Kaltblütig von Truman Capote

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1965 unter dem Titel In Cold Blood, deutsche Ausgabe erstmals 1967 bei Limes.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Kansas, 1950 - 1969.

  • New York: Random House, 1965 unter dem Titel In Cold Blood. 343 Seiten.
  • Wiesbaden: Limes, 1967. Übersetzt von Kurt Heinrich Hansen. 435 Seiten.
  • Berlin: Volk und Welt, 1968. Übersetzt von Kurt Heinrich Hansen. 412 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1969. Übersetzt von Kurt Heinrich Hansen. ISBN: 3-499-11176-4. 309 Seiten.
  • München: Herbig, 1999. Übersetzt von Kurt Heinrich Hansen. ISBN: 3776620897. 380 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2005. Übersetzt von Kurt Heinrich Hansen. ISBN: 3898971066. 351 Seiten.
  • Zürich: Kein & Aber, 2007. Übersetzt von Thomas Mohr. ISBN: 978-3036951614. 534 Seiten.
  • München: Goldmann, 2009. Übersetzt von Thomas Mohr. ISBN: 978-3-442-46903-1. 539 Seiten.

'Kaltblütig' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Im November 1959 dringen die ehemaligen Zuchthäusler Richard Hickock und Perry Smith ins Haus des wohlhabenden Farmers Herbert Clutter in Holcomb (Kansas) ein, weil sie dort Geld vermuten. Als sie nur 40 Dollar finden, ermorden sie die vierköpfige Familie auf bestialische Weise und fliehen. In der Kleinstadt bricht Panik aus, ihre Bewohner fürchten, dass die Mörder mitten unter ihnen leben. Wenige Wochen später werden Hickock und Smith in Las Vegas (Nevada) gefasst. Truman Capote reist nach Kansas, um Ablauf, Motive und Hintergründe des grauenhaften Verbrechens vor Ort zu ermitteln. Er interviewt einfache Bürger, Polizisten, Justizbeamte und die inhaftierten Mörder. Sie werden zum Tod verurteilt und am 14. April 1965, fünfeinhalb Jahre nach der Tat, im Staatsgefängnis von Kansas gehängt.

Das meint Krimi-Couch.de: 80°

Krimi-Rezension von Jörg Kijanski

November 1959 in Holcomb, einem verschlafenen Städtchen in West-Kansas. Der Farmer Herbert William Clutter und seine Familie (Frau Bonnie, Sohn Kenyon und Tochter Nancy) befinden sich in den Vorbereitungen auf die Hochzeit von Tochter Beverly, welche in der Weihnachtswoche stattfinden soll. Doch sie sollen die Hochzeit nicht mehr erleben, da die ehemaligen Gefängnisinsassen Richard »Dick« Hickock und Perry Smith in ihr Haus eindringen und sie in ihre Gewalt bringen. Hickock hat während der Haft von einem »Gefängniskollegen« erfahren, dass sich auf der Farm der Clutters ein Tresor befinden soll, welchen die beiden leer räumen wollen, um sich anschließend nach Mexiko absetzen zu können. Diese Information ist jedoch grundlegend falsch, da Clutter so gut wie nie Bargeld hat und nahezu ausnahmslos mit Scheck bezahlt. Als Hickock und Smith feststellen, dass sie nur schlappe 40 Dollar erbeuten können dreht der psychopathisch veranlagte Smith durch und ermordet die Familie auf grausame Weise. Nach dem Mord bricht in Holcomb eine schleichende Panik aus, da fast alle Einwohner die Mörder noch mitten unter sich vermuten.

