Hypnose von Sina Beerwald

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2012 bei Heyne.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Stuttgart, 2010 - heute.
Folge 1 der Inka-Mayer-Serie.

  • München: Heyne, 2012. ISBN: 978-3-453-43636-7. 400 Seiten.

'Hypnose' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

In Kürze:

Ein eiskalter Mord im Freundeskreis. Die Journalistin Inka Mayer hat Zweifel am Geständnis ihrer Freundin Annabel. Inka hegt den Verdacht, dass Annabel das Opfer eines Klinikleiters ist, der unter Hypnose Experimente an ahnungslosen Patienten durchführt  und bei dem sie beide in Behandlung sind. Oder ist Hypnose so harmlos, wie er sie glauben machen will? Irgendwer hat es auch auf die Journalistin abgesehen. Ein Spiel um freien Willen, Wirklichkeit und Paranoia beginnt. Ein Spiel auf Leben und Tod.

Ihre Meinung zu »Sina Beerwald: Hypnose«

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nina2401 zu »Sina Beerwald: Hypnose« 11.12.2012
Die Journalistin Inka versucht durch eine Hypnosetherapie die Totgeburt ihres Sohnes zu verarbeiten. Doch dann geschieht das Unfassbare, ein Mord in ihrem engen Freundeskreis. Inka gerät in einen Strudel von Ereignissen, die sie nicht mehr steuern kann.

Das Thema Hypnose in einem Thriller fand ich sehr interessant und deshalb habe ich mich auf das Abenteuer eingelassen. Schon der Prolog war recht gruselig, ich wurde Zeugin der ersten Hypnose und so sollte es sich fortsetzen. Je weiter ich gelesen habe, umso verwirrter war ich. Was war noch Realität, was waren Halluzinationen, die durch die Hypnose ausgelöst wurden? Leider waren die Ereignisse für mich nicht immer ganz schlüssig, was aber meinem Lesefluss keinen Abbruch tat.

Die Spannung … und auch meine Verwirrung … waren konstant hoch. Sina Beerwald hat mich immer weiter aufs Glatteis geführt. Immer neue Wendungen ließen meinen Verdacht auf immer neue Personen fallen. Ich glaube, im Laufe des Buches war jeder für mich mal der Täter. Genau wie Inka zweifelte auch ich zwischendurch an meinem Verstand.

Ich bin froh, dass Sina Beerwald nicht in der Ich-Form erzählt hat, das wäre mir zu nah gewesen. So hatte ich ein wenig Abstand … auch zu den einzelnen Personen. Niemand ist mir besonders nah gekommen. Einige waren mir zu suspekt, andere einfach unsympathisch. Ich hatte das Gefühl, dass mit Ausnahme von Inka auch niemand wirklich greifbar war. Das Hauptaugenmerk lag auf den verschiedenen Hypnosearten und ihre Wirkung. Und die fand ich wirklich beängstigend. Ich hätte nie gedacht, was man damit alles anstellen kann. Und so hat mir dieses Buch nicht nur spannende Lesestunden bereitet, sondern wird mich noch eine Weile beschäftigen.

Ein spannender Thriller, der zwar nicht immer ganz schlüssig ist, aber sehr zum Nachdenken anregt. Ich werde mich bestimmt niemals hypnotisieren lassen!
Corinna Pehla zu »Sina Beerwald: Hypnose« 24.11.2012
Ein Mord im Freundeskreis ist geschehen und die Journalistin Inka Mayer reagiert fassungslos als sie diese Nachricht erreicht. Gerade noch feierte sie mit ihrer besten Freundin und deren Mann und schon wird Annabel des Mordes beschuldigt.
Allerdings kommen Inka zweifel an der Tat und auch an der Schuld ihrer besten Freundin. Kann es sein, dass sie unter dem Einfluss von Hypnose stand, als der Mord passierte? Denn Annabel ging bereits eine Zeit lang zu einer Hypnose-Therapie. Ist dies wirklich so harmlos wie berichtet wird? Oder was passierte in der Tatnacht?
Hypnose war für mich schon vor dem Lesen dieses Buches ein spannendes Thema und ich denke damit bin ich sicherlich nicht allein. Denn der Gedanke so komplett abschalten zu können und sich in die Hände des Therapeuten zu begeben ist kein einfacher und auch sicherlich eine ziemliche Überwindung. Wir alle kennen ja diese Hypnose-Spiele bei denen Leute lächerliche Dinge tun ohne sie wirklich zu wollen.
Somit war ich im Vorfeld bereits sehr gespannt auf dieses Buch.

Und ich denke, dass ich nicht zu viel verrate wenn ich schreibe, dass Sina Beerwald ab der ersten Seite rasant die Spannungskurve nach oben gesteuert hat. Wir Leser lernen Inka kennen die sicherlich keine einfache Zeit hinter sich gebracht hat und ich selber hatte sofort ein Bedürfnis mehr über sie zu erfahren. Denn vieles scheint seltsam und geheimnisvoll.

Dann passiert der Mord und von da an jagt ein Ereignis das nächste. Es scheint unmöglich das Annabel die Täterin ist, aber auf der anderen Seite wieder nicht. Und Inka, die versucht zu helfen, wird in einen Strudel gezogen von dem man nicht weiß was Wirklichkeit ist und was nicht.

