Das Paket von Sebastian Fitzek

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2016 bei Droemer.

  • München: Droemer, 2016. ISBN: 978-3-426-19920-6. 448 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: Lübbe Audio, 2016. Gesprochen von Simon Jäger. ISBN: 3-7857-5389-6.

'Das Paket' ist erschienen als Hardcover HörbuchE-Book

In Kürze:

Der Postbote bittet Sie, ein Paket für einen Nachbarn anzunehmen. Einen Nachbarn, dessen Namen Sie noch nie gehört haben. Obwohl Sie schon seit Jahren in Ihrer Straße wohnen. Aber Sie denken sich: „Was kann schon passieren?“ Und lassen damit den Albtraum in Ihr Haus …

Das meint Krimi-Couch.de: »Wenn der Postmann zweimal klingelt« 75°

Krimi-Rezension von Andreas Kurth

Die kleine Emma Stein hat einen Begleiter, eine Art Freund. Der sitzt in ihrem Kleiderschrank und redet viel mit ihr – bis er eines Abends heraus steigt und ihrem Vater eine Spritze gibt. 28 Jahre später ist Emma Psychiaterin, und doziert bei einem Kongreß über zweifelhafte Methoden in der Zwangspsychiatrie. In der Nacht wird sie in ihrem Hotelzimmer überfallen und vergewaltigt – mit grauenvollen Folgen für ihre psychische Gesundheit.

Ab sofort verlässt sie ihr Haus am Grunewald nicht mehr. Emma war offenbar das dritte Opfer eines Psychopathen, der in den Medien als der »Friseur« bekannt geworden ist. Er hat seinen Opfern – nachdem er sie misshandelt hat – jeweils den Kopf kahl geschoren, bevor er die Frauen ermordet hat. Nur Emma hat der Killer am Leben gelassen – und nun hat sie mehr als panische Angst davor, der Friseur könne sie aufsuchen, um sein Werk zu Ende zu führen. In jedem Mann meint sie den Vergewaltiger zu erkennen – dabei hat sie ihn nie zu Gesicht bekommen. Als Emma vom Postzusteller gebeten wird, ein Paket für einen Nachbarn anzunehmen, wird eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die Emma nie für möglich gehalten hätte – und kaum ertragen kann.

Nahezu perfektes Marketing und eine gute Geschichte

Seit nunmehr zehn Jahren liefert Sebastian Fitzek alljährlich einen Thriller ab, manchmal auch ein zweites Buch, oder zusätzlich ein Werk, an dem er als Co-Autor beteiligt ist. Das ist schon eine beeindruckende Reihe, wobei die Resonanz bei Rezensenten und Publikum durchaus schwankend ist. In der Bewertung der Kritiker pendeln die Werke schon mal zwischen 90 und 60 Grad.

Beim Publikum liegen die Werte im Durchschnitt höher, aber die schriftlichen Kommentare der Leser bilden schon eine große Bandbreite in der Beurteilung ab.

Immerhin, für Das Paket hat der Knaur-Verlag durch seine Marketingabteilung so einiges auffahren lassen. Wer das Buch über eines der vielen Bestell-Portale im Internet ordert, packt anschließend selbst ein Paket aus – und hat gleich die von Verlag und Autor gewollten Assoziationen zum Buch im Kopf. Das ziemlich perfekte Marketing kann aber nicht der einzige Grund sein, warum Fitzeks Bücher so zahlreich über die Ladentheke – oder per Paket – an die Leser gelangen. Er ist schon ein guter Geschichten-Erzähler, dennoch habe ich mit diesem Buch im ersten Drittel etwas gefremdelt.

Emma Stein ist eine durchaus ambivalente Protagonistin

Fitzek schickt hier einige Protagonisten ins Rennen, bei denen man nicht wirklich ahnt, ob sie nun Opfer oder eher Täter sind. Klar ist das nur bei Emma, die im Zentrum der Geschichte steht. Sie ist eine durchaus ambivalente Protagonistin – was vom Autor vermutlich so angelegt ist. Bei allem was sie erlebt hat wirkt sie auf mich allerdings künstlich überdreht, ihre Ängste und Wahnvorstellungen kommen nicht immer glaubwürdig rüber. Emma verdächtigt alles und jeden, das nutzt sich leicht ab im Laufe der Geschichte.

Irgendwie besser gelungen ist ihr Mann Philipp. Hochgradig undurchschaubar, aber dadurch sehr interessant. Sebastian Fitzek hat hier einige Aspekte eingebaut, die es schwer machen, den Ehemann als Täter auszuschließen. Die Fragen nach dem Motiv, nach den Möglichkeiten – es bleibt vieles unklar, es gibt mehrfach neue Aspekte – und es bleibt damit stets hochspannend.

Der Thrill ist stets vorhanden und hält den Spannungsbogen hoch

Aber auch das weitere Personaltableau ist gelungen, man sollte hier keine einzige Figur unbeachtet lassen. Mehr will ich dazu nicht verraten. Das dramatische Finale entschädigt etwas für die anfangs leicht stereotypen Handlungsmuster. Irgendwie wirkt es, als ob Fitzek sich zum Ende hin etwas mehr warm geschrieben hat. Jedenfalls ist die Auflösung ein echter Hammer, und hat die Bewertung noch ein wenig nach oben getrieben.

Insgesamt hat der Autor eine gute Balance zwischen teilweise verwirrenden Dialogen und Action-Elementen geschaffen. Der psychologische Thrill ist stets vorhanden, das hält den Spannungsbogen hoch. Dennoch ist Das Paket in meinen Augen nicht Fitzeks bestes Buch, sondern liegt irgendwo im Mittelfeld seiner Werke. Und damit trotzdem immer noch ziemlich weit oben im Genre.

Andreas Kurth, Februar 2017

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Marion zu »Sebastian Fitzek: Das Paket« 16.03.2017
Nee also das war nichts. Ich fand das Buch quälend lang und wollte mehrmals abbrechen, voller Logikfehler, Emma nervt. Da Ende schwach und völlig an den Haaren herbeigezogen. Aha ... Dings war es also.hmm...und warum? Der Grund ist ja wohl der Klassiker an sich, schade das der Auto nichts spannenderes wusste.
Hoffentlich ist das neue Buch von Fitzek ''Halb acht'' besser .wenn das Buch auch eine ähnliche Story wie The Purge haben soll???
eap78 zu »Sebastian Fitzek: Das Paket« 01.03.2017
fitzek braucht eine pause. eine reine quälerei, sprachlich schwach, auch schlecht lektoriert, kein tiefgang, keine charaktere... der plot selbst erinnert an fieldings see jane run,nur ist fielding in einer viel höheren liga... leider richtig richtig schlecht und weit entfernt von fitzek spannenden erstwerken--- nicht zu empfehlen
H-J Müller zu »Sebastian Fitzek: Das Paket« 01.03.2017
Habe bisher noch nie einen solchen geistigen Müll gelesen! Der Autor sollte sich selbst in die Psychiatrie einweisen lassen, oder das Schreiben einfach lassen.
Wer dieses Buch auf die Bestsellerliste gesetzt hat, ist nicht besser als der Autor. Mich ärgern die 20€ für dieses kranke Geschmiere.
MfG Müller
Kurt Jo zu »Sebastian Fitzek: Das Paket« 20.02.2017
Noch ein Nachtrag zu meinem Kommentar: Die Selbstbeweihräucherung durch Leserbriefe etc. im Anhang des Buches, sollte Herr Fitzek auch nachlassen. Das tut schon echt weh. Wenn err sich darüber freut ist es das eine, aber den Leser damit zu nerven... Na ja, da ich eh kein Buch mehr von ihm lese, kann es mir auch egal sein.
Kurt Jo zu »Sebastian Fitzek: Das Paket« 20.02.2017
Nach dem unsäglichen Passagier 23 hatte ich mich schon festgelegt. "Nie wieder Fitzek". Und dann kam zu Weihnachten ein Geschenk: Das Paket. Also habe ich angefangen zu lesen, und, wie erwartet, eine Riesenkatastrophe. Ich habe mich durch die ersten 100 Seiten durchgekämpft, bin dann nch hinten gesprungen und habe mich rückwärts einige Kapitel durchgequält. Schon allein ein Mann, der sich Jahrelang als schwul ausgibt aus Liebe zu ein em Mädchen , die dann zur Frau wird. Der Plot ist schon nicht arg und dann der Rest, au, au, au.
guyfromcologne zu »Sebastian Fitzek: Das Paket« 01.02.2017
Sie hat Diazepam statt Lorazepam genommen. Einige Seiten später war sie immer noch müde davon. Auf ca. Seite 130 war sie immer noch müde. Auf ca. Seite 151 immer noch müde vom Diazepam. - Das Paket ist eine geschnürrte Enttäuschung. ich bin ein großer Fan von ihm und habe mich sehr auf das Buch gefreut! Ich fand das Layout großartig! Der Inhalt ist so fade wie das Paketinhalt selbst.
Da Fitzek für mich inzwischen in der A Liga spielt, hätte ich es begrüßt, wenn er sich ein Jahr länger Zeit gelassen hätte, den Plot ausgebaut hätte. Die finanziellen Mittel hat er und die Fans hätten es ihm gedankt. Man muss nicht auf Teufel komm raus das Weihnachtsgeschäft 2016 beleben. 2017 hätte auch gereicht. Dafür aber mit Karacho!
Weberin zu »Sebastian Fitzek: Das Paket« 30.01.2017
Hanebüchener Spannungselemente, ich habe es weggelegt, nachdem zum 4. Mal eine eigentlich geschlossene Türe wieder aufstand, sprachlich lauwarm. Und nur weil ein bisschen psychologisches Fachvokabular auftaucht. Nein das brauche ich nicht, dafür ist meine Zeit zu schade. Nein das brauche ich nicht, dafür ist meine Zeit zu schade.
Britta Fink zu »Sebastian Fitzek: Das Paket« 04.01.2017
FITZEK is BACK!!!
Danke Herr Fitzek für DAs Paket!!!
Ich bin schon länger Fitzek Fan und sein Ausrutscher als Max Rohde "Die Blutschule" habe ich ihm dank des Paketes zu 100% verziehen.

Ein pakendes,verstörendes,temperamentvolles
Buch ,das mich immer wieder rätseln ließ was ist nun Fiktion der Hauptfigur EMMA STEIN und was passiert tatsächlich!
Wechselnde schauplätze und Zeitsprünge machen das ganze so griffig aber auch unbegreiflich...halt ein echter Fitzek!

Ich finde es 100% empfehlenswert!!!
undercover zu »Sebastian Fitzek: Das Paket« 28.12.2016
Das Paket ist das erste Werk das iich von Sebastian Fitzek gelesen habe. Um es gleich zu sagen, eshat nicht Lust auf mehr gemacht.
Zuerst einmal diese hilflose klischeehafte Sprache: .. legte sich mit seinem ganzen Gewicht auf sie, wie ein liebestoller Mann auf seine willige Frau, die er direkt auf der Kellertreppe vernaschen will, nur dass er keine Lieb machen wollte sondern das Gegenteil.
"Hilfe" rief Emma, wusste aber nicht zu wem.
"Hilfe" ist man da versucht zu schreien, "geht es auch no platter?"
Keine der handelnden Personen kommt auch nur annähernd glaubwürdig rüber. Der Autor hat offensichtlich keine Lust oder keine Zeit, sich mit seinem Personal näher zu beschäftige. Da helfen auch die hier und da eingestreuten Fachbegriffe aus dem Psyschologie-Lehrbuch nicht weiter. Offensichtlich geht es nur darum den Leser mit zahlreichen, immer unwahrscheinlicheren Winkelzügen, die nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun haben an der Nase herum zu führen. Leichenteile in der Biotonne mit "Leichenfäkalien". Bitte was soll denn das sein?

Insgeamt eine schlampig heruntergeschriebene Story, ohne Athmosphäre, maßig spannend, gruselig eigentlich nur das sprachliche Niveau.
RaRoe zu »Sebastian Fitzek: Das Paket« 07.12.2016
Mmmh, ich weiß gar nicht so genau, was ich über dieses Buch sagen soll. Ich hatte mich so auf den neuen Fitzek gefreut.Und dann?!
Habe ich mich durch die Seiten gequält. Das Buch mehr als einmal mit einem großen Fragezeichen im Gesicht zur Seite gelegt. Es kam mir so vor, als würde Herr Fitzek so viele Verwirrungen und Wendungen einbauen wollen, wie es nur geht. Ich mag Verwirrung und Wendungen, keine Frage, aber es sollte nicht auf Gedeih und Verderb geschehen. Es wurde zwar das meiste aufgeklärt, aber irgendwie war der Beigeschmack zu fade. Alles zu konstruiert und zu gefällig zufällig.Nein, das war kein großer Lesespaß. Leider.

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