SOG von Yrsa Sigurðardóttir

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2015 unter dem Titel Sogið, deutsche Ausgabe erstmals 2017 bei btb.
Folge 2 der Psychologin-Freyja-und-Kommissar-Huldar-Serie.

  • Reykjavík: Veröld, 2015 unter dem Titel Sogið. 268 Seiten.
  • München: btb, 2017. Übersetzt von Tina Flecken. ISBN: 978-3-442-75664-3. 420 Seiten.

'SOG' ist erschienen als Hardcover

In Kürze:

Zwölf Jahre nach dem Tod und der Vergewaltigung eines Mädchens wird eine Zeitkapsel in Reykjavik gehoben. Darin enthalten: 10 Jahre alte Briefe von Schülern, die beschreiben, wie sie sich Island im Jahre 2016 vorstellen. Darunter findet sich noch etwas anderes: eine unheimliche Botschaft, die akribisch genau die Initialen von zukünftigen Mordopfern auflistet. Kurz danach werden zwei abgetrennte Hände in einem Hot Tub in der Stadt treibend gefunden. Doch noch hat keiner eine Vermisstenanzeige bei der Polizei gestellt. Schon bald taucht die erste verstümmelte Leiche auf, dicht gefolgt von einer zweiten, und es ist klar, dass die Botschaft aus der Zeitkapsel ernst zu nehmen ist. Ein Fall für Kommissar Huldar, der sich beweisen muss: von seinen Leitungsaufgaben entbunden, wird er von den meisten seiner früheren Untergegebenen gemieden, die Beziehung zur Kinderpsychologin Freya ist ebenfalls ruiniert, was er zu reparieren hofft, indem er sie in die jetzigen Ermittlungen mit einbezieht.

Das meint Krimi-Couch.de: Auch der zweite Teil der Huldar-Freyja-Serie überzeugt 85°Treffer

Krimi-Rezension von Jörg Kijanski

Der erste gemeinsame Fall von Kommissar Huldar und der Kinderpsychologin Freyja (»DNA«) ging ordentlich daneben. Huldar ist infolgedessen kein Teamleiter mehr und wurde durch seine Kollegin Erla ersetzt. Freyja ging es nicht besser, sie verlor die Leitung des Kinderhauses. Eigentlich kann sich Huldar nicht beklagen, denn die teils bürokratische Arbeit eines Vorgesetzten war nicht unbedingt seins, doch dass er jetzt mit scheinbar unbedeutenden Kleinigkeiten betraut wird, gefällt ihm ebenso wenig. 2006 haben Schüler und Schülerinnen Aufsätze geschrieben, wie sie sich Island zehn Jahre später vorstellen.

Nun sollen diese in einer Ausstellung gezeigt werden, aber eine Durchsicht ergab, dass ein Aufsatz eine düstere Vorhersage enthält, welche sechs Personen im Jahr 2016 ermordet werden, wobei allerdings nur Initialen oder ein Anfangsbuchstabe genannt werden. Sind die Aussagen eines damals vierzehnjährigen Jugendlichen ernst zu nehmen und wer war besagter Schüler?

Wenig später finden sich in einem Garten eines pensionierten Staatsanwaltes zwei von einer Kettensäge durchtrennte Hände. Kurz darauf ist der Staatsanwalt selber Opfer eines perfiden Mordes. Huldar ist von den Ermittlungen ausgeschlossen und stellt derweil fest, dass der damalige Aufsatz von Pröstur stammt, dessen Vater als Kinderschänder und -mörder über zwölf Jahre im Gefängnis saß und kürzlich vorzeitig entlassen wurde.

Er vermutet einen Zusammenhang zwischen dem damaligen Mord und den aktuellen Geschehnissen, doch Erla will davon nichts wissen. Derweil erhält ein weiterer Staatsanwalt mysteriöse Drohmails von einem anonymen Absender. Es dauert nicht lange bis zum nächsten Mord …

Vielschichtiger Plot mit ausreichenden Einblicken in das Privatleben der Protagonisten

Rückblende: Der erste gemeinsame Fall von Huldar und Freyja begann mit einem zwischenmenschlichen Fiasko. Man lernte sich in einer Bar kennen und da Huldar die Erfahrung machte, dass seine Frauenbekanntschaften schnell das Interesse verloren, sobald er sich als Polizist outete, stellte er sich Feyja als Tischler Jónas vor und verbrachte eine Nacht mit ihr. 