Ich selber habe den Schreibstil als flüssig und sehr gut lesbar empfunden. Die Seiten flogen an mir vorbei und Sina Beerwald schaffte es alles sehr bildlich zu erzählen. Trotzdem gibt es für mich einen kleinen Minuspunkt an dem Ganzen.
Mir wurde alles zu viel. Es gab keine 20 Seiten (gefühlt) an dem nicht wieder etwas unglaubliches geschah und immer neue Dinge passierten. Für meinen Geschmack tat es der Geschichte gerade im Mittelteil nicht gut. Ein bisschen weniger Tempo gefällt mir in diesem Fall doch besser.

Aber trotzdem hat mich der Thriller überzeugt, denn als Leserin möchte ich doch immer rätseln wie es ausgehen wird und ob meine Vermutungen richtig liegen. Von diesem Punkt her sind mit „Hypnose“ spannende Lesestunden garantiert.

Da es sich hier um den Auftakt einer neuen Serie handelt, freue ich mich jetzt schon auf das nächste Buch mit Inka Mayer.
kitekat7 zu »Sina Beerwald: Hypnose« 30.10.2012
Ich gebe Synapse11 insofern recht, dass das Buch zweifellos spannend zu lesen ist! Die "wissensgetränkten Duftpartikel" fand ich übrigens auch klasse!
Im Endeffekt ist mir es mir aber doch ein bisschen "too much" von Allem! Ich finde, vorwiegend im letzten Drittel des Buches wirkt die Geschichte zunehmend aufgesetzt und konstruiert, als ob die Autorin alles an Spannung ausschöpfen will, was nur irgend geht und dabei die Realitätsnähe völlig aus den Augen verliert!
Leider darf man hier ja nicht zuviel verraten, sonst würde ich meine Kritik gerne detailliert begründen!
Synapse11 zu »Sina Beerwald: Hypnose« 18.10.2012
Zwischen Wahn und Wirklichkeit

Inhalt:
Unter Freundinnen passiert ein Mord. Dieser hat eine lange Vorgeschichte. Die Journalistin Inka ist auf der Suche nach Antworten und mag dem Geständnis ihrer Freundin Annabel keinen Glauben schenken. Stecken womöglich dubiose Hypnoseexperimente hinter diesem Fall?
Auch Inka läßt sich hypnotisieren um einen schweren Schicksalsschlag zu verarbeiten. Kann sie ihrem Hypnotherapeuten trauen? Doch je mehr Inka erfährt, desto mehr wird ihr bewusst, dass es nicht um irgendeinen Mord geht, sondern um Fragen, die ihre persönliche Vergangenheit mehr betreffen als ihr je bewusst war. Fragen, die bis in die Gegenwart reichen und letztendlich auch ihr Leben bedrohen.

Meine Meinung:
Bereits durch den Prolog baut Sina Beerwald Spannung auf. Diese flacht nur kurzzeitig ab und bleibt dann durchgehend erhalten. Temporeich, teilweise atemberaubend und kaum nachvollziehbar sind die Ereignisse in diesem Thriller. Wahn und Wirklichkeit wechseln einander ab. Der Leser kann kaum beides voneinander unterscheiden. Die Autorin hält immer wieder Überraschungen bereit. Dieses Spiel zwischen Realität und Wahn läßt die Protagonisten sehr authentisch erscheinen. Ich konnte mich gut in Inka hineinversetzen. Ihre Rätsel wurden zu meinem. Obwohl ich nicht in ihrer Haut stecken will, konnte ich mit ihr mitfiebern als sie ihrem unbekannten Verfolger auf der Spur war. - Raffiniert - Rätsel fast wie bei Dan Brown. Letztendlich weiß Inka nicht, wem sie überhaupt noch trauen kann.
Der Begriff “wissensgetränkte Duftpartikel” (S.107), als Beschreibung für Bücher in einer Bibliothek, hat mir sehr gut gefallen. Am Ende der Seite 111 das Wort “wumm”, da hält man doch die Luft an, bevor man neugierig umblättert. Beim lesen kommt es immer wieder zu neuen Erkenntnissen und Überraschungen. Scheinbare Zusammenhänge entpuppen sich als Irrtum. Das Buch zeigt auf, wohin Macht und Gier führen und dass Hypnose auch sehr gefährlich sein kann. Bis zum Schluss bleibt spannend, was nun wirklich geschah und warum. Mir haben die Psychodynamik und die authentischen Charakterzeichnungen sehr gut gefallen.
Am Ende überschlagen sich die Ereignisse. Sina Beerwald holt nochmal alles aus ihren Charakteren heraus.

Meine Lieblingstextstelle:
“Ja, aber Menschen wie er verlieren oft deshalb den Verstand, weil sie die Wahrheit nicht mehr ertragen können, sagte Peter. Es heißt, jeder Wahn hat seinen Ursprung in der Realität.” (S.74)

Fazit:
Wirklichkeit und Wahn und die Dinge dazwischen. - Sina Beerwald ist ein atemberaubender Thriller rund um das Thema Hypnose gelungen. Das hohe Tempo und die Überraschungen sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag.
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