Schwesternmord von Tess Gerritsen

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2004 unter dem Titel Body Double, deutsche Ausgabe erstmals 2005 bei Limes.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Massachusetts / Boston, 1990 - 2009.
Folge 4 der Jane-Rizzoli-&-Maura-Isles-Serie.

  • London: Bantam, 2004 unter dem Titel Body Double. 416 Seiten.
  • New York: Ballantine Books, 2004. 416 Seiten.
  • München: Limes, 2005. Übersetzt von Andreas Jäger. ISBN: 3-8090-2503-8. 416 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2006. Übersetzt von Andreas Jäger. 414 Seiten.
  • München: Blanvalet, 2007. Übersetzt von Andreas Jäger. ISBN: 978-3-442-36615-6. 414 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2005. Gesprochen von Katharina Thalbach. ISBN: 386604013X. 6 CDs.
  • [Hörbuch] Augsburg: Weltbild, 2006. Gesprochen von Katharina Thalbach. ISBN: 3828986536. 6 CDs.
  • [Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2007. Gesprochen von Katharina Thalbach. ISBN: 3866047436. 6 CDs.

'Schwesternmord' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

Vor dem Haus von Maura Isles wird eine Frau erschossen. Detective Jane Rizzoli glaubt zunächst, ihre Kollegin selbst sei das Opfer, da kehrt Maura von einem Kongress zurück – erschöpft, aber lebendig. Schockiert erfährt Maura, die weder von einer Schwester noch von ihren leiblichen Eltern etwas weiß, dass es sich bei der Leiche um ihren Zwilling handelt.
Unterstützt von dem charmanten Detective Rick Ballard beginnt sie, nach ihrer Herkunft zu forschen. Und gerät dabei in einen blutigen Albtraum aus Habgier und Gewalt. Sie stößt auf Skelette von ermordeten Schwangeren, deren Babys spurlos verschwunden sind. Dabei erfährt sie auch die entsetzliche Wahrheit über ihre Mutter – eine Psychopathin und Mörderin: Mit ihrem Cousin hat sie jahrelang Frauen unmittelbar nach der Niederkunft getötet und die Säuglinge verkauft.
Doch erst als Jane Rizzoli – selbst hochschwanger – einen anderen Fall untersucht, findet sie in Rick Ballards Umfeld den Schlüssel zum Tod von Mauras Zwillingsschwester …

Das meint Krimi-Couch.de: »Psychologisch raffiniert konstruiert – die Hintergründe bleiben verborgen« 65°

Krimi-Rezension von Eva Bergschneider

Liebhaber grausiger Psycho-Thriller, die zudem an der Thematisierung wissenschaftlicher Bereiche interessiert sind, also alle Bücher von Kathy Reichs und Patricia Cornwell verschlungen haben, kommen an Tess Gerritsen nicht vorbei. Ihr wissenschaftliches Thema ist die Medizin und ihre Krimis sind psychologisch ausgefeilt, abgründig und grausam.

Die Chirurgin ist bisher Tess Gerritsens populärster Thriller, in dem die ehemalige Ärztin viel von ihrer medizinischen Fachkompetenz einfließen lässt und eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass sie, was menschliche Abgründe und kreativen Wahnsinn angeht, einem Thomas Harris (Das Schweigen der Lämmer) nicht nachsteht. »Schwesternmord« ist nun der vierte Fall für Detective Jane Rizzoli und die Pathologin Maura Isles.

Die Geschichte ist einem realen Geschehen nachempfunden. Die Autorin las einen Artikel über einen jungen Mann aus Oregon/USA, der seine Ahnenreihe erforschte und feststellte, dass er von »Monstern« abstammt. Es stellte sich heraus, dass sowohl sein Vater, als auch sein Großvater Serienkiller waren (Quelle: wdr2 Reportage über Tess Gerritsen)

»Die Tote bin ich«

Die Bostoner Pathologin Maura Isles kommt gerade von einem Kongress zurück, als Blaulicht und Einsatzwagen der Polizei sie vor ihrer Haustür empfangen. Eine Frau wurde dort im Auto erschossen aufgefunden. Die Polizei glaubte zunächst, die Gerichtsmedizinerin selbst sei das Opfer, denn die Tote gleicht Maura bis aufs Haar. Es wird sich herausstellen, dass es sich bei der Ermordeten um ihre Zwillingsschwester Anne Leoni handelt, von deren Existenz Maura nicht das Geringste ahnte. Sie wuchs als adoptiertes Kind in einer Familie auf, über ihre leiblichen Eltern und mögliche Geschwister war ihr bisher nichts bekannt. War Anne überhaupt das Ziel des Killers, oder hat auch er die beiden Schwestern verwechselt ? Maura versucht herauszufinden, wie und warum ihre Schwester vor ihrer Haustür erschossen wurde und macht sich so auch auf die Suche nach ihrer wahren Identität.

Die Erforschung von Annes jüngster Vergangenheit führt Maura zu einem unheimlichen, hermetisch abgeriegelten Haus in Fox Habour/Maine und zu einem charmanten und doch geheimnisvollen Detektive Rick Ballard. Offensichtlich hat er Anne vor dem Verfolgungswahn ihres eifersüchtigen Ex-Freundes geschützt und dabei eine mehr als freundschaftliche Beziehung zu ihr aufgebaut. Kurz nachdem Maura eine Nacht in Annes Haus verbracht hat, werden bei Bauarbeiten auf dem Nachbargrundstück Skelettteile gefunden. Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen ergeben, dass es sich um die Überreste des

Ehepaares Robert und Karen Saddler handelt, die seit Sommer 1960 vermisst werden. Karen Saddler war zum Zeitpunkt ihres Todes hochschwanger, von ihrem ungeborenem Kind fehlt jedoch jede Spur.

Wahnsinn und Blutsverwandtschaft

Die für den Mordfall »Leoni« zuständige Detective Jane Rizzoli ermittelt inzwischen die Identität von Annes und Mauras Mutter: Amalthea Lank, eine wegen zweifachen Mordes Verurteilte, die offenbar an Schizophrenie leidet. Zusammen mit einem Komplizen, der nicht gefasst werden konnte, hat sie zwei Anhalterinnen in ihre Gewalt gebracht und verbrannt, die Jüngere der Beiden war im neunten Monat schwanger. Nachdem Maura ihre Mutter kennengelernt hat, stellt sie sich schon bald die Frage, ob die psychische Erkrankung vorgetäuscht sein könnte. Hat sie dieses grausame Verbrechen unter dem Einfluss einer Psychose begangen, oder wurde die Tat etwa vorsätzlich geplant und durchgeführt?

Kann die Ähnlichkeit mit dem Mordfall Saddler Zufall sein?

Tess Gerritsen hat ihre Vorliebe für das Grauenhafte ihrer aus China stammenden Mutter zu verdanken. Die hat in der neuen Heimat Amerika schnell ihre Leidenschaft für Horrorfilme entdeckt, denn für das Verständnis der Handlung waren Sprachkenntnisse nicht erforderlich. Sie dachte sich auch nichts dabei, gemeinsam mit ihren Kindern die Monster, Bestien und Kreaturen anzusehen. Tess Gerritsen war dadurch schon sehr früh in der Lage, sich unvorstellbares Grauen und abscheuliche Brutalität bildlich vorzustellen. (Quelle: wdr2 Reportage über Tess Gerritsen)

In ihren Thrillern ist diese Fähigkeit, grausame und brutale Szenen plastisch und realistisch darzustellen, eines der hervorstechensten Merkmale. Sie erspart dem Leser auch in »Schwesternmord« nicht ein blutiges Detail. Manchem Leser mag die beschriebene Brutalität übertrieben vorkommen, dem Fan bluttriefender Thriller wird sie dagegen wohlige, kalte Schauer bescheren. Für subtilere, hintergründige Spannung ist ebenso gesorgt.