Kurz darauf kam es jedoch zu einer beruflichen Zusammenarbeit und Huldar musste sich zu erkennen geben. Seitdem ist das Verhältnis der beiden Protagonisten – sagen wir – vorbelastet. Eigentlich fühlen sich beide zueinander hingezogen, bekommen es aber irgendwie nicht geregelt. So viel sei verraten: Im zweiten Fall leistet sich Huldar erneut einen folgenschweren Fehltritt.

»Das war einer der Polizisten, die von Bogarnes zu dem Sommerhaus geschickt wurden.«
»Und? Was hat er gesagt?«
»Scheiße, das ist der Hammer, meine Fresse.«

Freyjas Privatleben, sofern sie denn eines hat, wird nicht unwesentlich von ihrem Bruder Baldur bestimmt, der eine mehrjährige Haftstrafe absitzt. Im Gefängnis erhält er nicht selten Damenbesuch, dieses Mal mit weitreichenden Folgen – auch für Freyja.

Der aktuelle Fall ist ein Rache-Thriller, denn ein altes Verbrechen will endlich gesühnt werden. Es gibt ziemlich genau eine Handvoll verdächtiger Personen, so dass die Auflösung bezüglich des Täters der aktuellen Morde nicht alle Leser überraschen wird. Allerdings gibt es auf den letzten beiden Seiten noch mal einen fetten Paukenschlag.

Der Plot ist spannend und handwerklich solide aufbereitet

Yrsa Sigurdardottir hat sich von ihrer ersten Serienheldin, der Anwältin Dóra-Guðmundsdóttir, vor einigen Jahren (zumindest vorübergehend) verabschiedet. Seitdem gab es einige mehr oder wenige gelungene Stand-Alone-Thriller bevor mit »DNA« die vorliegende neue Serie startete. Wie beim Vorgänger ist der Plot spannend und handwerklich solide aufbereitet.

Wechselnde Szenarios, in denen nicht nur die beiden Protagonisten die Hauptrolle spielen, sorgen für Tempo und Nervenkitzel, wobei die hier aufgezeigten Verbrechen nichts für schwache Nerven sind. An die eingangs erwähnte Kettensäge sei erinnert. Das Privatleben nimmt natürlich einen gewissen Teil des Romans ein, ist aber im Seitenverhältnis akzeptabel und schließlich ist die »Beziehung« zwischen Huldar und Freyja, so es sie denn gibt, ja auch gewissermaßen ein bisschen wie das berühmte Salz in der Suppe beziehungsweise der Teil der Serie, der diese wie eine Klammer zusammenhält.

Für Freunde skandinavischer Krimikost ein Tipp!

Jörg Kijanski, November 2017

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Nijura zu »Yrsa Sigurðardóttir: SOG« 08.10.2017
Ein Highlight unter den Thrillern

In Reykjavik wird eine zwölf Jahre alte Zeitkapsel gehoben, in ihr wird ein Brief gefunden, in dem zukünftige Morde angekündigt werden und Initialen der betreffenden Opfer beschrieben werden.
Tatsächlich geschehen Morde, die im Zusammenhang mit der Kapsel stehen könnten und Huldar und Freyja geben sich alle Mühe, diese Morde aufzuklären und künftige Morde zu verhindern. Leider sind die zukünftigen Opfer sich keiner Schuld bewusst und daher keine große Hilfe bei den Ermittlungen.


Meine Meinung:
Sog ist der zweite Teil der Thrillerreihe mit Kommissar Huldar und der Kinderpsychologin Freyja. Ich fand den ersten Teil bereits sehr gut, doch der Nachfolgeband ist tatsächlich noch besser.

Huldar ist ein liebenswerter Chaot, der sein Liebesleben einfach nicht in den Griff bekommt. Auf der einen Seite will er unbedingt eine ernsthafte Beziehung mit Freyja, auf der anderen Seite sabotiert er sich dauernd selber. Manchmal würde ich ihn am liebsten schütteln.

