Die Therapie von Sebastian Fitzek

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 bei Knaur.

  • München: Knaur, 2006. ISBN: 978-3-426-63309-0. 336 Seiten.
  • [Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2007. Gesprochen von Simon Jäger. ISBN: 3-7857-3378-X. 4 CDs.

'Die Therapie' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die 12-jährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt. Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird …

Das meint Krimi-Couch.de: »Vielleicht der Debütroman des Jahres 2006« 95°Treffer

Krimi-Rezension von Jörg Kijanski

Die zwölfjährige Josy leidet unter einer merkwürdigen Krankheit und so versucht ihr Vater, der bekannte Psychiater Dr. Viktor Larenz, einen Arzt zu finden, der ihr helfen kann. Eines Tages wartet er in der Praxis von Dr. Grohlke in dessen Wartezimmer auf Josy, doch diese verschwindet plötzlich. Noch mysteriöser: Weder die Sprechstundenhilfe noch Dr. Grohlke selbst wollen Josy zuvor überhaupt gesehen haben.

Vier Jahre sind inzwischen vergangen und noch immer gibt es keine neuen Erkenntnisse, da bittet die »Bunte« Dr. Larenz zu einem Interview über das Verschwinden seiner Tochter. Dieser zieht sich deshalb auf die kleine Insel Parkum zurück, um die Beantwortung der Fragen des Interviews sorgfältig vorzubereiten. Hier trifft er auf eine unbekannte junge Frau, die ihn bittet, ihn zu therapieren. Da er seit dem Verschwinden seiner Tochter jedoch nicht mehr praktiziert lehnt er ab. Als ihm die Unbekannte allerdings eröffnet, dass ihr Problem Wahnvorstellungen seien, in denen ein junges Mädchen vorkommt, ist Dr. Larenz Interesse geweckt. Zu viele Äußerungen der Frau weisen darauf hin, dass es sich bei dem jungen Mädchen um Josy handeln könnte. Aber die Wahrheit ist viel entsetzlicher …

Ein Debütroman der zwar nicht die Nation, aber mit Sicherheit die Leser spalten wird und der leider äußerst schwierig zu rezensieren ist. Denn für eine nachvollziehbare Bewertung müsste hier auf das (je nach Sichtweise gelungene oder misslungene) Ende, also die Auflösung des Plots eingegangen werden, was sich natürlich von selbst verbietet. Genau deswegen kann, besser gesagt darf hier auch nicht auf gut 85% des Inhaltes eingegangen werden, da er mit der Lösung unmittelbar verbunden ist. Soviel darf aber verraten werden: Akzeptiert man die Lösung hat man ein »kleines« Meisterwerk gelesen, andernfalls wird man die Story (der Autor möge mir die Formulierung nachsehen) als »Unsinn« abtun – wenngleich zu Unrecht.

Zunächst einmal fällt das hohe Erzähltempo positiv auf, mit welchem Sebastian Fitzek seine Leser vorantreibt. Auf 331 Seiten sind stolze 60 (!) Kapitel zu bewältigen, an deren Ende zumeist ein treffsicher gesetzter Cliffhanger wartet. Wie, das Buch auf Seite legen? Das geht ja fast gar nicht, jetzt, wo es so spannend wird. Alle Achtung, Sebastian Fitzek hat seine Hausaufgaben mehr als ordentlich gemacht und der Leser dankt es ihm sogleich, in dem er das Buch in einem Rutsch durchliest. Wenn einem dann noch die letzten 31 Seiten gefallen, in dem einem endlich alles klar wird, ja dann …aber das hatten wir ja schon. Der besondere Clou ist übrigens nicht die Frage, was letztendlich mit der Tochter passiert ist. Natürlich, darum geht es auch, aber eben nicht nur, denn in dem Mikrokosmos des Psychiaters Dr. Larenz und seiner von Halluzinationen geplagten Patientin geht es vor allem um die Frage, was ist hier erfunden und was ist wahr, zumal die Wahrnehmungsfähigkeiten des Dr. Larenz durch eine schwere Erkältung äußerst eingeschränkt sind.

»Wie du meinst. Aber du glaubst tatsächlich, dass die schizophrenen Attacken von dieser neuen Patientin etwas mit dem Verschwinden deiner Tochter zu tun haben könnten?«
»So ist es.«
»Du weißt schon, wie sich das für mich anhört?«
»Natürlich«, antwortete Viktor. »Du musst glauben, dass ich endgültig den Verstand verliere.«
»Harmlos ausgedrückt.«

Treibender Psychothriller mit zahlreichen Stilmitteln des Horrorromans

Eine Achterbahnfahrt erster Güte wird dem Leser geboten, deren Auflösung selbst für geübte Thrillerfreunde kaum vorhersehbar ist. Jedenfalls ist mir ein vergleichbarer Plot noch nicht untergekommen, denn am Schluss kommt (nachvollziehbar!) plötzlich alles ganz anders. Man schluckt, reibt sich irritiert die Augen und – in meinem Fall – gratuliert dem Autor für seine grandiose Idee.

Gezielt verwendet Sebastian Fitzek zahlreiche klassische Elemente des Horrorromans. Dinge verschwinden ebenso plötzlich wie Lichter an- und ausgehen. Das Handy klingelt in einer Gegend, wo es gar keinen Empfang gibt. Was ist Fiktion, was Realität? Wer bildet sich was ein und was ist tatsächlich passiert? Was hat es mit der Unbekannten auf sich, die vorgibt, eine bekannte Kinderbuchautorin zu sein, der die von ihr selber erschaffenen Figuren im realen Leben begegnen? Wie sich herausstellt, gibt es diese Schriftstellerin gar nicht, aber wer ist sie dann und woher weiß sie so viele Details aus Josys Leben? Und warum begibt sie sich auf die kleine Insel Parkum, um sich von Dr. Larenz behandeln zu lassen, wobei die Behandlung eher ein einseitiges Befragen des Psychiaters ist, der endlich hofft, das Geheimnis um seine seit Jahren verschwundene Tochter lösen zu können? Auch das Verhalten der wenigen Randfiguren (insbesondere des Bürgermeisters von Parkum und Larenz’ Frau) werfen Fragen über Fragen auf und am Ende ist dann doch nichts mehr wie es war.

Eben – wie gesagt – alles ganz anders, alles ganz großes Kino. Irgendwie.

Jörg Kijanski, August 2006

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kossy zu »Sebastian Fitzek: Die Therapie« 02.02.2012
lese gerne krimis und bin froh das buch gekauft zu haben. ich konnte nicht aufhören zu lesen.so undurchsichtlich und doch spannend,in erwartung was weiter passieren wird.hatte mehrere täter rausgelesen,war über das ende dann doch überrascht. finde die danksagung super. werde jetzt mehrere bücher von sebastian fitzek lesen.
Sacomo zu »Sebastian Fitzek: Die Therapie« 13.01.2012
Also dies hier war mein erstes Buch vin Fitzek.

Vorher war er mir total unbekannt und ich kaufte es "nur" weils ziemlich preiswert zu erstanden war.
Und was soll ich schreiben ?!
Es hat mich sehr überrascht. Das Buch erzeugte eine spannung die wirklich die Nackenhaare aufstellen ließ.
Ich kann mich meinem Vorschreiber nicht anschließen. Gerade das gerade heraus schreiben, das hat was.
Er baut in sehr kurzer Zeit eine große spannung auf -bisher in allen seinen Büchern-
Am schlimmsten finde ich es wenn in anderen Büchern Seitenweise beschrieben wird wie die lichtverhältnisse, farben des Himmels oder die Frisur von Tante Emma sitzt... Schrecklich...
Ich persönlich finde "Die Therapie" sehr gut gemacht. Sie ist gut durchzulesen, weil man das Buch auch einfach nicht weg legen mag ;-)
Es gibt keine öde Liebesgeschichte (hat meiner Meinung eh nichts in Thriller zu suchen) und ist spannend !
Michael zu »Sebastian Fitzek: Die Therapie« 11.01.2012
Schnell zu lesendes Büchlein, ähnlich wie ein Jerry Cotton.
Keine Tiefe, keine Charakterzeichnung, einfach nur nach vorn, bis zum.. naja, Ende.
Ist für ein paar Stunden leichte Unterhaltung, die aber auch in ein Heftchen für drei Euro gepasst hätte, 10er ist viel zu viel. Eine "Buch"rezension ist somit auch unangebracht.
Fabi zu »Sebastian Fitzek: Die Therapie« 23.12.2011
Ein super spannendes Buch! Fitzek ist ein Meister der Spannung und des Grauens! Superklasse! Ich konnte das Buch nicht weglegen und hatte danach Probleme mich alleine irgendwo aufzuhalten. Es gibt selten Autoren, die so spannend und einfach verblüffend schreiben, sodass man auf das Ende nicht vorbereitet ist
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Tafkadasom zu »Sebastian Fitzek: Die Therapie« 19.12.2011
Ein Buch, wie es sein soll: spannend, inovativ, atmosphärisch, glaubwürdig und lässt keine Langeweile zu.
Man kann sich einfach mit Dr. Larenz perfekt identifiezieren.
Ich werde definitiv weiterhin fleißig Fitzeck lesen. Der Seelenbrecher ist der nächste.

