Kolyma von Tom Rob Smith

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel The secret speech, deutsche Ausgabe erstmals 2009 bei DuMont.
Ort & Zeit der Handlung: Moskau, 1950 - 1969.
Folge 2 der Leo-Demidow-Serie.

  • New York: Grand Central, 2009 unter dem Titel The secret speech. 407 Seiten.
  • Köln: DuMont, 2009. Übersetzt von Armin Gontermann. ISBN: 978-3832180898. 475 Seiten.
  • München: Goldmann, 2010. Übersetzt von Armin Gontermann. ISBN: 978-3-442-47235-2. 472 Seiten.
  • [Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2009. Gesprochen von Bernd Michael Lade. ISBN: 3-7857-3895-1. 6 CDs.

'Kolyma' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Moskau 1956. Leo Demidow ist nicht zu beneiden. Die Existenz seines Morddezernats wird von offizieller Stelle geleugnet; er darf bestenfalls verdeckt ermitteln. Für seine alten Kollegen vom KGB ist er ein Verräter. Und seine Adoptivtochter Zoya hasst ihn so sehr, dass sie ihn am liebsten töten würde. Vergeblich kämpft Leo um ihre Zuneigung. Für sie bleibt er der Mann, der ihre Eltern auf dem Gewissen hat …Doch es kommt noch schlimmer. Zoya wird gekidnappt. Wieder ist es Leos Vergangenheit, die sich bitter rächt. Will er das Mädchen wiedersehen, muss er einen Gefangenen aus dem schlimmsten aller Lager in Sibirien befreien: Kolyma. Leben gegen Leben das ist die simple Logik der Entführer. Leo hat den Mann vor sieben Jahren dort hingebracht, Leo soll ihn auch wieder herausholen. In seiner Verzweiflung lässt Demidow sich als Gefangener nach Kolyma einschleusen. Doch schon am ersten Abend wird er erkannt, und die Häftlinge beschließen, sich grausam zu rächen …

Ihre Meinung zu »Tom Rob Smith: Kolyma«

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diegeburtstagsfee zu »Tom Rob Smith: Kolyma« 30.06.2011
Da ich von Kind 44 total begeistert war, hatte ich Angst, vom 2. Band um Leo Demidov enttäuscht zu werden. Auch wenn es nicht zu 100% an den Vorgänger heranreicht, es ist absolut lesenswert! Auch hier tritt die eigentliche Kriminalgeschichte wieder in den Hintergrund, aber was man dafür geliefert bekommt, ist wieder eine absolut aufgeladene Atmosphäre - authentische Handlungen und Dialoge der Hauptcharaktere und mitreissende Spannung. Die Sprache ist mal wieder grandios - obwohl mich auch hier wieder die Originalversion noch mehr bezaubert hat als die deutsche Übersetzung. Ich hatte ein wenig Angst vor Friede, Freude, Eierkuchen mit den beiden Adoptivtöchtern, die ja unter so widrigen Umständen zur Familie gekommen sind - zum Glück ist ja genau das nicht der Fall! Ein gelungener Übergang zum dritten (und letzten) Teil der Reihe.
Manfred Meyers zu »Tom Rob Smith: Kolyma« 06.04.2011
mich hat das buch nicht überzeugt. ich fand doch einiges an den haaren herbeigezogen und überdies zu dick aufgetragen. politisch-historisch korrekt ist es auch nicht. und darüberhinaus ist dann einfach zu viel in den krimi gestopft worden, sodass man irgendwann anfängt, das ende herbei zu sehnen. "kind 44" war deutlich besser.
Kom_Ombo zu »Tom Rob Smith: Kolyma« 11.12.2010
Mich hat 'Kolyma' nicht 100%ig überzeugt. Viele Geschehnisse in diesem Buch wurden nicht ganzheitlich aufgeklärt, so dass man mit gerunzelter Stirn zurückbleibt.

Das Ende verlief sehr rasant und einige Wandlungen der Hauptprotagonisten waren für mich sehr an den Haaren herbeigezogen und nicht nachvollziehbar.