Freyja wirkt auf mich etwas unentschlossen, ob sie mit Huldar zusammen sein möchte oder nicht, ich werde nicht so ganz aus ihr schlau.
Freyjas Bruder Baldur sitzt nach wie vor im Gefängnis, neu ist, dass er offenbart bekommt, dass er Vater geworden ist und Freyja sich während der Zeit, die er noch im Gefängnis verbringen muss, sich um sein Kind kümmern soll. Diese Treffen sind höchst amüsant und entlockten mir immer mal ein amüsiertes Grinsen.

Trotz der Probleme von Huldar und Freyja kommt die Handlung nicht zu kurz. Der Spannungsbogen steigt stetig an, und natürlich rätselt man mit den beiden mit, wer denn nun der Täter sein könnte. Die Mordmethoden sind ziemlich grausig, dennoch kann man nicht anders als weiterzulesen, die Spannung steigt ins Unermessliche, als auch noch Kinder von dem Täter entführt werden.
Und als man schon meint, alles zu wissen, hat die Autorin am Ende doch noch eine Überraschung parat. Einfach genial.

Fazit: Superspannender Thriller, mit liebenswerten Hauptcharaktären und einem Touch Humor, aber nichts für zarte Gemüter. Absolute Leseempfehlung!
anyways zu »Yrsa Sigurðardóttir: SOG« 29.09.2017
„Im Jahr 2016 werden folgende Menschen getötet: K, SG, BT, JJ, VL und I. Niemand wird sie vermissen. Am allerwenigsten ich. Ich kann es kaum erwarten.“

Etwas ratlos sitzt der in Ungnade gefallene Kommissar Hulder vor diesen Zeilen. Da er in seiner Abteilung nach dem letzten Fall degradiert wurde, darf er sich jetzt um die weniger spektakulären Fälle kümmern. Dieser Zettel tauchte auf, als aus einer Schule eine Zeitkapsel nach zehn Jahren geöffnet wurde.
Währenddessen bekommt Erla, die Huldar um seinen Chefposten beerbt hat, einen anonymen Hinweis auf „Polizei relevantes“ in einem Garten. Zusammen mit Huldar macht sie sich auf den Weg. Tatsächlich werden auf dem Grundstück in einem Hot Tube (beheizter Gartenpool) zwei abgetrennte Hände gefunden. Der Besitzer des Gartens kann sich nicht erklären wie diese Hände in seinen Pool kommen. Überzeugend ist er jedenfalls nicht.
Bezüglich des Schreibens aus der Zeitkapsel nimmt Huldar wieder Kontakt zur Psychologin Freyja auf. Einerseits um berufliches zu klären, andererseits möchte er trotz des Desasters der letzten Ermittlung auch privat ein bisschen mehr von ihr. Da Freyja jedoch auch im Kinderhaus degradiert wurde, ist das Verhältnis eher unterkühlt.

Yrsa Sigurdardottir’s Bücher sind immer ein Garant für Spannung. Sie schafft es die Abgründe menschlichen Tuns überaus realistisch zu beschreiben, so dass ich immer förmlich an den Seiten klebe. Hier ist einfach alles stimmig. Ein, auf seine Tötungsarten bezogenener, „kreativer“ Täter, eine unfassbare Tragödie, die allem voranging und das Katz- und Maus- Spiel zwischen Freyja, Huldar und Erla.
Aber nicht nur das, zeichnet ihre Bücher aus, unterschwellig schlägt die Autorin immer wieder gesellschaftskritische Töne an, hier insbesondere zum isländischen Rechtssystem. Obwohl dieser „Fall“ mit all seinen Vertuschungen auch in jedem anderen europäischen Staat hätte stattfinden können, denn Gewalt in der Familie ist immer noch ein Tabu Thema und die Dunkelziffer der Opfer kaum zu benennen.
Ein wenig irritiert war ich nur am Anfang des Buches, so ganz habe ich nicht verstanden warum Freyja und auch Huldar degradiert wurden. Aus welchem Grund sie so dermaßen in Ungnade gefallen sind hat sich mir nicht ganz erschlossen. Aber vielleicht waren sie nur „gebrandmarkt „ von ihrem ersten Fall? Authentisch wiederum, beschreibt die Autorin gekonnt die vielen kleinen Hässlichkeiten, die man mitunter von seinen Arbeitskollegen tagtäglich erfahren kann. Das ist durchaus realistisch.
Fazit: Ein überaus dramatischer Thriller, mit gut gesetzten Spannungsbögen, sympathischen Ermittlern und einem sehr aufschlussreichem Epilog.
TochterAlice zu »Yrsa Sigurðardóttir: SOG« 26.09.2017
Eine Zeitkapsei, in der Verbrechen angekündigt werden Das klingt wie aus einem SF-Roman, aber ist dennoch bittere Realität in den Ermittlungen der Kripo in Reykavik: dort wurden vor über 10 Jahren Schüler aufgefordert, ihre Visionen für die Zukunft aufzuschreiben und einer von ihnen hat auf die kaltblütigste Weise den Entwicklungen vorgegriffen: dort werden Morde vorausgesagt, die zum Teil inzwischen tatsächlich geschehen sind.

