Passagier 23 von Sebastian Fitzek

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2014 bei Droemer.

  • München : Droemer, 2014. ISBN: 978-3-426-19919-0. 432 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: Lübbe Audio, 2014. Gesprochen von Simon Jäger. ISBN: 3-7857-5047-1.

'Passagier 23' ist erschienen als Hardcover HörbuchE-Book

In Kürze:

Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Doch nie kam jemand zurück. Bis jetzt …Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff »Sultan of the Seas« – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler. Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der »Sultan« kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der »Sultan« verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm …

Das meint Krimi-Couch.de: »Eine Seefahrt, die ist (nicht) lustig...« 70°

Krimi-Rezension von Lars Schafft

Passagier 23, das ist das Synonym dafür, dass jedes Jahr im Schnitt 23 Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen verschwinden. Sicherlich eine bemerkenswerte Tatsache, da wohl niemand mit einer luxuriösen Kreuzfahrt Suizid oder noch Schlimmeres verbindet. Bestsellerautor Sebastian Fitzek greift diesen Fakt auf und stellt eigentlich nicht die Frage, was mit diesen 23 Menschen passiert ist, sondern was wäre, wenn dieser besagte Passagier 23 wieder auftaucht.

Das stellte nämlich die Reederei vor ein großes Problem. Wie viel des Urlaubs auf hoher See ist beabsichtigter Selbstmord und wie viel muss unter den Tisch gekehrt werden, um den Reichen dieser Welt diesen Luxus weiterhin unbeschwert zu gönnen? Tote während einer Kreuzfahrt sind geschäftsschädigend.

Frau und Kind sprangen von Bord

Aus diesem Grund wird Dr. Martin Schwartz aus Berlin an Bord der »Sultan of the Seas« gerufen. Das Verhängnisvolle daran: Vor fünf Jahren hat er selbst Frau und Kind verloren, die angeblich von einem dieser riesigen Schiffe in den Tod gesprungen sind. Und da kommt »Passagier 23« ins Spiel: Anouk, ein junges Mädchen, ist entgegen der Vermutung nicht mit ihrer Mutter in den Tod gestürzt und taucht ein halbes Jahr später an Bord der Sultan wieder auf. In der Hand den Teddy von Martins Sohn. Was geschah an Bord der »Sultan of the Seas«? Martin Schwartz muss in einem Fall ermitteln, der ihm persönlich näher geht, als ihm lieb ist.

Die Idee hinter Passagier 23 ist reizvoll, aber eigentlich auch alt. Es gibt einen Ort, von dem keiner entfliehen aber auch keiner hinzustoßen kann. Bei Agatha Christie war es ein abgelegenes Landhaus, jetzt ist es ein Kreuzfahrtkoloss mit 3.000 Passagieren. Natürlich, das sind deutlich mehr als im englischen Countryside, aber die Perspektive bleibt dieselbe: Der Täter ist unter uns und wir haben nur begrenzt Zeit, ihn zu finden. Dieses Schema hat Fitzek schön ins 21. Jahrhundert übertragen.

Wir können nicht abstreiten, der Autor ist ein Könner seines Fachs. Als Thriller funktioniert Passagier 23 optimal, es gibt nahezu keine Passagen, die langweilen, oder die man als Leser überschlagen möchte. Pageturner ist der Begriff, der hier perfekt passt.

Wo laufen sie denn?

Aber: Leider schafft es Sebastian Fitzek nicht, ein maritimes Flair zu erzeugen. 3.000 Passagiere, wo sind sie denn alle? Ein Großteil der Handlung findet im Unterdeck oder in Kabinen statt. Und ob der Kreuzer auf der Reise von Southampton nach New York ist, oder von Bremerhaven nach Bremen, man merkt es nicht.

Dazu kommt: Fitzek baut auf den ersten hundert Seiten viele Plots auf, von der alternden Thrillerautorin im Rollstuhl, über Zwangsamputationen bis dahin, dass Protagonist Schwartz sich als verdeckter Ermittler mit HIV infizieren lässt, um an einer Vergewaltigungsparty teilnehmen zu können. Das ist viel zu viel des Thrills, unnötig, und wird auch leider im Laufe des Buches kaum noch mal aufgenommen.

Fitzeks Versuch, alle Handlungsstränge letztendlich nach seinem Nachwort zusammenzuführen, wirken deswegen leider eher bemüht. Oder war es ein Gag des Autors, der dem Leser in der Form noch nicht untergekommen ist? Dazu möge sich jeder nach der Lektüre seine eigene Meinung bilden.

