. Als sie Pippa zuhause aufsuchen wollen, ist diese plötzlich ebenfalls verschwunden...

Viel Personal, eine komplexe Handlung, tödliche Wendungen und ein überraschendes Ende, dies sind die Zutaten von Zoë Becks neustem Thriller "Das zerbrochene Fenster". Neben Cedric gibt es auch ein Wiedersehen mit dem Journalisten Ben Edwards und seiner Fiona sowie den Chandler-Lyttons aus früheren Werken. Dennoch handelt es sich bei "Das zerbrochene Fenster" um einen eigenständigen Roman.

Ich mag es ja, wenn ein Autor sich kurz fassen kann: Nach knapp 400 Seiten, einer exzessiven Suche und vielen falschen Fährten werden beide Handlungsstränge perfekt zusammengeführt. Auch wenn der eine oder andere Punkt zum Schluss offen bleibt, finde ich das nicht schlimm. Im Gegenteil, hier bietet sich die Option auf eine Fortsetzung.

Fazit: "Das zerbrochene Fenster" ist eine wunderbar komplexe Geschichte, mit zahlreichen Verdächtigen und überraschenden Wendungen. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und der Erzählstil ist sehr lebendig. Beste Unterhaltung mit viel Atmosphäre und reichlich schwarzem Humor. Ein absolutes Highlight: 5* und meine unbedingte Leseempfehlung!
Ihr Kommentar zu Das zerbrochene Fenster

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: