Deadline von Simon Kernick

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel Deadline, deutsche Ausgabe erstmals 2009 bei Heyne.

  • London: Bantam, 2009 unter dem Titel Deadline. 414 Seiten.
  • München: Heyne, 2009. Übersetzt von Gunter Blank. ISBN: 978-3-453-43383-0. 414 Seiten.
  • [Hörbuch] Freiburg im Breisgau: Audiobuch, 2009. Gesprochen von Johannes Steck. ISBN: 3899643615. 6 CDs.

'Deadline' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Du kommst spät von der Arbeit – im Haus ist es dunkel. Als du eintrittst, klingelt das Telefon. Du nimmst den Hörer ab und deine Welt stürzt ein. Deine vierzehnjährige Tochter wurde entführt, die Kidnapper fordern eine halbe Million Pfund. Du hast 48 Stunden, sonst stirbt sie. Während der Albtraum beginnt, weißt du zwei Dinge ganz sicher: Dass du alles tun wirst, um deine Tochter zu retten. Und dass dir die Zeit davonläuft …

Das meint Krimi-Couch.de: »Solider Mainstream mit ideenlosem Finale« 70°

Krimi-Rezension von Jörg Kijanski

Andrea Devern ist eigentlich eine rechterfolgreiche Geschäftsfrau, doch in letzter Zeit macht ihr ihr Ehemann Pat Phelan einige Probleme, da dieser immer öfter abends durch die Kneipen zieht. Sollte ihre Mutter Recht haben, die Andrea vor dem ehemaligen Kleinkriminellen schon immer gewarnt hat? Andreas Welt scheint eines Abends gänzlich aus den Fugen zu geraten, denn als sie nach Hause kommt, erhält sie einen anonymen Anruf. Emma, ihre 14-jährige Tochter, wurde entführt und Andrea soll binnen 24 Stunden 500.000 Pfund Lösegeld übergeben. Pats Hilfe könnte sie jetzt gut gebrauchen, doch der ist wie vom Erdboden verschluckt.

In ihrer Not ruft Andrea ihren früheren Geliebten, den ehemaligen Schwerverbrecher Jimmy Galante, an und bittet ihn um Hilfe. Jimmy hatte sich vor Jahren nach Spanien abgesetzt, doch nachdem er von Andrea erfährt, dass er Emmas Vater sei kehrt er am nächsten Tag nach London zurück.

Andrea soll das Lösegeld übergeben in einem verfallenen und abgelegenen Haus übergeben. Jimmy will sich verdeckt im Hintergrund halten, um die Täter zu beobachten. Aber irgendetwas geht schief und Andrea kehrt nach einer SMS von Jimmy in das Haus zurück. Während von Emma weiterhin jede Spur fehlt, findet sie stattdessen Jimmy – aufgehangen an einem Fleischerhaken.

Noch während Andrea entsetzt auf Jimmys Leichnam starrt klingelt ihr Handy. Da sie nicht allein gekommen sei verlangen die Entführer eine weitere halbe Millionen Pfund. Völlig verwirrt gerät Andrea auf der Heimfahrt in eine Polizeikontrolle und erklärt der Beamten ihre Lage. Sie wird zum Quartier der SOCA, der Serious and Organized Crime Agency, gebracht, wo sie kurz darauf in dem Ermittler Mike Bolt gegenübersteht, der den Fall übernehmen soll. Bolt ist sichtlich irritiert, denn vor rund fünfzehn Jahren hatte er ein kurzfristiges Verhältnis mit Andrea. Diese eröffnet ihm, dass sie Jimmy angelogen habe und er, Bolt, Emmas Vater sei …

Hohes Tempo ist oberstes Gebot

Lässt man die »klassisch« aufgebauten Krimis mal außen vor, so gibt es momentan zwei wichtige Richtungen in diesem Genre. Da gibt es die Gruppe derer, die den Krimi einen Hauch von Anspruch verpassen und einen gewissen literarischen Touch geben will (Robert Wilson, Fred Varga) und die andere Gruppe, die vor allem auf Tempo setzt (Peter James, Sebastian Fitzek).

Zur zweiten Gruppe gehört auch der Brite Simon Kernick. Action, Tempo, kurze Kapitel und am Ende eines Abschnitts folgt (fast) immer ein treffsicherer Cliffhanger. Wer auf diese Art von Thriller steht, der Begriff Pageturner ist hier mehr als angebracht, findet in »Deadline« einen vorzüglichen Roman dieses Genres. Kernick versteht sein Handwerk und setzt insbesondere seine Cliffhanger vorzüglich. Auch wenn er sprachlich durchgängig sehr leichte Kost bietet, so fällt es einem dennoch schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Was will man mehr?

