Die Therapie von Sebastian Fitzek

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 bei Knaur.

  • München: Knaur, 2006. ISBN: 978-3-426-63309-0. 336 Seiten.

'Die Therapie' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die 12-jährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt. Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird …

Das meint Krimi-Couch.de: »Vielleicht der Debütroman des Jahres 2006« 95°Treffer

Krimi-Rezension von Jörg Kijanski

Die zwölfjährige Josy leidet unter einer merkwürdigen Krankheit und so versucht ihr Vater, der bekannte Psychiater Dr. Viktor Larenz, einen Arzt zu finden, der ihr helfen kann. Eines Tages wartet er in der Praxis von Dr. Grohlke in dessen Wartezimmer auf Josy, doch diese verschwindet plötzlich. Noch mysteriöser: Weder die Sprechstundenhilfe noch Dr. Grohlke selbst wollen Josy zuvor überhaupt gesehen haben.

Vier Jahre sind inzwischen vergangen und noch immer gibt es keine neuen Erkenntnisse, da bittet die »Bunte« Dr. Larenz zu einem Interview über das Verschwinden seiner Tochter. Dieser zieht sich deshalb auf die kleine Insel Parkum zurück, um die Beantwortung der Fragen des Interviews sorgfältig vorzubereiten. Hier trifft er auf eine unbekannte junge Frau, die ihn bittet, ihn zu therapieren. Da er seit dem Verschwinden seiner Tochter jedoch nicht mehr praktiziert lehnt er ab. Als ihm die Unbekannte allerdings eröffnet, dass ihr Problem Wahnvorstellungen seien, in denen ein junges Mädchen vorkommt, ist Dr. Larenz Interesse geweckt. Zu viele Äußerungen der Frau weisen darauf hin, dass es sich bei dem jungen Mädchen um Josy handeln könnte. Aber die Wahrheit ist viel entsetzlicher …

Ein Debütroman der zwar nicht die Nation, aber mit Sicherheit die Leser spalten wird und der leider äußerst schwierig zu rezensieren ist. Denn für eine nachvollziehbare Bewertung müsste hier auf das (je nach Sichtweise gelungene oder misslungene) Ende, also die Auflösung des Plots eingegangen werden, was sich natürlich von selbst verbietet. Genau deswegen kann, besser gesagt darf hier auch nicht auf gut 85% des Inhaltes eingegangen werden, da er mit der Lösung unmittelbar verbunden ist. Soviel darf aber verraten werden: Akzeptiert man die Lösung hat man ein »kleines« Meisterwerk gelesen, andernfalls wird man die Story (der Autor möge mir die Formulierung nachsehen) als »Unsinn« abtun – wenngleich zu Unrecht.

Zunächst einmal fällt das hohe Erzähltempo positiv auf, mit welchem Sebastian Fitzek seine Leser vorantreibt. Auf 331 Seiten sind stolze 60 (!) Kapitel zu bewältigen, an deren Ende zumeist ein treffsicher gesetzter Cliffhanger wartet. Wie, das Buch auf Seite legen? Das geht ja fast gar nicht, jetzt, wo es so spannend wird. Alle Achtung, Sebastian Fitzek hat seine Hausaufgaben mehr als ordentlich gemacht und der Leser dankt es ihm sogleich, in dem er das Buch in einem Rutsch durchliest. Wenn einem dann noch die letzten 31 Seiten gefallen, in dem einem endlich alles klar wird, ja dann …aber das hatten wir ja schon. Der besondere Clou ist übrigens nicht die Frage, was letztendlich mit der Tochter passiert ist. Natürlich, darum geht es auch, aber eben nicht nur, denn in dem Mikrokosmos des Psychiaters Dr. Larenz und seiner von Halluzinationen geplagten Patientin geht es vor allem um die Frage, was ist hier erfunden und was ist wahr, zumal die Wahrnehmungsfähigkeiten des Dr. Larenz durch eine schwere Erkältung äußerst eingeschränkt sind.

