Das letzte Ritual von Yrsa Sigurðardóttir

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 unter dem Titel Þriðja táknið, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Fischer Taschenbuch Verlag.
Ort & Zeit der Handlung: Island / Reykjavik, 1990 - 2009.
Folge 1 der Dóra-Guðmundsdóttir-Serie.

  • Reykjavík: Veröld, 2005 unter dem Titel Þriðja táknið. 351 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag, 2006. Übersetzt von Tina Flecken. ISBN: 978-3-596-17132-3. 382 Seiten.

'Das letzte Ritual' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

In der Universität von Reykjavík wird die Leiche eines jungen Deutschen gefunden. Der Geschichtsstudent war fasziniert von alten Hexenkulten, und sein Mörder hat ihm ein merkwürdiges Zeichen in die Haut geritzt. Aber die isländische Polizei glaubt an einen Drogendelikt und verhaftet einen Dealer. Die Eltern des Opfers misstrauen den Ermittlungen: Sie beauftragen die junge Anwältin Dóra Guðmundsdóttir, den Fall noch einmal aufzurollen. Und auf der Suche nach dem wahren Mörder findet Dóra über dunkle Rituale mehr heraus, als ihr lieb ist …

Ihre Meinung zu »Yrsa Sigurðardóttir: Das letzte Ritual«

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Catha-Tina zu »Yrsa Sigurðardóttir: Das letzte Ritual« 13.11.2014
Mein erstes Buch von Yrsa Sigurðardóttir und auch das erste ihrer Dóra-Guðmonsdóttir-Reihe, ein Krimi, der wohl v.a. geschichtlich Interessierte ansprechen wird, denn z.T. wird sehr detailliert, manchmal so referierend wie ein Schulaufsatz, isländische und deutsche Geschichte des 16. Jh. zum Thema Hexenverfolgung/Inquisition abgehandelt. Dadurch erschien es mir teilweise zu langatmig, so dass die Spannung darunter litt.

Auffällig ist auch der oft holprige Schreibstil, wodurch sich solche putzigen Sätze ergeben, wie „Er hatte wunderschöne, weiße Zähne und Dóra wünschte ihm viele Anlässe zur Freude“ (Beschreibung eines Polizeibeamten). Evtl. liegt es auch an der Übersetzung… Aber so schlimm wie bei Camilla Läckberg fand ich den Schreibstil nun auch wieder nicht ;-) wenn auch nicht gerade geschliffen. Allerdings kein Vergleich mit Mankell, Nesser, Adler-Olsen etc.

Die Liebesgeschichte zwischen der Rechtsanwältin Dóra und dem deutschen Ermittler Matthias Reich erschien mir überflüssig, der Person des Mathias konnte ich nichts abgewinnen, er war irgendwie nicht greifbar und ziemlich blass. Dóra dagegen kam recht sympathisch rüber. Ab und zu gab es auch einige witzige Dialoge.

Ich gebe dem Buch 55 Punkte und hoffe, die Autorin steigert sich in ihren nächsten Dóra-Bänden noch…. Ich wende mich erstmal wieder ihrem Landsmann Indridason zu, von dem sie noch was lernen kann ;-)
Christine Papin zu »Yrsa Sigurðardóttir: Das letzte Ritual« 17.11.2013
Dieser erste Krimi hat mir sehr gut gefallen. Vor allem, dass eine RA ermittelt. Der Plot ungewöhnlich, ein Deutscher wird auf Island ermordet. Die Eltern glauben nicht an ein Drogendelikt. So kommt der Krimi in Schwung und hält Details aller Protagonisten fest, die hintergründig beleuchtet werden. Ich liebe aktuelles Geschehen verwoben mit historischen Geschichten, dafür hat die Autorin ein Riesenlob verdient. Weiter so.
tassieteufel zu »Yrsa Sigurðardóttir: Das letzte Ritual« 13.11.2013
Anwältin Dora Gudmundsdottir erhält einen ungewöhnlichen Auftrag, sie soll die Hintergründe zum Mord an dem deutschen Studenten Harald Guntlieb erforschen, da die Eltern des Ermordeten nicht an ein Drogendelikt glauben wie die Polizei. Der deutsche Student war ein Außenseiter, der sich für die Geschichte der Hexenverfolgung und Verbrennung interessierte und scheinbar auf der Suche nach einer unbekannten, uralten Ausgabe des „Hexenhammers“ war. Dora zur Seite steht der Deutsche Matthias Reich, der die Familie Guntlieb in Sicherheitsfragen berät. Das ungleiche Team beginnt mit seinen Ermittlungen und stößt auf immer neue Ungereimtheiten.

Mein erster Island-Krimi der Autorin Yrsa Sigurdardottir hat mir insgesamt recht gut gefallen, auch wenn ich mich mit den teilweise unaussprechlichen Namen etwas schwer getan habe! Die Story ist gut durchdacht und mit den ganzen Hintergrundinformationen zu der Forschungsarbeit des Ermordeten auch noch recht interessant gestaltet. Die historischen Fakten sind gut mit dem Mordfall verwoben und bieten ein breites Spektrum für Spekulationen, so dass die Suche nach dem Mörder bis zum Schluß offen bleibt und dann auch noch einige Überraschungen bietet. So interessant das Thema Hexenverfolgung auch ist und so überraschend auch einige Dinge sind, die Dora und Matthias Reich bei ihren Recherchen aufdecken, so hat mir doch ein wenig die herkömmliche Krimispannung gefehlt.
Kleine Episoden aus Doras Privatleben lockern die manchmal düstere Atmosphäre in den Kapiteln, in denen es um die Hexenverfolgung geht, auf und lassen die etwas nüchtern erscheinende Anwältin etwas sympathischer erscheinen.

