Verdammnis von Stieg Larsson Volltreffer April 2007

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel Flickan som lekte med elden, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Heyne.
Ort & Zeit der Handlung: Schweden / Stockholm, 1990 - heute.
Folge 2 der Lisbeth-Salander-Serie.

  • Stockholm: Norstedt, 2006 unter dem Titel Flickan som lekte med elden. 752 Seiten.
  • München: Heyne, 2007. Übersetzt von Wibke Kuhn. ISBN: 978-3-453-01360-5. 752 Seiten.

'Verdammnis' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Ein ehrgeiziger junger Journalist bietet Mikael Blomkvist für sein Magazin »Millennium« eine Story an, die skandalöser nicht sein könnte. Amts- und Würdenträger der schwedischen Gesellschaft vergehen sich an jungen russischen Frauen, die gewaltsam ins Land geschafft und zur Prostitution gezwungen werden. Als sich Lisbeth Salander in die Recherchen einschaltet, stößt sie auf ein besonders pikantes Detail: Nils Bjurman, ihr ehemaliger Betreuer, scheint in den Mädchenhandel involviert zu sein. Wenig später werden der Journalist und Nils Bjurman tot aufgefunden. Die Tatwaffe trägt Lisbeths Fingerabdrücke. Sie wird an den Pranger gestellt und flüchtet. Nur Mikael Blomkvist glaubt an ihre Unschuld und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Seine Nachforschungen führen in Lisbeths Vergangenheit. Eine Vergangenheit, die ihn bald das Fürchten lehrt.

Das meint Krimi-Couch.de: »Harter Stoff in Wort und Tat« 98°Treffer

Krimi-Rezension von Peter Kümmel

Kriminalromane im Stockholmer Journalistenmilieu kennen wir bereits durch Liza Marklunds Reporterin Annika Bengtzon. Bei Stieg Larsson ist es Mikael Blomkvist, der sich für das Magazin »Millennium« einsetzt. Als der Journalist Dag Svensson der Zeitschrift eine Story über Mädchenhandel und Prostitution anbietet, herrscht rege Betriebsamkeit in der Redaktion. Die Geschichte soll ganz groß rausgebracht werden. Blomkvist zeichnet verantwortlich für den Artikel, in dem auch hohe Beamte der schwedischen Gesellschaft namentlich angeprangert werden sollen, die in die Verbrechen involviert sind, und da muß alles lückenlos recherchiert sein, wenn man sich keine Verleumdungsklage einhandeln will. Gleichzeitig soll Svenssons Story als Buch erscheinen. Und außerdem verfasst Svenssons Freundin, die Kriminalistin Mia Bergmann, ihre Doktorarbeit zum gleichen Thema.

Die eigentliche Protagonistin neben Blomkvist aber ist Lisbeth Salander, einer der ungewöhnlichsten und widersprüchlichsten Charaktere der schwedischen Krimilandschaft. Lisbeth ist 26 Jahre alt und seit ihrem zwölften Lebensjahr in psychiatrischer Behandlung. Sie wurde für geschäftsunfähig erklärt und dem Anwalt Nils Bjurman zur Betreuung unterstellt, was dieser dazu nutzte, sie mehfrach zu vergewaltigen. Doch mit der Filmaufnahme einer Vergewaltigung hat Lisbeth den Anwalt in der Hand. Lisbeth zählt zu den besten Computer-Hackern des Landes und betreibt die Mathematik als Hobby. Derzeit versucht sie gerade, die Fermatsche Vermutung zu beweisen. Sie hat sich ein Millionenvermögen angeeignet, das sie unabhängig macht. Sie geht keinerlei Bindungen ein und hat ein hohes Gerechtigkeitsempfinden, was gelegentlich auch zu gewalttätigen Aktionen führen kann. Dieser kurze Absatz reicht jedoch bei weitem nicht aus, diese faszinierende Person wirklich treffend zu beschreiben.

Nach einem relativ langen, aber dennoch sehr unterhaltsamen Einleitungsabschnitt von fast hundert Seiten, der hauptsächlich dazu dient, seine facettenreiche Protagonistin Lisbeth Salander dem Leser vertraut zu machen, beschleunigt Stieg Larsson dann das Tempo auf höchste Stufe. Die Verbindung zwischen Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist resultiert aus einem Job als Researcherin, den Lisbeth vor Jahren für Mikael zu erledigen hatte und der zu einem kurzen Verhältnis zwischen den beiden führte. Seitdem aber hat Lisbeth jeglichen Kontakt zu Mikael abgebrochen, was dieser weder verstehen noch akzeptieren kann.

Zum echten Pageturner wird der Roman dann nach einem Drittel seines Umfangs, nachdem sowohl Dag Svensson und Mia Bergmann als auch Rechtsanwalt Bjurman einem Verbrechen zum Opfer fielen. Die Mordwaffe wird am Tatort gefunden. Auf ihr befinden sich die Fingerabdrücke von Lisbeth Salander. Obwohl keine Verbindung von ihr zu Svensson und Bergmann zu finden ist, beginnt nun eine Jagd nach der mit allen Wassern gewaschenen Frau, die sich ihren Häschern gut zu entziehen weiß. Blomkvist ist der einzige, der an Lisbeths Unschuld glaubt. Und die versucht er zu beweisen.

Eine Tragödie: Nur noch ein Krimi mit Salander und Blomkvist

Man muss ganz klar feststellen, dass die Handlung von Verdammnis konstruiert ist, wenngleich aber ganz exzellent konstruiert. Der allzu früh verstorbene Autor Stieg Larsson kannte sich als Journalist und Herausgeber eines Magazin bestens im Milieu der Story aus. Trotz des für einen Kriminalroman hohen Umfangs von 750 Seiten gelingt ihm ein ungewöhnlich dichtes Werk. Die gesamte Handlung ist so komplex, dass die obige Beschreibung nur einen kurzen Anriss geben kann.

Verdammnis ist sowohl in Wort als auch in Tat harter Stoff. Sowohl die zierliche Lisbeth Salander als auch ihre Widersacher fackeln nicht lange und Lisbeth weiß seit langem, daß nur der Stärkste überlebt. Auch in ihrer Wortwahl ist sie nicht zimperlich, Mikael hat von ihr den Spitznamen »Kalle Fucking Blomqvist« verpasst bekommen.

Die Spannung bleibt bis zum Abschluß auf Top-Niveau und der vielzitierte Spruch vom Buch, »das man nicht mehr beiseite legen kann«, hat hier ausnahmsweise seine volle Berechtigung. Zahlreiche Fäden hat der Leser in wechselnden Orten und Perspektiven zu verfolgen, die sich nach immer neuen Wendungen und Überraschungen schließlich alle wieder verknüpfen.

Natürlich hätte ich jetzt die Möglichkeit und auch die Rezensentenpflicht, noch ein paar Kritikpunkte anzubringen, aber ich tue es nicht. Warum? Weil es für einen Kriminalroman die vordringlichste Aufgabe ist, spannend zu unterhalten. Und ich entsinne mich an kein anderes Buch, das es in den letzten Jahren geschafft hätte, mich derart in seinen Bann zu ziehen wie Verdammnis. Dass der Autor im furiosen Finalen recht dick aufgetragen hat, sei ihm aus dramaturgischen Gründen zugebilligt. Als größte Tragödie aber ist zu betrachten, dass der Autor erst posthum zu Ruhm als Krimiautor kam und sich die Leserschaft nur noch auf ein weiteres Werk mit Blomkvist und Salander freuen kann.