Mit viel erzählerischem Talent wird beschrieben, wie die Hauptprotagonistin Maura den Weg ihrer ermordeten Schwester verfolgt und in Annes jüngster Vergangenheit lebt, die von Beklemmung, Verfolgungswahn, paranoider Angst und unerklärlichen Schrecken geprägt ist.

Tess Gerritsen stellt in »Schwesternmord« wieder eindrucksvoll unter Beweis, dass sie es meisterhaft versteht, hypnotische Spannung und Nervenkitzel zu erzeugen. Mit medizinischem Fachjargon hält sich die Autorin in diesem Thriller etwas zurück, lediglich eine Autopsie wird gewohnt realistisch und detailgetreu geschildert.

Besonderen Wert legt die Autorin darauf, für jeden Charakter ein genaues psychisches Profil zu erstellen. Tess Gerritsen zitiert sehr häufig die Gedanken der handelnden Person und dadurch werden Emotionen, Ängste und böse Vorahnungen dem Leser unmittelbar mitgeteilt. Dennoch wirken die Charaktere etwas »blutleer«, die Gedanken und Handlungen erscheinen manchmal zu vorhersehbar und stereotyp. Vor allem die Motive werden eher oberflächlich erläutert, die Hintergründe der Taten bleiben im Wesentlichen unklar. Der »Böse« ist einfach so, der Leser erhält keine Anhaltspunkte, wie es überhaupt zu diesem extremen Verhalten kam, es wird keine Entwicklung deutlich. Eine Charakterisierung, die sonst so psychologisch raffiniert gestaltet ist, wirkt mit so wenig persönlichem Hintergrund etwas unbefriedigend.

Die Frage nach der genetischen Vererblicheit des Bösen

Die Frage nach der genetischen Vererblichkeit des »Bösen« zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Ist Mauras Leidenschaft für die Pathologie und die Fähigkeit ihrer Mutter zu töten, auf ein gemeinsames genetisches Merkmal zurückzuführen? Diese These wird möglicherweise bewusst nur wenig diskutiert, sie soll dem Leser als » ein «Mysterium" im Gedächtnis bleiben. Als Grundlage für einen Thriller scheint mir diese Frage doch etwas banal zu sein, man braucht keine psychologischen Kenntnisse, um zu wissen, dass sich die Analyse menschlichen Verhaltens weitaus komplexer darstellt.

Fazit: Ein hoch spannender Thriller, flüssig zu lesen und unterhaltsam, solange man ihn nicht zu sehr hinterfragt. Die Geschichte ist ganz interessant konstruiert und wird spannend erzählt, aber da kaum Hintergründe erläutert werden, wirkt sie doch etwas eindimensional.

