Weiner, Tim: CIA - Die ganze Geschichte von Tim Weiner

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

. ISBN-10: 3-10-091070-2, ISBN-13: 978-3-10-091070-7.

'Weiner, Tim: CIA - Die ganze Geschichte' ist erschienen als Hardcover

In Kürze:

Es war nie ein Geheimnis, dass die CIA Leichen im Keller hat. Doch was Tim Weiner in über zwanzig Jahren Recherche zusammengetragen hat, geht weit über alle bisherigen Veröffentlichungen zur CIA hinaus und lässt zahlreiche weltpolitische Ereignisse – beginnend mit dem Korea-Krieg bis hin zum 11. September – und ihre Akteure in neuem Licht erscheinen. Weiners Blick hinter die Fassade des angeblichen omnipotenten Geheimdienstes enthüllt viel bislang Unbekanntes. Einmalig ist, dass Weiner alle Fakten und seine brillanten Schlussfolgerungen vollständig mit Primärquellen belegen kann. Dafür sichtete er über 50 000 Dokumente in den Archiven des Geheimdienstes, des Weißen Hauses und des State Department, die teilweise bis heute als geheim eingestuft waren, und führte hunderte von Interviews mit hochrangigen Politikern, Ex-Agenten und Insidern, u.a. mit zehn ehemaligen CIA-Direktoren.

Das meint Krimi-Couch.de: »Frankensteins Spitzel- und Terror-Monster« 90°Treffer

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

»Der Krieg ist der Vater aller Dinge«, sprach der Philosoph Heraklit schon im 6. Jh. vor Chr., aber er fuhr so fort: »Die einen macht er zu Göttern, die andern zu Menschen, die einen zu Sklaven, die andern zu Freien.« Dieser Teil wird im Zitat gern unterschlagen. Damit wollte Heraklit auf die Ambivalenz der Dinge hinweisen, die ein Krieg hervorbringen kann.

Man könnte meinen, der weise Mann habe bereits vor 2500 Jahren die Gründung der »Central Intelligence Agency« und ihr Scheitern vorausgesehen. Denn ein Kind des Krieges, des II. Weltkriegs sogar, ist diese CIA, die ursprünglich Nachrichten aus aller Welt sammeln, sichten und auswerten sollte, die für die politische Alltagsarbeit des US-Präsidenten von Relevanz sein konnten.

In sechs Kapiteln berichtet der Journalist Tim Weiner, wie einer an sich guten Idee ein Monster entsprang, das die Weltgeschichte auf kriminelle Weise veränderte und entscheidende Mitschuld daran trägt, dass die heute stärkste Großmacht auf Erden Instrumente wie Mord und Folter in ihre Politik aufgenommen hat.

»Anfangs wussten wir nichts«, überschreibt Weiner das erste Kapitel, das die Gründerjahre der CIA unter Präsident Truman (1945-1953) beschreibt. Der Kampf gegen die Nazis und die Japaner war gewonnen, der Kalte Krieg mit der Sowjetunion und China stand bevor. Um ihn nicht militärisch führen zu müssen, waren Informationen nötig, die der neue Gegner selbstverständlich sorgfältig geheim hielt. Von der Informationsbeschaffung bis zum Informationsdiebstahl war es daher nicht nur gedanklich ein kurzer Weg.

Doch Hektik, Unkenntnis und Ratlosigkeit wurden die drei grundsätzlichen Pfeiler der CIA, die ohne Wissen um die Mechanismen erfolgreichen Spitzelns den Feind hinter dem Eisernen Vorhang ausspionieren sollte. Jeder wusste, dass man eine solche Institution benötigte, doch niemand hatte einen Ahnung, wie sie aufzubauen und zu organisieren war.

Dies blieben keine Anfangsschwierigkeiten. »Die CIA unter Eisenhower, 1953 bis 1961«, lernte rein gar nichts aus ihren Fehlern, sondern ergänzte die lange Liste falsch geplanter und fehlgeschlagener Spionage-Einsätze um eine neue Todsünde: Die CIA begann politisch aktiv zu werden, indem sie missliebige Regierungen und Gruppierungen zu unterwandern und aus dem Feld zu schlagen suchte. Verbündete oft zweifelhafter Herkunft wurden mit Geld und Waffen versorgt, Sabotageakte und Attentate gefördert, die Autonomie der betroffenen Nationen und das Recht mit Füßen getreten. Korea und Kuba bildeten die Klammer für die CIA-Aktivitäten dieser Jahre, deren Gemeinsamkeit darin besteht, dass sie aufflogen, fehlschlugen und ein blutiges Ende nahmen; meist geschah dies alles gleichzeitig.

