Trigger von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2009 bei Heyne.
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München: Heyne, 2009.
ISBN:
978-3-453-43402-8. 428 Seiten.
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[Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2009.
Gesprochen von Wulf Dorn.
ISBN:
3837102440. 6 CDs.
'Trigger' ist erschienen als
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In Kürze:
Der Fall einer misshandelten Patientin wird für die Psychiaterin Ellen Roth zum Alptraum: Die Frau behauptet, vom Schwarzen Mann verfolgt zu werden. Kurz darauf verschwindet sie spurlos. Bei ihren Nachforschungen wird auch Ellen zum Ziel des Unbekannten. Er zwingt sie zu einer makaberen Schnitzeljagd um ihr Leben und um das ihrer Patientin. Für Ellen beginnt ein verzweifelter Kampf, bei dem sie niemandem mehr trauen kann. Immer tiefer gerät die Psychiaterin in ein Labyrinth aus Angst, Gewalt und Paranoia. Und das Ultimatum läuft.
Das meint Krimi-Couch.de: »Ein spannendes Debüt nach Maß«
Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger überspringen
Vorschusslorbeeren der deutschen Krimischreiberelite finden sich zur Genüge auf den Umschlagseiten des Thriller-Erstlings von Wulf Dorn. Der Wilhelm-Heyne Verlag hat mit dem 430-Seiten Werk Trigger allerdings tatsächlich keinen Fehlgriff getan, denn dieser erstmalige Einblick in die Psychokiste des Autors ist über weite Strecken eine gelungene Schreibarbeit, die keinen internationalen Vergleich zu scheuen braucht.
Ellen Roth arbeitet in einer privaten Anstalt für psychisch in Mitleidenschaft gezogene Menschen. Ihr gegenwärtiger Lebensabschnittspartner, der gerade unterwegs nach Australien ist, hat ihr nur eine kurze Notiz hinterlassen, die auf eine völlig verstörte Frau hinweist, die von der Notaufnahme kam und in einem Krankenzimmer untergebracht wurde. Die Frau ist völlig verwahrlost und offensichtlich schwer misshandelt worden. Ellen Roth findet kaum Zugang zu der Frau, außer einigen bruchstückhaften Äußerungen über den »Schwarzen Mann«, der sie alle holen werde.
Ellen Roth sucht Rat und Hilfe bei ihrem Kollegen Mark. Aber als dieser die Frau aufsuchen will, ist von dieser nichts mehr zu finden. Und auch in der Aufnahme des Psychiatrischen Krankenhauses ist nirgendwo ein Zugang vermerkt. Ist Ellen nur ein Opfer der Überarbeitung und des täglichen Umgangs mit schwer geschädigten Menschen geworden?
Aber Ellen weist solche Anschuldigungen vehement zurück. Sie beginnt ihre Nachforschungen und wird dabei immer wieder vom »Schwarzen Mann« kontaktiert, der sie mit Sicherheit verfolgt und beobachtet und sie auch körperlich angreift, ohne dass sie ihn erkennen kann. Der mörderische Stalker hinterlässt Spuren in ihrem Leben und in ihrer Wohnung und bald weiß Ellen nicht mehr, wie sie dem Grauen entkommen soll. Steckt dahinter ihr Freund oder ihr Kollege oder gibt es noch andere Menschen, die danach trachten, sie völlig verrückt zu machen, denn außer ihr nimmt niemand die Bedrohung war. Ist es Einbildung oder Wahrheit, womit Ellen konfrontiert wird?
Trigger überzeugt. Die Spannung setzt schon nach wenigen Seiten ein und sie hält fast bis zum Schlusspunkt, auch wenn sie gelegentlich abzuflachen droht, weil der Leser geneigt ist, ganz klar den Täter erkannt zu haben. Doch alles was offensichtlich ist, wendet sich zum nächsten Grauen und damit zu einem neuen Rätsel. Dass die arme Frau Doktor dabei fast den Verstand verliert und reichlich oft den vermeintlich falschen Weg geht, kann man natürlich auch ihrem verwirrten Geist zuschreiben oder aber der komplex konstruierten Handlung, die sich nicht immer ganz plausibel liest.
Grundsätzlich sind in diesem Buch alle verdächtig. Und das mag daran liegen, dass Wulf Dorn die Menschen in diesem Buch nur äußerst knapp charakterisiert und kaum Information über deren Background einblendet, so dass sie dem Leser fremd bleiben und keinerlei Sympathiewerte aufkommen. Selbst die arme Frau Doktor Roth aus der Waldklinik, die bewusst ihre Paranoia auslebt, findet in ihrem Kampf gegen Wirklichkeit und Fiktion kaum die Möglichkeit dem Leser ans Herz zu wachsen. Dass darüber hinaus die Lösung haarsträubend konzipiert ist und für mich den schwächsten Teil der Geschichte ausmacht, tut dem Spaß beim Lesen keinen Abbruch.
Wulf Dorns Trigger ist eine der besten Neuerscheinungen, die mir 2009 vor die Lesebrille gekommen ist. Die Ausdrucksweise ist über weite Strecken knapp und gleichzeitig reich an ebensolchen Dialogen, lediglich die (notwendigen) Rückblenden neigen ein wenig mehr zu blumigen Schilderungen, aber man erliegt nicht der Gefahr, etwas zu Überlesen. Mit diesem Debüt stellt sich ein interessanter neuer Autor vor, bei dem man auf Kommendes gespannt sein darf.Wolfgang Weninger, Dezember 2009
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| felinette zu »Wulf Dorn: Trigger« | 21.01.2012 |
|---|---|
| Ricardo Tiede zu »Wulf Dorn: Trigger« | 28.09.2011 |
| Steffi_39 zu »Wulf Dorn: Trigger« | 03.09.2011 |
| Manfred R zu »Wulf Dorn: Trigger« | 14.04.2011 |
| Ramona zu »Wulf Dorn: Trigger« | 11.01.2011 |
| Frank zu »Wulf Dorn: Trigger« | 27.12.2010 |
| Pulverschnee zu »Wulf Dorn: Trigger« | 15.12.2010 |
| rolandreis zu »Wulf Dorn: Trigger« | 25.10.2010 |
| HelgaR zu »Wulf Dorn: Trigger« | 26.08.2010 |
| Marco De Micheli zu »Wulf Dorn: Trigger« | 02.08.2010 |
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