Gut, hier und da wäre ein wenig mehr Tiefgang durchaus wünschenswert, denn wenngleich man bei allem Tempo die ein oder andere Ungereimtheit gerne überliest, so hapert es in der zweiten Hälfte dann doch an einigen Stellen erheblich.

In der zweiten Hälfte flacht die Geschichte deutlich ab

Die Charaktere werden, den Gesetzen des Mainstreams gehorchend, oberflächlich aber akzeptabel dargestellt. Schließlich soll es ja weitergehen. Das Szenario sorgt durch häufige Wechsel der Orte für zusätzlichen (Lese-)Druck und so wäre dieser sehr gut zu lesende 08/15-Plot (nein, kein Widerspruch) eine klare Empfehlung, wenn er nicht – wie schon angedeutet- einige Schwächen hätte.

Verdächtige werden so auffällig in den Vordergrund geschoben, dass sie von Natur aus schon nicht in Frage kommen. Dazu gesellt sich eine haarsträubende polizeiliche Aktion bei der zweiten Geldübergabe. Diese soll sich ausdrücklich zurückhalten und bietet stattdessen – gefühlt mit allen Kräften – Geleitschutz für Andrea. Auffälliger und dümmer geht es kaum. Überraschend positiv und originell ist allerdings wie Simon Kernick die Geldübergabe »auflöst«. Zum Finale ließe sich ebenfalls einiges anmerken, doch aus verständlichen Gründen sei nur so viel gesagt, dass dieses für einen deutlichen Punktabzug sorgt. So viel (ideenloser) Mainstream muss nun wirklich nicht sein.

Jörg Kijanski, August 2009

Ihre Meinung zu »Simon Kernick: Deadline«

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Kritikerin zu »Simon Kernick: Deadline« 11.05.2011
AUA! Weiterzulesen ist eine Folter. Der wohl schlechteste Krimi in meinem Regal. Er wird mit Sicherheit beim kommenden Flohmarkt an den nächsten Leser weitergehen - obwohl das auch nicht fair wäre. Für Krimi Fans von solider Handlung, flüssigem Schreib- und Lesestil, toller Spannungskurve ist "Deadline" absolut nicht zu empfehlen. Tut euch selbst einen Gefallen und legt ihn beim nächsten Stöbern in der Buchhandlung gleich beiseite (- oder in den Papierkorb) Fazit: nicht mal 1 Grad!
lolli zu »Simon Kernick: Deadline« 16.01.2011
Ich fand das Buch schwach! Ich hatte nie das Gefühl, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Story war lam und ohne Spannung. Alles, was im Buch vorkam kennt man schon. Es fängt an bei der Entführung, bis hin zur Ermordung. Ok. So schlimm war der Schluss garnicht aber der Rest...!
Fazit: höchstens 45 Grad
jonny zu »Simon Kernick: Deadline« 31.07.2010
Bisher der schwächste Kernick, den ich bisher gelesen habe - nach Gnadenlos und Todesangst. Bei beiden anderen Büchern war die Situtation der Protagonisten direkt nachempfindbar beschrieben, wenn auch nicht immer glaubwürdig (wer würde schon von einem IT-Verkäufer erwarten, dass er sich in wirklichen Grenzsituationen so mutig und überlegt verhält). Man war sofort in der Story und nahm an dem jeweiligen Alptraum hautnah teil.
Eine Identifikation mit Andrea Deverns Lage kam bei mir nicht zu Stande. Es brauchte zig Seiten, bis ich die Story wirklich spannend fand.
So ähnlich wird es auch dem Lektor des Heyne-Verlages gegangen sein. Das Buch strotzt vor Fehlern:
Andrea bittet Bolt auf seinem Anrufbeantworter, ihn zurückzurufen (S. 224)!? Sich selbst, oder wen?
Stanevics Tochter wurde von Konkurrenten seines (sic!) Vaters entführt?!(S.222)
Oder Bolt betritt das King´s Arms, "einen gut gehenden, altmodischer Pub"! (Aua! S. 237)
Jungs und Mädels von Heyne - Trotz aller Kosteneinsparungen - so etwas geht nicht!
bücherkrümel zu »Simon Kernick: Deadline« 28.07.2010
Habe es als Hörbuch gehört.

