Die Chemie des Todes von Simon Beckett

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel The Chemistry of Death, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Wunderlich.
Folge 1 der David-Hunter-Serie.

  • New York: Delacorte Press, 2006 unter dem Titel The Chemistry of Death. 313 Seiten.
  • London: Bantam, 2006. 331 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Wunderlich, 2006. Übersetzt von Andree Hesse. ISBN: 978-3805208116. 431 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2007. Übersetzt von Andree Hesse. 430 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2007. Übersetzt von Andree Hesse. ISBN: 978-3-499-24197-0. 432 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2009. Übersetzt von Andree Hesse. ISBN: 978-3-499-25273-0. 429 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2011. Übersetzt von Andree Hesse. ISBN: 978-3-499-25646-2. 605 Seiten.
  • [Hörbuch] Freiburg im Breisgau: Audiobuch, 2006. Gesprochen von Johannes Steck. Gekürzte Lesung. Regie: Jochen Strodthoff. ISBN: 3899641965. 6 CDs.
  • [Hörbuch] Freiburg im Breisgau: Audiobuch, 2009. Gesprochen von Johannes Steck. ISBN: 3899643674. 7 CDs.

'Die Chemie des Todes' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

David Hunter war Englands berühmtester Rechtsmediziner. Aber er hat seinen Beruf aufgegeben und sich inkognito nach Devonshire in ein kleines Dorf zurückgezogen. Dort arbeitet er seit ein paar Jahren als Assistent des Arztes, als sein friedliches Landleben ein jähes Ende findet. Spielende Kinder entdecken eine mit einem Paar Schwanenflügel ausstaffierte Frauenleiche. Die Tote war Schriftstellerin, eine Außenseiterin im Dorf. Da sie mit David befreundet war, ist er, der schweigsame Fremde, einer der ersten Verdächtigen. Doch dann findet die Polizei heraus, was David früher war, und so muss die Ex-Koryphäe der überforderten Provinz-Gerichtsmedizin helfen. Gerade als sich anhand seiner Analysen herausstellt, dass die Ermordete vor ihrem Tod tagelang gefoltert wurde, verschwindet eine weitere junge Frau. Eine fieberhafte Suche beginnt, um sie noch lebend zu finden. Gleichzeitig bricht im Dorf eine Hexenjagd los. Der Pfarrer, ein knochiger Fanatiker, hetzt die Leute auf, und David ist Zielscheibe seiner Hasspredigten CSI Devonshire.

Das meint Krimi-Couch.de: »Der Tod als Studienobjekt« 65°

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Einst war er einer der führenden forensischen Mediziner Englands: David Hunter hat sie alle übertroffen, wenn es galt einem modernden Mordkadaver die Geheimnisse seines Todes zu entlocken. Dann kam seine Familie durch einen Unfall um, was Hunter beruflich und privat aus dem Gleis warf. Er floh aus der Großstadt und ließ sich als einfacher Landarzt in dem kleinen Dorf Manham in der englischen Grafschaft Norfolk nieder.

Die Tage des selbst gewählten Exils neigen sich dem Ende zu, als in einem Wäldchen die übel zugerichtete Leiche von Sally Palmer gefunden wird – traktiert mit scharfen Messern und mit Schwanenflügeln dort, wo eigentlich nur Schulterblätter sein sollten. Chief Inspector Mackenzie findet wenige Spuren aber David Hunter, der ihn bei seinen Ermittlungen unterstützen soll. Als dieser sich weigert, traktiert ihn der mürrische Polizist so lange, bis Hunter nachgibt.

Den Ausschlag dafür gibt das Verschwinden von Lyn Metcalf. Nicht nur Mackenzie fürchtet, dass der unbekannte Mörder die junge Frau in seine Gewalt gebracht hat. Ein Wettlauf auf Leben und Tod beginnt. Die Suche im dichten Wald um Manham ist gefährlich, denn der Kidnapper hat überall Schlingen aus- und Fallgruben angelegt, die für zahlreiche Verletzungen sorgen. Im Dorf selbst schwingt sich der fanatische Law-and-Order-Pfarrer Scarsdale zum Sprecher der Furchtsamen und Misstrauischen auf. Eine Bürgerwehr wird aufgestellt, die mehr Schaden anrichtet als zu schützen. Die Lage spitzt sich zu, als weitere Leichen gefunden werden.