Hat das alles etwas mit der Leiche eines Mädchens aus derselben Zeit zu tun - auch darauf gibt es Hinweise? Aber bald schon finden sich Verbindungen zur Gegenwart - und zwar welche der gruseligsten Art. Ich will nicht viel verraten, aber wer was gegen abgetrennte Körperteile hat, sollte sich von diesem Buch verhalten.

Nur so viel: der ganze Kriminalbereich Islands im weitesten Sinne outet sich als korrupter Sumpf sondergleichen, in den auch Familien - bis hin zu Kindern im Kindergartenalter - mit hineingezogen werden.

Wie im Vorgängerfall "DNA" setzt die isländische Autorin Yrsa Sigurdardottir das mehr oder weniger unfreiwillig zueinander findende Ermittlergespann bestehend aus Psychologin Freya und Kommissar Huldar ein - beide hatten schon mal eine Begegnung, eine der ganz anderen Art.

Aber lesen Sie selbst, denn es ist wie immer unterhaltsam und originell, was die isländische Autorin hier verzapft hat. Allerdings sollten Sie nicht zu zart besaitet sein, denn es ist ganz schön starker Tobak, der hier aufgetischt wird und auch Kinder spielen eine Rolle und auch sie bzw. der Umgang mit ihnen sind Themen, die von der Autorin nicht gerade sanft dargestellt werden.

Also definitiv eher was für Thrillerfans als für Freunde des klassischen Whodunnit. Und für solche, die auf überraschende Wendungen stehen, wobei es für meinen Geschmack manchmal fast zu absurd zugeht. Ein bisschen weit hergeholt sind die Konstruktionen auf jeden Fall und das ist noch eine Untertreibung meinerseits.

Dennoch wieder ein spannender Fall mit schrägen, gut und eindringlich dargestellten Protagonisten, den ich gern gelesen habe. Ich hoffe sehr, dass Freya und Huldar, deren Nicht-Beziehung mal wieder auf die Probe gestellt wird, erneut zuschlagen und dass ihre Hassliebe sich endgültig in die ein oder andere Richtung verlagert. Wie auch immer, ich würde gern mehr von ihnen lesen!
oberchaot zu »Yrsa Sigurðardóttir: SOG« 24.09.2017
Klirrende, isländische Kälte

Das Buch beginnt im Prolog damit, dass die kleine Vaka vor der Schule auf ihre Eltern wartet, aber nicht abgeholt wird. Ein anderes Mädchen bietet ihr an, bei ihr zuhause zu telefonieren. Bald ist Vaka nicht mehr davon überzeugt, dass das eine gute Idee ist...
Zwölf Jahre später wird eine Zeitkapsel gefunden. Darin sind zehn Jahre alte Aufsätze von Kindern enthalten. Und noch etwas: Eine apokalyptische Botschaft, nämlich mit Hilfe von Initialen, wer alles sterben wird. Bald werden zwei abgetrennte Hände gefunden, gleich danach eine übel zugerichtete Leiche. Das wird wohl kaum die letzte sein. Was hat das mit der seltsamen Botschaft in der Kapsel zu tun?
Kommissar Huldar sucht Hilfe bei der Kinderpsychologin Freyja. Beide sind in Ungnade gefallen und müssen sich neu beweisen. Sie versuchen den Fall zu lösen.