Am Anfang war es flüssig und spannend geschrieben. In der Mitte fand ich es ein wenig langatmig. Das Ende wiederum war mir mit Ereignissen zu überhäuft.

Jedoch würde ich jederzeit auch ein Buch von Simon Kernick lesen.

Abgesehen von ein paar "unglaublichen" Geschehnissen (wie z.B. eine unbewaffenete Verfolgung) ein nettes Buch für den Strand.
HeJe zu »Simon Kernick: Deadline« 26.06.2010
Ein gutes, grundsolides Buch.

Keine außergewöhnlich, neue Handlung. Aber dennoch mit viel Pfiff erzählt. Der Schreibstil gefällt mir ganz gut: nicht zu ausschweifend und sehr präsize.

Habe zu beginn des Buches gedacht: "Oh Gott, das kann ja heiter werden!", war demnach null begeistert. Aber dann nach und nach wurde es immer besser.

Mein Highlight des Buches beschränkt sich auf die Darstellung des toten Jimmy Galante, da dies das einzig wirklich spannende ist.

Ansonsten kann ich das Buch jedem empfehlen, der gerne "normale" Entführungskrimis liest.

80 %
jojo zu »Simon Kernick: Deadline« 02.05.2010
soo ein sche*** was ihr da schreibt also mir gefält dedline super ich hab es einmall gelesen und hab dann gleich meiner klasse als klassen Lektüre vorgeschlagen am Anfang waren sie nicht soo begeistert wenn sie gesehen haben das es soo dick ist aber dann haben sie angefangen zu lesen und allen hats gefallen " bis auf ein paar" aber das ist doch egal ich find es ist supper geschrieben und erzählt.
Unbekannt zu »Simon Kernick: Deadline« 19.01.2010
Ich finde, Deadline ist nicht so schlecht, wie es hier von einigen und von J.K. dargestellt wird. Klar, wenn man Gnadenlos und Deadline vergleicht, dann zieht Deadline zumindest von der Handlung her den kürzeren, da diese doch recht simpel und flach ist.
Allerdings ist in meinen Augen ein Buch mehr wert, wenn ich es einmal angefangen nicht weglegen kann, als wenn ich am Ende zwar die Brillanz des Autors bewunder, aber mich mehr oder weniger durchgequält habe. Und Deadline gehört zu Ersterem.

Insofern, wer rasante, actionreiche und flüssig lesbare - ohne Begriffe, die sowieso keiner versteht - Lektüre vorzieht, dem ist Deadline nur zu empfehlen.

Im Übrigen ist es auch mal interessant, wenn nicht wie in den meisten Fällen die Opfer beleuchtet werden (was ja trotzdem geschieht), sondern die Geschichte auch mal aus der Sicht des - in dem Falle - Polizisten erzählt wird.
Dani P. zu »Simon Kernick: Deadline« 18.01.2010
Habe natürlich Gnadelos auch bereits gelesen und es war super spannend geschrieben.
Dieses fand ich auch sehr spannend und es war schnell zu lesen.. für mich zählt, dass bei einem Thriller etwas passiert. Es gibt Krimis bzw. Thriller die leben von Atmosphäre und damit kann ich nicht so viel anfangen.. hier passiert ständig was so dass man Angst hat, wenn man das Buch beiseite legt, etwas zu verpassen. Ja das eine oder andere ist etwas unglaubwürdig, aber dennoch bietet das Buch gute Unterhaltung.
Von mir gibts 75 Grad
Katze76 zu »Simon Kernick: Deadline« 26.08.2009
Nachdem mir "Gnadenlos" total gut gefallen hat und ich das Buch sah, überlegte ich nicht lange - ich mußte dieses Buch einfach kaufen!

Nun gut, man kann es gut lesen, aber die Handlung ist eher einfach,..irgendwie fehlte mir der "Kick" in dem Buch. :-(

Es war spannend, ich konnte es auch schnell durchlesen, aber ich habe mir mehr versprochen.

Ich bin schon etwas enttäuscht.
Aber das nächste werde ich mir trotzdem kaufen. So schlecht war es dann auch wieder nicht.

Ich gebe 75%
Othmar zu »Simon Kernick: Deadline« 23.07.2009
Ein total schwachsinniges Buch, geht der Schriftsteller noch in den Kindergarten?
Welcher Polizist geht schon unbewaffnet zu einer Lösegeldübergabe?

Ich habe keine Ahnung was ich noch schreiben könnte, außer das dieses Buch schlechter als ein Groschenroman geschriebenist, totaler Mist!

auf keinen Fall zu empfehlen!
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