Gute Nacht, Peggy Sue von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 1997
unter dem Titel Peggy Sue got murdered,
deutsche Ausgabe erstmals 1999
bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Michigan, 1990 - 2009.
- -: ?, 1997 unter dem Titel Peggy Sue got murdered. 278 Seiten.
-
München: Goldmann, 1999.
Übersetzt von Christine Frauendorf-Mössel.
ISBN:
3-442-35136-7. 278 Seiten. -
München: Blanvalet, 2005.
Übersetzt von Christine Frauendorf-Mössel.
ISBN:
3-442-36200-8. 278 Seiten.
'Gute Nacht, Peggy Sue' ist erschienen als
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In Kürze:
Todesursache nicht feststellbar: Die Leiche einer Unbekannten bereitet Gerichtsmedizinerin M.J. Novak Kopfzerbrechen. Woran starb die Frau? Bei ihren Nachforschungen stößt M.J. auf dubiose Geschäfte in einem Pharmakonzern – und auf den charmanten und äußerst nervösen Manager Adam Quantrell, dessen Stieftochter zusammen mit den Unterlagen über eine neuartige, hochgefährliche Droge verschwand …
Um es vorwegzunehmen: »Gute Nacht, Peggy Sue« ist ein Durchschnittskrimi ohne besondere Stärken und Schwächen. Ein Buch, das zur Entspannung durchaus lesenswert ist, man macht keinen Fehlgriff. Aber auch ein Buch, das einem sicher nicht lange im Gedächtnis bleibt. Und genau das macht es so schwierig, es genauer zu beschreiben. Über gute Bücher lässt es sich leicht schreiben, über schlechte ebenso, mittelmäßige Bücher zu beschreiben ist dagegen sehr schwierig.
M.J. Novak, die Heldin des Romans, arbeitet als Gerichtsmedizinerin in Albion. Aufgewachsen ist sie in South Lexington, den Slums von Albion. Dort wurde auch die unbekannte Frauenleiche gefunden, die zur Untersuchung auf ihrem Tisch landete. Doch die Todesursache lässt sich nicht feststellen. Es muß sich um eine bisher unbekannte Droge handeln. Dies ist jetzt bereits der zweite Fall mit diesen Merkmalen. Auch die erste Frauenleiche wurde in der gleichen Gegend gefunden. Und im Krankenhaus kämpft ein Patient um sein Leben, der offenbar an die gleiche Droge geraten ist.
Auf eigene Faust beginnt M.J. nachzuforschen. Sie stösst durch die Telefon-Nummer auf einem Streichholzheftchen, das die unbekannte Tote bei sich trug, auf den Pharmaunternehmer Adam Quantrell. Dieser reagiert sehr erschrocken auf ihren Anruf und sieht sich die Leiche sofort an, doch sie ist ihm unbekannt. Quantrell gibt zunächst vor, nichts zu wissen, doch M.J. glaubt ihm nicht. Dazu passte seine Reaktion nicht. Bald findet M.J. heraus, dass er seine Stieftochter Maeve sucht, die sich in South Lexington versteckt hält.
Quantrell bittet M.J. um ihre Hilfe, da sie noch Verbindungen in dem gefährlichen Viertel hat. Sie willigt ein, doch bei ihren Nachforschungen werden sie überfallen und verletzt. M.J.´s Auto wird gestohlen. Quantrell hat sich während ihres Abenteuers in die Medizinerin verliebt, doch diese traut ihm nicht so recht.
»Gute Nacht, Peggy Sue« ist nicht gerade ein Titel, unter dem man sich viel vorstellen kann. Der Originaltitel »Peggy Sue Got Murdered« sagt da schon ein wenig mehr aus. Doch eine Peggy Sue kommt in dem Roman überhaupt nicht vor. Lange Zeit zumindest nicht. Erst spät wird eine unbekannte Leiche mit Namen Peggy Sue erwähnt, die jedoch mit dem Fall nichts zu tun zu haben scheint. Aber irgendwas muß sich die Autorin ja wohl gedacht haben bei der Wahl ihres Titels.
Auf dem Titelbild sind zwei Mediziner mit Mundschutz im OP sowie ein mit einem Laken abgedeckter Patient zu sehen. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um einen Arztroman oder einen medizinischen Thriller handeln könnte. Die Medizin spielt jedoch nur am Rande eine Rolle, das Buch ist eindeutig dem Genre Kriminalroman zuzuordnen.
Der Leser bewegt sich in diesem Kriminalroman mit der Protagonistin, der Gerichtsmedizinerin M.J. Novak, mit. Jedoch ist der Roman nicht in der Ich-Form geschrieben, was sich dabei angeboten hätte, sondern in der 3. Person, so daß der Leser immer eine gewisse Distanz zum Geschehen hat.
Wenn man sich in die Handlung eingelesen hat, macht es Spaß, die Entwicklung der Beziehung zwischen der Gerichtsmedizinerin und dem Unternehmer zu verfolgen. Von Quantrell umworben ist M.J. von Beziehungsängsten geplagt und sträubt sich gegen eine enge Bindung, obwohl Quantrell schon bald ihre Zuneigung gewinnt.
Als Kriminalfall ist das Buch nicht ganz so berauschend. Die Auflösung des Falles ist zwar überraschend, geschieht jedoch sehr plötzlich und unglaubhaft. Die Schluß-Action erinnert stark an mittelmäßige amerikanische TV-Filme und macht aus dem Roman auch keinen Reisser.
Wer das Buch für ein paar Euro auf dem Wühltisch findet, kann beruhigt zugreifen. Es bietet durchaus zufriedenstellende Unterhaltung. Wer das Buch jedoch nicht gelesen hat, der hat auch nichts verpasst.
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| Paro zu »Tess Gerritsen: Gute Nacht, Peggy Sue« | 28.04.2011 |
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| rougette zu »Tess Gerritsen: Gute Nacht, Peggy Sue« | 10.03.2011 |
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| peggy sue zu »Tess Gerritsen: Gute Nacht, Peggy Sue« | 20.02.2006 |
| Sandy zu »Tess Gerritsen: Gute Nacht, Peggy Sue« | 23.10.2005 |
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