Für Dorffremde und Außenseiter wird das Leben in Manham ungemütlich, denn die braven Bürger suchen Sündenböcke. Alte Rechnungen werden bei dieser günstigen Gelegenheit gleich mit beglichen. Auch Hunter kommt ins Gerede, hält aber tapfer aus: Der Mörder hat sich ausgerechnet seine neue Freundin geschnappt, der das bekannte Ende droht, wenn es nicht endlich gelingt die kärglichen Beweise so ordnen, dass dem Täter Einhalt geboten werden kann …

Ein Roman als Opfer übertriebener Werbung?

Die Chemie des Todes ist als Roman längst nicht so interessant wie der Konflikt, der sich in der Kritik entzündet hat. Der nüchterne Tatbestand ist für den erfahrenen Krimileser rasch klar: Dies ist ein solider Thriller um bizarre Serienmorde und unterhaltsam dargebotene Ermittlungstechniken, der – verschnitten mit dem üblichen Quantum Seifenoper – dem Genre weder nützt noch schadet. Ruhig und bei langsamem Aufbau der Spannung erzählt Autor Beckett eine Story, wie sie die Liebhaber »klassischer« britischer Krimis normalerweise lieben und die in jedem Jahr zu Dutzenden – meist als Taschenbuch mit gesichtslosem Bildstock-Einheitscover- auf den Buchmarkt geworfen werden.

Den Unterschied macht offensichtlich das Getöse der Werbetrommel, die für Die Chemie des Todes gerührt wurden. »Die Wiedergeburt des Thrillers«, so beispielsweise ein deutscher Fanfarenstoß, war anscheinend der eine Tropfen Eigenlob, der das Fass des Verdrusses überlaufen ließ. Der Ton wird in der Werbung bekanntlich schärfer, die Konkurrenz ist groß. Längst sind bei den Verlagen sämtliche Hemmungen gefallen, noch der übelste Mist wird nicht nur gedruckt sondern auch in Superlativen angepriesen. Man fällt als Leser womöglich darauf herein und ist verstimmt. Trotzdem ist es ungerecht, dass ausgerechnet der arme Simon Beckett die Zeche zahlen soll.

Ein Krimi mit Tadel aber auch mit Meriten

Zur Klage gibt es selbstverständlich Anlass. Wieso wählt der Autor als Hauptfigur einen Forensiker, wenn er für die Handlung recht wenig Kapital dafür schlägt? Oder sind wir alle bereits so CSI- & Scarpetta-geschädigt, dass wir ohne Seziersaalbabbel und labortechnischen Overkill etwas vermissen? Beckett lässt Hunters Beruf nämlich sehr wohl in die Handlung einfließen – angenehm zurückhaltend allerdings und primär dort, wo seine Erkenntnisse zur Geschichte beitragen, wie der Verfasser entschied sie zu erzählen.

Dazu gehört auch der gemächliche Einstieg ins kriminalistische Geschehen. Die Chemie des Todes ist einerseits kein Actionthriller und andererseits Auftakt zu einer Serie mit David-Hunter-Romanen. So nimmt sich Beckett die Zeit diese Figur und ihre von tiefen inneren Konflikten geprägte Geschichte sorgfältig aufzubauen bzw. zu erzählen, während sich der kriminalistische Handlungsstrang erst nach und nach in den Vordergrund schiebt. Selbstverständlich gehört die vorsichtige Annäherung ans weibliche Geschlecht zu Hunters Gesundungsprozess und natürlich ist es das Objekt seiner neu erwachten Begierde, das dem Mörder in die Finger gerät: Die Chemie des Todes ist halt ein konventionell geplotteter Thriller. Wer sich ohne große Vorab-Erwartungen an die Lektüre begibt sowie die Dreistwerbung als auch die aus Verärgerung geborene Negativkritik ignoriert, wird durchaus seinen Lesespaß finden und sich über den Sturm im Reagenzglas wundern, den dieser Allerweltskrimi auslöste.