Hickock und Smith gelingt währenddessen die »Flucht« nach Mexiko und der Leser glaubt, das perfekte Verbrechen gefunden zu haben. Vermutlich wären beide auch nie gefasst worden, wäre ihnen nicht das Geld ausgegangen und sie deshalb nach Kansas (so dumm muss man sein) zurückgekehrt. So begehen sie zwei kapitale Fehler und nachdem Hickocks ehemaliger Knastkumpan den Behörden auch noch den entscheidenden Hinweis gibt, kommt unausweichlich was kommen muss. Sie werden verhaftet und verzetteln sich schlussendlich in ihren zuvor abgestimmten Aussagen bis Smith ohne erkennbare Not sogar ein Geständnis ablegt. Bis dahin wäre womöglich noch einmal alles ganz anders gekommen. So findet ein Prozess in Kansas statt, den man aus heutiger Sicht als Schauprozess einstufen muss. Richter und Pflichtverteidiger kannten die Clutters gut und angesichts der Beweislage (Schuhabdrücke und Geständnisse) geht dann alles recht zügig voran. Am Ende heißt es »Tod durch den Strang«. Hickock versucht aufgrund der Befangenheit der Beteiligten eine Neuaufnahme des Verfahrens anzustreben, doch obgleich zwischenzeitlich die Prozessbeteiligten nochmals kritisch befragt werden, verzögert sich letztendlich lediglich der Termin der Hinrichtung. Fünfeinhalb Jahre nach der Tat werden beide am 14. April 1965 gehängt.

Truman Capote erzählt ohne jede emotionale Regung die Geschichte aus den verschiedenen Blickwinkeln. Zunächst werden die letzten Stunden der Clutters haarklein beschrieben, danach widmet er sich den Fluchtversuchen der Täter und deren verzweifelter Rückkehr nach Kansas sowie den ergebnislosen Bemühungen der ermittelnden Beamten und deren Befindlichkeiten. Verschiedenste Methoden – Interview, Rekonstruktion, Reportage u. a. -, in denen oftmals Aussagen der Beteiligten eingeblendet werden (diese entstanden durch zahlreiche Befragungen Capotes, übrigens auch der der Täter, die Capote im Gefängnis besuchte), verwebt Capote zu einem kurzweiligen Lesevergnügen, an dessen Ende zwar »die Gerechtigkeit siegt«, gleichwohl aber auch kritische Fragen zu stellen sind. Beispielsweise die Frage, inwiefern Straftäter ein Anrecht auf einen fairen Prozess haben, inwieweit der »Geisteszustand« bzw. die Vorgeschichte der Täter eine Rolle bei der Bewertung der Tat spielt bis hin zu der immer aktuellen Frage nach Sinn und Zweck der Todesstrafe. Eine Bewertung dieser Fragen überlässt Capote dabei ausschließlich dem Leser.

»Kaltblütig«, das bereits 1965 geschrieben wurde, ist in jeder Hinsicht ein echter »Klassiker«! Ein packendes und authentisches Buch, das sich von den zahlreichen »Reißern« über ähnlich gelagerte Fälle wohltuend anspruchsvoll und ohne den oft verwendeten moralischen Zeigefinger auskommend absetzt, ohne je langatmig zu werden.

Dass das Buch ausgerechnet als »Bild«-Bestseller vom Weltbild-Verlag in einer aktuellen Aktion als Hardcover für nur 4,99 Euro angeboten wird, sollte einem ja zu denken geben. Muss es im vorliegenden Fall aber glücklicherweise nicht. KAUFEN!

Der Roman wurde übrigens 1967 von Richard Brooks und 1996 von Jonathan Kaplan verfilmt.