Insgesamt läßt sich das Buch durch den flüssigen Erzählstil flott lesen und bietet intelligente Unterhaltung.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
DoraExplorer zu »Yrsa Sigurðardóttir: Das letzte Ritual« 14.02.2013
Hallo MissyMarple,
da ich nicht vorhabe, das Buch als Hörbuch zu vertonen, ist die Fähigkeit zur Aussprache der isländischen Namen wohl nicht nötig.
Ich fand das Buch spannend und recht witzig. Dora ist als Anwältin mal eine erfrischende Abwechslung zu den Kriminalpolizisten. Ich mag diese skandinavischen Krimis einfach und freue mich schon auf die nächsten Bände.
thor zu »Yrsa Sigurðardóttir: Das letzte Ritual« 27.03.2011
Ich finde auch, dass die Personen prima eingeführt werden, scharf geschnittene Charaktäre haben und die Hauptgestalten symphatisch erscheinen. Die Story ansich empfinde ich arg weit hergeholt und zum Ende hin hat es mich auch etwas genervt - zuviel Mystik (Island halt?), auch wenn die Aufklärung wieder die Kurve kriegt. Nun ja, ich kann mir vorstellen, dass das Buch eine passable Tatort Verfilmung abgeben könnte.; so oder ähnlich auch schon beim Münsterrkimi Thiel/Boerne gesehen.
mylo zu »Yrsa Sigurðardóttir: Das letzte Ritual« 06.07.2010
Also vorweg, es war ein wahrer Lesegenuss. Dieses Buch kann man einfach so nach und nach weggelesen. Dies macht besonderen Spaß, wenn man zuvor ein et6was schwieriges Buch gelesen hatte. Nicht dass das Buch bzw. die Story platt wären – oh nein. Der Schreibstil und die Personen sind so erfrischend, dass das Lesen einfach Spass macht. Die Geschichte selbst ist schon ungewöhnlich, das Thema aber blendend recherchiert. Der Spannungsbogen stimmt ebenfalls und so bleibt mir nur zu empfehlen, das Buch zu lesen, mal was anderes von Island als von Arnaldur Indridason, auch wenn er sich leichter aussprechen lässt. Freue mich auf die Fortsetzungen, die Ermittlerin Dora ist mir sehr sympathisch – mit ihren Stärken und auch Schwächen geradezu menschlich. Von mir gibt es 80 Punkte.
ElRascalito zu »Yrsa Sigurðardóttir: Das letzte Ritual« 23.07.2009
Mein erster Island-Krimi und ich bin angenehm überrascht. In der ganzen Flut an Skandinavien-Krimis muss sich dieses Erstlingwerk meiner Meinung nach überhaupt nicht verstecken. Die Story wirkt vielleicht manchmal ein wenig arg konstruiert bzw. weit hergeholt, aber wusste durchweg zu überzeugen. Die Hintergrundinformationen zu den Forschungen des Ermordeten sind interessant, der Ablauf der Ermittlungen ordentlich gestaltet. Mit der Hauptfigur in Form der ermittelnden Rechtsanwältin ist eine größtenteils sympathische Porträtierung gelungen, die im Duo mit dem deutschen Ermittler gut harmoniert (wenn auch manche Entwicklungen hierbei hervorsehbar sind ;-)). Die Nebenhandlungen (Familiengeschichte) um Dora lockern das Ganze ein wenig auf und helfen die Figur ein wenig vielschichtiger darzustellen. Gerne mehr davon.
Burkhard Rudat zu »Yrsa Sigurðardóttir: Das letzte Ritual« 29.01.2008
Nach vielen Island Krimis die ich gelesen habe endlich eine neue Schriftstellerin, die man einfach so weglesen kann. Zwar ist die Story manchmal ein wenig hergeholt, doch das Buch macht neugierig auf weitere Fälle von Dóra Guðmundsdóttir.
Arndt Bach zu »Yrsa Sigurðardóttir: Das letzte Ritual« 11.10.2007
Ein recht gut geschriebenes Buch mit einer sympathischen Protagonistin in einem seltsamen Mordfall. Liest sich sehr leicht und flüssig - aber das war es dann auch - trotz der Thematik ist doch das Buch nicht wirklich spannend und interessant genug damit einem in Erinnerung bleibt!
heinrich zu »Yrsa Sigurðardóttir: Das letzte Ritual« 15.09.2007
Wieviel Stoff für Kriminalromane kann eine Insel mit 300.00 Einwohnern, deren Hauptstadt halb so groß wie Kiel ist, wirklich hergeben? Wenn man Arnaldur I. 's Bücher gelesen hat, kann da nicht mehr viel Platz sein. Aber obwohl ich am Anfang zu "Gletschergrab" Parallelen ziehen wollte (junge Anwälin ermittelt Geheimnisse der Vergangenheit mit deutschem Bezug), ergibt sich doch eine gute Geschichte mit eigenem Charakter. Natürlich spielt die Autorin mit den Klischees weiblicher Sichtweisen, um sich von Indridasons Schreibweise abzusetzen, aber insgesamt hat mir das Buch gut gefallen.

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