Silentium von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 1999
bei Rowohlt.
Ort & Zeit der Handlung: Österreich / Salzburg, 1990 - 2009.
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Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1999.
ISBN:
3-499-43346-X. 222 Seiten. -
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2000.
ISBN:
3-499-22830-0. 222 Seiten. -
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2004.
ISBN:
3-499-23822-5. 222 Seiten.
-
[Hörbuch] Hamburg: Hoffmann & Campe, 2004.
Gesprochen von Wolf Haas.
gekürzt.
ISBN:
3-455-30387-0. 3 CDs.
'Silentium' ist erschienen als
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In Kürze:
Katholische Internatsschüler werden für ihre Sünden besonders böse bestraft: Die beiden Buben, die lieber Tischfußball spielen, als die heilige Sonntagsmesse zu besuchen, finden im Kickergerät prompt eine abgehackte Hand. Pikanterweise gehört sie einem Toten, an dem sich ein Bischofskandidat sexuell vergangen hat. Wen anders als den verstockten Privatdetektiv Brenner sollte der Salzburger Klerus mit der Aufklärung dieser Affäre betrauen? Zumal es nach einem zweiten unappetitlichen Todesfall plötzlich auch für die Salzburger Festspiele »Silentium!« heißen könnte.
Das meint Krimi-Couch.de: »Haas – geschätzt oder verabscheut, aber kalt lässt er niemanden«
Krimi-Rezension von odile überspringen
Privatdetektiv Brenner, Haas´ eher unsympathischer Antiheld wird nach Salzburg gerufen. Im dortigen katholischen Internat soll er Beweise für die lupenreine Vergangenheit eines früheren Lehrers und jetzigen Bischofskandidaten finden. Dieser wird von einem ehemaligen Internatszögling der sexuellen Übergriffe bezichtigt. Das darf natürlich nicht sein!
Brenners Auftragsgeber sind daher sehr erleichtert als die zerstückelte Leiche des Anklägers gefunden wird. In der Nähe des Fundorts hat sich »praktischerweise« gleich ein Landstreicher erhängt – damit scheint alles klar: Mörder von Gewissensbissen und Reue überwältigt, hat sich selbst gerichtet. Brenner, dessen hervorstechendste Eigenschaft seine unglaubliche Langsamkeit ist, glaubt nicht an diese Lösung. Dazu stösst er auf zu viele Ungereimtheiten. Und er behält recht. Der nächste, wenig appetitliche, Todesfall lässt nicht lange auf sich warten …
Österreich, Salzburg, ja auch die Kirche kriegen ihr Fett weg
Die Salzburger Festspiele spielen hier eine wichtige Nebenrolle. Der Autor ist mit Anspielungen (Fall Groer) und Seitenhieben nicht gerade sparsam. Weder Österreich, Salzburg oder die Kirche, noch die Festspiele bleiben verschont.
Haas´ Sprache und Stil sind ungewohnt. Mit Vorliebe lässt er die Verben weg und bedient sich einer derben Ausdrucksweise. Der Leser wird direkt angesprochen und nicht besonders höflich behandelt. Die Geschichte ist skurril bis verworren, aber trotzdem unterhaltsam. Haas liebt Andeutungen und Wortspiele, z. B. heisst der Kuppler in diesem Krimi Dr. Phil Guth in Anlehnung an den Slangbegriff Dr. Feelgood.
Der Autor scheut das Grauen und Geschmacklosigkeiten nicht, selten findet man seine Leichen in einem Stück. Haas ist bissig, boshaft und kultiviert seinen ungewöhnlichen Stil: »Umgekehrt für einen Detektiv Langeweile oft nicht das Schlechteste. Weil nur aus der Langeweile kommen die besten Gedanken.«
Brüder im Geister? Brenner und Wachtmeister Studer
Haas Krimis spielen bevorzugt in Österreich, im vorliegenden Fall in Salzburg. Man spürt, er kennt Land und Leute ganz genau. Der Autor spart Sozialkritik nicht aus, obwohl neben dem mörderischen Geschehen, Lokalkolorit und Situationskomik im Vordergrund stehen. Sein Detektiv Brenner erinnert mich ein bisschen an den Wachtmeister Studer von Friedrich Glauser.
Nach einer kurzen Einlesephase habe ich mich an Stil und Sprache gewöhnt. Mittlerweile bin ich ein Fan des Autors, der allerdings nichts für zartbesaitete Gemüter ist. Ich bin überzeugt, an Wolf Haas und seinen Krimis scheiden sich die Geister. Entweder man schätzt oder man verabscheut ihn, aber kalt lässt er niemanden!
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| Nicola-Stephan Bilinski zu »Wolf Haas: Silentium« | 17.03.2013 |
|---|---|
| RiaKlug zu »Wolf Haas: Silentium« | 07.07.2012 |
| koaheza zu »Wolf Haas: Silentium« | 24.06.2012 |
| BlaBlub zu »Wolf Haas: Silentium« | 20.11.2011 |
| Michelle B. zu »Wolf Haas: Silentium« | 22.01.2011 |
| vifu zu »Wolf Haas: Silentium« | 11.12.2010 |
| Lady X zu »Wolf Haas: Silentium« | 22.04.2010 |
| Johannes Larch zu »Wolf Haas: Silentium« | 13.03.2010 |
| jo und alena zu »Wolf Haas: Silentium« | 19.02.2009 |
| Julia und Ina zu »Wolf Haas: Silentium« | 19.02.2009 |
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