Alles Liebe vom Tod von Ruth Rendell

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1964 unter dem Titel From Doon with Death, deutsche Ausgabe erstmals 1979 bei Ullstein.

  • London: John Long, 1964 unter dem Titel From Doon with Death. 182 Seiten.
  • Frankfurt am Main; Berlin; Wien: Ullstein, 1979. Übersetzt von Monika Wittek. ISBN: 3-548-01969-2. 127 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1985. Übersetzt von Edith Walter. ISBN: 3-499-42731-1. 156 Seiten.
  • München: Goldmann, 1998. Übersetzt von Edith Walter. ISBN: 3-442-43813-6. 219 Seiten.
  • München: Goldmann, 2000. Übersetzt von Edith Walter. ISBN: 3-442-44760-7. 219 Seiten.

'Alles Liebe vom Tod' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Chiefinspektor Wexford steht vor einem Rätsel: Margret Parsons wurde erdrosselt, und es gibt weder Hinweise auf den Täter noch auf ein Motiv. Nur ein teurer Lippenstift wurde in der Nähe des Tatorts gefunden. Er gehört einer reichen, schönen, aber untreuen Ehefrau. Ungewöhnlich sind auch die Gedichtbände, die man unter Margrets Sachen findet. In ihnen finden sich leidenschaftliche Widmungen eines Unbekannten. Doch die sind bereits über zwölf Jahre alt.

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Dr.Dieter Rohnfelder zu »Ruth Rendell: Alles Liebe vom Tod« 05.09.2009
Ein gelungenes Debut, aber natürlich noch nicht so spannend und atmosphärisch dicht wie viele spätere Meisterwerke. Wexford und vor allem Burden sind noch sehr auf ihre berufliche Rolle beschränkt, ihr Privatleben wird erst später stärker einbezogen. Aber ein sehr wichtiges Grundmuster aller Rendell´scher Krimis wird schon deutlich: die Dinge sind oft anders als sie scheinen!
Zu ticva: Das englische Original und meine deutsche Ullstein-Ausgabe von 1979 (126 Seiten!) haben sehr viele Absätze. Wenn jetzt die Weltbild-Edition Absätze einspart, ist das sehr unseriös.
Alexander zu »Ruth Rendell: Alles Liebe vom Tod« 21.08.2009
Ein kurzer Kommentar zu Ticvas Beitrag:
Das mit den fehlenden Absaetzen liegt nicht an der Autorin sondern am Weltbildverlag bzw. deren knauserigen Setzer. Ich habe ebenfalls die schick anzusehende Sammlerausgabe (ebay) und wunder/aerger mich auch bei jedem neuem Band ueber die unvermittelten, weil absatzlosen Szenenspruenge.
Ticva zu »Ruth Rendell: Alles Liebe vom Tod« 10.07.2009
Es geht um eine vermisste Frau die Tod in einem Wäldchen gefunden wird. Inspector Burden und Chief Inspector Wexford leitet sofort die Ermittlungen ein und stoßen auch schnell auf Bücher, von einem Doon, der die Ermordete in Früheren Zeiten einmal geliebt haben muss.

Ich habe die Sammeledition von Weltbild gelesen und war von dem Cover sehr angetan. Hardcover mit einem Haus, das im Dunkeln liegt und die Fenster sind beleuchtet.
Die Schrift kann man gut lesen, sie ist nicht zu klein und jedes Kapitel fängt mit einem kleinen Gedicht oder Zitat an.
Die ersten paar Seiten waren auch noch recht interessant, aber dann kommen meiner Meinung nach die Ermittlungen viel zu schnell voran. Zu schnell treffen die Ermittler von einem Beweis auf den nächsten. Es baute sich nicht wirklich eine richtige Spannung auf, worauf mein Interesse immer mehr schwand. Das Buch konnte mich leider nicht auf Dauer fesseln.
Vielleicht lag es auch daran, dass das Buch „nur“ 213 Seiten hat. Somit wird alles regelrecht zusammengeschoben.
Zum Schluss wurde es kurz wieder interessant, als die Auflösung des Falles kurz bevorsteht und herauskommt, wer nun dieser Doon ist.

