Zufallscode von Robert Littell

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1993 unter dem Titel The Visiting Professor , deutsche Ausgabe erstmals 1995 . 315 Seiten. ISBN-10: 3-426-63206-3, ISBN-13: 978-3-426-63206-2. Übersetzt von Rudolf Hermstein.

'Zufallscode' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Lemuel Falk ist besessen vom Zufall: Der berühmte russische Chaos- und Zufallsforscher arbeitet an einem geheimen Codiersystem. Als Lemuel eine Stelle an einer US-Universität bekommt, scheint sich sein Traum von einem glücklichen Leben endlich zu erfüllen. Doch plötzlich tauchen Geheimagenten auf, und ein Serienkiller scheint willkürliche Morde zu begehen. Alles nur merkwürdige Zufälle?

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geronimo zu »Robert Littell: Zufallscode« 11.09.2009
Der Roman ist kurzweilig zu lesen, ein Thriller ist er jedoch nicht. Die Geschichte zieht ihren Witz aus der Thematik: Russischer Hinterwäldler kommt ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten (USA).

Ein älterer russischer Chaosforscher namens Lemuel Falk erhält überraschenderweise die Erlaubnis für eine Gastprofessur an einer Kleinstadt-Uni in den USA.

Da er die englische Sprache überwiegend mithilfe eines alten Ausbildungshandbuches der Kanadischen Airforce gelernt hat, ergibt sich ein Gutteil der Komik im Roman daraus, dass er amerikanische Ausdrücke und Redewendungen wortwörtlich übersetzt und daraus falsche Schlüsse zieht (Amerikaner essen heisses Hundefleisch? (HotDog). Wer solchen Wortwitz mag, kommt in diesem Roman voll auf seine Kosten. Auch das Thema Drogen und »Freie Liebe auf dem Universitätscampus« erfährt der Protagonist am eigenen, ältlichen Leibe und schwingt sich in dieser Disziplin sogar zu vorher ungeahnten Höhen auf...

Die Thrillerkomponenten »Kryptografie« und »Serienmörder« sind in diesem Roman eigentlich nur Beiwerk, sonnenbebrillte Geheimdienstleute und klassische amerikanische Dorfsheriffs mit 38ger Colt und WalkyTalky werden auf schwarzhumorige Art durch den Kakao gezogen. Am Ende hat Falk sozusagen im Vorbeigehen den Serienkillerfall gelöst und sämtliche Geheimdienste, die ihn als Kryptografieexperten »zwangsverpflichten« wollen, auf naive Weise gegeneinander ausgespielt.

Alles in allem ein leichter Lesespass für Nebenbei ohne Action, Blut und Gewaltszenen.
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