»Unter Kennedy und Johnson« komplettierte die CIA nicht nur die außenpolitischen Debakel durch den Vietnamkrieg. Die US-Regierung begann den Geheimdienst zur Bespitzelung der eigenen Bürger zu missbrauchen. Wachsende Kritik an den Menschenrechtsverletzungen durch die und den Diskriminierungen in den USA machte dem politischen Establishment zu schaffen, das keineswegs daran dachte, sich mit der Opposition und ihren gerechtfertigten Forderungen arrangieren, sondern diese den »Commies« gleichsetzte und als Staatsfeinde betrachtete.

Pikanterweise begann der Abstieg der CIA ausgerechnet unter den Präsidenten Nixon und Ford (1968-1977) – pikanterweise deshalb, weil der paranoide Nixon, den seine Watergate-Schnüffeleien zu Fall brachten, nicht einmal den Hightech-Spitzel der CIA traute. Die Öffentlichkeit wurde aufmerksam, die CIA einer endlosen Serie von »Reorganisationen« unterzogen, die sämtlich torpediert wurden und die bekannten Zustände konservierten. Die CIA verwaltete sich weiterhin am liebsten selbst und agierte ohne Zustimmung der Regierung. So kam es, dass seit den 1970er Jahren afghanische Rebellen im Kampf gegen die sowjetischen Invasoren mit modernen Massenvernichtungsmitteln ausgerüstet wurden, die sie später zur Errichtung strikt antiwestlicher Gottesstaaten befähigten: Das Terror-Problem der USA ist weitgehend hausgemacht.

»Die CIA unter Carter, Reagan und George H. W. Bush« setzte 1977 bis 1993 die Reihe der blamablen Fehlschläge fort. Der redliche Carter wollte die CIA zerschlagen, und selbst der intellektuell beschränkte Reagan bemerkte die Ahnungslosigkeit der gar nicht ´intelligenten´ Agenten, die vom Fall der Berliner Mauer oder vom Zusammenbruch des Ostblocks eiskalt überrascht wurden. George Bush der Ältere reihte sich ein, als er den wackligen und geschönten Berichten über einen atom- und chemiewaffengerüsteten Irak Glauben schenkte und den ersten Golfkrieg entfesselte.

»Die Abrechnung« erfolgte 1993 bis 2007 unter Clinton und George W. Bush. Der zweite Golfkrieg wurde ebenfalls unter Vorspiegelung falscher Tatsachen geführt, die zornige Gegenreaktion im Nahen Osten vom Geheimdienst entweder falsch interpretiert oder ignoriert. Den traurigen Höhepunkt bildete die Attacke auf das World Trade Center im September 2001 – eine Terroraktion, von der sogar die CIA längst wusste, ohne entsprechende Schritte zu einzuleiten. Als Konsequenz büßte die Agency 2006 ihre Vormachtstellung ein – sie untersteht nun dem Nationalen Nachrichtendienst und wird abermals neu organisiert …

Gut gemeint aber mörderisch mutiert

Tim Weiners Geschichte der CIA ist ein Buch, das sich im Grunde nur in kurzen Abschnitten lesen lässt, weil die Lektüre garantiert zu erhöhtem Blutdruck und ungesunden Wutanfällen führt. Das Schlimme ist, dass selbst Weiners Kritiker dem Verfasser zugestehen müssen, wie redlich er recherchiert und ausgewertet hat, was er in jahrzehntelangem Quellenstudium sowie im Rahmen unzähliger Interviews in Erfahrung bringen konnte.

Man wünscht sich verzweifelt eine logische Erklärung dafür, wie eine Institution, die Tod und Leid über die Welt gebracht und Unsummen für groteske und höchst kriminelle Aktionen verprasst hat – Geld, das dem Sozial- und Gesundheitswesen oder der Bildung entzogen wurde -, sich mehr als sechs Jahrzehnten nicht nur halten konnte, sondern wuchs und gedieh und ihre üblen Machenschaften weiterhin fortsetzt.

Weiner liefert diese Erklärung, aber sie befriedigt nicht, weil sie Binsenweisheiten zu einer Dimension verhilft, die schlicht atemberaubend i. S. von niederschmetternd ist: Angst und Ahnungslosigkeit schufen eine Einrichtung, die unkontrolliert Ziele verfolgen konnte, die nicht selten von psychisch kranken oder offen kriminellen Menschen formuliert wurden und schließlich sakrosankt wirkte: ein Monster, das nach außen menschlich wirkt, während es insgeheim ganze Kontinente verwüstet und ins Unglück stürzt.

Seinen Widersachern macht es Weiner schwer. Er überzieht sie mit Daten und Fakten. Wer seiner Auswertung nicht trauen mag, kann sie ab S. 669 anhand 664 oft mehrseitiger Anmerkungen nachprüfen, die bis zur Seite 834 noch einmal ein eigenes Buch ergeben. Dabei konfrontiert Weiner Worte mit Taten. Die Diskrepanz ist deutlich und lässt sich schwerlich wegerklären.

Eine wertvolle Informationsquelle stellten die Männer und Frauen dar, die für die CIA gearbeitet haben, die Strukturen dort kennen und unglücklich über die Realität einer ebenso ineffizienten wie illegal arbeitenden Einrichtung waren. Als Achillesferse der CIA entpuppte sich stets die Unfähigkeit des Menschen, Geheimnisse zu wahren oder unter den Tisch zu kehren. »Es gibt kein Geheimnis, das die Zeit nicht enthüllt« – mit diesem Zitat des Schriftstellers Jean Racine (1639-1699) leitet Weiner sein Mammut-Werk ein.

Ist Weiner einseitig? Ihm dies vorzuwerfen ist schwierig, sollte auch nur teilweise zutreffen, was er ans Tageslicht befördert hat. Die »Falken« zürnen, weil sie an der Willkür als Mittel im Kampf gegen den Terror festhalten wollen und ein Buch wie dieses, das viele heilige Kühe der politischen, wirtschaftlichen oder militärischen US-Geschichte förmlich schlachtet, als kontraproduktiv betrachten. Im Zweifelsfall sind freilich auch die Moralisten Hilfe suchend zur CIA gelaufen, wenn es irgendwo brannte und die Wiederwahl in Gefahr war.

Übrigens ist Weiner nicht grundsätzlich gegen Spionage. Ein geschickter Geheimdienst kann gefährliche Pläne des Gegners offenlegen und diesem damit den Wind aus den Segeln nehmen. Weiner prangert vor allem miserable Spionage an, weil mangelhafte oder fehlende Informationen immer kontraproduktiv sind und die USA in den Vietnamkrieg und andere Desaster geführt haben.

Kriminelle Geschichte oder Geschichte als Krimi?

Sollte jemand bisher der Ansicht gewesen sein, dass Geschichte langweilig ist, wird ihn die Lektüre dieses Buches eines Besseren belehren. »CIA« ist ein Werk, das jeden Thriller deklassiert, denn wieder einmal ist die Realität stärker als jede Fiktion. Weiner kann beweisen, was er schreibt, was Schilderungen ermöglicht, für die man jeden Schriftsteller mit Hohn und Spott übergießen würde. Wer würde ohne entsprechende Belege glauben, dass der US-Geheimdienst ernsthaft probte, Tokio in der Endphase des II. Weltkriegs mit Brandbömbchen zu verheeren, die man den dort beheimateten Fledermäusen umschnallen wollte ...? Mit solchen und ähnlich bizarren Anekdoten lockert Weiner seinen Text immer wieder auf. Das Lachen bleibt dem Leser im Halse stecken, wenn er unmittelbar darauf informiert wird, wie viele meist unschuldige Menschenleben solcher Schwachsinn kostete.

