Mohrenwäsche von Tom Sharpe

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1976 unter dem Titel Indecent exposure, deutsche Ausgabe erstmals 1984 bei Rogner & Bernhard.
Ort & Zeit der Handlung: Südafrika, 1970 - 1989.

  • London: Secker & Warburg, 1976 unter dem Titel Indecent exposure. ISBN: 0436458012. 248 Seiten.
  • München: Rogner & Bernhard, 1984. Übersetzt von Benjamin Schwarz. ISBN: 3807702067. 317 Seiten.
  • Frankfurt am Main; Berlin: Ullstein, 1986. Übersetzt von Benjamin Schwarz. ISBN: 3-548-20593-3. 317 Seiten.
  • München: Goldmann, 2002. Übersetzt von Benjamin Schwarz. ISBN: 3-442-44913-8. 350 Seiten.

'Mohrenwäsche' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Heldengedenktag in Piemburg, der kleinen Hauptstadt von Zululand: Alle Jahre wieder nutzen Briten und Buren, Zulus explizit ausgeschlossen, die Gelegenheit, die Gegenwart zu vergessen und alte Hassgefühle aufleben zu lassen. Kommandant van Heerden, Piemburger Polizeichef, steckt in einer Zwickmühle. Einerseits wird von ihm als echtem Afrikaner eine Rede auf der Kundgebung der Nationalistischen Partei zum Thema Heldentum erwartet, als hoher Funktionär muss er sich aber auch im Settlers Park sehen lassen, wo die Söhne Englands feiern. Nachdem er auf beiden Veranstaltungen seinen Verpflichtungen nachgekommen ist, verabschiedet van Heerden sich in den wohlverdienten Kurzurlaub, um sich ungestört seinen anglophilen Neigungen hinzugeben und mit der britischen Möchtegern-Upper-Class auf Golfplätzen zu verlustieren. Sein Stellvertreter Luitenant Verkramp, Leiter der Sicherheitsabteilung, wittert seine große Chance. Verkramp hofft endlich vom bloßen Stellvertreter aufzusteigen zu einer echten Autoritätsperson, was seinen Fähigkeiten sowieso viel angemessener wäre. Seine Mission: Angewiesen vom Staatssicherheitsministerium BOSS, will er gegen Rassenmischung zwischen Polizeibeamten und Bantufrauen vorgehen, und überhaupt allen Staatsfeinden und Kommunisten endgültig den Garaus machen. Seine Methoden: Strategisch wichtige Einrichtungen der Stadt in die Luft jagen und ausgesuchte Bürger der Stadt einbuchten. Unterstützt und abgelenkt wird er von der sexsüchtigen Psychiaterin Dr. von Blimenstein – Schuhgröße 47 -, die seine sexuellen Wunschvorstellungen Wirklichkeit werden lässt. Ihre Therapie zur Verhinderung der ungewünschten Liaisons trägt allerdings bloß dazu bei, dass die Polizeibeamten homosexuelle Seiten entwickeln. Zur Eindämmung der Verkrampschen Paranoia und zur apokalyptischen Klimax kommt es erst nach der Rückkehr van Heerdens. Deutlichstes Zeichen der Gesundung Verkramps: Er löst die Verlobung mit Frau Dr. von Blimenstein. Van Heerden stellt die alte Ordnung wieder her, schafft es, sich mit seinen Vorgesetzten wieder gut zu stellen und pflegt die strategische Allianz mit der Ärztin – der ganz normale Wahnsinn hat Piemburg wieder.

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