Harbort, Stephan: Ich musste sie kaputt machen von Stephan Harbort

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2004 . 384 Seiten. ISBN-10: 3770011740, ISBN-13: 978-3770011742.

'Harbort, Stephan: Ich musste sie kaputt machen' ist erschienen als Hardcover

In Kürze:

Der Name Joachim Georg Kroll steht für das düsterste Kapitel der deutschen Kriminalgeschichte seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Nach seiner Festnahme im Juli 1976 stellte sich nach und nach heraus, wer der Kriminalpolizei damit ins Netz gegangen war. Der »Triebtäter« Kroll gestand eine Vielzahl von Morden, die er in mehr als zwei Jahrzehnten am Niederrhein und im nördlichen Ruhrgebiet begangen hatte. Die Opfer: Kinder, Frauen, Männer. Eine ganze Nation stand unter Schock. Die Gräueltaten des unscheinbaren Waschkauenwärters überforderten den Verstand, das Gefühl und die Sprache. Die Presse brandmarkte ihn als »Kannibale vom Rhein«. Stephan Harbort beschreibt und analysiert dieses Kriminaldrama, dessen Hintergründe bisher nebulös geblieben sind. Er wirft einen vertiefenden Blick auf die Entstehung und Entwicklung der Ereignisse und legt dar, wie sich der »nette Nachbar« zu einem der erbarmungslosesten und grausamsten Serienmörder Deutschlands entwickeln konnte und wie es ihm gelungen ist, der Polizei immer wieder zu entkommen. Zudem erörtert der Kriminalhauptkommissar, ob in vergleichbaren Fällen eine tatsächlich lebenslang vollstreckte Freiheitsstrafe angemessen erscheint.

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Thomas Ziebell zu »Stephan Harbort: Ich musste sie kaputt machen. Anatomie eines Jahrhundert-Mörders« 02.09.2011
die Entwicklung vom Kind Joachim Kroll zum Kannibalen von Duisburg hat mich berührt und schockiert aber auch, bedingt durch die spannende Schreibweise des Autors, gut unterhalten. Auch wenn es viele anders sehen finde ich das Kroll Mitleid verdient, er wurde nicht als Mörder geboren, er wurde dazu gemacht. Die Grundlage dafür wurde in seiner Kindheit und Jugend gelegt, die der Autor sehr detailliert schildert. Zum Ende flacht das Buch zwar etwas ab da sich vieles wiederholt (Kroll sucht Opfer, verfolgt und tötet es, Polizei tappt im dunkeln, Kroll sucht nächstes Opfer, nächster Mord usw.), aber insgesamt kann ich das Buch jedem empfehlen, der sich nicht nur an schaurigen Morden ergötzen will sondern auch an einer sachlich-psychologischen Analyse des Täters Interesse hat.
Schoppi-18 zu »Stephan Harbort: Ich musste sie kaputt machen. Anatomie eines Jahrhundert-Mörders« 21.07.2010
Jeder kennt den Text: Der hatte ne schlechte Kindheit und das schlechte Gefühl. wenn jemand mal wieder für seine Taten gefühlt unzulänglich bestaft wird. Das ist meine Motivation diese Bücher zu lesen... Und wie Hr. Harbort, will ich damit kein Verständnis für die Täter oder deren Taten. Auf gut Deutsch: wer Kinder fickt gehört auf den elektrischen Stuhl. egal. ob gute oder schlechte Kindheit...
irgendwann kann man auch selber denken... und ist für sich selber verantwortlich...
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Kegelchen zu »Stephan Harbort: Ich musste sie kaputt machen. Anatomie eines Jahrhundert-Mörders« 06.10.2009
ich kann mich der Meinung manch andere leider nicht anschliessen, dass das Buch soo schockierend sein soll. Natürlich ist das was Kroll gemacht hat unbeschreiblich grausam, aber ich denke der Auto hat es hier nicht geschafft mich mitzureissen, es kam mir sehr lange wie ein Zeitungsartikel und eine Aneinanderreihung von Geschehnissen vor. Ja ich empfand es stellenweisen sogar als sehr langweilig. Für das was Kroll begangen hat, sollten einem die Haare zu Berge stehen, doch das konnte ich bei diesem Buch in keiner Weise verspüren, ich denke S.Harbort schreibt zu Gefühlsneutral. Ich kann das Buch somit nicht unbedingt weiter empfehlen.
Daniel zu »Stephan Harbort: Ich musste sie kaputt machen. Anatomie eines Jahrhundert-Mörders« 20.02.2006
Dieses Buch muss nun wirklich
jeder selbst lesen, wie meine
Vorschreiberin bereits treffend
geschrieben hat.
Auch ich fand dieses Sachbuch in Romanform erstklassig und sehr erschreckend.
Unglaublich, dass so einer so lange ungescholten davonkam...
Fazit: 90 %
HelgaR zu »Stephan Harbort: Ich musste sie kaputt machen. Anatomie eines Jahrhundert-Mörders« 30.05.2004
Tja ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll. Ein äußerst schwieriges Thema, unglaublich gut geschrieben. Alle Emotionen wurden herausgelassen, wobei ich persönlich glaube, dass das sicher sehr schwierig war, finde es aber äußerst wichtig, dass es so ist.

Innerhalb der ersten 60 Seiten musste ich einige Male für 2-3 Minuten unterbrechen, weil ich einfach nicht fassen konnte, was man eigentlich einem Menschen bzw. einem Kind, nämlich Joachim Kroll, alles "antun" konnte, was natürlich die vielen wirklich grausamen Morde später absolut nicht rechtfertigt, das ist ganz klar, aber es hat ihn sicher geprägt.

Dieses Buch muss, glaube ich, jeder selber lesen und sich eine eigene Meinung bilden. Ich war auf jeden Fall sehr erschüttert. Eines der besten Bücher, die ich gelesen habe.
Ihr Kommentar zu Harbort, Stephan: Ich musste sie kaputt machen

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