Mir fiel auch auf, dass die Autorin kaum Absätze macht. In einem Satz ist man noch bei der Ermittlung von Inspector Burns und im nächsten Satz ist man bei Chief Inspector Wexford, der im selben Moment in eine andere Richtung ermittelt.
Auch werden die Protagonisten überhaupt nicht richtig vorgestellt. Nicht einmal den Haupt-Charakter, Inspector Wexford.
Und von der Ermordeten erfuhr man von jedem Gesprächspartner was anderes, das man sich auch nicht wirklich ein Bild machen konnte, wie sie eigentlich war.

Mein Fazit:
Eine gute Lektüre für zwischendurch, von der man sich treiben lassen kann.
Von mir bekommt das Buch leider nur 2 von 5 Punkten...
Dido zu »Ruth Rendell: Alles Liebe vom Tod« 26.10.2008
Ich finde dieses Buch schlecht. Das liegt nicht an der Story selbst oder den heute veraltet wirkenden Moralvorstellungen der 60er Jahre. Es liegt an der Schreibweise und der Schilderung von Personen und Örtlichkeiten. Die Dialoge wirken unecht und hölzern, brechen plötzlich ab. Personen ändern innerhalb von drei Zeilen ihre Gesichtsfarbe von hochrot auf käseweis, und keiner weiß warum. Ständig wird der Leser durch unkommentierte und unmotivierte Gefühlsausbrüche erschreckt. Innerhalb eines Kapitels wechselt der Ort der Handlung öfters abrupt und ohne Absatzwechsel, sodass man glaubt, es fehlten einige Zeilen. Das Ehepaar Parsons wird vorgestellt, als handle es sich um alte Leutchen, bis sich herausstellt, dass die ja erst um die 30 sind. Und von Inspektor Wexford weiß ich am Ende des Buches gar nichts. Eine sehr, sehr mühsame Lektüre.
Uli zu »Ruth Rendell: Alles Liebe vom Tod« 02.01.2005
Ich habe das Buch zufällig in die Hand bekommen, da die ursprüngliche Besitzerin meinte, dies sei nicht ihre Art von Krimis.
Ich muss sagen, dass er schon was an sich hat. Mir gefällt besonders die Auswahl der Charaktere. Inspektor Wexford finde ich nett, auch wenn sein Humor schon etwas komisch ist. Auch Burden ist ein liebenswerter Mensch.
Die Story klingt nach heutigen Maßstäben etwas befremdlich. Damals mag eine gleichgeschlechtliche Liebe ein großer Skandal gewesen sein. Heute ist das zwar vielerorts auch noch so, aber ich gehe mal davon aus, dass sich da was tut. Das Ende hat mich doch etwas überrascht, ich hatte tatsächlich einen der beiden Männer in Verdacht.
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Ole leonhardt zu »Ruth Rendell: Alles Liebe vom Tod« 15.11.2004
ich habe das Buch nun innerhalb von zwei Wochen gelesen, meine meinung dazu ist eher negativ, stellenweise liest sich das werk sehr schlecht, es wirkt als ob die verfasserin versucht hat das Buch unnøtig in die længe zu ziehen
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Marion zu »Ruth Rendell: Alles Liebe vom Tod« 06.10.2004
Vor "Alles Liebe vom Tod" habe ich schon mehrere Weford-Krimis gelesen. Ich fand es interessant, zu sehen, wie sich die Figuren Wexford & Burden mit den Jahren entwickelt haben und wie Ruth Rendell ihnen Charakter und Seele im Laufe der Serie eingehaucht hat. Die Geschichte von "Alles Liebe..." handelt von unerfüllter Liebe, die in eine Art von Irrsinn umgeschlagen ist. Ich kann nicht sagen, dass ich von der Lösung überrascht gewesen bin, trotzdem (oder gerade deshalb - ich hatte einen Verdacht und er bewahrheitete sich!) fand ich das Buch sehr gut geschrieben.
RolfWamers zu »Ruth Rendell: Alles Liebe vom Tod« 05.06.2004
Eine fast tragische Liebesgeschichte aus einer Zeit, deren Moralvorstellungen man heute, 40 Jahre später, nur noch mit Kopfschütteln zur Kenntnis nimmt.Das Buch wurde in England wegen des Themas beachtet; der große Erfolg kam für RR aber erst 12 Jahre später mit "Dämon hinter Spitzenstores". Da hatte sie schon etliche ihrer besten Bücher geschrieben. "Alles Liebe vom Tod" gehört dazu.
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