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Ausgabe 10.2016

Schnellübersicht der aktuellen Krimi-Couch

Krimi-Volltreffer des Monats Oktober: Gangsterland

Gangsterland von Tod Goldberg

    1998: In Chicago passiert dem besten Killer der Mafia, Sal Cupertine, ein großer Fehler. Am Ende sind drei FBI-Beamte und ein mexikanischer Verbindungsmann tot. Tod Goldberg beschreibt faszinierend und eindringlich die Situation in Las Vegas im ausgehenden 20. Jahrhundert. Die Gewaltszenen sind mitunter heftig, die Dialoge ätzend-giftig bis unterhaltsam. Ein vielschichtiger Mafiaroman, der aus dem sonst üblichen Angebot deutlich hervorsticht.

    Interview mit Thomas Beckstedt

    Interview mit Thomas Beckstedt

    Unter der Creme der österreichischen Kriminalliteratur befindet sich seit jüngster Zeit Thomas Beckstedt, der mit Triptychon einen fulminanten Thriller hinlegen konnte. Krimi-Couch-Rezensent Jürgen Priester hatte die Gelegenheit, den angesagten Autor zu einem Interview zu bitten.

    Volltreffer vor 5: Radikal

    Volltreffer vor 5: Radikal

    Erschreckend aktuell: Der charismatische Lutfi Latif zieht in den Deutschen Bundestag ein und setzt sich für die Integration von Muslimen ein. Der Al-Qaida ist er deshalb verhasst, sieht man in seinem Verhalten ein Anbiedern an den Westen und den Verrat religiöser Grundwerte.

    Weitere besprochenene Kriminalromane im Oktober auf der Krimi-Couch:

    Nackter Mann, der brennt von Friedrich Ani Treffer

    Krimi: Nackter Mann, der brennt (Friedrich Ani)

    Ludwig Dragomir ist unter diesem Decknamen in sein kleines und absolut konservativ geprägtes Heimatdorf in der tiefsten bayrischen Provinz zurückgekehrt. Schnell stellt sich heraus, dass es hier vor langer Zeit einen verschwiegenen Kinderschänderring gegeben hat, und zahlreiche Menschen im Dorf haben offenbar durchaus davon gewusst - und dennoch nichts dagegen unternommen. Friedrich Ani verbreitet in seinen Bücher eine Art sprachliche Urgewalt. Die meisten seiner Bücher, und Nackter Mann, der brennt gehört in jedem Fall dazu, kann man nicht einfach nur lesen – man muss ihre inhaltliche Aussage tatsächlich zur Kenntnis nehmen. Von Andreas Kurth

    Hell-Go-Land von Tim Erzberg

    Krimi: Hell-Go-Land (Tim Erzberg)

    Anna Krüger wuchs auf Helgoland auf, verliebte sich in ihrer Schulzeit in Leo und hätte sich ein ruhiges Leben auf der Insel mit einer kleinen Familie durchaus vorstellen können.Anna ging zur Hamburger Polizei und nachdem sie die Insel 6 Jahre nicht mehr gesehen hat, kehrt sie nun als stellvertretende Leiterin der Polizeidienststelle Helgoland zurück, die gerade einmal aus vier Personen besteht. Doch während normalerweise dieser Job sterbenslangweilig ist, beginnt der Start für Anna turbulent. Der originelle Plot besticht vor allem durch die Beschreibung der sturmumtosten Insel. Atmosphäre vom Feinsten lässt einen das Unwetter ständig spüren. Von Jörg Kijanski

    Sieben minus eins von Arne Dahl Treffer

    Krimi: Sieben minus eins (Arne Dahl)

    Kriminalkommissar Sam Berger und seine Kollegen durchsuchen eine Hütte, in der sie ein entführtes Mädchen vermuten. Ein Kollege wird durch eine Art Sprengfalle verletzt. Berger glaubt unbeirrbar an Zusammenhänge mit anderen Entführungsfällen, sieht gar einen Serien-Entführer und -Mörder am Werk, doch mit dieser Meinung stößt er bei seinen Vorgesetzten mehrfach auf Granit. Arne Dahl ist bekannt dafür, seine Leser immer wieder zu überraschen, und das gelingt ihm auch in seinem neuen Buch. Von Andreas Kurth

    Totenfang von Simon Beckett

    Krimi: Totenfang (Simon Beckett)

    David Hunter ist nicht gut drauf. Seine Anstellung als Anthropologe bei einer Londoner Uni steht auf der Kippe, seine Einsätze als beratenden Forensiker für die Polizei sind auch rarer geworden und das bevorstehende verlängerte Wochenende, das er bei Freunden auf dem Lande verbringen will, wirkt auf einmal auch nicht mehr so reizvoll, wie er es geplant hatte. Als ihn am Abend vor der Abfahrt der Abruf eines ihm unbekannten Detective Inspector Lundy aus Essex erreicht und ihn bittet, bei der Bergung einer Wasserleiche zugegen zu sein, ist er alles andere als abgeneigt. An Totenfang gibt es nicht viel zu meckern, außer vielleicht, dass Simon Beckett die Spannungsschraube erst ziemlich spät anzieht. Aber dann geht es Schlag auf Schlag, der solide Kriminalroman steigert sich zu einem packenden Actionthriller. Von Jürgen Priester

    Brand von Ulrich Effenhauser Treffer

    Krimi: Brand (Ulrich Effenhauser)

    29. November 1985. Eine Tagung in New York führt auf dem Rückflug zu einer Zwischenlandung in Mexiko City. Alwin Heller nimmt vom BKA eine Einladung seines Kollegen Juan Valverde zur Übernachtung an. Im Präsidium wartet indes die Leiche eines Mannes, der, nackt und durch einen Herzdurchschuss getötet, hinter einem abgelegenen Schutthaufen gefunden wurde. 26. April 1986: Heller ist mit seiner Frau Kerstin ins Krankenhaus geeilt, die Geburt des ersten Kindes steht an. Doch der erwartete Sohn stirbt unmittelbar nach der Geburt. Um sich abzulenken setzt sich Heller vor den Fernseher und ist elektrisiert. Die Katastrophe von Tschernobyl zieht ihn in seinen Bann. Wer sich für einen Mordfall, eingerahmt in das atomare Wettrüsten nach Ende des Zweiten Weltkrieges interessiert, findet hier einen anspruchsvollen Roman sowie eine neue »Erklärung«, wie es zu der Katastrophe von Tschernobyl kommen konnte. Von Jörg Kijanski

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