Schnelle Lektüre

Passagier 23 ist ein überaus spannender Thriller, der es im Sinne der Spannung mit allen internationalen großen Namen aufnehmen kann. Eine schnelle Lektüre, die einen gar nicht unbefriedigt zurücklässt. Zur Spitze fehlt aber Akribie, Figurenzeichnung und der ein oder andere Twist weniger.

Lars Schafft, November 2014

Ihre Meinung zu »Sebastian Fitzek: Passagier 23«

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Kinski zu »Sebastian Fitzek: Passagier 23« 02.03.2018
Selten einen so hanebüchenen Unfug gelesen. Das Buch strotzt nur so von unglaubwürdigen Figuren und Geschehnissen, und bis zum nachgerade lachhaften Finale setzt der gute Sebastian immer noch einen drauf. Eigentlich haben zum Schluss nur noch die Illuminaten und die große Weltverschwörung gefehlt. Setzen, 6.
Waldgeist zu »Sebastian Fitzek: Passagier 23« 07.02.2018
Zu diesem Autor habe ich noch keine feststehende Meinung. Ich hatte zuletzt ein ziemlich abstruses Werk von ihm gelesen und eigentlich hatte ich ihn damit schon von meiner „Nochzulesen-Liste“ gestrichen, aber Passagier 23 hatte mich dann doch noch gereizt. Dieses Buch ist wiederum ähnlich wie Splitter durchaus lesenswert und hat dazu geführt, dass jetzt auch noch „Das Paket“ in meinem Regal auf mich wartet.

Ort des Geschehens ist ein abgeschlossener Raum, ein Kreuzfahrtschiff. Es geht um Personen die während einer Kreuzfahrt spurlos verschwinden. Da es sich durchschnittlich im Jahr um 23 Personen handelt spricht man vom Passagier 23. Ein Ermittler der 5 Jahre zuvor ebenfalls Frau und Kind während einer Kreuzfahrt verloren hatte, wird von einer älteren Dame auf das Schiff gelockt, mit dem Hinweis, es gebe neue Erkenntnisse zu den damaligen Ereignis.