David Hunter trägt zwar einen »sprechenden« Namen, benimmt sich jedoch ganz und gar nicht wie ein Jäger. Beckett schildert ihn als gebrochenen Mann, der nach einer persönlichen Tragödie aus seinem psychisch anstrengenden Job als Gerichtsmediziner »aussteigt« und in der Stille der Provinz einen Neuanfang versucht. Die damit verbundenen Schwierigkeiten schildert der Verfasser überzeugend aber ohne das Seelendrama neu zu erfinden.

Der Versuch leiser Töne

Hunter ist kein Sherlock Holmes des 21. Jahrhunderts, der sich eifrig über faulige Leichen beugt, um sie unter Präsentation angenehm ekliger Überraschungen zu »lesen«, sondern ein verstörter und störrischer Zeitgenosse, der sich zudem gegen die Rolle des zentralen Handlungsträgers sträubt. Tatsächlich wehrt er sich gegen alles, das den mühsam geschaffenen Panzer aus Routine und Gleichgültigkeit zerbrechen könnte. Eine blitzartige Wiedergeburt als spürgewaltiger Schnüffelforensiker wäre deshalb reichlich unglaubwürdig.

Beckett mag kein Neuerer sein aber er bemüht sich wenigstens, allzu ausgefahrene Geleise zu vermeiden. Sein Manham ist kein Sammelbecken ulkiger Dorftypen oder -trottel, die in so vielen – zu vielen – »Whodunits« den Hintergrundchor abgeben müssen. Das Verderben kommt über eine Gemeinde, der Harmonie stets ein Fremdwort war. In der Krise bildet sich keine Gemeinschaft; stattdessen bilden sich Gruppen, die einander argwöhnisch belauern und höchstens in ihrer Hatz auf verdächtige Außenseiter einig sind: Selbst die Bürger von Manham unterliegen im 21. Jahrhundert dem alten Irrglauben, dass auf dem Land Frieden dort herrscht, wo in der Stadt das Böse regiert.

Pfarrer Scarsdale ist das Sprachrohr für die gleichzeitig Ängstlichen und Aggressiven – leider ein reichlich verbeultes, so heißen: Scarsdale ist Beckett zum Zerrbild missglückt. Er wirkt wie ein frühneuzeitlicher Hexenjäger, der im Namen des HERRN seinen persönlichen religiösen Fundamentalismus nährt. Selbst in der Provinz dürfte es indes kaum mehr möglich sein »normale« Menschen auf diese Weise in einen hysterischen Lynchmob zu verwandeln. Beckett merkt es selbst und lässt diesen Handlungsstrang unauffällig versanden.

Der Mörder muss einer der Manham-Bewohner sein – so verlangt es die Regel. Wer es sein könnte, dämmert dem Leser eventuell ein wenig zu früh; Beckett verteilt in dieser Hinsicht großzügig Hiebe mit dem Zaunpfahl. Ansonsten hält sich der Verfasser auch hier an die Konventionen, die einen Irrsinnigen fordern, der rasch und gnadenlos killt und erst im Finale vom Drang erfasst wird, sich dem Helden in einem wahren Redeschwall zu offenbaren. Kein Wunder, dass es so mit dem perfekten Mord nichts wird …Auch hier gilt freilich: Beckett mutet seinem Publikum auch nichts Schlimmeres zu, als es gewöhnt ist.

Michael Drewniok, April 2006

Ihre Meinung zu »Simon Beckett: Die Chemie des Todes«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

LeseratteNr.1 zu »Simon Beckett: Die Chemie des Todes« 27.09.2016
Kurzer Nachtrag:
Satte 90°

Mit dem kurzen Nachtrag wird es nichts, ich muss mindestens 300 Zeichen eingeben. Ich habe mein Exemplar von "Die Chemie des Todes" drei Freunden geliehen, die ebenso begeistert davon waren, wie ich.

Für Liebhaber knallharter Thriller genau die richtige Lektüre.

Seelchen sollten es lieber nicht lesen. Es beschreibt teilweise sehr brutale Szenarien.

Für mich ist es einer der besten Thriller, die ich in meinen 57 Lebensjahren gelesen habe. Wie gesagt, satte 90°.
LeseratteNr.1 zu »Simon Beckett: Die Chemie des Todes« 27.09.2016
Im Gegensatz zu seinem extremst öden Machwerk "Tiere" ist Simon Beckett mit "Die Chemie des Todes" ein hochspannender Thriller gelungen, den ich regelrecht verschlungen habe. Man sollte kaum glauben, dass dieses Buch vom selben Autor stammt.

Für zartbesaitete Gemüter ist das Buch nicht zu empfehlen, aber wer knallharte Thriller liebt, ist hier bestens bedient. Ich wollte, es gäbe mehr Bücher, die mich derart fesseln
Aniza86 zu »Simon Beckett: Die Chemie des Todes« 25.07.2016
Ich hatte von dem Autor vorher schon gehört und war sehr gespannt! Und ich muss sagen ich wurde nicht enttäuscht . Das Buch ist super aufgebaut von der Erzählung, fand es, wie bei anderen Büchern stellenweise nicht langweilig und das Ende war überraschend, zumindest für mich 😊😊😊 Ich kann es auf jedenfall nur weiterempfehlen!
trafik zu »Simon Beckett: Die Chemie des Todes« 21.07.2016
Es war mein erstes Buch von Simon Beckett. Ich muß gestehen, ich kannte den Autor vorher überhaupt noch nicht.
Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Am Anfang kommt man ein wenig schwer hinein, doch dann wird der Krimi immer besser und besser. Werde noch mehr dieses Autors lesen. Freue mich schon darauf.
steve006 zu »Simon Beckett: Die Chemie des Todes« 05.07.2015
Ein sehr spannend und flüssig geschriebener Krimi um einen Frauenmörder in einem kleinen Dorf. Auch der ermittelnde Arzt wird in den Kreis der Täter mit einbezogen. Interessant beschrieben ist die Hysterie, die plötzlich im Dorf ausbricht.
Das Ende ist vielleicht etwas dick aufgetragen, der Spannung tut dies jedoch keinen Abbruch.
Von mir gibt es volle Punktzahl für Spannungen, Schreibstil und Unterhaltungswert.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Sus90 zu »Simon Beckett: Die Chemie des Todes« 29.06.2015
Nun habe ich auch mal den ersten David Hunter Fall gelesen, am Anfang muss ich sagen bin ich schwer ins Buch rein gekommen. Es hatte mich leider nicht so gefesselt aber Ich bin dran geblieben ☺ und das War eine gute Entscheidung, von Seite zu Seite wurde es besser. Die Handlungen hab mich mehr und mehr gepackt, ich konnte mich gut in die Lage des David Hunter versetzen und auch der Liebes Aspekt hat mir gut gefallen. An sich würde ich das Buch weiter empfehlen, nicht der typische Thriller.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Jürgen zu »Simon Beckett: Die Chemie des Todes« 15.04.2015
Aufmerksam geworden durch die überwiegend pos. Einschätzungen wurde "Chemie.."mein Beckett-Erstling. Bis auf die letzten ca 50 Seiten hat mir das Buch gut gefallen.Der Schluß ist doch sehr vorhersehbar u. vor allem neg. überrachend trivial. Habe mir aber vorgenommen"Kalte Asche" zu lesen u.bin gespannt auf mein Resüme.
DDr. Mag. Aleksandar Nunic zu »Simon Beckett: Die Chemie des Todes« 15.01.2014
Eigentlich wollte ich putzen - lautete der Titel einer der anderen Rezensionen. Ich selbst wollte eigentlich gerade frühstücken. Allerdings lag neben mir zufällig dieses am Vortag gekaufte Buch. Ich wollte nur die erste Seite lesen, um zu sehen, ob es sich lohnen würde, das ganze Buch zu lesen, denn ich hatte an diesem Tag eigentlich überhaupt keine Zeit zum lesen. Keine 24 Stunden später wußte ich es. Selten habe ich 430 Seiten in so kurzer Zeit verschlungen. Wenn ich mich richtig erinnere, eigentlich nie zuvor. Obwohl der Titel des Buches und auch dessen auffälliger Einband, keinen Krimi sondern vielmehr eine Dokumentation über spannende forensische Arbeit erwarten ließen, also eher irreführend sind, geriet diese sich nicht erfüllende Erwartungshaltung, ob des flüssigen Schreibtstils und der bedrückend spannenden Handlung schnell in Vergessenheit. Denn über forensische Zusammenhänge und die Chemie des Todes lernt man nicht viel mehr als die Chronologie des Fliegen- und Maden-Aufmarsches bei verwesenden Leichen. Wer sich also durch den Buchtitel hierzu mehr versprochen oder etwas ganz anderes erwartet hat, wird wohl enttäuscht sein. Wettgemacht wird das Ganze durch ein ungewöhnliches Thriller-Szenario mit sehr dichtem Handlungsrahmen sowie der Möglichkeit für den Leser aufgrund beiläufig gestreuter Aussagen an diversen Stellen des Buches den Täter selbst entlarven zu können. Auch die ideal passende, und nahezu sensorisch wahrnehmbare englische "Dorfidylle" erhöht die Eindringlichkeit der Geschichte. Das für geviewte Krimikenner nicht unbedingt verblüffende Ende gleicht allerdings eher einem kitschigen Trivialroman und steht den 400 vorausgehenden Seiten nicht sehr gut zu Gesicht. Die Mehrzahl der Leser wird das Ende aber dennoch zufrieden stimmen.
Wer an einem verregneten Herbsttag also nicht weiß, wie er den Tag rumbringen soll, wird sich mit der Chemie des Todes bestens unterhalten fühlen.
Amelié zu »Simon Beckett: Die Chemie des Todes« 19.11.2013
Mein Erster Thriller von darauf unzählig folgenden und immer noch einer meiner absoluten Favoriten. Jeder Fall von David Hunter war für mich ein neuer toller unerwartet spannender Teil. Ich konnte keines der Bücher aus der Hand legen, wobei die Chemie des Todes keines mehr topt. Zum Schluss unglaubliche Wendung, völlig unerwartet und einfach nur spannend. Was mich so fasziniert, ist der Blickwinkel aus dem die Morde aufgeklärt werden. Ich hatte die Schnauze voll von Kommissaren die selbst einen Vaterkomplex haben. Endlich mal eine Sichtweise, die einem detailierter und fast schon krankhaft genau ein Bild der Tat liefert. Kann ich wirklich nur jedem empfehlen!
Cysiay zu »Simon Beckett: Die Chemie des Todes« 03.11.2013
Ein Thriller der irgendwie mehr Krimi wie Thriller ist. Zumindest die ersten 400 Seiten von 430 Seiten.