Peter Kümmel, April 2007

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Liane zu »Stieg Larsson: Verdammnis« 17.03.2010
LANGWEILIG!
Also echt, braucht kein Mensch.
Ich habe das Buch seit einem Jahr und habe es mit Mühe halb gelesen. Das Buch ist vom Hintergrund nicht schlecht und auch realistisch, aber die Idee wurde schlecht umgesetzt. Die story zieht sich einfach, ist oft zu detailliert und am Anfang sind nur die Sexszenen interessant. Eher für Gemütlichere Leser geeignet mit einer Portion Geduld- oder besser zwei. Trotzdem etmas Vergnügen!
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Klaus zu »Stieg Larsson: Verdammnis« 24.02.2010
An alle die das Buch nicht gut finden, o.k. Geschmäcker können verschieden sein.
Bleibt die Frage, warum ?
Es ist doch gut, wenn ein Autor sehr ins Detail (z.B. Kaffee trinken)geht, genaustens über die einzelnen Personen berichtet (z.B. Karibikstory zu Beginn).
Warum sollte alles nur auf den eigentlich Inhalt abzielen.Dann könnte man wieder kritisieren, daß alles ziemlich platt wäre (z.B. Mord, Tätersuche, Aufklärung des Mordes).
Mir zumindest hat Verdammnis sehr gut gefallen und ich hätte noch Stunden weiterlesen können.Die Story und die Charaktere fesseln einfach.und es wird wahrlich niemals langweilig.
Für Krimifans ein Paradies.97 %
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Dr. Watson zu »Stieg Larsson: Verdammnis« 31.01.2010
Kompliment an den Rezensenten von Krimicouch. Er hat völlig Recht. Natürlich könnte man das Buch zerpflückten, Ansatzpunkte dafür gäbe es wohl einige. Aber das wäre Unsinn. Verdammnis ist einfach spannend (nicht zu lang) und zeichnet vor allem eine faszinierende Frauen-Figur, die man in der Krimilandschaft sonst wohl eher kaum findet. Unbedingt kaufen oder ausleihen. Das Lesen geht von selbst.
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tedesca zu »Stieg Larsson: Verdammnis« 25.01.2010
Der zweite Teil der Reihe beginnt zwar ganz spannend, wobei ich mir im Nachhinein gedacht habe, dass diese Geschichte in der Karibik wirklich völlig unnötig war und zur eigentlichen Handlung nicht mehr beigetragen hat, als vielleicht ein weiteres kleines Licht auf die Persönlichkeit der Lisbeth Salander zu werfen.

Wie schon im ersten Buch schleppt sich auch hier die Geschichte sehr langsam dahin. Endlose Einkaufstouren, Listen, Beschreibungen... Und so viel Product Placement, dass man sich fragt, ob Larsson dafür bezahlt bekommt, dass er quasi jeden Schweden auf einem Mac scheiben lässt.

Auch dieses Buch zeichnet sich durch eine wirklich gute Sprache aus - im Vergleich zu vielen Amerikanern, wohlgemerkt, denn die Skandinavien-Krimis sind großteils sprachlich recht vernünftig, finde ich - und durch eine sehr gründliche Charakterisierung ihrer Figuren. Aber gerade das macht sie auch langatmig bis langweilig. Wenn man z.B. die Komplette Korrespondenz zwischen Blomkvist und Salander einmal zu lesen bekommt, wenn Mikael sie schreibt und ein zweites Mal, wenn Lisbeth sie liest, dann mag das wohl als Stilmittel durchgehen, trägt aber weder zur Handlung und schon garnicht zur Spannung bei.

In der zweiten Hälfte legt das Tempo dann ziemlich zu und mündet letztendlich in einem spannungsgeladenen Finale, das aber dermaßen an den Haaren herbeigezogen ist, dass man es fast bereut, so lange augehalten zu haben. Weniger wäre manches Mal einfach mehr...

Ich hab die ungekürzte englische Version gehört, gelesen von Saul Reichlin - phänomenal, wie dieser Mann lesen kann!
pesiphil zu »Stieg Larsson: Verdammnis« 14.01.2010
Erstes Buch der Trilogie ohne Beschwerden durchgelesen.


Zweiter Teil begonnen und ich muss sagen, die Spannungskurve baut sich wieder mal langsam auf...das Buch zieht mich allerdings trotzdem wieder in seinen Bann.

Ausführliche Beschreibungen wie "Kaffee trinken", "die und die Möbel bei IKEA gekauft", ... sollten allerdings auch nicht nervig erscheinen, da man sich so eine viel genauere Vorstellung über die Personen und deren Handlungen machen kann.

Meines Erachtens hat gerade das den Vorteil, denn dadurch laufen diese Bücher "wie ein Film vor Augen" ab!
dieschlaue zu »Stieg Larsson: Verdammnis« 04.01.2010
Den ersten Teil der Trilogie habe ich unter Qualen bis zum Ende gelesen (einem geschenkten Gaul...). Bei "Verdammnis" habe ich nach etwa einem Viertel entnervt aufgegeben. Die eigentliche Geschichte mit Mädchenhandel und der angeblich mörderischen Hetzjagd fängt gar nicht erst an. Stattdessen wird u.a. genau beschrieben mit welchen IKEA-Möbeln die Lisbeth ihre - natürlich - ganz tolle und wahnsinnig teure Wohung möbiliert und was sie sonst so einkauft. Zum Beispiel neue Silikonbrüste! Ständig bekommt man völlig überflüssige und uninteressante Informationen geliefert. Man könnte 3/4 der Seiten ausreißen, vielleicht wäre das Buch dann gut und spannend. Außerdem sind alle Personen unrealistisch. Die Frauen und Männer in dieser Trilogie wollen nie eine Beziehung, nur unverbindlichen Sex. Egal mit wem, aber natürlich am liebsten mit dem tollen Hengst Mikael Blomkvist.
Fazit: Bloß nicht kaufen! Was für eine Zeitverschwendung. Rätselhaft bleibt, warum so viele das Buch gut finden!
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tarik kaya zu »Stieg Larsson: Verdammnis« 03.01.2010
ich sag nur kaffe und belegte brote echt jedesmal wenn man davon liest ärgert man sich immer mehr als ob in schweden nichts auser das und pans pizza gegessen wird warum ich mir die mühe mache und über das essen dort schreibe weil der autor einfach das buch wie käse dahingezogen hat er steht auf , geht duschen denkt dann nach ob er kaffe trinken soll un noch viel mehr die geschichte an sich ist gut aufgebaut nur zu lange und an manchen stellen echt unrealistisch z.b jedes mal wenn man aufwirft das lis. häckerin ist wird nur neben bei erwähnt das sie das von kindheitstagen her kann usw.
fazit lesenswert ist es nur dann wenn man ein gemächliches buch lesen will in dem spannung einfach nur selten aufkommt

PS * alles extra kleingeschrieben *
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Pearl zu »Stieg Larsson: Verdammnis« 17.12.2009
"Verdammnis" ist ein spannender Krimi, die Beschreibung der Charaktere, auch wenn es sich um Nebenfiguren handelt, liefert ein gutes Hintergrundwissen und fügt sich gut in die Geschichte ein. Obwohl das Buch einen sehr langsamen Start hat, finde ich dennoch die ausführliche Erzählweise von unwichtigen Handlungen amüsant. Hätte es jemand anders geschrieben, so hätte man meinen können, es sei schlecht geschrieben, aber Stieg Larsson versteht es, auch unwichtige Details interessant darzustellen. Anders als im ersten Band wird Lisbeth Sallanders Fähigkeit im zweiten Band geradezu als phänomenal beschrieben, hier ist sie es, die die Hauptrolle übernimmt, und zwar eine, die trotz ihrer Merkwürdigkeit und vielleicht gerade deswegen, dem Leser sehr sympathisch erscheint.
Von dem Ende bin ich jedoch etwas enttäuscht. Was sich vorher als Höhepunkt ankündigt, nämlich zu erfahren, was "All das Böse" denn eigentlich ist, stellt sich ziemlich, obwohl schon schlimm, aber doch als zu unspektakulär heraus.
Der Captain zu »Stieg Larsson: Verdammnis« 16.12.2009
Konstruiert, zäh, langatmig, humorlos. Fräulein Lisbeth ist tatsächlich Superwoman.oh je.Und wie oben schon gesagt, immer nur belegte Brote und Kaffee. Wenn das ein running gag sein soll, verstehe ich ihn nicht. Meiner Ansicht nach sind die ersten beiden Romane völlig überbewertet, den dritten lese ich gerade - erläßt sich etwas besser an.

