Schattenpferd von Tami Hoag

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 unter dem Titel Dark Horse, deutsche Ausgabe erstmals 2003 bei Ullstein.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Florida, 1990 - 2009.

  • New York: Bantam, 2002 unter dem Titel Dark Horse. 435 Seiten.
  • München: Ullstein, 2003. Übersetzt von Susanne Aeckerle. ISBN: 3-550-08416-1. 616 Seiten.

'Schattenpferd' ist erschienen als Hardcover

In Kürze:

Die reiche Welt des Pferdesports von Palm Beach scheint weit entfernt von der Welt einer Polizistin im Drogendezernat. Doch Elena Estes beging im Dienst einen fatalen Fehler und musste ihren Dienst quittieren. Nun lebt sie unweit von Palm Beach voller Selbstzweifel auf der Farm eines Freundes, auf der Flucht vor sich und ihrer Vergangenheit. Dann wird eine junge Frau vermisst und ihre zwölf Jahre alte Stiefschwester Molly bittet Estes um Hilfe. Aber Estes hat keine Lizenz und auch kein Interesse an einem Fall. Doch je mehr sie über die Leute erfährt, mit denen Erin zu tun hatte, desto misstrauischer wird sie. Hinter der glitzernden, schwer reichen Fassade des Pferdesports existiert eine besonders skrupellose Welt, die von Drogen, Bestechungen und schmutzigen Deals regiert wird und in der korrupte Pferdehändler und abgehalfterte Playboys das Sagen haben.

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Krimi-Tina zu »Tami Hoag: Schattenpferd« 17.05.2009
„Tami Hoag ist die Königin des Kriminalromans“. Behauptet laut Buchrückseite die New York Post.
Nun dann ist es wohl dringend an der Zeit, für den Kriminalroman die Republik auszurufen, die Monarchie bekommt ihm nicht wirklich.
Vorneweg das Positive: Das Buch ist flüssig geschrieben, auch die Dialoge sind erträglich und die Story wäre einigermaßen spannend. Wenn sie denn etwas zügiger voran machen würde.
Erst einmal beginnt die Geschichte aber damit, dass wir unserer Heldin, Elena Estes, 50 Seiten lang nur dabei zuschauen dürfen, wie sie sich selbst Leid tut. Das ist zwar gerade modern, aber deswegen liest es sich auch nicht aufregender.
Damit aber nicht genug, dürfen wir alle paar Seiten wiederum die, sich auch noch beständig wiederholenden, Selbstreflexionen von Elena genießen. Ebenso regelmäßig garniert mit pseudo-philosophischen Einlagen über die Welt des Pferdesports als Mikrokosmos und Abbild der Gesellschaft im Kleinen. Das killt jegliches Tempo und leider auch sehr viel Spannung.
War der Autorin aber anscheinend ein wichtiges Anliegen, da sie den Leser im Vorwort auch schon damit behelligt.
Die Charaktere sind weitgehend eindimensional und sehr klischeehaft. Wir haben, unter anderem, den gut aussehenden, aalglatten und furchtbar schurkischen Reitstallbesitzer, den schmierigen sexistischen Pferdehändler (natürlich aus Europa, wo soll so ein Bursche denn schon sonst herkommen) den raubeinigen Polizisten mit dem goldenen Herz, das fette Dummchen mit dem (natürlich) miesen Charakter, die Karrierezicke, knallharte Russen usw usf.
Die Handlung ist zwar wendungsreich , aber stellenweise unlogisch und nicht nachvollziehbar.
Insgesamt wäre es wahrscheinlich möglich gewesen das Buch um ca. 200 Seiten ohne Abstriche an der Handlung zu kürzen. Und es hätte gut getan.
Ich habe vor einigen Jahren schon einen Krimi von Tami Hoag gelesen, und war damals eher mäßig beeindruckt. Dieser Eindruck hat sich nicht verbessert. Das war jetzt ihre 2. und letzte Chance.
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K.-G.Beck-Ewe zu »Tami Hoag: Schattenpferd« 27.08.2004
Spannend, vielschichtig und immer wieder überraschend.
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