Mir ist das Buchcover sofort ins Auge gestochen und wusste, dass ich dieses Buch lesen muss. Und ich wurde nicht enttäuscht. Es ist spannend von der ersten Seite bis hin zum Schluss. Mir gefällt gut, dass die isländische Landschaft und das Klima eingebettet wird. Was auch auffällt, ist, dass es nicht nur um die brutalen Morde geht, sondern auch immer auch noch um das zwischenmenschliche Verhältnis. Einerseits zwischen Huldar und seiner Chefin Erla, aber vor allem zwischen Huldar und Freyja. Was ich anfangs störend fand, ist, dass die zwei Ermittler sozusagen "Versager" waren. Das kommt in vielen Krimis vor. Doch mit der Zeit behaupteten sie sich, und man vergass ihr Image ein wenig. Alles in allem ein sehr gelungener Thriller, wie man das von der Autorin gewohnt ist.
Miss Marple zu »Yrsa Sigurðardóttir: SOG« 17.09.2017
Kommissar Huldars 2. Runde

Der Titel „SOG“ ist Programm für den zweiten Teil der Reihe um Kommissar Huldar und die Psychologin Freyja. Nicht nur die handelnden Personen werden wie in einem Sog in die Geschehnisse hineingezogen, auch der Leser, der dieses Buch nicht zur Seite legen wird. Glaubt man am Schluss dann doch einmal Luft holen zu können, setzt die Autorin noch auf der vorletzten Seite eins drauf.
Huldar, nach seinem letzten Fall degradiert, wird mit der Aufgabe betraut, alten Briefen, die sich aus einem Schulprojekt in einer Zeitkapsel befanden, auf die Spur zu kommen, weil darunter eine erschreckende Botschaft über zukünftige Morde gefunden wurden. Als kurz darauf zwei abgetrennt Hände, aber noch keine Leiche, auftauchen, beginnt die Jagd nach dem vermeintlichen Mörder. Weit zurück in die Vergangenheit führen die Spuren, die scheinbar ihren Anfang bei der Entführung und Ermordung eines kleinen Mädchens hatten.
Die Autorin schickt ihre Ermittler auf eine spannende Suche, deren Sog sich der Leser nur schwer entziehen kann. Erleben wir doch ein starkes Ermittlerteam, das realistisch und mit all seinen persönlichen Stärken und Schwächen gezeichnet ist und einen Fall, der uns tief in menschliche Abgründe führt.
Alles in allem finde ich den vorliegenden Band eine gelungene Fortsetzung der Reihe aus Island, der aber auch ohne die Kenntnis des ersten Band für spannende Lesestunden sorgt.
HexeLilli zu »Yrsa Sigurðardóttir: SOG« 14.09.2017
14.09.2017 – 17:08
Von hexelilli
Diese Geschichte bleibt mir noch eine Weile im Kopf. Danke das ich sie vorab lesen durfte.

Kommissar Huldar ist nach seinem letzten Fall in Ungnade gefallen. Er musste seinen Chefposten abgeben. Jetzt hat er Aufsätze von 14 jährigen Schülern auf dem Tisch, die zehn Jahre in einer Zeitkapsel aufbewahrt wurden. Ein Schüler kündigt Morde an. Die einzigen Hinweise sind Namenskürzel. Und dann geschieht der erste Mord. Was Kommissar Huldar zusammen mit seinem Team und der Psychologin Freyja aufdeckt ist nicht nachzuvollziehen. Ich bekam Mitleid mit den Tätern und nicht den Opfern.

Im ersten Drittel waren die Ermittlungen etwas langatmig, aber trotzdem nie langweilig. Nach und nach laufen alle Fäden zusammen. Ein grausiger Thriller wo die Morde aber nicht bis ins letzte Detail beschrieben werden. Das Cover ist ähnlich wie der Vorgängerband DNA.
Ich bin sicher, es wird auch noch einen dritten Band geben.
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