Solo von William Boyd

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2013 unter dem Titel Solo, deutsche Ausgabe erstmals 2013 bei Berlin Verlag.

  • New York: Harper, 2013 unter dem Titel Solo. 364 Seiten.
  • Berlin: Berlin Verlag, 2013. Übersetzt von Patricia Klobusiczky . 364 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2013. Gesprochen von Dietmar Wunder. 8 CDs.

'Solo' ist erschienen als Hörbuch

In Kürze:

William Boyd, Meister der Täuschung und des doppelten Spiels, ist prädestiniert wie kein zweiter, den neuen James Bond zu schreiben. Seit »Ruhelos« gilt er als Großer der Spionageliteraturund führt nun erstmals 007 selbst auf Abwege – großartigerNervenkitzel für alle Boyd-Leser und Bond-Fans. Von Ian Fleming Publications auserkoren, der berühmtesten Agentenfigurder Welt neues Leben einzuhauchen, hat William Boyd ein raffiniert-verwickeltes Bond-Abenteuer geschrieben. Klassisch, voll unerwarteter Wendungen, mit zwei enigmatischen Bondgirls und endlich wieder einem 007, der Wodka Martini trinkt, geschüttelt, nicht gerührt.

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wurm200 zu »William Boyd: Solo« 17.03.2016
William Boyd
Solo Ein James-Bond-Roman
Berlin Verlag

Autor: William Boyd, 1952 in Ghana geboren, gehört zu den überragenden europäischen Erzählern unserer Zeit. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten und Drehbücher und wurde vielfach ausgezeichnet. Im Berlin Verlag erschienen zuletzt »Ruhelos« (2007), »Einfache Gewitter« (2009), »Nat Tate« (2010), »Eine große Zeit« (2012) und der James-Bond-Roman »Solo«. William Boyd lebt mit seiner Frau in London und Südfrankreich. (Quelle: berlinverlag)

James Bond wird von seinen Träumen geplagt wach und macht sich dann fertig, um in den Speisesaal zu gehen. Auf dem Weg dorthin begegnet er einer Frau, die Bond zu seinem Geburtstag beglückwünscht.
Später am Tag macht sich Bond auf den Weg zu seiner Wohnung, von dort dann weiter in ein Cafê, wo er eine Einladung zu einer Party für den Abend erhielt.
Eine Woche später ist Bonds Urlaub vorbei und er wird ins Büro gerufen um seinen neuen Auftrag in Empfang zu nehmen.

Das Buch ist unterteilt in fünf Teile, welche alle eine eigene Überschrift tragen. Jeder Teil besteht Wiedrum aus Kapiteln, wobei die Kapitelzählung immer wieder bei eins anfängt. Die Kapitel haben eine Ziffernangabe und ebenfalls eine eigene Überschrift.
Das Buch fängt ruhig und Bond typisch an und entwickelt sich dann langsam weiter. Wer dabei aber einen actiongeladenen Thriller erwartet, wird enttäuscht. Spannung und Action finden sich kaum im Buch. William Boyd orientiert sich eben an den traditionellen Büchern von Ian Fleming. Wenn dann aber mal etwas Action aufkommt, dann sind diese Szenen sehr detailliert und teilweisebedrückend beschrieben.
Alle typischen Eigenschaften, die man von James Bond gewohnt ist, finden wir natürlich auch in diesem Buch auch in diesem Buch. Allem voran wäre die Schwäche für hübsche Frauen.
Wir erfahren darüber hinaus, vieles über das Leben und die Vergangenheit von James Bond.
In dem Buch tauchen viele Personen auf, mit teils sehr exotischen Namen, hin und wieder finden wir aber eine Erklärung wie der Name richtig ausgesprochen wird. Dabei ist es nicht immer leicht, die Namen zuzuordnen, da manche Charaktere mehrere Namen im Buch haben (z,.B. wegen eines Decknamens).
Die Handlung des Buches spielt nicht in unserer Zeit, sondern in der Vergangenheit. Vieles deutet darauf hin, z. B. Schreibmaschinen, die noch genutzt werden.
Als sehr kleinen Bonus finden wir später im Buch ein kleines Rezept, von dem Dressing, welches Bond sich über seinen Salat macht.

Cover: Das Cover ist komplett in Schwarz gehalten, man erahnt maximal einige goldene Streifen, welche von oben nach unten verlaufen. Der Titel ist in Gelbgold geschrieben und hebt sich somit perfekt vom Hintergrund ab. Der Autor ist in einem Grauweiß direkt unter dem Titel angegeben und fällt, allein durch seine Größe gut auf.
Der Titel nimmt auch direkten Bezug zum Inhalt des Buches, da es sich bei dem Titel um ein Codewort handelt, welches im Buch näher erläutert wird.

Fazit: Solo ist ein sehr gelungenes Agentenabenteuer mit James Bond in der Hauptrolle, welches sich sehr deutlich an den alten Büchern von Ian Fleming orientiert. Für jeden Bondfan ist dieses Buch ein muss aber auch alle anderen sollten dieses Buch bei Gelegenheit mal lesen.
Solo ist ein gelungener, politischer Bondthriller, der ganz im Motto von “Back to the roots” steht, dafür gibt es von mir 4/5 Sterne.

Klappentext: Von Ian Fleming Publications auserkoren, der berühmtesten Agentenfigur der Welt neues Leben einzuhauchen, hat William Boyd ein raffiniertes Bond-Abenteuer geschrieben. Klassisch, voll unerwarteter Wendungen, mit zwei enigmatischen Bond-Girls und endlich wieder einem 007, der Wodka Martini trinkt - geschüttelt, nicht gerührt. (Quelle: berlinverlag)

Titel: Solo Ein James-Bond-Roman
Autor: William Boyd
Genre: Roman,Thriller
Verlag: Berlin Verlag
Preis: 9,99
ISBN: 978-3-8333-0986-1
Seiten: 368
Manschetten zu »William Boyd: Solo« 18.10.2013
Auch wenn Boyd über seine letzten Romane hinweg immer langweiliger wurde, ist dieser Boyd zudem schlampig geschrieben und weder "sophisticated" noch verworren oder amüsant. Als hätte Boyd lediglich seinen Namen hergegeben. Der Bond, der hier skizziert wird, ist ein einseitig-gebildeter und verkitschter Langweiler, der Allgemeinplätze bedient und sich im moralischen "common sense" sonnt, um diesen in tiefster Selbstreflexion ständig zu untergraben. das Werk ist reich an Plattitüden und die Darstellung der "vielfältigen" Liebesabenteuer mit wechselnden Partnerinnen ist an Oberflächlichkeit und sprachlichem Wiedergängertum kaum zu überbieten. lediglich der ausgeprägte Alkohol- und Tabakkonsum Bonds ist variantenreich erörtert und lädt zur Nachahmung ein. Die Story an sich lässt Spannung größtenteils vermissen, der Plot und die Auflösung stellen keinen Anspruch an den Leser. Auch da die Protagonisten derart oberflächlich gezeichnet sind, geht das Interesse an einer tieferen Auseinandersetzung mit Konflikt und Eskapaden zusehends verloren. Ich denke Boyd hat insofern großartiges geleistet, indem er das Groschenromanartige, das in Ian Flemings Originalen angelegt ist, perfekt imitiert. Als Fälscher ist er umwerfend, leider kann der Roman keinen Vorteil daraus ziehen udn bleibt Schund. Dann doch lieber den echten Boyd mit seinem Spion, so wie er irreführend mit der Rezension zu "eines Menschen Herz" auf dem Bond-Solo Buchrücken beschrieben wird.
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