Ihre Meinung zu »Tess Gerritsen: Schwesternmord«

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steve006 zu »Tess Gerritsen: Schwesternmord« 25.10.2015
Mauras unbekannte Zwillingsschwester wird umgebracht. Maura erforscht ihre bisher unbekannte Vergangenheit und lernt ihre Mutter kennen, eine pathologische Massenmörderin.
Typisch Tess Gerritsen: extrem spannend und flüssig geschrieben, manchmal etwas konstruiert wirkend, aber fesselnd bis zur letzten Seite.
Wer mehr psychologischen Tiefgang erwartet, wird allerdings enttäuscht. Spannung hat hier absolute Priorität, wer auf Psychologie aus ist sollte Minette Walters o.ä. wählen.
herbert7 zu »Tess Gerritsen: Schwesternmord« 02.01.2014
Das ist das schwächste Gerritsen-Buch, das ich gelesen habe: Die Geschichte ist konstruiert und man fragt sich wirklich, was denn auf den nächsten Seiten noch kommt. Wenn es keine brauchbare Geschichte gibt, kann natürlich auch keine richtige Spannung entstehen und daher meine ich: Auch eine sehr gute Autorin kann einmal eine Schwäche haben - dieses Buch kann man auf jeden Fall auslassen.
Leo zu »Tess Gerritsen: Schwesternmord« 30.12.2012
Habe es gerade ausgelesen und ich muss sagen es war bis zum Schluss extrem spannend.Man konnte das Buch zum Teil echt nicht aus der Hand legen.Am Anfang war es nicht ganz einfach die Story zu verstehen, doch man kommt mit der Zeit in diese sehr spannende Geschichte hinein.Vor allem gefiel mir, dass Tess Geritsen auch aus der Sicht des Opfers erzählte.Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.
Naldo zu »Tess Gerritsen: Schwesternmord« 21.06.2012
Von mir gibt es 92 Grad. Das Buch schlägt einen wirklich in seinen Bann. Die Spannung ist stellenweise kaum auszuhalten und am Ende ist man froh, endlich wieder zu Atem zu kommen. Empfehlenswert finde ich aber, die Bücher von Tess Gerritsen in der chronologischen Reihenfolge zu lesen. So werden die privaten Hintergründe, die auch eine wichtige Rolle spielen, durchschaubarer. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf "Scheintot".
Hellfire zu »Tess Gerritsen: Schwesternmord« 17.09.2011
Mein erstes Buch von Tess Gerritsen und dann gleich mal ein solch hammermäßig gutes Buch wie dieses...einfach nur toll.

Die Spannung bleibt über die ganzen 414 Seiten hinweg erhalten und es wird einem beim Lesen niemals langweilig.

Schwesternord ist somit nicht das letzte Buch von Gerritsen, welches in meinen Händen landen sollte.
Tony zu »Tess Gerritsen: Schwesternmord« 04.08.2011
Ein Klasse-Buch! Ich kann es nur empfehlen. Es ist eins der besten dieser Rizzoli-Isles-Reihe. Aber ich kann es erneut nur betonen: Besonders viel Spaß macht das Buch, wenn man die ganze Reihe in der richtigen Reihenfolge liest. Dann stören auch manche Episoden aus dem Privatleben der Figuren etc. nicht. Wenn man bereits eine gewisse Beziehung zu den Protagonisten durch die vorigen Bücher aufgebaut hat, dann findet man ganz interessant und spannend auch die Weiterentwicklung in ihrem Privatleben. Allerdings auch ohne diese privaten Details ist das Buch unheimlich toll und spannend geschrieben!
HeJe zu »Tess Gerritsen: Schwesternmord« 26.04.2011
Mein erstes Werk von Tess Gerritsen. ich war begeister! Endlich mal wieder ein gutes Buch, das sich durch Spannung, Lesefreude, Raffinesse und Einfallsreichtum auszeichnet. Mir wurde nie langweilig. Der Schreibstil ist genial! Ich werde mir auf jeden Fall noch etliche Bücher von Frau Gerritsen besorgen!!! Einfach top, auch ohne große, die sonst von mir sehr geschätzte Brutalität! Tolle 95 *
lesepro zu »Tess Gerritsen: Schwesternmord« 09.12.2010
Schwesternmord von Tess Gerritsen ist definitiv eines der besten der Jane Rizolli,Maura Isles Reihe!
Hier wird besonders auf den Lebenslauf der Maura Isles eingegangen, was sehr spannend und auch sehr gut beschrieben ist. Das Ende kann man nicht voraus ahnen und man würde auch niemals darauf kommen. Die Spannung hält sich bis zum Ende und endet mit einem grandiosen Schluss!
Die Charaktere wurden wieder einmal mit einer unglaublichen Präzision und Glaubhaftigkeit beschrieben!

