Die Tote im Badehaus von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 1997
unter dem Titel The Salaryman´s Wife,
deutsche Ausgabe erstmals 1999
bei Kabel.
Ort & Zeit der Handlung: Japan, 1990 - 2009.
- New York: HarperCollins, 1997 unter dem Titel The Salaryman´s Wife. 461 Seiten.
-
Hamburg: Kabel, 1999.
Übersetzt von Elke Link.
ISBN:
3822504890. 461 Seiten. -
München; Zürich: Piper, 2000.
Übersetzt von Elke Link.
ISBN:
3-492-23062-8. 461 Seiten. -
München; Zürich: Piper, 2002.
Übersetzt von Elke Link.
ISBN:
3-492-26028-4. 462 Seiten.
'Die Tote im Badehaus' ist erschienen als
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In Kürze:
Shiroyama, ein kleiner charmanter Ort in den japanischen Bergen: Seine reiche Geschichte verheißt eine faszinierende Neujahrszeremonie, und das einladende Badehaus der kleinen Familienpension verspricht wohltuende Stunden. Die junge Englischlehrerin Rei Shimura fühlt sich wie im Paradies, als sie für ein paar Urlaubstage aus Tokio anreist. Und daß ihr gleich am ersten Abend der reizende Hugh Glendinning über den Weg läuft, betrachtet sie als gutes Omen. Am nächsten Morgen jedoch findet man die Frau des einflußreichen Geschäftsmannes Nakamura tot unter dem Fenster des Badehauses. Glendinning scheint mehr zu wissen, als er preisgibt, und zu viele Details des Falles wollen nicht so recht zusammenpassen. Reis detektivischer Spürsinn ist geweckt, doch sie ahnt nicht, dass der Täter ganz in ihrer Nähe ist …
Das meint Krimi-Couch.de: »Fernöstliches Flair mit einem gehörigen Schuss Humor«
Krimi-Rezension von Sabine Reiss überspringen
Rei Shimura möchte Silvester und Neujahr in den japanischen Bergen verbringen. Die Tochter eines Japaners und einer Amerikanerin arbeitet in Tokio bei einem Hersteller von Küchengeräten als Englischlehrerin. Ihre Eltern hätten es zwar gern gesehen, wenn sie bei ihnen in Kalifornien geblieben wäre, aber Rei schlägt sich lieber in Tokio mit wenig Geld durch und geht einer Arbeit nach, die sich meilenweit von dem unterscheidet, was sie mit ihrem Magister in japanischer Kunstgeschichte hätte erreichen wollen. Doch obwohl sie japanisch aussieht, ist sie eine Ausländerin, ein gaijin, und wird auch so behandelt.
In der ländlichen Pension haben sich außer ihr noch mehr Gäste eingefunden: eine ältere verwitwete Amerikanerin, Mrs. Chapman, Mr. und Mrs. Nakamura, ein Ehepaar, bei dem anscheinend die Ehe nicht mehr zum besten steht, bei ihnen ein schottischer Anwalt namens Hugh Glendinning und Mr. Yamamoto, beides Kollegen von Mr. Nakamura und als letztes noch ein junges Paar, ebenfalls japanischer Herkunft. Am Neujahrsmorgen wird Setsuko Nakamuro vermisst. Als Rei in den Garten geht, um ein wenig frische Luft zu schnappen, findet sie deren Leiche. Rei wird beim Verhör der ausländischen Gäste als Übersetzerin hinzugezogen. Als nach der Autopsie verkündet wird, Setsuko sei im Schnee betrunken ohnmächtig geworden, ist sie einer Meinung mit Hugh, dass sich die Polizei irren muss. Inzwischen hat sie auch ein kleines Tête-à-tête mit dem charmanten Schotten hinter sich, reist aber überstürzt ab, als sie in seinem Schrank die Perlen der Verstorbenen findet. Die Ereignisse überschlagen sich, als Mr. Yamamoto nach einem Unfall in den Bergen vermisst und Hugh verhaftet wird. Ihre Schuldgefühle bringen Rei dazu, ihm zu helfen und sie stürzt sich in Tokio in ein kleines Abenteuer in Sachen Ermittlungen und ist schlussendlich selbst in Gefahr.
Die Autorin Sujata Massey ist die Tochter einer Deutschen und eines Inders und lebt wie ihre Protagonistin zwischen mehreren Kulturen. Diese Erfahrung setzt sie gelungen in der Geschichte um Rei Shimura um. Als Leser erfährt man eine Menge über die japanischen Verhältnisse und Gepflogenheiten, so z.B. dass man sich vor dem Baden säubert, um das Badewasser sauber zu halten und vieles mehr. Rei muss in Tokio allerdings auch gegen die Vorurteile kämpfen, die die Japaner ihr entgegenbringen und auch das vermittelt die Autorin sehr gut.
Neben diesem interessanten Umfeld ist das herausragende aber nicht der Kriminalfall selbst, sondern der Humor, der immer wieder mitschwingt. Beim Lesen huschte mir immer wieder ein Schmunzeln über die Lippen, sei es bei Beschreibungen von Situationen oder bestimmten Ausdrücken, z.B. wird eine unverheiratete junge Frau über 25 als liegengebliebener Weihnachtskuchen bezeichnet. Dabei ist der Stil nicht gezwungen komisch, sondern locker und natürlich. Die Personen wurden liebevoll charakterisiert, wenn auch zum Teil ein wenig überzeichnet. Rei ist z.B. ein Supermädel, sexy, frech, intelligent, neugierig auf die Welt, aber sie ist auch nicht übermenschlich und hat genau solche Selbstzweifel wie alle anderen auch.
Der Mordfall ist nicht spektakulär, aber das muss auch nicht sein, denn das Buch ist auch so schön spannend. Endlich mal wieder eine Geschichte, die man in einem Rutsch lesen kann, man nimmt sich einfach die Zeit zum Schmökern. Und ungefähr nach einem Drittel des Buches guckt man sich einen Verdächtigen aus, nämlich den, der einem am unverdächtigsten scheint, und den behält man dann im Auge. In der Tat, ich lag richtig und Sujata Massey liefert auch noch eine plausible Begründung für die Tat.
Wer will nicht hineintauchen in diese Welt aus fernöstlichem Flair, gewürzt mit einem gehörigen Schuss Humor und einer kleinen Romanze. Kein anspruchsvolles Buch, sondern eine herrlich entspannende Lektüre mit Atmosphäre. Manchen mag es zu platt sein, mir hat es gefallen.
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| Krimi_Mimi_91 zu »Sujata Massey: Die Tote im Badehaus« | 11.12.2011 |
|---|---|
| ABaum71 zu »Sujata Massey: Die Tote im Badehaus« | 11.06.2010 |
| tedesca zu »Sujata Massey: Die Tote im Badehaus« | 18.05.2009 |
| Torsten zu »Sujata Massey: Die Tote im Badehaus« | 02.05.2009 |
| KUKi zu »Sujata Massey: Die Tote im Badehaus« | 17.10.2008 |
| Sabine zu »Sujata Massey: Die Tote im Badehaus« | 14.10.2008 |
| neph zu »Sujata Massey: Die Tote im Badehaus« | 27.06.2006 |
| Dr. Uta Sändig zu »Sujata Massey: Die Tote im Badehaus« | 31.03.2006 |
| batavia zu »Sujata Massey: Die Tote im Badehaus« | 14.02.2006 |
| crime_junk zu »Sujata Massey: Die Tote im Badehaus« | 20.01.2005 |
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