Der Herr des Moors von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 1982 unter dem Titel Master Of The Moor, deutsche Ausgabe erstmals 1983 bei Ullstein.
- London: Hutchinson, 1982 unter dem Titel Master Of The Moor. 218 Seiten.
-
Frankfurt am Main; Berlin; Wien: Ullstein, 1983.
Übersetzt von Ilse Bezzenberger.
ISBN:
3-548-10200-X. 204 Seiten. -
Frankfurt am Main; Berlin: Ullstein, 1989.
Übersetzt von Ilse Bezzenberger.
ISBN:
3-548-20993-9. 203 Seiten. -
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1993.
Übersetzt von Ilse Bezzenberger.
ISBN:
3-499-43047-9. 223 Seiten. -
München: Goldmann, 1999.
Übersetzt von Ilse Bezzenberger.
ISBN:
3-442-44566-3. 287 Seiten.
'Der Herr des Moors' ist erschienen als
![]()
In Kürze:
Stephen Walby liebt es, allein durchs Moor zu wandern, in der bizarren Landschaft auf Entdeckungsreise zu gehen. Bis er bei einem seiner Streifzüge auf die Leiche eines jungen Mädchens stößt, das offenbar erwürgt wurde. Von einer Sekunde auf die andere sind Ruhe und Frieden in »seinem« Moor gestört. Stephen weiß nun, dass er nicht allein wandert und sieht seine Herrschaft über die schaurige Idylle bedroht. Bald kann er an nichts anderes mehr denken, und unaufhaltsam gerät die Suche nach dem Täter für Stephen zur Obsession.
Das meint Krimi-Couch.de: »Kommt nur sehr langsam in Schwung«
Krimi-Rezension von Peter Kümmel überspringen
Der Roman spielt in der Sumpflandschaft des schottischen Hochmoors. Stephen Walby, der sich dort wie in seiner Westentasche auskennt, findet auf einem seiner zahlreichen Spaziergänge die Leiche einer jungen Frau. Sie wurde erwürgt und ihre Haare wurden abgeschnitten. Wenig später wird eine weitere Leiche gefunden, ermordet nach dem gleichen Schema. Walby gerät nun selbst zwischenzeitlich in Verdacht.
Durch den Täter in seiner Ruhe in »seinem« Moor gestört, geht Walby nun für sich selbst auf Tätersuche. Dabei entfremdet er sich immer mehr von seiner Frau, die sich ihrerseits in einen jungen Mann verliebt und von Selbstzweifeln geplagt, sich nicht sicher ist, ob sie ihren Mann verlassen soll.
Die Suche nach dem Täter tritt nun eigentlich immer mehr in den Hintergrund zugunsten der Gedanken und der Entwicklung von Stephen Walby bei seinem Versuch, dem Täter nun endlich von Angesicht zu angesicht gegenüber zu stehen. Dabei ist er sich zwischenzeitlich nicht mal mehr sicher, ob er nicht selber der Täter ist.
Der Roman ist kein herkömmlicher Krimi im Sinne von Mord und Tätersuche. Anhand einer sehr überschaubaren Anzahl von handelnden Personen wird ein Roman aufgebaut, in dem das Psychologische im Mittelpunkt steht. Stephen versucht sich, geschockt durch den Fund der Leiche, selber in den Täter hineinzuversetzen. Dabei entfremdet er sich immer mehr von seiner Umwelt. Für den Leser geht dabei auch der Gedanke an den möglichen Täter mehr und mehr verloren.
Schließlich wird der Leser dann doch auf die einzig mögliche Schlußfolgerung hingeleitet, wobei sich letzten Endes natürlich wieder alles ganz anders herausstellt. Das Buch kommt nach dem Leichenfund zu Beginn eigentlich nur sehr langsam in Schwung. Die Beschreibung der Landschaft und die Verwandtschaftsverhältnisse der Personen nehmen einige Kapitel in Anspruch. In der 2. Hälfte jedoch kommt dann Spannung auf und man wird das Buch bis zum Ende nicht mehr aus der Hand legen.
Ihre Meinung zu »Ruth Rendell: Der Herr des Moors«
Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!
| Madita zu »Ruth Rendell: Der Herr des Moors« | 05.07.2011 |
|---|---|
| Dr.Dieter Rohnfelder zu »Ruth Rendell: Der Herr des Moors« | 13.09.2009 |
| Rolf zu »Ruth Rendell: Der Herr des Moors« | 14.12.2003 |
| Anja S. zu »Ruth Rendell: Der Herr des Moors« | 12.08.2003 |
| Andrea zu »Ruth Rendell: Der Herr des Moors« | 28.03.2003 |


