Herzlich willkommen auf der Krimi-Couch!

Krimi-Couch.de ist eines der größten, unabhängigen Online-Magazine zum Thema Kriminalroman im deutschsprachigen Raum. » mehr über die Krimi-Couch


Ausgabe 05.2015

Schnellübersicht der aktuellen Krimi-Couch

Krimi-Volltreffer des Monats Mai: Havarie

Havarie von Merle Kröger

    Mit ihrem letzten Kriminalroman Grenzfall hat die deutsche Autorin Merle Kröger Maßstäbe gesetzt und völlig zurecht den Deutschen Krimipreis erhalten. Havarie, ihr neues Buch, ist noch politischer und es wird zu diskutieren sein, ob das Ettikett Krimi überhaupt passt. Schauplatz ist das Mittelmeer, wo sich vier Schiffe kreuzen: Ein irischer Frachter, ein Kreuzfahrtschiff, ein spanisches Seenotrettungsboot und ein Schlauchboot mit algerischen Flüchtlingen, dem der Sprit ausgegangen ist. Zentraler Satz: "Das Mittelmeer ist ein Massengrab" geworden. Ein überaus aktueller, tief recherchierter und brillant geschriebener Roman über das "Mare Monstrum" und die Menschen seiner Anrainer.

    Krimi-Blitz 2014: Das Ergebnis!

    Krimi-Blitz 2014: Das Ergebnis!

    Tusch! Pauken! Trompeten! Der Krimi-Blitz 2014 national geht an an Rainer Wittkamp für Kalter Hund, der in der Kategorie internal an Michael Robothams Erlöse mich. Wir gratulieren herzlich!

    Krimi-Blitz 2014: Gewinner-Grüße

    Rainer Wittkamp bedankt sich bei seinen Leserinnen und Lesern.

    Weitere besprochenene Kriminalromane im Mai auf der Krimi-Couch:

    Die Suche nach Tony Veitch von William McIlvanney Treffer

    Krimi: Die Suche nach Tony Veitch (William McIlvanney)

    Glasgow – Anfang der 1980er Jahre. Die einstige Handels- und Industriemetropole befindet sich auf einem absterbenden Ast. Arbeitslosigkeit verbunden mit relativer Armut prägt ganze Stadtviertel. Kleinkriminalität blüht allerorten. Zwei konkurrierende Verbrecherbanden liegen miteinander im Clinch, weil ein Ganove namens Paddy Collins abgestochen wurde. Beide Seiten sind nun auf der Suche nach einem gewissen Tony Veitch. Der soll was wissen oder gesehen haben. McIlvanney gilt in Krimi-Kreisen als Vater des »Tartan Noir«. Der Schotte ist nicht nur ein Poet, der mit erstaunlichen Aphorismen und Metaphern zu überzeugen weiß, sondern auch ein Philosoph, der seine Mitmenschen liebt und an das Gute in ihnen glaubt. Von Jürgen Priester

    Suburra - schwarzes Herz von Rom von Giancarlo de Cataldo & Carlo Bonini Treffer

    Krimi: Suburra - schwarzes Herz von Rom (Giancarlo de Cataldo & Carlo Bonini)

    Sechs Monate, Juni bis Dezember 2011. Ein Bandenkrieg, ein großes Bauprojekt, ein Korruptionsskandal. Mafia, Privatwirtschaft, Politik. Verschiedene rechtlich, politisch und moralisch fragwürdige Verstrickungsebenen, Alltag in Rom. Gemeinsam mit dem Investigativ-Journalisten Carlo Bonini erzählt de Cataldo eine komplexe Geschichte, in der sich Mafiadynastien, ein Zigeunerclan, Würdenträger des Vatikans und hohe Politiker zu einem Selbstbereicherungs-Netzwerk zusammengeschlossen haben. Stoff, der geschickt das Spektrum von Unterhaltung bis gesellschaftspolitischem Diskursbeitrag abdeckt. Von Almut Oetjen

    Das Büro der einsamen Toten von Britta Bolt Treffer

    Krimi: Das Büro der einsamen Toten (Britta Bolt)

    In der Prinsengracht wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden die Polizei vermutet einen Unfall, ab und an fällt halt schon mal jemand besoffen in den Kanal. Pieter Posthumus, der im Bestattungsteam des Amtes für Katastrophen und Bestattungen, im Volksmund »Büro der einsamen Toten« genannt, arbeitet, glaubt nicht an einen Unfall. Doch Pieter ist ein Sonderling, der vor neun Monaten in das eher unbedeutende Team strafversetzt wurde, da er als unkooperativ und nicht teamfähig gilt. Während seine Kollegen nur allzu gerne die Akten schnell wieder schließen fühlt er sich berufen, die Geheimnisse der Verstorbenen zu ergründen, und – wie im Fall des jungen Mannes in der Gracht – auch Privatdetektiv zu spielen. Von Jörg Kijanski

    Frettchenland von Rainer Wittkamp Treffer

    Krimi: Frettchenland (Rainer Wittkamp)

    Martin Nettelbeck und sein Kollege Wilbert Täubner schickt Autor Rainer Wittkamp in Frettchenland ein drittes Mal auf die Straßen Berlins. Neonazis, Flüchtlinge, Bandenbosse, Kleinkriminelle? Nein, dieses Mal geht’s in den Bundestag und wird politisch. Erfrischend unterschiedlich sind die Fälle des Berliner LKAs, was so gar nicht typisch für Serienautoren ist. Überhaupt: Jede Schublade, in die man Rainer Wittkamps Nettelbeck-Reihe stecken wollte, würde ihr nicht gerecht werden. Und das ist auch gut so, gibt es ihm doch die Freiheit, auch im vierten Teil wieder mit etwas völlig Neuem aufzuwarten. Von Silke Wronkowski

    Außerdem neu rezensiert im Mai:

    Eine Krimi-Couch-Ausgabe verpasst?

    Kein Problem. Sie finden hier die Ausgaben der letzten acht Monate:

    Weitere Informationen:

    Diesen Monat neu in den Regalen Ihrer Krimi-Buchhandlung: