Hannibal Rising von Thomas Harris

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel Hannibal Rising, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Hoffmann & Campe.
Ort & Zeit der Handlung: Litauen & Frankreich / Paris, 1930 - 1949.

  • New York: Delacorte Press, 2006 unter dem Titel Hannibal Rising. 336 Seiten.
  • Hamburg: Hoffmann & Campe, 2006. Übersetzt von Sepp Leeb. ISBN: 978-3-455-40050-2. 304 Seiten.
  • München: Heyne, 2008. Übersetzt von Sepp Leeb. ISBN: 978-3-453-43264-2. 349 Seiten.

'Hannibal Rising' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Lassen Sie das Licht an, verriegeln Sie die Türen: Hannibal Lecter, der meist gefürchtete Psychopath aller Zeiten, kehrt zurück. In dem spektakulären Thriller rächt der junge Hannibal den Tod seiner Schwester Mischa, die in Litauen am Ende des Zweiten Weltkriegs auf bestialische Weise ermordet wird. Hannibal Rising schildert den atemberaubenden Rachefeldzug des genialen Siebzehnjährigen und damit die Geburt des berühmt-berüchtigten »Kannibalen«.  Thomas Harris erzählt, wie der charismatische Hannibal Lecter zum grausamen Serienmörder wird, als den ihn viele Millionen von Lesern und  Kinozuschauern kennen- und fürchten gelernt haben.

Das meint Krimi-Couch.de: »Ein banal-brutales Drehbuch – schwach!« 30°

Krimi-Rezension von Lars Schafft

Es hätte das Highlight des Buch-Winters 2006 werden können und mit Sicherheit auch sollen. Thomas Harris, der Autor, der mit dem Kannibalen Hannibal Lecter wahrscheinlich den Serienkiller schlechthin auf literarischer Ebene erfunden hat, griff wieder zur Feder. Ein Prequel sollte es werden. Eine Art Biographie des von Sir Anthony Hopkins in Schweigen der Lämmer so abgrundtief-genial dargestellten Lecters, wie er vom cleveren Kind zur Menschen reißenden Bestie, wie Klein-Hannibal zum Groß-Cannibal geworden ist. Spannendes Thema, ist die Figur des hochintelligenten Mörders doch wirklich eine, an der sich ein Autor austoben kann. Hätte Thomas Harris das mal getan. Hannibal Rising ist kaum das Papier wert, auf dem der Roman gedruckt worden ist. Eine der größten Enttäuschungen seit Langem, ein gigantischer Flop.

Die Geschichte von Hannibal Rising ist so schnell erzählt wie Lecter das Blut an den Händen klebt: Der kleine Hannibal entstammt einem alten Grafengeschlecht und wohnt mit seinen Eltern, seiner Schwester Mischa und einem Stab von Bediensteten auf einer Burg in Litauen, die so heißt wie er selbst. Dann bricht der Zweite Weltkrieg aus, die Deutschen stehen vor den Toren und die Litauer kooperieren mit den SS-Schergen. Schließlich der große Angriff, der die Familie Lecter fast komplett auslöscht. Hannibal kann sich mit seiner kleinen Schwester retten, aber nur in die Hände von Kollaborateuren, die im tiefsten osteuropäischen Winter nicht minder leiden als die Geschwister. Nur dass Mischa – der Hunger auf allen Seiten ist groß – diese kalten Tage nicht überleben soll. Und Hannibal mit ansehen muss, wie sich die Kollaborateure seine Schwester gegenseitig zum Fraß vorwerfen.

Abscheulichkeiten des Zweiten Weltkriegs – und der Anfang allen Übels

Was auf den nächsten dreihundert Seiten geschieht, ist absehbar. Hannibal ist traumatisiert und nutzt seinen Intellekt zu einem blutigen Rachefeldzug von Litauen über Frankreich bis nach Kanada – bis auch der letzte der Kollaborateure sein – aus Lecters Sicht von Selbstjustiz – gerechtes Ende gefunden hat. Bis dahin spritzt das Blut, quellen Gedärme und ein Mord ist widerlicher als der nächste. Die Lecter-Romane waren zwar nie Stoff, aus denen feingeistige Träume geschmiedet worden sind, aber hier dient die Brutalität nur einem Effekt: dem Thrill. Und lässt doch erstaunlich kalt. Keine Tour de Force. Eine Farce de Torture.