»Wie du meinst. Aber du glaubst tatsächlich, dass die schizophrenen Attacken von dieser neuen Patientin etwas mit dem Verschwinden deiner Tochter zu tun haben könnten?«
»So ist es.«
»Du weißt schon, wie sich das für mich anhört?«
»Natürlich«, antwortete Viktor. »Du musst glauben, dass ich endgültig den Verstand verliere.«
»Harmlos ausgedrückt.«

Treibender Psychothriller mit zahlreichen Stilmitteln des Horrorromans

Eine Achterbahnfahrt erster Güte wird dem Leser geboten, deren Auflösung selbst für geübte Thrillerfreunde kaum vorhersehbar ist. Jedenfalls ist mir ein vergleichbarer Plot noch nicht untergekommen, denn am Schluss kommt (nachvollziehbar!) plötzlich alles ganz anders. Man schluckt, reibt sich irritiert die Augen und – in meinem Fall – gratuliert dem Autor für seine grandiose Idee.

Gezielt verwendet Sebastian Fitzek zahlreiche klassische Elemente des Horrorromans. Dinge verschwinden ebenso plötzlich wie Lichter an- und ausgehen. Das Handy klingelt in einer Gegend, wo es gar keinen Empfang gibt. Was ist Fiktion, was Realität? Wer bildet sich was ein und was ist tatsächlich passiert? Was hat es mit der Unbekannten auf sich, die vorgibt, eine bekannte Kinderbuchautorin zu sein, der die von ihr selber erschaffenen Figuren im realen Leben begegnen? Wie sich herausstellt, gibt es diese Schriftstellerin gar nicht, aber wer ist sie dann und woher weiß sie so viele Details aus Josys Leben? Und warum begibt sie sich auf die kleine Insel Parkum, um sich von Dr. Larenz behandeln zu lassen, wobei die Behandlung eher ein einseitiges Befragen des Psychiaters ist, der endlich hofft, das Geheimnis um seine seit Jahren verschwundene Tochter lösen zu können? Auch das Verhalten der wenigen Randfiguren (insbesondere des Bürgermeisters von Parkum und Larenz’ Frau) werfen Fragen über Fragen auf und am Ende ist dann doch nichts mehr wie es war.

Eben – wie gesagt – alles ganz anders, alles ganz großes Kino. Irgendwie.

Jörg Kijanski, August 2006

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Sabine zu »Sebastian Fitzek: Die Therapie« 13.03.2010
"Die Therapie" ist einfach ein super klasse Buch! Es ist total spannend und das Ende ist einfach überraschend.

Aber man muss wirklich bei den anderen Büchern von ihm seinen Kopf ausschalten. Weil nun kennt man ja seine Schreibweise und die ändert sich eigentlich nicht - ich will nicht zu direkt werden, sonst wird es unspannend für diejenigen, die das, was ich beschreibe, eh nicht tun ;)

Aber auf jeden Fall ein MUSS!
black widow zu »Sebastian Fitzek: Die Therapie« 03.03.2010
Das Buch erinnert mich sehr stark an den neuen aktuellen Kinofilm "Shutter Island" indem leonardo dicaprio den hauptdarsteller spielt... das ist echt geil. buch als auch film. unbedingt anschauen!!
Das Buch erinnert mich sehr stark an den neuen aktuellen Kinofilm "Shutter Island" indem leonardo dicaprio den hauptdarsteller spielt... das ist echt geil. buch als auch film. unbedingt anschauen!!
Kom_Ombo zu »Sebastian Fitzek: Die Therapie« 27.01.2010
"Die Therapie" - nun ja, nachdem ich "Der Seelenbrecher" vor längerer Zeit gelesen hatte und davon restlos begeistert war, hatte ich so meine Vorstellungen von "Die Therapie".

Leider war ich dann aber nicht so angetan. Es liest sich zwar leicht und war im Großen und Ganzen auch von der Story her gut, aber mir fehlte dann zum Schluss dieser "Kick", da hätte noch ein bisschen mehr kommen können.

