Robert van Gulik

Robert van Gulik

Robert Hans van Gulik wurde am 9. August 1910 in Zutphen/Niederlande geboren. Im Alter von fün fJahren reiste er mit Mutter und Schwester nach Indonesien, wo sein Vater als Arzt arbeitete. Bis 1923 lebte er in Indonesien. Dort lernte er Chinesisch, Javanisch und Malaiisch sprechen. Danach kehrte er in die Niederlande zurück. Bereits während seiner Schulzeit beginnt er mit dem Schreiben.

Zwischen 1929 und 1934 studierte er Indisches Recht und verschiedene asiatische Sprachen an den Universitäten Leiden und Utrecht. 1935 promovierte er zum Doktor der Literatur. Er trat in den diplomatischen Dienst und arbeitete unter anderem in Japan, Ägypten, Indien, China und USA.

1949 übersetze er den jahrhundertealten chinesischen Detektivroman »Dee Goong An« mit Richter Di als Hauptfigur. Dieses Buch war so erfolgreich, dass er neben seiner Arbeit für die Botschaft neue Geschichten zu schreiben begann.

1959 wurde er zum niederländischen Botschafter in Malaysia ernannt, und 1965 zum Botschafter in Japan.

Robert van Gulik war ein starker Raucher und starb am 24. September 1967 in einem Krankenhaus in Den Haag an Lungenkrebs.

Seit 2004 setzt Frédéric Lenormand die Reihe um Richter Di fort.

Krimis von Robert van Gulik:

»Wir Europäer sind felsenfest davon überzeugt, dass wir den Kriminalroman erfunden haben. Die erste große Detektivfigur hieß unserer Meinung nach Sherlock Holmes. Doch in Wahrheit waren uns die Chinesen tausend Jahre voraus. Dem Holländer Robert van Gulik verdanken wir die Bekanntschaft mit dem Urahn aller literarischen Schnüffler: mit Richter Di. Den gab es im 7. Jahrhundert wirklich. Mit Intelligenz und Vernunft klärte er Verbrechen im Reich der Mitte auf.« (Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt)

»Robert van Guliks Romane sind nicht nur spannend erzählt, sondern zeigen auch ein genaues Bild der chinesischen Gesellschaft und politischen Ordnung der Tang-Dynastie.« (Süddeutsche Zeitung)

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