Das Buch ist nicht Übel, aber an der Aufklärung verschiedener Passagen hat es einfach gehapert, was ich sehr schade finde.
Pestilencium zu »Tom Rob Smith: Kolyma« 19.10.2010
Das Buch hat mir eigentlich gut gefallen, auch wenn es für mich nicht an 'Kind 44' heranreicht. Für mich und meinem Geschmack hatte es einfach zuviel Schwerpunkte auf 'Frajera' und die hatte mit der Zeit nun wirklich genervt. Überhaupt ging es stellenweise nur um sie oder um 'Soja' und der komplizierten 'Teenager-sucht-Halt'-Beziehung. Da verlor die eigentliche Geschichte, die generell gut überlegt ist, viel an Charme. Die besten Stellen im Buch sind leider viel zu wenig durchleuchtet worden (z.B. der Gulag). Schlimm fand ich die Hinfahrt nach Kolyma - das fand ich so grauenvoll, dass es richtig Spass machte, es zu lesen (hehe). Ich denke, wenn im nächsten Buch der Schwerpunkt wieder mehr auf Leo und das politisch-vertrakte Umfeld gelegt wird und weniger auf 'Frauengeschichten' (die mich aber einfach nur persönlich langweilen), dann wird der dritte (und letzte) Band bestimmt ein guter Abschluss - leider *sniff*
Zorin zu »Tom Rob Smith: Kolyma« 05.10.2010
Die doch sehr negativen kritiken an "Kolyma" sind aus meiner sicht nicht völlig falsch, aber doch überzogen.Klar: Einige konflikte sind schlicht an den haaren herbeigezerrt. Die idee, dass ausgerechnet Demidow und seine frau die beiden töchter zweier früherer opfer des ex-geheimdienstlers adoptieren, um den beiden die angebliche hölle waisenhaus zu ersparen, erscheint absurd - eine gute pflegefamilie hätte es auch getan. In dieser weise tun sich auch an anderen stellen im buch konflikte auf, die nicht unbedingt hätten sein müssen - vor allem natürlich die unter-cover-aktion Demidows, deren tieferer sinn sich kaum erschließt - immerhin ist ein hochrangiges und also weisungsbefugtes regierungsmitglied sein verbündeter.Trotzdem sind die milieustudien Tom Rob Smiths aus der Sowjetunion der 50er Jahre einfach toll, mit ganz viel düsterer, wirklich beklemmender atmosphäre! Da macht ihm so schnell niemand was vor. Diese Bereiche machen das buch unbedingt lesenswert, auch wenn "Kind 44" gewiss noch etwas erschütternder war - aber das spielte ja auch in der noch viel mörderischeren Stalin-zeit.An beiden büchern ist allerdings zu bemängeln, dass der autor den einmal erreichten dramaturgischen höhepunkt einfach nicht mehr verlassen mag und über viele dutzend seiten ein feuerwerk an thriller-effekten abbrennt, welches dann doch allmählich etwas ermüdend wirkt. Aber Smith ist noch ziemlich jung, sicherlich ist er bereits in die welt der computerspiele hineingewachsen, wo es ja auch pausenlos kracht und vor leichen nur so wimmelt.Alles in allem aber wieder sehr lesenswert!vg
ZorinPS: Echt peinlich finde ich diese schlecht verhüllte selbstbeweihräucherung oben in der Einführung, den namen der kommissars-tochter "Zoya" zu schreiben, obwohl er doch im buch selber eindeutig "Soja" geschrieben wird. Auf solches "schaut alle her ich beherrsche die russische sprache-" Mit--dem-zaunpfahl-gewinke können sicher auch andere leser gut verzichten.
Gutes Buch zu »Tom Rob Smith: Kolyma« 03.10.2010
Ich habe das Hörbuch, gelesen von Michael Lade, gehört. Es hat mir ausgesprochen gut gefallen! Ich fand weniger die Geschichte, sondern eher die Beschreibung des Lebens in einer Diktatur spannend. Die Tatsache, dass fast jedem mißtraut werden muss, und dass jeder einen verraten kann, lastet wie ein Gewicht auf den Menschen. Bündnisse können sich jederzeit als Verrat entpuppen oder als sehr haltbar, man kann es nie wissen.
Klar, die Story ist voll gepackt mit unglaubwürdigen Ereignissen. Aber ich kann ja eine Dokumentation lesen, wenn ich Geschichtsunterricht will.