Kurz: Gratualtion, Herr Fitzeck. Dieses Buch ist nahezu perfekt!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Christoph zu »Sebastian Fitzek: Die Therapie« 03.11.2011
dies war mein erstes buch von sebastian fitzek und ich war mehr als nur überrascht.

zu beginn war ich eher skeptisch, ob ich mir überhaupt dieses buch kaufen soll, aber schon nach der ersten seite konnte ich diesen krimi nicht mehr weg legen und so habe ich das buch innerhalb weniger stunden ausgelesen.

das mit abstand beste werk von sebastian fitzek und ich kann es nur jedem anz herz legen. ein unglaublich spannender krimi und das ende ist wirklich gelungen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Raphaela zu »Sebastian Fitzek: Die Therapie« 03.10.2011
Die Therapie war mein zweites Buch (erste Amokspiel) und ich habe es mit begeisterung gelesen.
es war total spannend das ich es kaum weg legen konnte.
Ich bin froh das ich die Bücher durch Zufall gefunden habe und auf Sebastian Fitzek aufmerksam geworden bin.
Man kann sich auch gut in die Umgebung hineinversetzen wo die Geschichte spielt.

Ansonsten kann ich mich den Vorschreibern nur anschliessen.
Ich hab bald alle durch und freue mich schon auf sein Neues Buch
volker.reads zu »Sebastian Fitzek: Die Therapie« 16.08.2011
Sehr spannendes Buch, in der Mitte hab ich irgendwie geahnt, worauf alles hinausläuft, dennoch war ich sehr überrascht über das tatsächliche Ende. Es fügt sich alles zusammen, zumindestens mit der Portion Scheinlogik... Einziger Kritikpunkt: der Roman hätte gewonnen, wenn der Autor etwas mehr Energie auf die Beschreibung der Szenerien verwendet hätte. So bleibt vieles außer der Charaktere sehr flach gezeichnet...
mimy zu »Sebastian Fitzek: Die Therapie« 14.07.2011
DAS ist mit Abstand das beste Buch das ich jemals gelesen habe. Echt mit Abstand.
-einfach zu verstehen
-logisch
vorstellbar
-einfach
- fesselnd

einfach klasse!
Ich habe es innerhalb von 6 Tagen durchgelesen, Ich konnte es nicht zur Seite legen, ich konnte mich in die verschiedenen Rollen hinen versetzen & mit ihnen fühlen.
Das Buch ist einfach klasse & ich kann es echt jedem empfehlen,jedem!
Bernie Bär zu »Sebastian Fitzek: Die Therapie« 29.06.2011
Ich kann mich den meisten meiner Vorrednern nur anschließen.

Ein absolut geniales Buch (Krimi?). Der Schluß absolut überraschend.

Drei Tage und das Buch war durch, wobei ich nur wenig zum Lesen kam.

Ich will hier nicht zu viel verraten, aber das wird nicht mein letztes Buch von großem (von mir bisher nicht gekannten) Autor. Es kann es nur allen witer empfehlen.

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