Denn Hannibal Rising kann an keiner Stelle überzeugen, ein sprachliches Flickwerk, inhaltlich überraschungs- wie spannungsarm mit flachen Charakteren. Lecters Kriegs-Trauma muss für alles herhalten. Warum er jedoch selbst zum passionierten Menschenesser wird, kann der Leser sich nur zusammenreimen. Thomas Harris wirft nicht einen wirklich tiefgründigen Blick in Hannibals geschundene Seele, die Psycho-Erklärungen bleiben erschreckend oberflächlich. Dass es nebenbei um eine kleine Romance mit der Stiefmutter und um Beutekunst geht, bläht den Roman nur künstlich auf.

Alles, wirklich alles, wirkt wie mit der heißen Feder gestrickt. Mr. Harris, nun schreiben sie den Roman doch bitte endlich fertig, in ein paar Monaten ist Kinostart. Ziehen sich die Beschreibungen von Hannibals Kindheit wie Kaugummi gnadenlos in die Länge, erhöht Harris dann durch das fast schon einfallslose Aneinanderreihen der Mini-Kapitel die Frequenz, um am Ende die Puste zu verlieren.

Nein, in dieser Form hat die Welt nicht auf Hannibal Lecters Biographie gewartet. Harris hat mit Hannibal Rising eine große Chance vertan und lediglich ein Stückwerk von pseudo-historischem Roman abgeliefert, das zwar die Kasse klingeln lassen wird, das dem Kult um Hannibal the Cannibal allerdings schnell ein Ende bereiten könnte. Denn schlussendlich ist alles doch so herrlich simpel:

»Der kleine Junge Hannibal starb 1945 da draußen im Schnee bei dem Versuch, seine Schwester zu retten. Sein Herz ist mit Mischa gestorben. Sie wollen wissen, was er jetzt ist? Ich würde sagen, dafür gibt es noch kein Wort. In Ermangelung einer besseren Beschreibung werden wir ihn ein Monster nennen« (S. 303)

Lars Schafft, Dezember 2006

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Samoa zu »Thomas Harris: Hannibal Rising« 30.01.2010
Sachlich-nüchtern, klinisch-konzentriert und phasenweise extrem komprimiert erzählt der Autor die Jugendjahre von Hannibal Lecter.
Vieles wird der alleinigen Vorstellungskraft des Lesers überlassen, geradezu karg und blutleer wirkt es, wie er Hannibals „Rachefeldzug“ stellenweise beschreibt.
So sind es auch nicht diese seltsam „entrückt“ wirkenden Schilderungen seiner ersten Morde, sondern die dem zugrunde liegende „innere Vereisung“ Hannibals, die der Leser erahnt und die ihn schaudern lässt.
Ein noch in Kinderjahren hinzugezogener Psychiater diagnostiziert, dass Hannibals Gehirnhälften aufgrund eines Schädeltraumas möglicherweise vollkommen unabhängig voneinander arbeiten.
Und genau hierdurch wird dieser unglaubliche „Bruch“, diese eigentlich nicht nachvollziehbare Grausamkeit und Kaltschnäuzigkeit auf der einen, sowie die schillernde, hochintelligente Genialität dieses Figur Hannibal Lecters auf der anderen Seite erklärbar.
Einerseits ist er ein mit allen Sinnen geniessender Ästhet, ein kultiviertes, hochintelligentes „Wunderkind“, andererseits ein grausam-emotionslos wirkendes Monster.

Geschriebene Worte verweben sich in jedem Leser zu einer ganz eigenen, individuell geprägten Geschichte – das Buch, das ich die Freude hatte zu lesen, ergab eine 90° Wertung. Einzig die offen gebliebene Erklärung, weshalb Hannibal im Erwachsenenalter weiterhin (kannibalistisch) mordet, bedingte den „Punktabzug“.

…“ Hannibal wächst und verändert sich, oder vielleicht kommt auch nur das zum Vorschein, was er immer schon gewesen ist“. …
… „Er speiste allein, aber er war nicht einsam.
Hannibal war in den langen Winter seines Herzens eingetreten. Er schlief tief und fest und wurde nicht wie andere Menschen in seinen Träumen heimgesucht“. …
Alexandra zu »Thomas Harris: Hannibal Rising« 31.08.2009
Ich habe dieses Buch jetzt fast bis zur ersten Hälfte gelesen und frage mich, ob ich die zweite noch lesen will ...
Es wirkt auf mich lieblos zusammengestrickt, die Charaktere bleiben oberflächlich und seltsam leblos, trotz der geschilderten Greueltaten, die keine rechte Betroffenheit erzeugen können. Manches, z. B. die japanische "Stieftante", wirkt arg konstruiert, als hätte der Autor an den falschen Stellen in das Zutaten-Regal gegriffen.
Für mich maximal 20 Grad.
Beny zu »Thomas Harris: Hannibal Rising« 11.07.2009
Wer das Buch als einzelnes Werck sieht ist ein arner Ignorant wer behauptet es wäre aus der Hannibal Lector Reiher mehr heraus zuholen ein noch Größerer. Schade das du nicht mit denkst beim Kritiken schreiben Mia! Und wer auch noch sagt das Bcuhs ei unnötig tut mir fast leid ich meine wer es nich versteh will oder kann ist selbst schuld weil ich meine genialer kann man eine Vorgeschichte nicht erzählen und wer den lahmen Film der genauso schlecht ist wie der letzte der gedreht wurde da noch mit reinzieht hat man echt keine Ahnung . Wenn jemand sagt es sein nicht sein Geschmack das is dann etwas gänzlich andres wer sagt es sei ihm zu brutal alles schön und gut aber alles andre ist keine sachlich Kritik!
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Bijan T. zu »Thomas Harris: Hannibal Rising« 21.02.2009
Nach unsäglichem Bestsellermüll (unglaublich, was für gähnend langweilige und handwerklich dilettantische Romane sich dort tümmeln) endlich mal wieder ein Buch, dass mich zu fesseln vermochte.
Thomas Harris hat das Schreiben nicht verlernt und liefert ein eigenständiges, stimmiges und sehr spannendes Buch über die Jugend des Hannibal Lecter ab.
Schön das es auch noch solche Bücher gibt, die es verdient haben einen Platz im heimischen Bücherregal zu finden.
hannibal rising zu »Thomas Harris: Hannibal Rising« 20.01.2009
Also zu erst ich finde dieses buch ist eines der genialsten werke das harris geschrieben hat naja mit solchen komentaren kann ich leider nichts anfangen ich finde ihr habt alle keine hobbys ihr opfer kinder wenn ihr wirklich daran interresieret wärt würdet ihr das buch auch gut finden ich habe mir das buch 2 mal durch gelesen habe alle teile gesehen und gelesen und ich verstehe nicht wie solch eine kritik enstehen kann wenn diese filme einfach nur so geiiil sind überlegt mal wer kommt schon darauf ein buch zu verfassen wo es so schön brutal zu geht dieser beschriebene kannibalismus ist einfach nur für manche leser eine befriedigung solche bücher wie harry potter oder herr der ringe sind die sinn losesten bücher die ich kenne na gut i´n dem buch gibt es auzch seiten die zu kritiesieren sind aber solch menschheit wie ihr seit kann ich nicht verstehen mann ey immemr diese assozialen ey.naja kommen wir zum schluss ich meine jedeer leser hat eine andere vorstellung uznd geschmak an büchern es gibt romane und thriller und ach waasa es nicht allles gibt und die leute die gerne hannibal lesen lesen halt gerne hannibal und dannn sollten leute wie ihr es denen leuten nicht vermiesen ich finde sowas echt abgrunttief .ja schade wennn menschen keine ahnung von sowas haben aber naja bb mann schreibt sich gel
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Mina Stockinger zu »Thomas Harris: Hannibal Rising« 08.01.2009
Man kein ein Buch nicht gut nennen nur weil es einfach zu lesen ist.
Ich finde dises Buch wird zurecht verrissen, denn es ist oberflächlich. Die Erklärung er wäre dieser geniale Mensch und berühmte Person geworden, er würde Menschen umkbringen nur weil er seine zusah wie seine schwaster gefressen wurde ist unglaubwürdig. Es kann ein Teilaspekt sein, aber Harris schiebt Hannibals Kannibalendasein allein auf den 2ten Weltkrieg. Psychologisch wär da mehr rauszukriegen, das ist definietiv zu wenig. Dann wäre noch die lächerliche affäre mit seiner stieftanta und dieser Samuraikult. Hannibal trägt ein Katana durch die Gegend, hallo? Wo sind wir denn? Das ist nicht "House of flying daggers". Und die Idee mit der Maske war nicht schlecht aber leider nciht ganz passend.
Man fragt sich nun, warum hat er dieses Buch wirklcih geschrieben? Hatte er kein Geld mehr? Warum ist dieses Buch so lahm auf den Film zugeschrieben. Da braucht man keine Bücher mehr lesen, kann man sich doch nur mehr vor die Glotze haun.
Thomas Harris ist genial, ich streite das nciht ab, aber das letzte Buch hätte er sich sparen können.
Harry Haller zu »Thomas Harris: Hannibal Rising« 09.08.2008
Das Buch Hannibal Rising fesselte mich von der ersten bis zur letzten Seite. Es ist locker und spannend erzählt. Hannibal wurde mir immer sympathischer und ich war noch nie so auf der Seit eines Mörders wie in diesem Buch. Es erzählt von einem hoch intelligenten Kind und warum es das wurde, was es wurde. Ein Monster! Es ist eine Rachestory - ja und? Das ist der Graf von Monte Christo auch und alle sind begeistert. Der Film ist auch sehr gut, weil der Hauptdarsteller eine satanisch gute Version von Hanniball liefert und genauso aussieht, wie im Buch beschrieben.
rumble-bee zu »Thomas Harris: Hannibal Rising« 27.05.2008
Tja, enttäuscht war ich auch ein wenig. Vielleicht hat man sich ZU VIEL erhofft von diesem Buch...?
Es gab halt nicht diese intensive Beziehung zum jagenden Ermittler wie in den anderen Büchern.
Und eine Vorgeschichte ist notwendigerweise mehr erzählend-erklärend als spannend.

Ich hätte nur zwei Einwände, die ich wirklich gelten lassen würde.
1) Das Buch ist völlig offensichtlich auf eine Verfilmung hin geschrieben worden. Viele Szenen und Schnitte wurden nahezu eins-zu-eins übernommen. Man konnte sich wirklich den Regisseur vorstellen, der dem noch schreibenden Autor über die Schulter guckte...
2) Wie hier schon jemand sagte, war die Handlung vielleicht ein wenig damit überfrachtet, auch noch die zarte Liebe zur Stieftante und das Kunst-Thema mit aufzunehmen.

Insgesamt hat es sich sehr leicht lesen lassen, was mich zusätzlich ein wenig verwirrte. Durch den fast plaudernden Erzählton wirkte Vieles auf mich eben NICHT grausam, so komisch das auch klingt. Fast klinisch, der Erzählstil.

Na ja, falls ich mal alle 4 Bücher hintereinander lesen sollte, werde ich sicher feststellen, daß sie doch aufeinander aufbauen. Auf jeden Fall ist die Figur des Hannibal Lecter an sich völlig genial. Und Thomas Harris ist und bleibt ein guter Autor.
Heinz zu »Thomas Harris: Hannibal Rising« 21.04.2008
Also so schlecht und brutal wie hier rezensiert ist das Buch wirklich nicht.
Im Gegenteil, es liest sich recht flott und ist sehr kurzweilig. Da es aber als letztes der drei Teile erschien fehlt es klarerweise ein wenig an Spannung.
Warum Hannibal letztendlich zum Kannibalen wurde ist eigentlich piepegal,
aber vielleicht wollte er lediglich Gleiches mit Gleichem vergelten.
cassandra bauer zu »Thomas Harris: Hannibal Rising« 19.03.2008
Den Verriss kann ich auch nicht verstehen. Eigentlich hatte ich nicht viel erwartet, denn Hannibal hat mich eher enttäuscht - aber Hannibals rising schlug mich komplett in den Bann. Ich brauchte nur eine Nacht für das Buch und war nur der Meinung es sei zu kurz

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