Blinde Vögel von Ursula Poznanski

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2013 bei Wunderlich.
Folge 2 der Beatrice-Kaspary-und-Florin-Wenninger-Serie.

  • Reinbek bei Hamburg: Wunderlich, 2013. ISBN: 978-3805250450. 384 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Argon, 2013. Gesprochen von Andrea Sawatzki. ISBN: 3839812313. 6 CDs.

'Blinde Vögel' ist erschienen als TaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

Zwei Leichen bei einem Salzburger Campingplatz – ein Mann und eine Frau, beide Mitte zwanzig. Auf den ersten Blick sieht es nach Mord und Selbstmord aus, doch die beiden scheinen zu Lebzeiten keinen Kontakt miteinander gehabt zu haben. Die einzige Gemeinsamkeit ist eigentlich zu belanglos, um sie ernst zu nehmen: Die Toten haben in einer Lyrik-Gruppe auf Facebook stimmungsvolle Gedichte und Fotos ausgetauscht. Ganz harmlos? Beatrice Kaspary folgt ihrem Ermittlerinstinkt und schleust sich als U-Boot in die Gruppe ein. Bald ahnt sie, dass hier Botschaften ausgetauscht werden, die nur wenige Teilnehmer verstehen, düstere Botschaften voller Todesahnung. Und dann stirbt eine Frau aus der Lyrik-Gruppe …

Ihre Meinung zu »Ursula Poznanski: Blinde Vögel«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

walli007 zu »Ursula Poznanski: Blinde Vögel« 29.03.2016
Geschlossene Gruppe

Von einigen jungen Leuten werden auf einem Campingplatz bei Salzburg zwei Tote entdeckt. Die weibliche Leiche wurde erdrosselt, der Mann erschossen. Mord und Selbstmord? Darauf scheinen die ersten Zeichen zu deuten. Doch Beatrice Kaspary und Florin Wenninger stoßen schnell auf einige Unstimmigkeiten. Viele Gemeinsamkeiten haben die Toten nicht, lediglich eine fällt auf. Beide waren Mitglied in einer Facebook Gruppe für Lyrik. Unwahrscheinlich, dass Liebhaber von Gedichten Gleichgesinnten den Tod wünschen sollten. Beatrice erwirkt die Erlaubnis undercover ermitteln zu dürfen.

Es scheint zunächst eher widersinnig, dass der Austausch über Gedichte zum Tode führen kann. Doch wenn es keine andere Verbindung gibt, greift die Polizei auch nach diesem Strohhalm. Beatrice Kaspary als verdeckte Ermittlerin gerät immer tiefer in die Tiefen des Molochs Facebook. Sie wird förmlich hineingezogen in die Fänge von Freundschaftsanfragen, Likes und den Austausch in den Gruppen. Fast gewinnt man den Eindruck, als käme das Off-line Leben dabei zu kurz. Die Nörgeleien ihres Ex-Ehemannes vermisst Beatrice natürlich weniger, doch dass sie ihre Kinder häufiger bei dem Kindermädchen parkt oder auch beim Vater, stört sie schon. Aber ein Mörder muss gefunden werden, das geht einfach vor. Schließlich gilt es weitere Taten zu verhindern.

Wie man es von der Autorin gewöhnt ist, hat sie hier einen ausgesprochen spannenden Thriller vorgelegt. Schon etwas bedenklich wie sich Beatrice Kaspary in den Weiten des Internet verliert. Kaum kann sie den Blick vom Bildschirm wenden. Das wirkt ein wenig wie eine Mahnung zur Vorsicht im Umgang mit dem www. Ursula Poznanski gibt einen ungewöhnlichen Einblick in die Ermittlungsmethoden, den Umgang der Kollegen untereinander und deren privaten Umgang. Dabei hält sie eine ausgewogene Balance zwischen Fall und Umfeld. Mit einigen überraschenden Entwicklungen führt sie den Fall zu einem Abschluss, mit dem man so überhaupt nicht rechnet.
Mit diesem fesselnden Thriller wird die Autorin nicht nur ihre eingefleischten Fans zufriedenstellen.
Janosch79 zu »Ursula Poznanski: Blinde Vögel« 23.02.2016
Mein erster Thriller von Ursula Poznanski, den ich gelesen habe, hat mich gleich überzeugen können.


