Der Totenzeichner von Veit Etzold

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2015 bei Bastei Lübbe.
Folge 4 der Clara-Vidalis-Serie.

  • Köln: Bastei Lübbe, 2015. ISBN: 978-3-404-17229-0. 432 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: Lübbe Audio, 2015. Gesprochen von Nicole Engeln. Andy Matern (Komponist). ISBN: 3-7857-5075-7.

'Der Totenzeichner' ist erschienen als TaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

Ein Leichenfund gibt der Berliner Polizei Rätsel auf. Dem Mordopfer wurden mysteriöse Zeichen in die Haut geritzt, die Clara Vidalis bekannt vorkommen. Handelt es sich um kultische Symbole? Als die Obduktion der Leiche weitere grausame Details ans Licht bringt, wird klar, dass es einen ähnlichen Modus Operandi schon einmal gab: Vor zehn Jahren versetzte ein Serienkiller den Westen der USA in Angst und Schrecken. Einen Sommer lang trieb er dort sein Unwesen, bevor er sich mit der blutigen Botschaft verabschiedete: »ItTs not over, till itTs over«. Ist der Totenzeichner zurückgekehrt?

Ihre Meinung zu »Veit Etzold: Der Totenzeichner«

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Elbröwer zu »Veit Etzold: Der Totenzeichner« 14.11.2016
Ich habe noch nie ein Krimi gelesen, der so brutal die kleinsten Details beleuchtet.
Trotzdem ist dieses Buch auf Grund der Sachlichkeit und des fundierten Wissen über Anatomie lesenswert.
Interessant ist auch welche abwegige Gestalten es unter der Menschheit gibt, die noch dazu für andere Zwecke missbraucht werden.
Anja zu »Veit Etzold: Der Totenzeichner« 13.06.2016
Unfassbar brutal und grausam wird jeder Mord beschrieben. Das ganze Buch besteht aus der Beschreibung der Grausamkeiten, aus Aufklärung über die abartigsten Verhaltensstörungen, wie Kannibalismus usw. Richtige Ermittlungsarbeit beginnt erst nach drei vierteln des Buches. Albträume sind garantiert und Essen sollte man auch nicht während des Lesens
Uwes-Leselounge zu »Veit Etzold: Der Totenzeichner« 08.04.2016
Als die Berliner Polizei die Leiche eines Mannes findet, geben mysteriöse Zeichen, die in die Haut geritzt wurden, eine Menge Rätsel auf. Clara Vidalis und Ihr Team bleibt nicht viel Zeit, diese zu entschlüsseln, denn schon bald wird eine zweite Leiche gefunden. Was bedeuten die Symbole? Bei der Obduktion der beiden Leichen fallen dem Pathologen von Weinstein ähnliche Details auf, denn dieser Modus Operandi trat schon einmal auf - in den USA. Vor 10 Jahren trieb dort ein Serientäter sein Unwesen und versetzte den Westen in Angst und Schrecken. Bei seinem letzten Opfer hinterließ der Mörder eine blutige Botschaft "It´s not over,´till it´s over". Befindet sich dieser "Totenzeichner" etwa in Berlin?

Clara Vidalis, ihre beiden Kollegen Hermann und MacDeath sowie Ihr Chef Winterfeld haben es dieses Mal mit einem sehr brutalen und skrupellosen Mörder zu tun. Nicht nur, dass der Täter sich scheinbar mit sehr "starken Gegner" anlegt und sie bezwingt, nein er nimmt sich auch sehr viel Zeit für Sie. Er foltert sie, indem er ihnen Zeichen oder Runen in die Arme und Brust schneidet und ihnen danach den Brustkorb öffnet, die Rippen durchtrennt und das Herz bei vollem Bewusstsein herausschneidet... Diese Beschreibungen sind, dank der regen Mithilfe von Herrn Tsokos und Frau Etzold sehr bildlich und anschaulich von Veit Etzold beschrieben und nicht gerade für Zartbesaitete Leser geeignet. Mir gefällt so etwas ganz gerne mal zwischendrin :) Bei den Obduktionen der Leichen tritt dann auch einer meiner Lieblingscharaktere in dieser Reihe wieder auf den Plan - Herr von Weinstein! Seine ausschweifenden Erklärungen zu medizinischen Dingen und sein Zynismus sind einfach nur zu komisch. Auch die verbalen Schlagabtausche zwischen ihm und MacDeath oder Winterfeld ließen mich wieder das Eine oder Andere mal schmunzeln.

In der Franz Eberhofer Reihe von Rita Falk gibt es auch einen Gerichtsmediziner mit Namen Günter und wer gerade die Hörbücher vielleicht kennt, kann sich von Weinstein sehr gut vorstellen. Aber ich schweife ab.

Als kurze Zeit später eine zweite Leiche mehr oder weniger gefunden wird, fällt von Weinstein und MacDeath bei der Obduktion ein "Modus Operandi" auf, d. h. wiederkehrende Abfolgen beim Töten, sozusagen eine Visitenkarte/Handschrift des Mörders. Diesen Modus Operandi gab es vor ca. 10 Jahren schon einmal, aber in den USA. Ist der Mörder jetzt hier in Berlin tätig? Warum liegen zwischen den Morden in den USA und jetzt in Berlin so viele Jahre dazwischen? Und vor allem, was haben diese Zeichen oder Runen zu bedeuten? Hilfe versprechen sich Clara und MacDeath unter anderem von den damaligen Ermittlern des Falls, FBI Profiler Williams und dem damaligen ermittelnden LAPD Cop Brooks, und so setzen sich die beiden mit Williams in Verbindung. Denn nur gemeinsam könnte es gelingen, den Mörder zu schnappen. Doch der Mörder scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein oder hilft ihm gar jemand? Viel mehr möchte ich euch nicht erzählen, denn schließlich sollt ihr es ja selbst lesen - und DAS solltet ihr unbedingt !!!

FAZIT: Ich liebe die Reihe um Clara Vidalis und Ihr Team sowie den Schreibstil von Veit Etzold. Die Reihe wird mit jedem neuen Fall noch besser! Dieser Band ist spannend, brutal und recht blutig, aber so muss ein Thriller für mich sein! Auch lässt er dem Ermittler Team kaum eine Chance um Luft zu holen. Denn der Mörder ist rücksichtslos, skrupellos, absolut Gewaltbereit, furchteinflößend seinem Gegner gegenüber und ein Schrank von Mann! Ich konnte das Buch nicht aus den Händen legen, da ich unbedingt wissen wollte, wer oder was der Mörder genau ist und wie die Zusammenhänge zwischen den Morden in den USA und in Berlin sind. Das Ende ließ mich zufrieden das Buch zumachen, denn es lässt dem Autor etwas freie Hand und ich bin gespannt, was sich Veit Etzold hier noch so alles ausdenken wird.

Sehr fesselnd und absolut spannend geschrieben und daher verdient dieses Buch 5 Nosinggläser!
Besorgte Mutter zu »Veit Etzold: Der Totenzeichner« 29.01.2016
Mein Sohn hat ein schweres Traumata durch dieses Buch erhalten. Er wirkt sehr verstört & kommt kaum mehr aus seinem Zimmer. Wir haben bereits versucht Rat bei einem Psychologen zu holen, doch der sagte, es sei zu spät. Gewisse Bereiche in seinem Unterbewusstsein wurden dermaßen geschädigt, dass er kein nomrales Leben mehr führen kann. Der Autor sollte eingesperrt werden!
Nicht empfehlenswert!
Jutta zu »Veit Etzold: Der Totenzeichner« 09.09.2015
Ich bin sehr enttäuscht von diesem Buch. Ich habe bisher nur Das große Tier gelesen, das nach einem guten Beginn abflachte, aber durch Der Todeszeichner muss ich mich eher kämpfen. Weswegen ich es immer noch lese (nach ca. 2/3 schreibe ich diesen Kommentar) ist, dass ich es nicht von Anfang an schlecht fand. Aber mittlerweile geht es kaum noch um die Mordserie, sondern Veit Etzold greift so gut wie jeden möglichst ekligen Serienmord oder Mord durch Kannibalismus auf, denen er habhaft werden konnte. Für mich ist dieses Buch ein reiner Voyeurismus an Ekligkeiten. Ich lese viele Krimis und davon waren einige auch harter Tobak, aber in dem Todeszeichner werden so viele Morde aufgezählt, die eigentlich nichts mit der Mordserie zu tun haben und auch nicht bei der Aufklärung helfen, dass ich darin keinen Sinn erkenne. Das ist definitiv das letzte Veit Etzold Buch, das ich lesen werde.
M.Reinsch zu »Veit Etzold: Der Totenzeichner« 08.09.2015
In Berlin agiert ein Serienmörder, der seinen Opfern bei lebendigem Leibe das Herz herausschneidet und auf den Leichen seltsame Zeichen hinterlässt. Als Clara Vidalis und Ihr Team erkennen, dass dasselbe Handlungsschema schon vor 10 Jahren in Los Angeles praktiziert wurde, zieht Sie das FBI mit in die Ermittlungen. Nun beginnt eine Suche nach dem Täter, von dem es weder Namen, noch Aussehen gibt, nur DNA-Spuren, die in keiner Datenbank zu finden sind…
Dies ist der vierte Band um Clara Vidalis aus der Feder von Veit Etzold (einen für mich bisher unbekannten Autoren). Durch seine unverblümte, sehr detailreiche und manchmal recht brutale Schreibweise hat mich Hr. Etzold schnell in seinen Bann gezogen. Die Figuren sind schon recht stark ausgearbeitet (das erwartet man ja eigentlich auch beim 4ten Band einer Serie), und alle recht unterschiedlich (aber detailliert) in Handlung und Wort. Etzold nimmt sich Zeit, den Leser an allen Handlungen (auch den Morden), bis in die intimen Feinheiten einzuführen („Aldirik schaute auf das Herz, das noch einmal schlug, wobei es dunkles Blut aus den abgetrennten Arterien spukte…“), wobei die Leserphantasie etwas wenig zu tun bekommt. Aber so ist die ganze Geschichte voll mit Zitaten, Erklärungen und Berichten zu den unterschiedlichsten Themen, und der Leser findet einen wahren Schatz an guten Erläuterungen (die sehr leicht nachprüfbar sind) in den Thriller eingebettet. Mich (als Berliner) haben auch die Handlungsorte sehr interessiert und ich musste zu meiner Freude feststellen, einige Gegenden so genau wiedergegeben vor zu finden, wie sie in meiner Erinnerung sind (z.B. die Legende von Paul und Paula). Durch einen durchgehenden Spannungsbogen, wechselnde Perspektiven und einen Killer, der bis zum Schluss für ein außergewöhnliches Ende sorgt, bildet dieser Roman ein sehr gutes Komplet Paket in Sachen guter Thriller Kost!
Fazit: Für mich (leider) der Erste Band dieser Serie, aber die ersten Drei befinden sich schon auf meiner Wunschliste!
subechto zu »Veit Etzold: Der Totenzeichner« 24.07.2015
Es ist nicht vorbei, bis es vorbei ist