Ein Meisterwerk von Tess Gerritsen was man unbedingt gelesen haben muss!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
viv zu »Tess Gerritsen: Schwesternmord« 06.08.2010
Ich habe mir die Rizzoli-Krimis als Hörbücher angehört und bisher sehr genossen.
Bei diesem, Schwesternmord, ist das allerdings etwas anders. Die ersten drei, gelesen von Michael Hansonis, haben mir sehr gefallen. Schwesternmord wurde von Katharina Thalbach eingelesen. Sie ist, keine Frage, eine der brilliantesten Schauspielerinnen unserer Zeit. Allerdings paßt ihre etwas spezielle Stimme meiner Meinung nach so gar nciht zu diesen Krimis. Außerdem hat sie deutliche Schwierigkeiten bei der englischen Aussprache und sollte daher bitte im Interesse der Hörer auf das Einlesen von englischsprachigen Autoren eher verzichten.

Tess Gerritsen kann da aber nichts dafür, und die Geschichte vom Schwesternmord ist natürlich trotzdem wundervoll geschrieben und sehr spannend.
tassieteufel zu »Tess Gerritsen: Schwesternmord« 03.05.2010
Als Dr. Maura Isles von einem Kongress aus Paris zurückkommt, erwartet sie zu Hause ein Alptraum, vor ihrer Tür wurde eine erschossene Frau gefunden, die ihr so ähnlich sieht, daß man die Tote fälschlicher Weise für Maura gehalten hat. Maura Isles läßt sich nicht von den Ermittlungen ausschließen und gemeinsam mit der hochschwangeren Jane Rizzoli findet sie heraus, daß es sich bei der Toten um ihre Zwillingsschwester handelt, die auf der Flucht vor ihrem ge-
walttätigen Exfreund war und es kommt zu einer Begegnung mit ihrer leiblichen Mutter, doch je mehr Licht in die Angelegenheit kommt, um so größer werden die Abgründe die sich auftun.
"Schwersternmord" hat mir wieder viel besser gefallen als das doch recht enttäuschende
"Todsünde", der Anfang beginnt sehr spannend und hat man erstmal mit der Geschichte be-
gonnen, will man unbedingt wissen wie es weiter geht. Die Autorin versteht es Spannung und Nervenkitzel zu erzeugen und dieses Level wird auch das ganze Buch hindurch gehalten.
Sehr gut hat mir hier auch die Darstellung von Maura Isles gefallen, die in den Vorgängern doch eher unpersönlich wirkte und hier richtig menschliche Züge bekam. Schrittweise deckt sie die letzten Monate in der Vergangenheit ihrer Schwester auf und durchlebt dabei selbst einen wahren Alptraum. Auch Jane Rizzoli, die ich in den Vorgängern oft ziemlich nervtötend fand,
kommt in diesem Teil weniger zickig rüber, das kann aber auch daran liegen, daß es diesmal eher Maura Isles war, die im Vordergrund stand.
Obwohl sich das Buch flüssig und in einem Rutsch durchlesen ließ, war ich am Ende doch enttäuscht, das recht abrupte Ende, läßt viel zu viele Fragen offen u. gerade auf die Motive und Hintergründe des Mörders wurde überhaupt nicht eingegangen. Nach dem das Anfangskapitel doch recht neugierig auf das Umfeld des Mörders gemacht hatte, versickerte dieser Ansatz im völligen Nichts. Die Hintergründe zu den schrecklichen Taten bleiben komplett im Dunkeln und werden ehr pauschal mit dem "Bösen an sich" erklärt, was wirklich schade ist, denn so bleibt nach dem Lesen ein schaler Geschmack zurück.

Fazit: läßt sich flüssig lesen, mit grausigen Details wird nicht gespart, also nichts für Leser mit schwachen Nerven, die Spannung wird durchweg gehalten, aber am Ende war ich doch ent-
täuscht weil vieles offen bleibt, bzw. überhaupt nicht erklärt wird.

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