Die Verschleierte von Ruth Rendell

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1988 unter dem Titel The Veiled One, deutsche Ausgabe erstmals 1989 bei Wunderlich.

  • London: Hutchinson, 1988 unter dem Titel The Veiled One. 302 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Wunderlich, 1989. Übersetzt von Friedrich A. Hofschuster. ISBN: 3805204825. 318 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1993. Übersetzt von Friedrich A. Hofschuster. ISBN: 3-499-43092-4. 318 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2000. Übersetzt von Friedrich A. Hofschuster. ISBN: 3-499-26224-X. 318 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2001. Übersetzt von Friedrich A. Hofschuster. ISBN: 3-499-23071-2. 318 Seiten.

'Die Verschleierte' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

In der verlassenen Tiefgarage des Einkaufszentrums liegt zwischen zwei Autos die Leiche einer Frau. Als Chief Inspector Wexford seinen Wagen abholt, ist er zu sehr in Gedanken vertieft, um etwas Ungewöhnliches zu bemerken. Nur ein rotes Auto, das mit hoher Geschwindigkeit davonfährt, fällt ihm auf. Am Abend ruft ihn sein Assistent Burden zu Hause an und berichtet von dem grausigen Fund. Doch bevor er sich um den Fall kümmern kann, wird Wexford das Opfer eines Bombenattentats. Schwer verletzt kommt er ins Krankenhaus und kämpft um sein Leben. Also muß Burden sich des Mordfalls annehmen. Ohne den Rat seines erfahrenen Chefs steuert er geradewegs in die Katastrophe.

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Dr.Dieter Rohnfelder zu »Ruth Rendell: Die Verschleierte« 06.09.2009
Ein glänzender Krimi, mit dessen Lösung Burden als Chefermittler überfordert ist, weil ihm Wexfords "Gedankenblitze" nicht gegeben sind. Der labile Verdächtige hat kein Motiv und klammert sich an Burden wie an eine Vaterfigur. Die Ermittlungen verlaufen im Sande, bis Wexford (wie Anja schon erwähnt hat) beim Blättern in einer Frauenzeitschrift eine blitzartige Ahnung hat, wie es gewesen sein kann. Eine sehr düstere Geschichte mit einem "Monster", das wir eher bei Patricia Cornwell erwartet hätten. 92 Grad.
Marion zu »Ruth Rendell: Die Verschleierte« 12.07.2006
während reg wexford an den folgen eines bombenattentates laboriert und zusehen muss, wie seine lieblingstochter sheila sich massiv in schwierigkeiten bringt, versucht mike burden den mord an einer frau, die in einer tiefgarage eines einkaufszentrums erdrosselt wurde, auf zu klären. ohne die hilfe seines chefs verrennt mike sich in seine idee, dass der sohn der frau, die die tote gefunden hat, der mörder sein muss. dieser ist äusserst labil (gelinde gesagt) und besucht auch regelmässig einen therapeuten. überhaupt scheinen mutter und sohn ein geheimnis zu haben.
aber nicht nur diese beiden - auch die ermordete scheint nicht zu harmlos und unschuldig gewesen zu sein, wie es auf den ersten blick scheint.

dafür, dass mike burden ja alles andere als ein frischling in seinem beruf ist und abgesehen davon schon viele viele jahre von reg wexford lernen durfte, vertut er sich hier ganz gewaltig. eigentlich wäre zu erwarten gewesen, dass ruth rendell es ihrem mike burden mal gönnt, einen fall alleine zu lösen - aber diese chance nutzt er nicht. wexford eilt sozusagen zu hilfe.

wirklich zu ermitteln haben die beiden in diesem fall eigentlich nichts. beim lesen kommt es mir so vor, als hätte wexford schon ziemlich bald eine vorstellung von dem mörder, findet und sucht aber nur noch nach beweisen, die ihm dann eher zufällig n den schoss fallen. vom kriminalistischen standpunkt betrachtet, bietet die geschichte daher nicht viel. auch ist sie zum mitraten nicht sonderlich geeignet.

aber: ruth rendell fesselt einfach aufgrund ihres stils. sie punktet mit ihren protagonisten und der psychologie, die sie mit einbringt. daher top.
Anja S. zu »Ruth Rendell: Die Verschleierte« 02.06.2005
Auch das hier ist ein recht spannender Krimi um Inspektor Wexford, der gute Einblicke in die englische Gesellschaft und insbesondere das Gesundheitswesen liefert. Besonders amuesiert hat mich, dass Wexford mit dem Lesen von Frauenzeitschriften auf des Raetsels Loesung kommt.
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