Aber davon lasse ich mich nicht abschrecken und werde auch weiterhin seine Bücher lesen.
0 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
nessaja zu »Sebastian Fitzek: Die Therapie« 19.01.2010
Ich findendieser Buch einfach geil xD
ich hab von anfang an mitgefiebert und das ende hat mich sehr überrascht. das buch ist einfach nur klasse. :) ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, denn ich wollte natürlich unbedingt herausfinden, was damals mir Josy geschehen ist...usw.
ich finde, dieses buch ist sebastian fitzek sehr gelungen und ich werde es auf jeden fall weiterempfehlen...nachdem ich meine GFS darüber gemacht habe :)
Cindy zu »Sebastian Fitzek: Die Therapie« 09.01.2010
Das Buch war der absolute Hammer!
Wirklich fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Da konnte man beim besten Willen einfach nicht aufhören zu lesen.
Immer wieder spannende Momente und Überraschungen bis zum Schluss. Und das Ende habe ich persönlich auch nicht her vorgesehen. Ein wirkliches Meisterwerk und weitaus das spannendste Buch was ich je gelesen habe! Ich kann es nur jedem weiterempfehlen, besonders Psycho-Krimi Liebhaber kommen auf ihre Kosten!
Kübra zu »Sebastian Fitzek: Die Therapie« 04.01.2010
Ich habe das Buch verschlungen !
Ich bin hin und hergerissen, da ich das Ende gar nicht einschätzen konnte.
Dank Sebastien Fitzek kann ich das Wort ,, atemberaubende Spannung" definieren: DIE THERAPIE !!sehr seh serh sehr und nochmal sehr emfehlenswert !!Ich kann das Buch mit kein anderes vergleichen !
clara zu »Sebastian Fitzek: Die Therapie« 12.12.2009
WOW! In einem Zug habe ich dieses Buch durchgelesen. Das war Spannung pur und lief vorbei wie ein Film.
Zwischendurch habe ich überlegt, ob ich denn wirklich wissen möchte wie es am Ende ausgeht. Ich war überzeugt, dass man für diese wahnsinns Geschichte kein befriedigendes Ende finden kann. Aber Fitzek hat es geschafft. Das war ein grandioses Finale und für mich in keinem Stück vorhersehbar.
Jetzt weiß ich endlich was "atemberaubende Spannung" bedeutet!
Schnuggi zu »Sebastian Fitzek: Die Therapie« 09.12.2009
Ich habe das Buch innerhalb von 5 Stunden durchgelesen,denn ich habe es nicht geschafft das Buch wegzulegen.
Es ist unglaublich spannend und fesselnd.
Immer wieder gab es kleine Hinweise,die auf das Ende hindeuteten.
Ich habe mir immer wieder vorgenommen,das Buch nach dem nächstem Kapittel wegzulegen,habe es aber nicht geschafft mich davon wegzureissen.Dennoch war ich etwas enttäusch das das Ende des Buches schon so schnell vorherzusehen war.
Aber ich wede mirsicherlich noch mehr Bücher von Sebastian Fitzek durchlesen,denn ich bewundere seien Schreibstil.
Er schreibt unglaublich spanend und fesselnd.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Henriette zu »Sebastian Fitzek: Die Therapie« 29.11.2009
Viktor Larenz, ein bekannter Psychiater, zieht sich in sein Ferienhaus auf einer Nordseeinsel zurück. Er will seine Trauer um das Verschwinden seiner 12-jährigen Tochter Josy verarbeiten. Dort wird er von einer Unbekannten aufgespürt, die sich von ihm behandeln lassen möchte. Viktor beginnt mit der Therapie, denn er muss im Gespräch feststellen, dass sie irgendetwas mit dem Verschwinden seiner Tochter zu tun hat. Er durchlebt nochmals diese schreckliche Zeit, als seine Tochter erkrankte und dann verschwand. Ebenso geschehen merkwürdige Dinge auf der Insel.

Dies ist mein erstes Buch von Sebastian Fitzek und es war bestimmt nicht das letzte. Sebastian Fitzek hat einen hervorragend Schreibstil, verständlich, direkt. Die Geschichte war sehr spannend. Der Spannungsbogen war sehr gut gezogen. Erst zum Ende wurde mir klar, was passiert ist und wer wie daran verstrickt war. So soll ein guter Krimi für mich aussehen.
Der Krimi hatte diverse Zeitsprünge. Es war für mich immer gut ersichtlich, in welcher Zeit ich mich befand, was in anderen Büchern anderer Autoren nicht immer selbstverständlich war.
Alles in allem kann ich für mich sagen, dass mir dieses Buch sehr gut gefallen hat.
Coco zu »Sebastian Fitzek: Die Therapie« 24.11.2009
Nach den hervorragenden Kritiken war ich auf das Buch sehr gespannt, aber schon bald fand ich es nur langweilig zu lesen. Was es mit der "Unbekannten" auf sich hat, war meiner Meinung nach fast von Anfang an klar. Zu viele Hinweise für geübte Psychothrillerleser. Ich habe nach der Hälfte des Buches nur noch gehofft, dass ich mich irre; aber leider nein. Keine Überraschung, ausser der kombinierten psychologischen Diagnose, die nun für Fachleute völliger Blödsinn ist.

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