Inhalt: Zwei Tote in Salzburg. Sie stranguliert, er erschossen. Die Tat eines zurückgewiesenen Liebhabers? Aber die beiden scheinen zu Lebzeiten keinerlei Kontakt miteinander gehabt zu haben. Oder täuscht der erste Blick? Das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger ist ratlos. Aber Beatrice mag die Sache nicht auf sich beruhen lassen und verfolgt die Spuren, die die Toten im Internet hinterlassen haben. Auf Facebook wird Beatrice fündig: Beide waren dort Mitglieder in einem Forum, das sich ausgerechnet mit Lyrik befasst. Gedichte werden hier mit stimmungsvollen Fotos kombiniert und gepostet. Ganz harmlos. Ganz harmlos?.


Mich hat dieses Buch von Anfang an gefesselt. Der Schreibstil von Ursula Poznanski ist hervorragend und reißt sofort mit. Dabei verzichtet sie auf großartige Nebenkriegsschauplätze und spinnt ein spannendes Netz, das mit interessanten Wendungen garniert ist. Die perfekte Mischung für einen Thriller! Die beiden Hauptfiguren Beatrice Kaspary und Florin Wenninger kommen sehr authentisch rüber. Sie sind nicht aalglatt, sondern haben mit ihren alltäglichen Problemen zu kämpfen.


Die Ermittlung rund um einen Zweifach-Mord in Salzburg konzentriert sich besonders auf das World Wide Web und die bekannte Social-Media-Plattform Facebook. Über diese Seite laufen die entscheidenden Recherchen und Fäden in diesem Fall zusammen. An diesem aktuellen Thema sieht man auch wieder, was Anonymität im Netz so alles auslösen und welche Sogwirkung entstehen kann. Allein aus diesem Grund ist dieses Buch lesenswert. Die Spannung steigert sich von Seite zu Seite. Es findet sich keine Länge und die Einbindung von Gedichten im Laufe des Buches finde ich sehr gelungen.


Die letzten knapp über 200 Seiten musste ich einfach in einem Rutsch lesen, weil ich die Auflösung wissen wollte. So stelle ich mir einen gelungenen Thriller vor.
Eine klare Empfehlung von meiner Seite!
spirali zu »Ursula Poznanski: Blinde Vögel« 22.11.2014
Auch ich war nach "fünf" etwas enttäuscht über das neue Buch, vor allem fand ich es über lange Strecken langatmig zu lesen. Gefallen hat mir jedoch der Plot und auch an der Art der Beziehung Beatrice - Florin könnte ich nichts aussetzen und finde sie glaubwürdig.
Besonders bewusst wurde mir, dass die Jugoslawienkriege aus unserem Gedächtnis verschwunden sind. Thematisieren wir Kriege immer erst, wenn es kaum mehr Überlebende gibt?
rolandreis zu »Ursula Poznanski: Blinde Vögel« 22.08.2014
Poznanski zähle ich auch nach drei Jugendbüchern und jetzt zwei Salzburg-Fällen zu einer meiner derzeitigen Favoriten. Im Mittelpunkt steht diesmal das Netzwerk "Facebook". In einer dortigen Gruppe, die sich "Lyrik lebt" nennt, werden scheinbar wahllose Mitglieder zum Opfer eines Mörders. Lange dachte ich dabei in die falsche Richtung, bis erst im letzten Drittel weitere Hintergrundinfos den Mörder aus Ex-Jugoslawien entlarvten. Genau dieses Aufrechterhalten des Spannungsbogen gefällt mir, ebenso ist das Privatleben der Ermittler geschickt eingebaut. Nicht zu viel, aber genau richtig dosiert. Einzig das Ende ist etwas aufgesetzt und konstruiert.
laura zu »Ursula Poznanski: Blinde Vögel« 17.07.2014
"Blinde Vögel" ist eines meiner Lieblingsbücher geworden! Ich finde die Idee mit dieser Lyrik-Seite sehr toll und mag die Geschichte allgemein sehr. Obwohl ich das Getue mit der Freundin von Florin auch eher übertrieben finde, gab es doch auch ein paar lustige Szenen, die damit zusammenhingen. So ging es mir jedenfalls.
LizaMaria zu »Ursula Poznanski: Blinde Vögel« 14.07.2014
Im Gegensatz zu meinen Vor-Kommentatoren fand ich die Idee mit den facebook-Zitaten gut und den Plot zu Beginn auch recht spannend. Die Auflösung ist allerdings wirklich an den Haaren herbeigezogen. Und völlig unerträglich ist das Getue von Beatrice Kaspary in Bezug auf ihren Kollegen Florin Wenninger. So emotional gestört kann eine erwachsene Frau doch wohl nicht agieren! Schade.
wendelin zu »Ursula Poznanski: Blinde Vögel« 08.05.2014
Beatrice Kaspary vom LKA Salzburg, Abteilung Leib und Leben, ist mir einem merkwürdigen Fall konfrontiert. Zwei Leichen bei einem Salzburger Campingplatz – ein Mann und eine Frau, beide Mitte zwanzig. Auf den ersten Blick sieht es nach Mord und Selbstmord aus, doch die beiden scheinen zu Lebzeiten keinen Kontakt miteinander gehabt zu haben. Die Spur führt zu einer Lyrikgruppe auf Facebook. Und bald gibt es einen weiteren Todesfall in der Gruppe.

Eine sehr konstruierte Geschichte, die weder mit Facebook, noch mit Lyrik etwas zu tun hat. Beide Elemente dienen bestenfalls dazu, dem Roman einen modernen Touch zu verleihen, den er eigentlich nicht hat. Ohne nennenswerten Spannungsbogen plätschert das Geschehen dahin. Besonders nervt das wörtliche Zitieren nichtssagender Facebook Unterhaltungen incl. „gefällt mir“. Das hätte man wirklich besser lösen können. Das ewige Geplänkel mit Kollege Florin Wenninger, soll wohl Beatrice als Protagonistin interessanter machen. Für mich kommt das für eine erwachsene Frau aber eher unglaubwürdig rüber.

Ich verstehe ehrlich gesagt den Hype um die Bücher von Ursula Poznanski nicht. Schon bei „Fünf“ war die Story an den Haaren herbeigezogen und ohne wirkliche Entwicklung, wurde zum Schluss ein Finale aus dem Hut gezaubert, das mit der bis dato erzählten Geschichte nicht viel zu tun hatte. Genau so ist es in „Blinde Vögel“ auch. Hier schreibt jemand nach Schema F seinen Plot runter, ohne der Geschichte Tiefe verleihen zu können. Schade.

Last but not least gefällt mir persönlich die Stimme von Andrea Sawatzki nicht. Eindeutig zu affektiert liest sie Belangloses und kann die Stimmlage dann bei etwas emotionaleren Passagen nicht mehr modulieren.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Oli zu »Ursula Poznanski: Blinde Vögel« 26.12.2013
Ich muss Carolina leider Recht geben. Das Buch plätschert viele hundert Seiten so dahin, und man muss echt kämpfen, dabei nicht die Lust zu verlieren. Und dann plötzlich kommts knüppeldick. Aber natürlich hat die Ermittlerin im großen Finale auch noch die Zeit für ein Telefonat zwecks Unterbringung ihrer Kinder. Schade, hatte mir sehr viel mehr von dem Buch versprochen.
carolina zu »Ursula Poznanski: Blinde Vögel« 25.08.2013
Also ich war enttäuscht. Nachdem ich "fünf" gelesen hatte - das mir gut gefiel - besorgte ich mir sofort den neuen Krimi. Die ständigen Auszüge der öden, faden Meldungen auf facebook sind langweilig. Erst nach 400 Seiten kommt abrupt die Aufklärung, ziemlich plötzlich und naja, ich will den Sinn des langen Geschreibsel nicht verraten. Wenn es Sie interessiert will ich die "Spannung" nicht nehmen.Die Person der Ermittlerin und die sich anbahnende Liebesgeschichte mit ihrem Ermittlungskollegen ist einfach lächerlich, das Benehmen würde besser zu Teenagern passen. Ich habe auch als voll berufstätige Mutter zwei Kinder großgezogen aber so wie diese Frau ihre Kinder vernachlässigt und abschiebt - das spottet jeder Beschreibung. Der Exgatte wird einem da richtig sympathisch.
Sollte noch ein Krimi dieser Frau mit Tatort Salzburg erscheinen werde ich ihn sicher nicht mehr kaufen - obwohl ich in dieser Stadt wohne.
Ihr Kommentar zu Blinde Vögel

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: