Die Gerechten von Sam Bourne Volltreffer Februar 2006

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel The Righteous Men, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Scherz.
Ort & Zeit der Handlung: USA / New York, 1990 - 2009.

  • New York: HarperCollins, 2006 unter dem Titel The Righteous Men. 419 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Scherz, 2006. Übersetzt von Rainer Schmidt. ISBN: 978-3-502-10024-9. 448 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2007. Übersetzt von Rainer Schmidt. ISBN: 978-3-596-16845-3. 455 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2009. Übersetzt von Rainer Schmidt. ISBN: 978-3-596-51086-3. 445 Seiten.

'Die Gerechten' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Ein Waffenfreak in Montana, ein Zuhälter in New York, ein Computergenie in Indien – alle ermordet, alle mit einem mysteriösen Zeichen versehen. Gibt es ein Geheimnis, das sie verbindet? Will Monroe, junger Starjournalist bei der New York Times, wittert die Superstory. Die Spur führt zum Geheimwissen der Kabbala und zu einer uralten Prophezeiung vom Ende der Welt. Doch plötzlich wird Wills Frau entführt. Und für Will beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod.

Das meint Krimi-Couch.de:»Schnitzeljagd per SMS gegen das jüngste Gericht« 85°Treffer

Krimi-Rezension von Lars Schafft

Gibt es »nette« Morde? Wo der Täter seinem Opfer so wenig Leid wie möglich zufügen möchte? Es scheint ein Paradoxon zu sein, gerade wenn man sich die Leiche des Mannes in einer New Yorker Straße anschaut. Denn mit Verletzungen hat der Mörder nun wirklich nicht gespart. Und doch ... – aber so weit sind wir noch lange nicht.

Denn fürs erste scheint die Sache klar, wir befinden uns im Zuhälter- und Drogenmilieu der Stadt, die nie schläft. Zum Schlafen kommt auch Will Monroe nicht. Er ist aufstrebender Nachwuchs-Journalist bei der »New York Times«, muss sich die Sporen verdienen und über den Mord berichten. Was keiner wirklich vermuten konnte: Will entdeckt hinter der Tat tatsächlichdieStory, die ihn auf Seite Eins bringt. Der Ermordete, ein alteingesesenner Zuhälter mit Respekt in der Branche, war keineswegs der untadelige Mensch mit zig Feinden an jedem Finger, den man in einem Banden-Disput über den Jordan schickt. Er war ein Mensch, der Frauen davor bewahrt hatte, sich selbst zu verkaufen. Ihnen mit Dollars aus der eigenen Tasche die Demütigung ersparte. Er war ein guter Mensch, ein »Gerechter«, wie sich eine Zeugin ausdrückt.

Am anderen Ende des Kontinents ein neuer Tatort

Auf seinen Lorbeeren kann sich der ambitionierte Schreiberling Monroe nicht lange ausruhen. Am anderen Ende der Staaten erwartet ihn abseits der Story, über die er eigentlich berichten sollte, eine weitere Leiche. Ein Milizionär, Pat Baxter. Fünfundfünfzig Jahre alt, seit Jahrem unter polizeilicher Beobachtung. Ein Mann ohne Verwandte. Und auch er hatte in seinem Leben eine außergewöhnlich gute Tat begangen. 

Was Will Monroe nicht ahnt: Hinter den Morden steckt ein Konzept. Und er ahnt auch nichts davon, dass quer über den Weltball weitere »Gutmenschen« einem Mörder zu Opfer fallen, der offensichtlich Zeichen setzen will. Will ahnt nichts von dem Pater, der sich in brasilianischen Slums für Armenkinder engagiert. Vom südafrikanischen Wissenschaftler, dem der Durchbruch in der AIDS-Forschung gelungen ist und der das Medikament aus den Labors schmuggelt, um es der ganzen Welt zur Verfügung zu stellen anstatt nur denen, die es sich leisten können. Vom indischen Programmierer, der einen gutartigen Computer-Virus programmiert hat. Er ahnt nichts von dem, was sich global zusammenbraut und wovon der New Yorker  Zuhälter nur der Stein gewesen ist, der die Sache ins Rollen bringen sollte.

Und viel schlimmer: Will Monroe hat auch keinen blassen Schimmer, wer und vor allem weswegen seine Frau Beth entführt hat. Wer ihn mit mysteriösen Hinweisen per SMS auf die Spur der Entführer und Mörder bringen möchte. Ob sie überhaupt noch lebt. Und was diese eigentümliche jüdisch-orthodoxe Gemeinde der Chassiden im Schilde führt, die bei ihrem ersten Aufeinandertreffen alles andere als freundschaftlich auftrat. Gemeinsam mit seiner Ex-Freundin TC, einem kleinen, attraktiven Genie, beginnt Will zu recherchieren …

Die Illuminaten haben ausgedient 

Auf den ersten Blick suggeriert das Buch etwas, was vielen sicherlich schon lange kein Grund mehr für die Lektüre eines Thriller ist. Eine weltweite Verschwörung, eine Kette von Morden – und das alles mit diesem gerade so angesagten Touch von Mystik, Historie und Religion. Doch weit gefehlt! Die Gerechten hat Hand und Fuß. Die Story hat das gewisse Etwas, die Hintergründe sind exzellent recherchiert, die Charaktere stimmig und originell.

Was zum einen beeindruckt, haben wir es doch mit Die Gerechten mit einem Debüt zu tun. Zum anderen überrascht der sehr gute Gesamteindruck dann wiederum doch nicht: Sam Bourne ist das Pseudonym des renommierten Journalisten Jonathan Freedland, der sich regelmäßig im »Guardian« in seiner Kolumne zu weltpolitischen Ereignissen kritisch äußert. Als Journalist weiß er, wie er zu recherchieren hat, was geprüft und immer wieder unter die Lupe genommen werden muss, bevor aus dem Gedanken ein Satz schwarz auf weiß wird. Es bedarf nicht vieler Seiten, um Sam Bournes Akribie auch in Thriller-Form begutachten zu dürfen.

Insbesondere Will Monroes Erlebnisse in der jüdisch-orthodoxen Gemeinde hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck, der sich über die kompletten 450 Seiten nur verfestigt und schließlich im Nachwort bestätigt: Sam Bourne gelibgt das kleine Kunststück, an dem schon so mancher Thriller-Autor gescheitert ist. Er schreibt nicht nur einen spannenden Plot, er schafft sogar – wie nebenbei – einige der tiefsten Erkenntnisse der jüdischen Religion, einige besondere Einsichten in eine kleine Gemeinde, dem Leser zu vermitteln. Der Mann, weiß wovon er schreibt. Und er weiß, wie er darüber zu schreiben hat.

Der Mann weiß, wovon er schreibt.

Denn das »Wie« hat sich der gute Jonathan Freedland von einem der erfolgreichsten Thriller-Autoren abgeschaut, wie er uns im Gespräch gestand. Wie bei Dan Brown sind die Kapitel kurz, springt die Story von Will und TC zu den entlegendsten Orten der Erde, bekommt der Leser einen Wink, der ihn in eine Richtung steuert, deren Ziel er lange aber nicht definieren kann. Trotzdem: »Die Gerechten« ist kein Hau-Ruck-Thriller, vielmehr baut Sam Bourne die Spannung langsam und mit viel Feingefühl auf – Mach-6-Flüge über den großen Teich, neuartigste Massenvernichtungs-Waffen und die Frage nach Beziehung Jesu zu Maria Magdalena hat der Autor Gott sei Dank nicht nötig. Er beschränkt sich darauf, wovon er wirklich Ahnung hat: auf das Tagesgeschäft eines Reportes und die jüdische Religion (Jonathan Freedland hat dort mütterlicherseits seine Wurzeln) – was aber freilich nicht bedeutet, dass der Leser auf einen atemlosen wie actionreichen Schluss verzichten muss. (Und bei dem nun auch wirklich kein Wissenschaftler in einem Anflug von Größenwahn halb lebensmüde aus einem Hubschrauber sich in die Tiefe stürzt...

Neben der Story können auch die Figuren gefallen. Will Monroe ist ein junger Mann, der plötzlich und gewaltsam in etwas verwickelt wird, dem er kaum standzuhalten weiß. Durch die Entführung seiner Frau gerät seine Welt aus den Fugen, er ist nahe daran, den Überblick zu verlieren und seine Karriere aufs Spiel zu setzen. Dass er dabei auch den ein oder anderen Fehltritt nicht vermeiden kann, macht den Briten und Oxford-Absolventen menschlich und sympathisch. Dazu kommen Charaktere wie die kongeniale TC, Wills Ex-Freundin, sein Vater (ein hoher Richter) und eine hinterhältige Konkurrenz bei der »Times«, die Wills Leben schwerer macht, als es ohnehin schon ist.

Den Küchen-Test bestanden

Autor Sam Bourne erklärte uns von der Krimi-Couch, was für ihn neben der Korrektheit der Fakten das Wichtigste beim Schreiben seines Debüts war. Das Buch muss den »Küchen-Test« bestehen: Wenn der Partner sich schon hundemüde in die Federn wirft, muss der Roman so fesseln, dass man selbst mit wenig Licht in der Küche selbst, um das berühmte nur noch eine Kapitel zu lesen. Küchen-Test bestanden, Mr. Bourne! Und bei mir sogar den U-Bahn-Test, eine kleine Verschärfung: Wenn das Buch so spannend ist, dass man die eigene Haltestelle verpasst. Gratulation, ein toller Erstling! Und lehrreich dazu.

Lars Schafft, Februar 2006

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Juristan zu »Sam Bourne: Die Gerechten« 25.02.2016
Die Handlung selbst ist nicht schlecht,für mich ist aber der deren Aufbau grauenhaft..
Hauptperson Will,Reporter bei der New York Times,sieht einen Zusammenhang zwischen 2 Todesfällen.Dann wird seine Frau entführt.Er findet schnell heraus,dass die chassidisch-jüdische Gemeinde in Brooklyn sie gefangen hält.Diese beauftragt ihn mit Recherchen.
Das tut er brav,wird von Bösen gejagt und von der Polizei eingesperrt,als seine Gehilfin wird seine wunderschöne Ex-Geliebte eingebaut,weil die so schlau ist und Jüdin.
Irgendwann glaubt man an eine christliche Verschwörung,die das Weltengericht herbeiführen will.
Heir passt garnix:Der Held wird mit kryptischen SMS geleitet,deren Deutung zumeist zum schuheausziehen sind.
Der Knaller ist,dass man angeblich bestimmte 36 Personen per GPS aus der Kabbala für jedes Jahr quadratmetergenau orten kann.
Der Held macht übrigens keine Anstalten,seine Frau zu befreien,er beschränkt sich auf jammern und schmachten.
Für mich verschwendete Lesezeit, 1°
Krimi-Tina zu »Sam Bourne: Die Gerechten« 08.01.2010
Ein vollmundig als „der bessere Dan Brown angekündigter Autor“ Was mich doch mit einer gewissen Erwartungshaltung zu dem Buch greifen lies.
Will Monroe, ein junger Journalist, der vor einer steilen Karriere steht, muss eines Tages feststellen, dass seine Frau entführt wurde. Es gibt keine Lösegeldforderungen, nur die Aufforderung nichts zu unternehmen, untermalt von einigen kryptischen Drohungen. Natürlich beginnt er trotzdem nachzuforschen und sieht sich bald in die mystischen Rätsel des chassidischen Judentums sowie – natürlich, daher der Bezug zu Dan Brown- in eine weltbedrohende Verschwörung verwickelt.
Wobei das bald relativ ist. Das Buch kommt extrem langsam in die Gänge. Es passiert erstmal lange Zeit fast gar nichts. Außer den Reflexionen von Monroe, dem aber allem Anschein nach seine Karriere und alles mögliche Andere mindestens ebenso wichtig ist wie seine verschwunden Frau. Generell wirkte unser Held auf mich ziemlich unsympathisch, ein ziemlich eitler und egozentrischer Karrierist, der überzeugt ist, dass ihm aufgrund seiner überragenden Fähigkeiten alles in den Schoss zu fallen hat und dem andere Menschen hauptsächlich als Mittel zum Zweck dienen. Auch die regelmäßig eingeschobenen Beteuerungen, wie sehr er seine Frau doch liebt, haben nicht wirklich überzeugt.
Ich glaube allerdings, dass das nicht die Absicht des Autors war, aber mir sind etwas weniger supersmarte Charaktere, die womöglich auch noch mit etwas Humor ausgestattet sind (fehlt unserem Mr. Monroe völlig) bei weitem lieber
Nach länglichem Hin- und Hergelaufe in New York wagt sich unser Protagonist nach Crown Heights, der Hochburg der Chassiden. Da nimmt die Geschichte dann etwas an Fahrt auf, allerdings nur, und so bleibt es auch bis zum Schluss, vorübergehend. Immer wieder, wenn man glaubt es jetzt, jetzt wird es endlich spannend, kommt wieder ein längerer Einschub in dem sich Will Gedanken über dieses und jenes macht und auch viel Zeit damit zubringt seine Taten zu rechtfertigen. Nicht zu vergessen die zwar durchaus interessant zu lesenden Ausführungen zu Geschichte und Bräuche der Chassiden. Die aber leider auch wieder stark auf die Bremse treten.
Man hat das Gefühl, Bourne wollte einen „seriösen“ Thriller schreiben. Was bei einer Verschwörungsgeschichte fast zwangsläufig in die Hose gehen muss.
Zudem ist ab ca. dem Zeitpunkt des ersten Zuisammentreffens mit den Chassiden die Story auch recht durchschaubar geworden und zumindest mir war klar wo der Hase hinläuft. Eigentlich lebt ein Thriller zu einem Gutteil von den überraschenden Wendungen. Die sind hier, bis auf eine (und selbst das hatte ich vermutet) völlige Fehlanzeige.
Ist nun Sam Bourne denn nun tatsächlich der bessere Dan Brown?
Was die Schreibe und den Spannungsaufbau anbelangt schon mal nicht, siehe obige Ausführungen. Zumindest wenn man ihn mit den besseren Büchern von Dan Brown vergleicht.
Was die Plausibilität der Geschichte anbelangt, nehmen sich die zwei nichts, die Plots sind allesamt gleich haarsträubend. Erwarte ich aber auch nichts anderes bei einen Buch der Gattung Verschwörungsthriller.
Was die Recherche anbelangt, ich kenne mich mit dem Judentum nicht sonderlich aus, aber es wirkt schon so als ob Bourne seine Hausaufgaben recht ordentlich und möglicherweise besser gemacht hat.
Reicht das um ein gutes Buch zu schreiben? Definitiv nein und so ist „Die Gerechten“ auch allenfalls durchschnittlich und leider nicht besonders spannend.
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Bibliophagos zu »Sam Bourne: Die Gerechten« 21.08.2009
Meine Wertung: kleiner als 50 Grad.
Keine Frage, der Autor vermag es mit einem flotten Schreibstil und mehreren interessanten Charakteren einen literarischen Hintergrund zu etablieren. Man wünsche sich noch viele andere AutorInnen mit ähnlichen Fertigkeiten.
Dennoch ist dieses Buch bei mir persönlich durchgefallen, und zwar wegen des Plots. Gute Recherche und Erfahrungen des Autors mit dem Thema sind eine Sache, eine andere ist die damit verbundene und zu vermittelnde Glaubwürdigkeit des Sujets.
Im Ergebnis: Den einen mag das Buch eher begeistern, den anderen eher frustrieren.
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ben-ja-min zu »Sam Bourne: Die Gerechten« 19.06.2009
hmmm... dieses buch hat mein gemüt definitiv gespalten. einerseits habe ich schon lange kein buch mehr gelesen, dass einen dermaßen fesselnden und spannenden plot wiedergibt, dennoch muss ich sagen, dass in der schlüssigkeit der geschichte an sich und der konstruktion der figuren teilweise ZU viele klischees bedient werden. nicht nur der name "sam bourne", sondern auch der stil erinnern unweigerlich an dan brown. was mich am buch sehr gestört hat, waren die eindimensional gezeichneten figuren, die kein klischee auslassen, und das zwar überraschende, aber auch teilweise unlogische ende (die motivation des mensch, der sich am schluss als "oberbösewicht" herausstellt, dermaßen viel böses zu tun, wurde nicht klar ersichtlich...)dennoch kurze, coole, james bond + rätsel + mytsteriöses-handlung, die zwar neues bietet, aber dennoch viel bereits bekanntes aufgreifen. btw auch ein interessanter streifzug durch die jüdische kultur.bei mir hätte der thriller 70° bekommen...
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Patrick zu »Sam Bourne: Die Gerechten« 16.05.2009
Ich habe das Buch gelesen und war begeistert! Es ist noch kaum einem Autor gelungen mich mit einem Buch so zu fesseln wie Sam Bourne mit Die Gerechten.
Was mir besonders gut gefällt ist das die Szenen sehr gut beschrieben sind und das man auch die hintergrundfakten leicht nachschlagen kann sodass man sich fühlt als wär man selbst ein teil der geschichte.
Deshalb finde ich das "Die gerechten" ein Buch ist das wahrlich mit Dan Brown zu vergleichen ist woran ich anfangs gezweifelt hab.
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ABaum71 zu »Sam Bourne: Die Gerechten« 19.02.2009
Ein Buch das man (frau) nicht so "nebenbei lesen" sollte. Sam Bourne vermittelt in diesem Buch solche Mengen an Hintergrundwissen zum Judentum, das man sich am Ende des Buches fast selbst als Experte fühlt. Nebenbei fügt er einiges an Tatsachengeschichten ein, und einige Morde an sogenannten "Gerechten" gehören ebenfalls dazu.
Ich habe Dan Brown bisher noch nicht gelesen, kann also daher keinen Vergleich zu seinen Romanen ziehen, finde die Story aber sehr gelungen, wenn auch , besonders im Mittelteil, manchmal die Spannung etwas auf der Strecke bleibt. Die Schnitzeljagd per SMS und die verzwickten Rätsel sind wirklich gelungen eingefügt worden.
Zudem kann das Buch mit einem wirklich überraschenden Schluss glänzen und hat mich , zum Leidwesen meiner Frau, einige Tage und Nächte gefesselt.
Sollte man(frau) auf jeden Fall gelesen haben, wenn man auf Verschwörungs- und Weltuntergangstheorien steht, in denen Kirche und Glauben eine Rolle spielen.
Bio-Fan zu »Sam Bourne: Die Gerechten« 04.08.2008
Wahrlich ein Vollltreffer!
Vorab war ich ja skeptisch. Ein Buch, das mit "besser als Dan Brown" beworben wird, (was für mich alles andere als eine Qualitätsaussage ist) und wenn dann der Autor sich ein Pseudonym wählt, welches im Lautklang dem Namen seines bekannten Kollegen ähnlich ist, dann ist bei mir Vorsicht angesagt.
"Die Gerechten" gehört in die Kategorie der "Endzeit" -Thriller und zeichnet sich durch eine fundierte Recherchearbeit durch den Autor aus. Personen und Millieu des jüdischen Viertels in New York (dem Hauptschauplatz der Geschehnisse)werden authentisch geschildert und das schafft schon allein eine fast mystische Atmosphäre. Die Aufgabe, die die Protagonisten zu lösen haben, erweist sich als Synthese von biblischer Prophetie und moderner Nachrichtenübertragung.
Trotz einiger kleinen Längen ist die Geschichte stets spannend, wenngleich mich die Auflösung dann nicht überrascht hat, da wären auch andere Optionen realisierbar gewesen. Typisch amerikanisch, halt.
85 Grad
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Brina zu »Sam Bourne: Die Gerechten« 25.05.2008
Ich bin gerade mit dem Buch durch. Bis Mitte des Buches war ich etwas irritiert, wusste ich doch nicht so recht, wo der Autor nun eigentlich hin will. Ich fand, es passte alles irgendwie nicht zusammen, war dann aber von dem Ende recht begeistert, da sich alles zusammenfügt und einen großen Sinn ergibt. Insofern ist es dem Autor gelungen, mich ziemlich lange im Dunkeln tappen zu lassen, so dass die Überraschung am Ende sehr groß war. Spannend ist es geschrieben, wobei sich der Autor in seinen nächsten Werken noch steigern kann, denn zur Seite legen und pausieren konnte ich ohne großes Verlangen weiter zu lesen. Mit Dan Brown ist es nicht zu vergleichen. Also nicht mit falschen Erwartungen an das Buch heran gehen. Ich bin gespannt auf weitere Werke!
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Ellen zu »Sam Bourne: Die Gerechten« 16.05.2008
Das Buch lässt sich tatsächlich gut lesen, flüssig und über weite Teile spannend. Zur Mitte hin geht der Geschichte etwas die Luft aus, das Tempo zieht dann erst spät wieder an. Insgesamt trotzdem durchaus unterhaltsam. Allerdings werden hier jede Menge Klischees bedient, damit das Buch politisch korrekt bleibt. Das langweilt mit der Zeit. Die Personen erschienen mir außerdem zu eindimensional, allen voran Beth, die Heilige. Aber wie gesagt, das Buch ist flott zu lesen und der Plot ohne große Gedankenanstrengung zu verfolgen.
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Reto zu »Sam Bourne: Die Gerechten« 02.05.2008
Na denn also-
Ich hatte insofern Mühe mit dem Buch als dass ich denn Schriftsteller als Menschen wohl nicht sonderlich mögen würde .
Das wird anhand der Zeichnung der Charaktere in diesem Buch deutlich.-
Auch die Interaktion der Hauptfigur mit einer andern erscheint wenig natürlich.
Man hat das Gefühl als ob da eine Gymnasiast versucht aus einem Aufsatz ein Buch zu machen-
es dünkt mich äußerst stümperhaft ausgeführt hätte also weit mehr Überarbeitung und gute Beratung gebraucht was die menschlichen Komponenten in dem Buch angehen .
Was nun wiederum gut ist an dem Buche ist die Thematik-
die Kabbala und was das mystische Judentum so ausmacht .
Das ist sehr aufschlussreich dargestellt .Nur daher bin ich dankbar das Buch gelesen zu haben aber dafür mit Nachdruck.
Die Werte die mir damit wieder emporgespült wurden sind zeitlos gute und man merkt wie stark sie doch Teil sind unserer Zivilisation
und wie stark sie doch wieder so viel mehr öffentliche Beachtung bräuchten. Zu aller Segen-
Und deswegen das Prädikat : UNBEDINGT LESENSWERT !
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