Ihre Meinung zu »Truman Capote: Kaltblütig«

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Alfred Wittenberger zu »Truman Capote: Kaltblütig« 28.02.2010
Nachdem ich die übrigen, unter stehenden, früheren Bewertungen las: Ich bin nicht unbedingt ein Fan von Capote, und ich las das Buch, weil es eben eines dieser Bücher ist, die man gelesen haben muß. Nach dem Lesen des Buches, und bei einigen unten stehenden Lesern habe ich nicht das Gefühl, dass sie das Buch wirklich gelesen haben, stellte ich das Buch zu meinen persönlichen Klassikern. Warum? Es beginnt vielleicht ein wenig langatmig, mit der genauen Beschreibung der Zeit vor einer Tat, die man glaubt zu kennen. Doch bald zieht der Stil, in dem dieses Buch komponiert ist, in seinen Bann und es wird ungeheuer spannend. Es hat mich, so abwegig es erscheinen mag, an den italienischen Klassiker "Die Verlobten" von Manzoni, das ähnlich langsam daherkommt, um sich dann zu einem Kaleidoskop menschlichen Verhaltens hochschwingt, erinnert. Ja, es ist ein Krimi, ja, es ist ein Tatsachenroman. Aber anders als bei einem Krimi nimmt der Autor den Leser in die Verantwortung, sich selbst in die Position eines wirklichen Mörders zu versetzen.Wie ist das Gefühl ein Mörder zu sein, wie, das Gefühl auf seine Hinrichtung zu warten, für eine Tat, für die man selbst genausowenig Verständnis hat wie die Richter oder das Publikum. Warum und wie wird man zum Mörder? Das alles sind Fragen, die im Roman angerissen, aber nicht beantwortet werden. Und in einer Welt, die immer vorher wissen will, verstört diese Einstellung, die schon Schnitzler als die Abgründe der menschlichen Seele bezeichnete.Mich hat diese Buch sehr betroffen gemacht ob seiner unbedingten, gnadenlosen Ehrlichkeit im Angesicht des Unbeschreiblichen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Stefan83 zu »Truman Capote: Kaltblütig« 15.01.2010
Truman Capotes "Kaltblütig", besser bekannt als "In Cold Blood", ist nicht nur das berühmteste Werk des schillernden amerikanischen Autors, sondern markiert auch Geburt und Höhepunkt eines bis dato nicht existenten Genres: des Tatsachen- oder "Non-Fiction"-Romans. Eine Pionierleistung, die zum Weltbestseller und mehrfach erfolgreich verfilmt wurde, und welche bis heute als schulmeisterliches Beispiel für die Betrachtung des amerikanischen Wertesystems in den 50er und den frühen 60er Jahren gilt. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der grausame Mord an der Farmerfamilie Clutter, welcher für damalige Verhältnisse ein ungemein großes Medieninteresse nach sich zog und der hier noch einmal kurz angerissen sei:

Der 15. November des Jahres 1959. Das kleine Städchen Holcomb in Westkansas. Richard Hickock und Perry Smith, zwei ehemalige Zuchhäusler dringen im Schutze der Nacht in das Haus des wohlhabenden Farmers Herbert Clutter ein, in der Hoffnung dort einen Safe mit Geld vorzufinden. Ihre Beute stattdessen: Lumpige 40 Dollar, die sie aus Brieftaschen und Sparbüchsen der gefesselten vier Familienmitglieder zusammentragen. Am nächsten Morgen werden alle vier tot aufgefundet. Herbert Clutter mit einem Schnitt durch die Kehle, seine Frau und die Kinder mit einem Schuss durch den Kopf hingerichtet. Hickock und Smith befinden sich zu dieser Zeit bereits weit weg, auf dem Weg Richtung Mexiko. Was bleibt ist eine Mischung aus Angst und Panik in der Kleinstadt. Man fürchtet den Mörder unter der Bevölkerung, Misstrauen und Angst bestimmen das Leben der einstmals eingeschworenen Gemeinde. Der Druck auf die Ermittler erhöht sich mit jedem Tag. Nach dem Hinweis eines Sträflings und Zellenkollegen Hickocks wird dann eine landesweite Fahndung in Auftrag gegeben, die in Las Vegas schließlich zur Verhaftung der beiden Flüchtigen führt.

Währenddessen reist Truman Capote, Schriftsteller und Reizfigur, nach Kansas, um Abläufe, Motive und Hintergründe des grauenhaften Verbrechens vor Ort zu ermitteln. Das Ergebnis dieser Nachforschungen: Sein Buch "Kaltblütig"...

