Liebster Feind von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 1981
unter dem Titel Dearest enemy,
deutsche Ausgabe erstmals 1984
bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: Großbritannien / England / London, 1970 - 1989.
- New York: St. Martin, 1981 unter dem Titel Dearest enemy. 202 Seiten.
- London: Macmillan, 1981. 202 Seiten.
-
München: Goldmann, 1984.
Übersetzt von Tony Westermayr.
ISBN:
3-442-04949-0. 202 Seiten.
'Liebster Feind' ist erschienen als
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In Kürze:
Das Schauspielerehepaar Leonard und Victoria Buckley gilt als unzertrennlich, nur böse Zungen behaupten etwas anderes. Da wird Victoria auf der verdunkelten Bühne ermordet – und Alfred kommt vor Gericht. Antony Maitland, de während des Mordes im Zuschauerraum war, übernimmt die Verteidigung …
Das meint Krimi-Couch.de: »Klassisch aufgebauter Plot, der zum Mitraten einlädt«
Krimi-Rezension von Jörg Kijanski überspringen
Die berühmte Schauspielerin Meg Farrell bittet den mit ihr befreundeten Londoner Staranwalt Antony Maitland um Hilfe. In Kürze sollen die Proben für ein neues Bühnenstück beginnen an denen auch die Schauspieler Victoria und Leonard Buckley beteiligt sind, die in der Öffentlichkeit nur als »das perfekte Ehepaar« bekannt sind. Doch der Schein trügt, denn tatsächlich können sich beide schon seit langer Zeit nicht mehr ausstehen, wobei erschwerend hinzukommt, dass Leonard seit Kurzem behauptet, seine Frau versuche ihn umzubringen, was diese jedoch auf dessen altersbedingten Starrsinn zurückführt.
Trotz der Spannungen findet die Premiere des Stückes »Dolche im Dutzend« vor ausverkauften Haus statt. Gegen Ende des ersten Aktes fällt plötzlich die komplette Saalbeleuchtung aus, da auf der Bühne der Schauspieler Andrew Murray ermordet werden soll, ohne das die Zuschauer dabei den Täter erkennen. Als wenig später das Licht wieder angeht sind jedoch zwei Leichen zu sehen; die unechte von Murray und die echte von Victoria. Leonard, der eigentlich gar nicht auf der Bühne hätte stehen sollen, stürzt entsetzt zu seiner Frau. Kurz darauf wird er verhaftet und wegen Mordes an Victoria angeklagt. In der gemeinsamen Wohnung finden die Beamten später ein Buch über Anatomie und auch die Tatwaffe, ein Stilett, belastet Leonard, denn dieses ist ein Geschenk eines früheren Verehrers an Victoria und diente bis zuletzt als Brieföffner bei den Buckleys. Antony Maitland übernimmt auf Drängen von Meg Farrell die Verteidigung von Leonard …
Londons Perry Mason ermittelt.
Es ist Herbst, die Tage werden zunehmend regnerisch und trübe. Was wünscht sich das Krimiherz da mehr als sich in eine kuschelige Ecke und eine spannende Geschichte zu flüchten? Angesichts der Jahreszeit neigt man dabei verstärkt zu den Klassikern zu greifen, die man im Hochsommer wohl nicht ins Urlaubgepäck packen würde. Da muss es (was sollen die anderen Urlauber denken?) schon der aktuelle Bestseller von Autor XY sein. Übrigens trifft die Bezeichnung »Klassiker« hier durchaus zu, wenngleich »Liebster Feind« Anfang der 80er Jahre auf den Buchmarkt kam.
Man sieht sich vor Gericht.
Sara Woods schuf mit Antony Maitland eine Art englischen Perry Mason und so ist die vorliegende Geschichte in drei Teile gegliedert. Zunächst werden die Hauptpersonen näher vorgestellt und die Leser/-innen in die Geschichte eingeführt. Nach dem Mord erfolgen umfangreiche Recherchen und Befragungen und im »3. Akt« folgt der eigentliche Prozess, in dem sich Maitland mit dem zur Melancholie neigenden Sir Gerald Lamb (schönes Wortspiel!) ein großes Gefecht liefert.
»Du hast unseren Mandanten ja gesprochen,er muß für sich doch etwas vorzubringen gehabt haben.«
»Nichts, was selbst bei größter Anstrengung der Phantasie als Beweis für seine Unschuld ausgelegt werden könnte.«
Die Geschichte ist spannend und gleichzeitig sehr unterhaltsam, wobei einige Unterhaltungen zwischen Maitland und seinem Onkel, Sir Nicholas Harding, hervorzuheben sind, da dieser seinem Neffen nicht allzuviel Anerkennung entgegen bringt. Das Maitland später im Prozess auch noch auf die Idee kommt, Chief Superintendent Briggs, der Maitland in einem alten Prozess vorwarf, Beweise manipuliert zu haben, als Zeugen der Verteidigung aufzurufen, lässt die Zweifel von Sir Nicholas noch zusätzlich steigen.
Verdächtige gibt es mehr als genug, da sich zur Tatzeit mehrere Schauspieler unmittelbar neben der Bühne befanden und diese während des Lichtausfalles problemlos hätten betreten können. Hier gibt es allerdings den einzigen Schwachpunkt anzumerken, wenngleich Sara Woods selbst hier ihren großen Vorbildern treu bleibt. Die Beziehungen der Schauspieler untereinander sind ein bisschen zu stark konstruiert.
Jörg Kijanski, Dezember 2007
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| kebaschmi zu »Sara Woods: Liebster Feind« | 04.01.2008 |
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