Trotzdem: eine Drei plus, mehr nicht.
Ticva zu »Stieg Larsson: Verdammnis« 10.12.2009
Auch dieses mal gab es wieder einen gemütlichen Einstieg, bei dem man Lisbeth Salander auf einem kleinen Teil ihrer Weltreise begleiten durfte.
In dieser Zeit beschäftigte sie sich fast ständig mit den großen Köpfen der Mathematik, wenn sie nicht gerade eine Ungerechtigkeit gerade bog.
Kaum kommt Lisbeth zurück nach Schweden, werden kurz hintereinander drei Figuren getötet und sie soll die Hauptverdächtige sein. So wird sie des Dreifachmordes beschuldigt und landesweit gesucht.
Nur Mikael Blomkvist, der ein Freund von zwei Opfern war und mit dem sie im ersten Band schon einiges erlebt hatte, glaubt trotzdem an ihre Unschuld.
Und somit beginnt eine rasante Geschichte von Mädchenhandel bis zu einem Auftragskiller, hinter dem sich noch ein großes Geheimnis verbirgt.

Auch in diesem Buch beschreibt der Autor manches sehr ausführlich, aber dabei wurde es mir nie langweilig.
Es gab aber auch wieder Situationen, in denen mehrere Dinge auf einmal passierten und ich erst einmal eine Pause brauchte, um alles richtig zu verarbeiten.
Der Autor hat auch für diesen Band wieder gut recherchiert und viele Fakten eingeflochten. So durfte man, wie oben schon erwähnt, einiges über die weltberühmtesten Mathegenies erfahren und in den Mädchenhandel eintauchen. Interessant zu erfahren war, wer alles hinter diesem Handel steckte und wer alles in der Bevölkerung mitmischte und -wirkte.

Die Spannung wächst zwar langsam, aber desto geballter breitet sie sich aus und je tiefer ich in die Geschichte eintauchte, umso gefesselter wurde ich von der Handlung.
In diesem Band ist Lisbeth Salander die Figur, um die sich im Grunde alles dreht. Und so habe ich mit ihr gebangt, gefiebert und mir immense Sorgen um ihre Freiheit gemacht. Stellenweise musste ich Pausen einlegen, weil mir ihr Schicksal, in das Lisbeth gedrängt wurde, einfach zu nahe ging. Das hat der Autor super geschafft!

Die Geschichte wird von ein paar wenigen aber wichtigen Figuren erzählt und die Charaktere werden gut dargestellt. Auch in diesem Teil wird dem Leser wieder etwas Neues über die beiden Protagonisten verraten. Ein alter Bekannter, der im ersten Band negativ auffiel, ist ebenfaflls wieder dabei, was mir persönlich sehr missfiel.

Der Countdown zum Ende war meiner Meinung nach relativ unspektakulär, aber dafür umso beeindruckender.
Da ging alles Schlag auf Schlag, immer im Wechsel zwischen verschiedenen Figuren, und dann war das Buch leider auch schon fertig.
Einen halben Stern Abzug gibt es für dieses abrupte Ende. So etwas mag ich persönlich überhaupt nicht.

Fazit:

Stieg Larsson hat auch mit diesem Roman bewiesen, dass er, auch nach seinem Tod, zu den größten Schriftstellern im Krimi/Thrillergenre gehört.
Ich vergebe hiermit vier bis fünf Sterne.

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