Trophäe von Steffen Jacobsen

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2013 unter dem Titel Trofae, deutsche Ausgabe erstmals 2014 bei Heyne.
Ort & Zeit der Handlung: Norwegen, 2010 - heute.
Folge 1 der Lene-Jensen-&-Michael-Sander-Serie.

  • Kopenhagen: People´s Press, 2013 unter dem Titel Trofae. 544 Seiten.
  • München: Heyne, 2014. Übersetzt von Maike Dörries. ISBN: 978-3-453-43762-3. 544 Seiten.

'Trophäe' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

In Kürze:

Grausam und perfide – dieses Buch werden sie nicht so schnell vergessen!

Elisabeth Caspersen, steinreiche Erbin eines dänischen Industrieimperiums, findet im Tresor ihres verstorbenen Vaters einen Film, der eine grauenvolle Menschenjagd zeigt. Einer der im Film zu sehenden Jäger hat unverkennbare Ähnlichkeit mit Elisabeths Vater. Um der Sache nachzugehen, heuert sie Michael Sander an, einen exklusiven Privatdetektiv, der auf brisante Fälle spezialisiert ist. Als Sander sich auf die Suche nach der Identität der Opfer macht, stößt er auf eine perfide Welt aus Gewalt und Größenwahn, in der er bald selbst zum Gejagten wird.

Das meint Krimi-Couch.de: »Einmal Norwegen und zurück« 75°

Krimi-Rezension von Michael Hoch

Dort wo wie ganz selbstverständlich ein Maserati neben einem Mercedes steht, bekommt Privatdetektiv Michael Sander seinen Auftrag, bei der steinreichen Elisabeth Caspersen, die auf einem Amateurfilm ihres verstorbenen Vaters eine Hetzjagd ansehen muss. Sander soll das Geheimnis lüften und herausfinden, wer für die Menschen verachtenden Aufnahmen im Nachlass des Vaters verantwortlich ist, soweit dies überhaupt möglich ist.
Aber Sander wäre nicht Meister seines Fachs, wenn er sich daran die Zähne ausbeißen würde. Doch bald merkt er, wie scheinbar unlösbar das Rätsel ist und wie er selbst mit hineingerät.

Jacobsen nimmt seine Leser mit auf Weltreise. Sie schleichen neben dem Detektiv durch das Dickicht. Es sind dabei aber weniger detaillierte Beschreibungen von besonders grausamen Ereignissen als vielmehr eine Abenteuererzählungen. Der Leser schaut dem Privatdetektiven über die Schulter und stolziert leisen Schritten hinter ihm her, durch das Dickicht der Merkwürdigkeiten und tiefen Vernetzungen. Sollten sich die Ermittlungen über den gesamten Erdball ausweiten und ist Norwegen nur ein kleiner Kriegsschauplatz im verwobenen Netz der Abscheulichkeiten?

Das gilt es für Michael Sander zu recherchieren und dabei gegen die Zeit zu arbeiten. Doch Sanders Mühen werden sich auszahlen, zu einem stolzen Preis plus einem Bonus im siebenstelligen Bereich. Er riskiert sein Leben und schlittert mehr und mehr in den Fall seines Lebens, der ihn an seine Grenzen bringen wird.

Die Geschichte wäre wahrlich nicht die selbe an einem anderen Ort. Erst durch die wortgewandte Beschreibungen der norwegischen Pampa ergeben sich dramaturgische Bögen, wie sie an einem anderen Ort weniger hätten stattfinden können, etwa wenn der Privatdetektiv nackt im Schmelzwasserbach badet und sich mit Schnee abreibt. Schroffe Felsen und üppige Wälder bilden eine ideale Kulisse für die ausgefeilte Story. Steffen Jacobsen weiß alles gekonnt miteinander zu kombinieren und bleibt dabei doch beim Wesentlichen. Keine Übertreibungen oder nutzlose Einschübe. Er kommt auf den Punkt. Das Buch ist die Trophäe. Wer sie hat, kann sich glücklich schätzen.

Michael Hoch, Dezember 2014

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pinguin zu »Steffen Jacobsen: Trophäe« 10.02.2017
Trophäe , ein guter Krimi, sehr sehr spannend geschrieben ! Ich konnte dieses Buch kaum beiseite legen , sogar mein Kaffee wurde kalt . und das ist bei mir sehr selten . Die Personen in diesem Buch gut charakterisiert und auch die Landschaftsbeschreibungen sind sehr gut gelungen.
Der Autor hat es geschafft die Spannung bis zum Ende des Buches auf einem hohen Level zu halten.Alles zusammen ein gelungenes Werk ( wenn man diese Art Thriller mag ) Von mir gibt es 96*
Das nächste Buch werde ich mit Sicherheit auch lesen . Ich freue mich darauf .
Lexa zu »Steffen Jacobsen: Trophäe« 01.01.2016
So eine gute Rezension von der Krimi-Couch/Michael Hoch und dann nur 75 ° - kann ich nicht verstehen.
Von mir jedenfalls 94°. Ein toller Krimi, durchwegs hohe Qualität, sprachlich wie inhaltlich, Spannung pur, sodass die Unterbrechung jedes mal schwer fällt.
Empfehlenswert - hoffentlich gibt es bald einen neuen Krimi des Autors!
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