Weiner schließt mit der Hoffnung, die ´neue´ CIA von 2006 werde endlich ihren eigentlichen Aufgaben gerecht. Er will dies annehmen, denn er glaubt wie gesagt an das Konzept der CIA. Die unerfreuliche Realität hat er aufgedeckt, was er jedoch nicht als wütende Attacke, sondern als Warnung versteht. Die CIA ist für Weiner trotz ihrer Sünden ein Teil der US-Regierung geworden. Sie lässt sich hoffentlich umstrukturieren und zukünftig besser kontrollieren, darf aber nicht abgeschafft werden. Dieses Fazit wird vielen (deutschen) Lesern nicht schmecken, doch Weiner ist letztlich Amerikaner, der an das politische, ökonomische und moralische Primat ´seiner´ USA glaubt.

Wen interessiert in Deutschland die CIA?

Die deutsche Ausgabe von »CIA – Die ganze Geschichte« wurde von vier Übersetzern bearbeitet, um so ein zum Original möglichst zeitnahes Erscheinen zu ermöglichen. Brüche oder stilistische Unterschiede lassen sich nicht feststellen; der seitenstarke Band liest sich wie aus einem Guss.

Wer sich fragt, wieso die Übeltaten der CIA so rasch einem deutschen Publikum nahe gebracht werden oder dieses interessieren sollten, wird durch ein separates »Vorwort zur deutschen Ausgabe« aus seinem Dornröschenschlaf geweckt: Selbstverständlich arbeiten der US-amerikanische und der deutsche Geheimdienst seit 1945 eng zusammen; die CIA stützte sich in den Anfangsjahren sogar gern auf die vorzüglich ausgebildeten Fachleute der Gestapo …Deutschland hat seinen Preis für die von der CIA ´beratene´ und damit mitgeprägte Politik zahlen müssen und war u. a. für Jahrzehnte Pufferzone für eventuelle Atom-Attacken aus dem roten Osten, denn natürlich stationierten die USA ihre Raketen am liebsten dort, wo dies das eigene Land nicht in Gefahr brachte. Auch im Zusammenhang mit der deutschen Wiedervereinigung hat sich die CIA nicht mit Ruhm bekleckert. Geheimdienstarbeit war offensichtlich schon globalisiert, als dieser Begriff noch gar nicht existierte. Frieden oder Stabilität hat sie der Welt nicht gebracht, aber Weiner macht uns klar, dass dies womöglich niemals geplant war oder ist.

Michael Drewniok, Juni 2008

Ihre Meinung zu »Tim Weiner: CIA - Die ganze Geschichte«

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Frank zu »Tim Weiner: CIA - Die ganze Geschichte« 23.08.2010
Zu Doris Dubiels Meinung: Sie hat das Buch nicht richtig gelesen. Weiner "läßt sich nicht über den Kosakenführer Resa Chan aus", dieser ist im ganzen Buch nur einen Satz wert. Doris Dubiel verwechselt den Resa Chan mit dessen Sohn! Ungenauogkeiten gibt es nicht mit Ausnahme der, die notgedrungen sind aufgrund der Fülle des Stoffes.

Das Buch ist absolut lesenwert.
Dr. Helmut Goetting zu »Tim Weiner: CIA - Die ganze Geschichte« 23.11.2009
Die klammheimliche Machtergreifung durch die amerikanische CIA Spionagemafia an Universitäten und an ihren hilflosen Opfern, den Studenten und Wissenschaftlern, hat sich schon längst vollzogen. In einer auf Interviews und erzählenden Elementen bestehenden Spionage- und Verschwörungsdokumentation über ein kriminelles CIA-Verlagshaus wird Zeitgeschichte lebendig. Das CIA Unternehmen bettelt nicht um Hilfe bei der amerikanischen Regierung - es ist Teil der amerikanischen Schattenregierung und unterwandert Universitäten weltweit. Für das CIA Verlagshaus besitzt die akademische Freiheit keinen Wert.

Ich habe Licht in eine dunkle Räuberhöhle gebracht. Jetzt liegt es beim Leser, das Labyrinth zu erkunden und weitere Ermittlungen an die Öffentlichkeit zu bringen. Ich selbst hege an den kriminellen Auswüchsen des amerikanischen Systems keinen Zweifel mehr. Ich habe nach hunderten von Gesprächen mit dem Chef eines CIA Subunternehmers und jahrelangen Recherchen zu dem Buchprojekt aufgezeigt, was in Wirklichkeit passiert. Ich war der Angestellte und homosexuelle Vertraute des CIA Bosses in Amerika. Das wissenschaftliche Verlagshaus ist ein mächtiger Spieler in der internationalen Spionage des CIA.

"University Spy - A True Story"

The CIA has ended up as America‘s global Education Ministry and universities around the world have little recourse!

Behavioral science teaches that small changes in a man’s sex-life can have large effects on keeping secrets!

This book is based on man-to-man pillow interviews with Walt Blair Paterson, a source of untreated and disease-laden sewer language and behavior, stranger than fiction!

He is the inheritor of a globally operating university supplier, which doubles as a CIA espionage contractor!

The interviews will plunge the reader into the murk of the abnormal psychology and mind boggling career of Walt Blair Paterson from taxi driver to Chief-of-university-spies!

CIA espionage contractors such as Paterson Inc. are NOT SUBJECT to the Freedom of Information Act!

An obscure law allows the CIA to block all congressional and public inquiries into contractor Paterson, the recipient of vast amounts of U.S. government money!

The secret files, the budget, the number of agents and the entire power structure of the Shadow Company will never be opened to the public for scrutiny and are beyond the reach of the U.S. judicial process!

http://www.amazon.de/University-Spy-Helmut-Richard-Goetting/dp/3000295607/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1258101736&sr=1-1
Heinz-Georg Bruse zu »Tim Weiner: CIA - Die ganze Geschichte« 15.11.2009
Es ist gut, dass es endlich auch dieses Buch gibt. "Wissen ist besser als Ahnen!"
Es drängt sich dem in der handelnden Zeit gelebten und noch lebenden Leser der Grundgedanke auf: "Jeder kleine Schritt humanistischer Veränderungen in dieser Welt war und ist dank CIA und ihrer formellen Herren letztlich zum Scheitern verurteilt. Widerstand ist nicht punktuell, sondern nur global möglich und der ist nicht (mehr) möglich..." Und selbst Tim Weiner geht wider besseren Wissens dem Gespenst des nun scheinbar niedergerungenen Kommunismus auf den Leim: "Die Nachrichtendienste des Sowjet-kommunismus waren ebenso gigantische wie präzis arbeitende Unterdrückungsmaschinerien." Und den gab es eben niemals wirklich: Den Sowjetkommunismus; der Versuch seines Aufbaus ist dank eben diesen Aspekts und dem erzwungenen Wettrüsten gescheitert. Aber - das Buch unbedingt lesen!
Michael Wirths zu »Tim Weiner: CIA - Die ganze Geschichte« 10.07.2009
Absolut fesselendes Buch. Gut das die Zeit (und recherichrende Journalisten) die Geschichte neu beleuchten. Auch (vermeintlich) historische Personen sind neu zu bewerten. Ich muss meiner Vorrednerin wiedersprechen: Wer bei Wikipedia hat den soviel an Recherche aufgewandt und Hintergründe er- u. beleuchtet wie der Autor? Lesen Sie unbedingt dieses Buch!! Es enführt Sie in die Realität. MW
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Doris Dubiel zu »Tim Weiner: CIA - Die ganze Geschichte« 01.06.2009
Ich habe das Buch nur bis Seite 123 gelesen. Als sich Herr Weiner dort über den Kosakenführer namens Resa Chan
ausliess, der Schah in Persien wurde, habe ich mal schnell in die Wikipedia geschaut. Dort wird Resa Chan als Reformator des Irans aufgeführt, der allerdings versuchte die Fremdherrschaft
von England und Russland loszuwerden.
Auch versuchte er eine gerechtere Gewinnbeteiligung am Oil zu bekommen.
Als der Iran sich im 2. Weltkrieg neutral verhielt und keine Kriegspartei durch sein Land ziehen liess, wurde es einfach
von den Russen Amerikanern und Engländern besetzt unter sich aufgeteilt und schamlos ausgebeutet. Irans Entwicklung zur Industrienation, blieb auf der Strecke. Damals war der Iran auf dem besten Weg dahin.
Es gibt noch mehr Ungenauigkeiten, die alle zu überprüfen, könnte zur Lebensaufgabe werden.
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