Ein verloren gegangenes Mädchen sei nach einem halben Jahr mit einem Teddy seiner Tochter wieder auf dem Schiff aufgetaucht. Ein durchaus spannendes Buch, wenn die Figur des Ermittlers auch ein wenig überzeichnet ist und dadurch dem Leser die Möglichkeit genommen wird in dessen Haut zu fahren und sich mit diesem zu identifizieren.
wulfjang zu »Sebastian Fitzek: Passagier 23« 06.02.2018
Habe vor Jahren in der WELT DER WUNDER einen riesigen Artikel ( über das Problem verschwundener Passagiere sowie fehlender Ermittlungen bzw. Zuständigkeiten ) gelesen.
Man spricht mit dem ein oder anderen Familienmitglied oder Freunden & schwupp, bekommt man zum Geburtstag den Fitzek-Krimi geschenkt, weil das so schön zum erzählten passt & zeigt dass man mir zugehört hat ;-)Es war auch mein erster Fitzek,
Klar, auch ich war über die vielen verschiedenen Ansätze, Schauplätze, Protagonisten überrascht. Aber es war nie langweilig, man will immer wissen wie es weitergeht & der ganze Plot ( auch mit seinen vielen Wendungen ) macht Sinn, schafft es immer wieder zu überraschen.
Wenn all die Kritiker hier in diesem Forum sich genau darüber beschweren, zudem mehr von der Überfahrt nach NY bzw. über die anderen Passagiere lesen wollen, frage ich mich ob die wirklich einen Psycho-Krimi lesen wollten. Herr Fitzek hat hier nicht mehr überzogen wie es für die Regisseure bei z.B. 007 oder Jason Bourne Filmen normal ist! Als kleines Schmankerl gibt es noch die im Prolog & Epilog eingebaute, eigenständige Geschichte.
Ich fühlte mich sehr gut unterhalten! ( bin aber auch kein Literatur-Papst )
Wally von Wallisburg zu »Sebastian Fitzek: Passagier 23« 06.10.2017
Passenger 23 und Fitzek wird hier pausenlos schlecht gemacht, so als wäre es abgesprochen.
Was zum Teufel lesen diese "Kritiker"denn sonst? Den Wetterbericht ?
Schreibt erst mal selber ein paar Seiten, bevor ihr vernichtende Kritiken macht. Das Buch ist gut durchdacht und spannend. Ein Thriller eben, keine Nachrichtensendung. Wenn ihr P. 23 schon schlecht findet, dann lest mal mein Buch: "Tittenschweinchen" dann habt ihr eure wahrheitsgetreuen Morde ! Viel Spaß, ihr Spaßbremsen.
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Thrillm zu »Sebastian Fitzek: Passagier 23« 16.07.2017
Bin absolut Carolinas und Kurt Jos Meinung.
Selten so einen Schund gelesen. Alles völlig unwahrscheinlich und übertrieben. Werde kein Buch von Sebastian Fitzek mehr anfassen.
Kann garnicht den Erfolg verstehen den seine Romane haben. Habe vorher schon ein Buch von ihm gelesen das genauso mies war und dachte mittlerweile hat er zu einem akzeptablen Stil gefunden.
Aber ist eben alles Geschmacksache.
Gottseidank gibt es aber doch noch Gleichgesinnte.
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Barbra zu »Sebastian Fitzek: Passagier 23« 06.07.2017
Mich persönlich hat das Buch enttäuscht. Vom Schiffsleben rundum erfährt man kaum was. Das Ganze könnte gerade so gut in einem Busbahnhof spielen. Und seitenweise ist mir seine Sprache zu simpel. Auch ein anderes Buch von Fitzek war nicht nach meinem Gusto - habe es quer-gelesen, langweilte mich, war zu einfach, zu schnell geschrieben wohl. Fazit: Nie mehr Fitzek.
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Carolina zu »Sebastian Fitzek: Passagier 23« 26.02.2017
Ich bin der gleichen Meinung wie Misha: Das Eleborat hat das Niveau eines Groschenromans! Ich hab mich gefreut, dass gleich die ersten zwei Kommentare mit mir einer Meinung sind! Dies war der erste Roman dieses Autors, den ich gelesen habe und sicher der letzte! Ich habe in Jahrzehnten sicher hunderte Krimis gelesen angefangen in den60er Jahren mit Agatha Christie bis heute zu den englischen, skandinavischen etc. Irgenwie haben mich die Titel der Romane z.B. Augensammler vom Lesen abgehalten. Aber da ich nicht voreingenommen sein wollte und der Autor offensichtlich großen Erfolg hat, hab ich doh eines gekauft. Jetzt frage ich mich woher dieer angebliche Erfolg kommt!? Medienmache? Der Azutor b edient mit seinen Einfällen offensichtlich die niedersten Instinkte und das in einer derben Sprache. Also Vorsicht in Zukunft bei so hochgelobten Schreiberlingen, die Medien lügen doch.
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Kurt Jo zu »Sebastian Fitzek: Passagier 23« 22.02.2017
Das schlechteste Buch, dass ich in den letzten Jahren gelesen habe. Völlig unglaubwürdig. Wer meint, dass Fitzek der beste Autor ist, hat wirklich noch keine guten Autoren gelesen. Fast noch getoppt duch " Das Paket."
Ich habe vor "Passagier 23" zwei andre Fitzek gelesen (eines zusammen mit Michael Tsokos), die erhebelich besser waren. Aber für mich steht fest: Nie wieder Fitzek
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johann slacik zu »Sebastian Fitzek: Passagier 23« 18.01.2017
liebste nörgler,
man muß das buch in einem satz lesen um sich auszukennen, macht man pause muß man wieder nachlesen, weil der autor springt wie eine heuschrecke.
hiv ansteckung und zahn ausbrechen
gehören zur übertriebenen phantasie des schreibers.
fazit. schnelle leselektüre,für entspannenden
urlaub geeignet.
nicht sammeln sondern abgben.
Misha zu »Sebastian Fitzek: Passagier 23« 03.01.2017
Mein erster und vermutlich letzter "Fitzek": Die Geschichte mag ja noch ganz originell erdacht sein (schon hier habe ich Zweifel),aber die sprachliche und stilistische Umsetzung bewgt sich auf dem Niveau eines Groschenromans. Selbst wenn man das Buch nicht mit Werken der ersten Liga sondern mit Erzeugnissen anderer Vielschreiber vergleicht, empfand ich da ganze nahezu als amateurhaften Schreibversuch.
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