Dieses Buch, und das sollte vor Beginn der Lektüre jedem etwaigen Leser klar sein, ist die Nacherzählung einer wahren Begebenheit. Es basiert auf den Ermittlungsergebnissen des FBI, biografischen Angaben der Täter und Interviews einfacher Bürger, Jusitzbeamten und nicht zuletzt der Mörder. Was jedoch banal, nach einem faden, trockenen Bericht klingt, erweist sich schon nach wenigen Seiten als ein fesselndes Leseerlebnis, das gerade dank dem reportagehaften Erzählstil eine unglaubliche Sogwirkung entfaltet. Capotes Stil ist knapp und doch lückenlos, sachlich und anrührend zugleich. Und obwohl das Buch seine Längen hat, mit einer Fülle von (teilweise abstoßenden) Details aufwartet, bleibt man als Leser mittendrin. Nichts ist schlimmer und grausamer als die Wirklichkeit. Die Tatsache, dass man weiß, dass es sich genau so ereignet, jede Person existiert und so gehandelt hat, macht diesen Roman so außergewöhnlich. Capote beleuchtet das Verbrechen von allen erdenklichen Seiten: Die Vorgeschichte, das Leben in Holcomb, die Flucht der Täter. In abwechselnden Episoden werden Leben und Persönlichkeit der Opfer und Täter näher von ihm skizziert, ohne sich dabei in moralischen Grundsatzfragen zu verfangen. Capote rechtfertigt an keiner Stelle, versucht auch durch nichts die Schwere der Tat zu entschuldigen. Und dennoch verfolgt man den Bericht mit einer verstörenden Mischung aus ambivalenten Gefühlen, erwischt man sich selbst dabei, wie man letztendlich auch Verständnis und Mitleid für die beiden Mörder entwickeln muss und will.

Gleichzeitig bleibt das Buch sehr spannend, da der Autor den Leser sehr lange über Hergang und Motive der Tat im Dunkeln lässt. Was letztlich folgt ist das Entsetzen über deren Sinnlosigkeit und ein taubes Gefühl, wenn man die Verurteilten auf ihrem letzten Gang zum Strang begleitet. Die Distanz ist spätestens hier endgültig gewichen und gerade die Frage nach der Todesstrafe erscheint nun in einem völlig neuen Licht.

Insgesamt ist "Kaltblütig" zweifelsfrei ein Meilenstein der Weltliteratur. Ein erschütterndes und nachdenklich machendes Werk, das, in einzigartiger Weise erzählt, gleichermaßen anzieht und abstößt, und nicht selten ungewollt morbide und makabre Neugier im Leser weckt. Großartig.
9 von 12 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
et-juergen zu »Truman Capote: Kaltblütig« 15.12.2008
Von dem Buch "Kaltblütig" bin ich ziemlich enttäuscht. Da vertraue ich der Meinung des Rezensenten und denke, wenn es auf der Krimi-Couch gut ankommt, dann ist es garantiert spannend. Man weiß bereits die wesentlichen Dinge, wenn man nur den Text auf dem Einband liest. Alle Spannung ist dahin, obwohl der Autor es auch spannend hätte schreiben können. Jedenfalls ist es ein Roman und nichts weiter ...langweilig .
Was bei mir übrigens höchst selten vorkommt ist, dass ich ein Buch nicht bis zum Schluss lese, aber hier habe ich die letzten 100 Seiten nur noch überflogen, und denn es passierte tatsächlich nichts mehr.

Fazit: Wer normale Romane mag, bitte schön, der solls lesen. Wer auf Spannung steht und Krimis bevorzugt, sollte es im Bücherregal lassen.
laura zu »Truman Capote: Kaltblütig« 28.10.2008
Das Buch ist der totale schrott,ich lese es zur zeit in der Schule ,nun ja ich gebe normaler weise jedem Buch eine Chance ,aber dieses ist einfach total langweilig. es wird viel zu viel drum herum geredet und so das Buch nur unnötig verlängert und das sorgt für eine große abscheu für Jugendliche.
Im allgemeinen ist das Buch wohl eher für aöte Menschen geeignet, als für Schüler oder junge Menschen.
pescheg zu »Truman Capote: Kaltblütig« 06.08.2008
«Kaltblütig» ist kein Krimi, sondern ein so genannt «wahrheitsgemäßer Bericht über einen mehrfachen Mord und seine Folgen». Dieses Meisterwerk – man darf es so nennen – wurde in den 60er-Jahren geschrieben. Es beschäftigte umgehend die Feuilletons und war auf allen Bestsellerlisten zu finden. Über Inhalt und Autor ist schon so viel geschrieben worden, dass kaum mehr etwas zuzufügen ist.

Wichtig scheint aber der Hinweis auf die neuste Ausgabe des Buches im Zürcher Verlag Kein & Aber: Neu übersetzt und wunderschön gestaltet empfiehlt sich diese nicht nur für Krimifreunde, Literaturliebhaberinnen und Capote-Fans, sondern für alle, die Freude an schön und liebevoll gemachten Büchern haben.
Falcon zu »Truman Capote: Kaltblütig« 04.02.2008
Bevor man dieses Buch liest, oder kauf, sollte man sich bewusst sein, dass es 1965 geschrieben wurde.

Capote ist zudem in erster Line Erzähler und nicht Krimiautor.

Das Buch erzählt die Geschichte zweier Verlierer die aus Verdruss vier Menschen kaltblütig töten.
Capote versucht mit Hilfe von diversen Details diese scheusslichen Verbrechen zu erklären. Geradezu pedantisch geht er jedem Puzzelteil welches zum Verbrechen führt nach.
Krampfhaft sucht er nach dem Sinn- Unsinn der Tat.

Um es vorweg zu nehmen, es gelingt ihm meiner Meinung nach nicht.
Was die zwei veranlasst hat, es zu tun, bleibt in akribischen recherchirten Details stecken.
Es scheint so, als könne Capote es selbst nicht begreifen. Taussend Dinge werden aufgelistet, und doch kommt er den Figuren nicht näher.
Seine im Ansatz vorhande Kritik zur Todesstrafe erlischt mit dem Schlusswort, welches die erteilet Strafe wieder rechtfertig.

Gesamthaft betrachtet für mich ein eher zäher Monolog.
Die Grundabsicht, die Motive der Tat zu analysieren und das Motiv der Tat zu ergründen, werden in Details erstickt.

Selbst wenn man wohl nie erklären kann, wie es zu solch einer Tat kommt, so erhoft man sich doch von einem solch renomiertem Autor wenigstens eine Annährung an das Motiv der Täter.
Diese bleibt dem Leser jedoch schleierhaft.
HelgaR zu »Truman Capote: Kaltblütig« 02.08.2005
Es handelt sich um eine wahre Begebenheit. Der Fall wird aus verschiedenen Blickwinkeln der einzelnen Menschen dargelegt.

Aus den diversen Interviews der beiden Mörder, die ihre Lebensläufe und den kompletten Vorgang der Tat berichten, den Berichten von Dicks (Richards) Eltern, die das gar nicht begreifen können, aus Berichten von Perrys Vater und Schwester, wobei diese Familienverhältnisse, im Gegensatz zu Dicks, völlig desolat sind. Beide "Freunde" waren eigentlich komplett konträr und trotzdem waren sie zusammen. Weitere Berichte stammen aus der Sicht von Kriminalbeamten, Anwälten, Journalisten und Richtern etc.

Es handelt sich bei diesem Buch also um keinen Krimi im üblichen Sinn, obwohl es wie ein Roman geschrieben ist. Es war auf jeden Fall ein sehr interessantes Buch, wobei sich die Spannung natürlich in Grenzen hält, da man ja vorher schon weiß, was passiert ist, weil es sich hier ja um eine Rekonstruktion des Falles handelt.
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