„Der Totenzeichner“ ist bereits der vierte Fall für Kommissarin Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie vom LKA Berlin. Dennoch handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, die ohne Vorkenntnisse lesbar ist. Worum geht es?
Der Prolog geht gleich in medias res. Los Angeles, 2004: Vincent Calitri, der Sohn des Polizeichefs, wurde grausam ermordet, anschließend wurde ihm das Herz herausgeschnitten. Am Tatort findet sich der Spruch: It’s not over, 'til it’s over und eine runenartige Gravur ^. Detective Brooks ermittelt.
10 Jahre später in Berlin: Stephan Stiller, Boss eines Rockerclubs, wird ermordet. Der Modus Operandi scheint derselbe wie damals in L.A. Allerdings hat der Killer ihm das Herz bei lebendigem Leib herausgetrennt und mitgenommen. Clara und Dr. Martin Friedrich, genannt MacDeath, ermitteln.
Doch das Morden geht weiter: Ein Mann, der den schwarzen SUV des Täters attackiert hatte, wird das nächste Opfer. Ist der Totenzeichner, der einst in den USA sein blutiges Unwesen trieb, zurückgekehrt?
Nekrophilie, Kannibalismus und andere unappetitliche Dinge, das sind die Zutaten für Veit Etzolds neuen Thriller. Ein Buch mit einem hohen Ekelfaktor, das harte und bizarre Szenen beinhaltet, die als abstoßend empfunden werden können, somit nichts für zartbesaitete Gemüter.
Auch wenn der Leser der Polizei immer einen Schritt voraus ist, Spannung wird dennoch aufgebaut - auf der Suche nach dem Mörder und seinem Motiv. Gut gefallen haben mir die Bezüge zu „Das große Tier“ und auch über das Wiedersehen mit Clara habe ich mich sehr gefreut.
Ausflüge in die Philosophie, viele Fachausdrücke, z.B. „Unknown Warfare“, sowie Ausführungen zum Krieg, zu den USA, 9/11, die Rolle der Geheimdienste und die Black Sites, sind fundiert recherchiert und gut erklärt. Allerdings gehen diese Passagen ein bisschen zu Lasten der Spannung.
Die Auflösung ist überraschend und absolut stimmig. Dennoch lässt mich das Ende etwas zwiespältig zurück. „Der Totenzeichner“ bietet morbide, extreme, zuweilen grenzwertige Unterhaltung. Der Wiedererkennungswert zu den anderen Bänden der Reihe ist jedenfalls hoch.

Fazit: Ein Spiel mit Wahrheiten und Möglichkeiten. Viel Wissen, aber auch Verschwörungstheorien. Blutig, perfide und genial!
leseratte1310 zu »Veit Etzold: Der Totenzeichner« 18.07.2015
It’s not over, ‘til it’s over

Ein grausig zugerichteter Toter, dem das Herz fehlt, gibt Kommissarin Clara Vidalis vom LKA Berlin Rätsel auf. Der Mörder hat scheinbar ungeahnte Kräfte, denn er benötigt keine Waffe um zu töten. Dr. Martin Friedrich, genannt MacDeath, erinnert sich an einen Fall aus den USA, der ähnlich gelagert war. Der Täter wurde nicht gefasst, und seit 10 Jahren ist kein derartiger Fall mehr aufgetaucht. Es bleibt nicht bei dem einen Fall in Berlin.
Die Geschichte lässt sich sehr flüssig lesen, wenn man keine Probleme mit sehr blutig und brutal geschilderten Morden hat. Es kommen sehr unappetitliche Sachen zur Sprache, wie Kannibalismus, Nekrophilie, Body Modification und einiges andere mehr.
Dieses Buch ist der vierte Band um die Ermittlerin Clara Vidalis. Ich kannte keinen der Vorgängerbände und hatte keine Probleme, mich in die Geschichte hineinzufinden.
Clara ist eine sympathische Ermittlerin, die schon viel Unangenehmes in ihrem Berufsleben gesehen hat. Sie ist engagiert und will die Täter überführen. Sie ergänzt sich gut mit McDeath und es scheint, als könnte aus den beiden mehr werden als nur Kollegen. McDeath ist ein Typ, dem nichts abartig genug sein kann. Dennoch wirkt er sympathisch.
Es braucht seine Zeit bis die Identität des Mörders feststeht, denn in keiner Datenbank lässt sich etwas über ihn finden. Es müssen also mächtige Institutionen sein, die den Deckel darauf halten. Durch die Zusammenarbeit mit den amerikanischen Ermittlern, die genauso begierig sind, den Mörder seiner Strafe zuzuführen, kommen Clara und McDeath dem Täter näher.
Von Anfang an war ich von der Geschichte gefesselt und dann gab es ein überraschendes Ende, das aber absolut stimmig ist.
Ein blutiger und spannender Thriller.
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