Das Thema "Schuld und Rache" ist ganz gut herausgearbeitet, finde ich, und, soweit man das überhaupt kann, nachvollziehbar.
Ich kenne "Kind 44" noch nicht, werde es nun aber schleunigst lesen!
Mo Reves zu »Tom Rob Smith: Kolyma« 20.09.2010
Kolyma hat den Weg in mein Bücherregal nicht gefunden.
Bereits nach 10 Seiten fühlt man sich als Versuchskaninchen eines Autors, der für den Erfolgsfall vorsorglich viele Passagen im Drehbuchstil abgeliefert hat.
Der Handlung fehlt jeglicher Bezug zur Realität. Das Kapitel, das den Aufstand von Ungarn und die Mitwirkung der Buchhelden beschreibt - einfach nur peinlich. Für das Geld sollte man besser ein anderes Buch kaufen.
mo zu »Tom Rob Smith: Kolyma« 30.08.2010
Kann dieses Buch auch nicht weiterempfehlen! Wie schon gesagt ist die Handlung flach kontruiert, den Figuren fehlt die Motivation. Wieso gehört der ehehmalige KGB-Agent auf einmal zu den Guten?? Ich habe mich durch das Buch gequält, meiner Meinung nach schlecht recherchierte Details. Es ist auch nicht vorstellbar, dass 'EIN Mensch das alles aushält, was der Held hier erleidet! Allein die Beschreibung der Überstellung der GEfangenen per Schiff habe ich seitenweise übersprungen! Es kam keine Spannung auf und man wusste ohnehin, dass er überlebt.
sapkowski zu »Tom Rob Smith: Kolyma« 04.04.2010
Nachdem es aufgrund von einer eigentlich geheimen Rede des aktuellen Staatsoberhaupts der Sowjetunion Chruschtschow zu Unruhen und Racheakten kommt, wird der ehemalige KGB – Agent Leo Stepanowitsch Demidow damit beauftragt den Tod von zwei Geheimdienstlern aufzuklären.
Scheint dies schon ein schwieriges Unterfangen zu sein, kommt es für Leo noch härter als seine kleine Familie in Gefahr gerät und er daraufhin merkt, dass ein Zusammenhang zu seiner Vergangenheit besteht, als er selbst noch treuer Anhänger des kommunistischen Systems war.
Leos zweites Abenteuer „Kolyma“ beginnt zunächst sehr schleppend und unspektakulär. Im Gegensatz zu Tom Rob Smiths Vorgänger „Kind44“ wurde ich überhaupt nicht von der Geschichte gefangen genommen. Es fehlt hier sowohl Nervenkitzel als auch Tiefgang.
Das Einzige, das einem beim Lesen an den Nerven zerrte war die Ungeduld über den zähen Plot und das Unverständnis über so viel Naivität der Figuren.
„Kind44“ war vom Thema her viel besser gewählt und dadurch auch viel interessanter. Die Handlung war viel realer und schockierender, um einiges intensiver und glaubwürdiger als die von „Kolyma“.
Hier sind sowohl Handlung als auch Protagonisten sehr oberflächlich gehalten. Man findet keinen richtigen Zugang zur Geschichte und das bisschen Spannung, das kurz aufflackerte und auf besseres hoffen ließ, ging auch wieder schnell verloren.
Einzig der Schluss und eben diese Hoffnung auf Besserung konnten etwas retten.
Dennoch war „Kolyma“ nach dem wirklich phänomenalen Debüt „Kind44“ die reinste Enttäuschung.
Ich hoffe, dass die weiteren Fälle von Leo Demidow wieder besser werden, wenn es denn noch welche gibt. Dass Smith es besser kann, hat er mit „Kind44“ bewiesen. Deswegen wohlwollende drei Sterne!
somiegall zu »Tom Rob Smith: Kolyma« 08.02.2010
Habe ich ein anderes Buch gelesen? Wieso keine Hintergründe? Chruschtschows "Geheime Rede" und die Folgen, im Großen wie im Kleinen, waren mir bis dato kaum bewusst. Habe mich bereits während der Lektüre "schlau" gemacht. Spannend!
Ebenso die moralischen Entscheidungen und Nöte der Hauptcharaktere machen das Buch lesenswert.
Ich gehe davon aus, dass die Übersetzung wohl nicht so gelungen ist (Zeitdruck?), denn das englische Original war wie sein Vorgänger zu lesen.

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