Und schlachtet das gemästete Kalb von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2001
unter dem Titel Killing the Fatted Calf,
deutsche Ausgabe erstmals 2001
bei Grafit.
Ort & Zeit der Handlung: Großbritannien / England / Newbury, 1990 - 2009.
Folge 2 der Gregory-Summers-Serie.
- London: Aillison & Busby, 2001 unter dem Titel Killing the Fatted Calf. 286 Seiten.
-
Dortmund: Grafit, 2001.
Übersetzt von Ingrid Krane-Müschen & Michael J. Müschen.
ISBN:
3-89425-512-9. 286 Seiten. -
Dortmund: Grafit, 2006.
Übersetzt von Ingrid Krane-Müschen & Michael J. Müschen.
ISBN:
978-3-89425-144-4. 286 Seiten.
'Und schlachtet das gemästete Kalb' ist erschienen als
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In Kürze:
Kein Weihnachtsfriede fur Superintendent Gregory Summers: Tabubrüche und emotionale Altlasten führen am Heiligen Abend zu einem brutalen Mord, in den Elise, Summers Freundin aus Kindertagen, verwickelt ist. Gleichzeitig hält eine Schlepperbande, die vor nichts zurückschreckt, die Thames Valley Police in Atem.
Das meint Krimi-Couch.de: »Der Ausgang der Geschichte scheint bekannt«
Krimi-Rezension von Sabine Reiss überspringen
Der verlorene Sohn kehrt heim und das gemästete Kalb wird geschlachtet. Der Originaltitel, der auf diese Geschichte aus der Bibel anspielt – und in der deutschen Übersetzung beibehalten wird – hinkt ein wenig. Ist es doch dort der Vater, der seinem Sohn vergibt, dass dieser die Familie verlassen hat.
Ganz so ist es im zweiten Buch aus der Greogory-Summers Reihe Und schlachtet das gemästete Kalb nicht. Zwar nimmt auch Elise Weissman ihren verlorenen Sohn, den sie als Baby zur Adoption freigegeben hat, wieder in ihren Armen auf, doch sie hat nichts zu vergeben. Der Vergebende sollte Antony Lucas sein, der seine leibliche Mutter nach dem Tod seiner Familie gesucht und gefunden hat. Doch weit gefehlt. Die Autorin lässt ziemlich schnell durchblicken, das Antony nichts Gutes im Schilde führt, seiner Mutter gegenüber aber natürlich ein ganz anderes Gesicht zeigt.
Susan Kelly beginnt ihre Geschichte mit der Ankündigung, dass im Hause von Elise Weissman ein Mord geschehen ist. Wer tot ist, erfährt man nicht. Von da an wird die Geschichte rückwärts aufgedröselt, von der ersten Begegnung Superintendent Greg Summers mit seiner Freundin aus Jugendtagen an, die sich von Elsie Riley in Lady Elise Weissman gewandelt hat und die er nicht sofort wiedererkannt hatte, als er sie dienstlich aufsuchte.
Der verlorene Sohn sinnt auf Rache
Elise vertraut Greg ihr Geheimnis recht schnell an, doch vor ihrer ehelichen Tochter Cressida, die nichts von der Existenz ihres Halbbruders ahnt, hat sie Antony bisher noch geheim gehalten. Der rechte Augenblick scheint bei einem Familienessen gekommen zu sein, doch Cressida reagiert wie erwartet und verlässt empört das Haus ihrer Mutter. Antony hingegen spielt dieser den liebenden Sohn vor und hat nichts anderes als Rache im Sinn. Er rückt Cressida auf die Pelle und schafft es, dass sie seinem Charme erliegt und eine – natürlich einseitige – leidenschaftliche Affäre mit ihm beginnt.
Parallel hierzu ermittelt Summers in Sachen illegale Einwanderer, was gänzlich abgekoppelt von der Erstgeschichte scheint. Zwar schafft es die Autorin, hier am Ende noch eine Verbindung herzustellen, doch der Bogen ist ein bisschen sehr weit gespannt. Ihre Verknüpfung kann man immerhin als plausibel bezeichnen, aber man fühlt sich im Lesefluss deutlich gestört von dem dauernden Wechsel zwischen den beiden Handlungssträngen.
Darüber hinaus kann der Roman mit nur wenigen Details punkten. Die Abkehr von einem traditionellen und damit vorausschaubaren Plot ist eines davon. Obwohl man gleich von Beginn an zu wissen glaubt, was auf den letzten Seiten geschieht, ist man ein wenig überrascht, was Susan Kelly hier noch bereithält. Die sympathische Figur ihres Ermittlers stellt den zweiten Pluspunkt in diesem Krimi dar, die jedoch in den anderen Bänden der Reihe viel besser zur Geltung kommt.
Auf der Negativseite ist dagegen zu vermerken, dass einfach keine richtige Spannung aufkommen will. Auch wenn es sich am Ende nicht oder nur teilweise bewahrheitet, was sich der Leser zurechtlegt, so sind zu Beginn zu viele Fakten offengelegt. Als eindeutig schlecht kann man Und schlachtet das gemästete Kalb zwar nicht bezeichnen, doch die Story bleibt deutlich hinter dem ersten Band Tod im Steinkreis oder dem vierten Band Mördernest zurück. Man hat nichts verpasst, wenn man diesen Band der Serie auslässt.
Sabine Reiss, September 2007
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| Taennsche zu »Susan Kelly: Und schlachtet das gemästete Kalb« | 17.06.2007 |
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