Simons Becketts Schreibstil ist wirklich gut und fließend zu lesen. Wirklich interessant waren die wissenschaftlichen und medizinischen Erläuterungen und Aspekte in diesem Roman. Für mich persönlich das beste am Buch, aber ich steh auf sowas auch.

Durch das legen verschiedener falscher Täterfährten, wurde auch ich immer wieder von meiner Tätervermutung abgebracht.
Große Sympathien hatte für mich der Protagonist Dr. David Hunter verdient. Charakterlich ausgereift hat hier Simon Beckett einen perfekten forensischen Anthropologen erschaffen.

Angelockt von knapp 800 5 Sterne - Bewertungen von Amazon und einer restlos begeisterten Mutter, konnte ich nicht anders als mir dieses Buch zu Gemüte zu führen.
Leider mit einer etwas falschen Erwartungshaltung...
Die erwartete fesselnde Spannung setzte bei mir erst auf den letzten 100 Seiten ein. Auch empfand ich den möglichen Täterkreis zu durchschaubar. Es gab zwar noch eine unerwartete Wendung am Ende, jedoch sollten erfahrende Krimi Leser auf den ersten 50 Seiten schon wissen wer der Täter sein sollte.

Leider ist dieses Buch für mich ein nicht ganz so außergewöhnliches Buch, wie für viele andere.
Mir fehlte der durchhaltende Nervenkitzel und die nicht Durchschaubarkeit. Bei einem guten Thriller oder Krimi möchte ich gerne mehr gefesselt sein, als nur auf den letzten 100 Seiten.

Von mir erhält dieses Buch dennoch wohlwollende 85 Punkte und somit 4 Sterne.
Empfehlen tue ich dieses Buch Leuten die sich unterhalten wollen ohne große Grausamkeiten zu lesen oder die die größte Spannung ihres Lebens erleben wollen.
Erfahrenden Krimi und Thriller Leser werden hiermit, denke ich nicht glücklich.

Dies sind nur die ersten 10 Kommentare von insgesamt 268.
» alle Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar zu Die Chemie des Todes

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: