Echo einer Winternacht von Val McDermid

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2003 unter dem Titel The Distant Echo, deutsche Ausgabe erstmals 2004 bei HarperCollins.
Ort & Zeit der Handlung: , 1970 - 1989.
Folge 1 der Karen-Pirie-Serie.

  • London: HarperCollins, 2003 unter dem Titel The Distant Echo. 482 Seiten.
  • : HarperCollins, . Übersetzt von Doris Styron. 553 Seiten.
  • München: Droemer, 2004. Übersetzt von Doris Styron. ISBN: 3-426-19668-9. 553 Seiten.
  • München: Knaur, 2005. Übersetzt von Doris Styron. ISBN: 3-426-50198-8. 553 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2006. Übersetzt von Doris Styron. ISBN: 978-3828977358. 553 Seiten.
  • München: Droemer Knaur, 2008. Übersetzt von Doris Styron. ISBN: 978-3-426-55331-2. 576 Seiten.

'Echo einer Winternacht' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

1978. In einer eisigen Winternacht wird in dem schottischen Universitätsstädchen St. Andrews eine junge Frau erstochen. Vier Studenten, Freunde seit Kindheitstagen, finden die Sterbende, können ihr Leben aber nicht mehr retten. Doch seit der Bluttat lastet ein Verdacht auf ihnen. Und fünfundzwanzig Jahre später beginnt ein Unbekannter, Rache zu üben. Ein Alptraum nimmt seinen Lauf …

Leseprobe

Da meint Krimi-Couch.de: »Packende und stimmige Atmosphäre« 93°Treffer

Krimi-Rezension von Sabine Reiss

Val McDermid schreibt im Nachwort sinngemäß, dass es für sie ganz entspannend war, ein Buch zu schreiben, für das sie kaum recherchieren musste. Von der Recherche bekommt der Leser in der Regel nichts mit, nur das Endprodukt zeigt, wie überzeugend der Autor die Szenerie dargestellt hat. Im vorliegenden Buch Echo einer Winternacht ist die Szenerie auf jeden Fall sehr stimmig. Als ich den Klappentext las, war ich sehr gespannt, denn ich ordnete die Handlung in eine ähnliche Kategorie ein wie bei Ein Ort für die Ewigkeit, für meinen Geschmack das beste Buch von Val McDermid. Weg von den Serienkillern, den Profilern und der Privatdetektivin als Protagonisten (was kein Qualitätsurteil beinhaltet), zurück in die Vergangenheit.

Vier Freunde finden in einer Winternacht auf dem Nachhauseweg die Leiche eines Mädchens, Rosemary Duff. Einer von ihnen, Ziggy, ein Medizinstudent, versucht noch vergeblich, sie am Leben zu halten. Mord kommt in der kleinen Studentenstadt St. Andrews nur selten vor und so handelt die Polizei getreu dem Motto: Der Zeuge ist immer der Mörder. Man kann den Vieren nichts nachweisen, aber dennoch sind sie gebrandmarkt, und das für ihr ganzes Leben. Auch ihre Freundschaft wird durch die Anschuldigungen in Mitleidenschaft gezogen. Der Mörder wird nie gefunden. Am fünfundzwanzigjährigen Todestag von Rosemary, kurz nachdem die Ermittlungen zu alten ungelösten Fällen, darunter auch dieser Mord, wieder aufgenommen wurden, geschieht jedoch etwas, was keiner vorhergesehen hat …

Der Zeuge ist immer der Mörder

Man kommt den vier jungen Männern richtig nah, insbesondere Alex, um den es hauptsächlich geht, und Ziggy. Die beiden hatten von Anfang an auch die beste Verbindung zueinander. Die Charaktere sind überzeugend gezeichnet und man kann mit ihnen leiden. Obwohl man sich anfangs ziemlich sicher ist, dass die Freunde unschuldig sind, schürt Val McDermid immer mal wieder den Verdacht, einer von den vieren könnte doch der Mörder von Rosemary sein. Und wenngleich sich die Handlung über eine recht lange Zeit erstreckt, allerdings mit einer Lücke von vielen Jahren dazwischen, schafft es die Autorin, die Spannung auf einem recht hohen Level zu halten. Vielleicht wäre dennoch hie und da eine Straffung des Erzähltempos angebracht gewesen.

Auch wenn man nach gut zwei Dritteln der Lektüre die Lösung erraten kann, schleicht sich keine Langeweile ein. Die Atmosphäre ist, wie bereits erwähnt, ebenfalls sehr packend und stimmig beschrieben. Man kann nur den Hut ziehen vor der Fähigkeit der Autorin, den Handlungsfaden so zu spinnen, dass am Ende alles zusammenpasst. Echo einer Winternacht ist ein Buch, dass man nicht so schnell vergessen wird. Eine Geschichte über tiefe Freundschaft und wie Verdächtigungen unser Leben beeinträchtigen können.

Ihre Meinung zu »Val McDermid: Echo einer Winternacht«

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Rosi Hoyer zu »Val McDermid: Echo einer Winternacht« 15.08.2014
Ein Plot, der eigentlich spannend sein könnte, wird auf über 550 Seiten breitgetreten wie Quark.
Bereits am Anfang des zweiten Teils (noch über 330 Seiten...) weiß der kundige Krimileser nicht nur die Lösung, sondern auch die restliche Handlung.

Ich habe mich, um vorsichtshalber zu prüfen, ob ich wirklich richtig liege, bis zum Ende durchgequält und werde ein weiteres Buch dieser Autorin sicherlich nicht mehr lesen.
Lesemaus zu »Val McDermid: Echo einer Winternacht« 25.06.2012
WOW! Ich war regelrecht gefesselt von der Story. Das ich ziemlich schnell wusste, wer der Täter ist, ist der einzige Grund weshalb ich nur 99° und keine 100° vergebe.

Die Freunschaft der jungen Männer ist toll beschrieben. Zwischendurch gab es Momente wo ich echt traurig war, so lebendig ist das alles geschrieben!

Mein erstes Buch der Autorin und es wird nicht mein letztes bleiben!!!

Absolut empfehlenswert!
Chrisu zu »Val McDermid: Echo einer Winternacht« 11.12.2011
Vier Studenten und gute Freunde sind nach einer Party auf dem Weg in ihre Unterkunft und entdecken die Kellnerin Rosie, die blutüberströmt aber noch lebend im Schnee liegt. Nach diesem Ereignis ist nichts mehr so wie früher. Der Anfang dieses Krimis ist ganz einfach - Universitätsstadt - junge Studenten - ausgefallene Streiche - Alkohol - Drogen - Party - und dann der Mord. Die Charaktere der einzelnen Personen kann man sich so richtig vorstellen, sich hineinversetzen. Wie sie sich fühlen, die verschiedenen Arten der Aufarbeit - einfach sehr gut. Auch die Entwicklung jedes Einzelnen, jeder hat seinen Weg gefunden, aber im Endeffekt sind sie trotzdem zusammengeschweißt - durch das Ereignis, das ihre Welt so durcheinandergebracht hat. Die Autorin hat immer wieder Personen ins Spiel gebracht, die als Mörder in Frage kommen, aber nichts war haltbar. Bis sich zum Schluß alles zugespitzt hat. So müssen Krimis sein.
Helmut Stelzig zu »Val McDermid: Echo einer Winternacht« 19.06.2010
Vier Studenten - Alex, Mondo, Weird und Ziggy - entdecken auf dem Heimweg im tiefen Schnee eine junge Frau, die noch lebt, aber bald sterben wird. Ist einer von ihnen der Mörder? Dieses Buch von Val McDermid ist packend bis zur letzten Seite. Nach John F. Case („Der achte Tag“), John Grisham („Der Klient“, „Die Kammer“) und Charlotte Link („Die Täuschung“) macht Val McDermid richtig Lust aufs Lesen. „Echo einer Winternacht“ wäre doch auch als Filmvorlage geeignet.
Marplekrimi zu »Val McDermid: Echo einer Winternacht« 20.04.2010
Dieses Buch habe ich verschlungen, die Autorin hat dem Leser auf eine sehr erschütternde Art und Weise gezeigt, wie schnell man als Unschuldiger zu Angeklagten werden kann. Die Spannung zieht sich durch das gesamte Buch. Die Protagonisten sind so gut dargestellt, dass man direkt mit ihnen leidet, und hofft das alles gut geht.Gut dargestellt wird auch,wie schwierig es damals für die Polizei war Mordfälle zu klären, was alles übersehen wurde, wieviel die Polizei hat unter den Tisch fallen lassen, ohne das sich noch einmal darum gekümmert wurde. Der Schreibstil des Buches ist einfach und flüssig gehalten, die Frage nach dem Mörder zieht sich selbstverständlich durch das ganze Buch, aber man kommt eigentlich sehr schnell darauf wer der wahre Mörder von Rosie Duff ist. Ein sehr gutes Buch.
andy0412 zu »Val McDermid: Echo einer Winternacht« 10.08.2009
mein erster kontakt mit der autorin und ein meisterwerk. stimmungsvoll, realistisch, düster. bei diesem buch passt, bis auf zwei kleinere erklärungen, die meiner meinung nach wenig sinn machen, alles. einfach ein guter, spannende plot, der realistisch wirkt. gelungene unterhaltung. das lied der sirenen liegt bereits auf dem SUB.
queenodt zu »Val McDermid: Echo einer Winternacht« 08.05.2009
Aufrgund der vielen positiven Rezensionen habe ich mir auch dieses Buch von ihr zugelegt und ich bin auch eher enttäuscht. "Ein Ort für die Ewigkeit" ist um Klassen besser, die Serie um Tony Hill sowieso.
Ich finde die Grundidee der Geschichte hat einiges Potential, aber die Umsetzung erschien mir sehr amerikanisiert und teilweise unausgegoren. Der Täter war relativ schnell vorhersehbar und die Wandlung von Weird etwas sehr überzogen.
macbeth124 zu »Val McDermid: Echo einer Winternacht« 03.03.2009
Mein erster Macdermid... und ich war mehr als enttäuscht. Ich kann mich dem Lob einiger anderer hier beim besten Willen nicht anschließen. Die Geschichte mag ja ganz nett sein, aber immer wieder werden Dinge und Umstände "an den Haaren herbeigezogen", ohne Logik. Außerdem schlecht recherchiert, z.B. "tauschen Fluggesellschaften Passagierlisten untereinander aus" - was für ein Schwachsinn! (ich weiß es aus beruflichen Gründen besser). Das ist nur EIN Beispiel. Dazu kommt die geradezu dilettantische Übersetzung - das hätte ein Anglistik Student im ersten Semester besser gemacht. Fazit: Zeitverschwendung... und es stellt sich die Frage, ob ich die anderen McDermids überhaupt anfangen soll, zu lesen... mal sehen...
d.xilef zu »Val McDermid: Echo einer Winternacht« 27.09.2008
Auf jeden fall eines Ihrer besten Buecher!
Steht bei meinem persoenlichem "Val-Ranking" auf Platz 2; gleich hinter "Ein Ort für die Ewigkeit"
Zu bemaengeln ist aber, dass ich relativ zuegig * im verdacht hatte, was sich auch spaeter bestaetigt hat. Aber das kommt vielleicht auch vom ganzen Krimilesen ;-)
Ansonsten hat Val wieder eine fuer sie eigentlich typische Atmosphaere, interessate Figuren und einen rechtannehmbaren Plot tgeschaffen!
Ich habe aber das gefuehl, dass die gute Dame "ihr Feuer verschossen hat" Kommt in letzter zeit ja haeufiger vor (siehe Elisabeth george, Hakan Nesser - obwohl die neue Reihe gut ist -, Mankell, Anne Holt und leider auch
Kasia zu »Val McDermid: Echo einer Winternacht« 19.02.2008
Ich kann mich, was dieses Buch anbetrifft
Sabine Reiss nur anschließen. Vielleicht würde ich mit meiner Bewertung aber die 100% voll machen, denn die Geschichte hat mich vollkommen in ihren Bann gezogen.
Ich konnte gar nicht mehr aufhören mich damit zu beschäftigen, was den vier jungen Männern passiert ist und wie sich das Unglück durch ihr ganzes Leben gezogen hat. Bis zum bitteren Ende habe ich überlegt, wer der tatsächliche Mörder sein könnte und wäre wirklich nicht darauf gekommen.
Ich kann dieses Buch sehr empfehlen. Wie schon von meinen Vorgängern erwähnt, beschreibt Val McDermid die Charaktere sehr detailliert und gut.
Es ist das Beste von ihr, was mir je untergekommen ist. Die Tony Hill-Geschichten, die ich gelesen habe, finde ich sehr brutal und teilweise zu krass. Geschichten dieser Art hier gefallen mir besser.
"Ein Ort für die Ewigkeit" wurde hier erwähnt. Ich denke, dass ich das Buch auch mal lesen werde, wenn es mir unterkommt.

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