Tödliches Bayern von Robert Hültner

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2014 bei btb.

  • München: btb, 2014. ISBN: 978-3-442-75429-8. 288 Seiten.

'Tödliches Bayern' ist erschienen als Hardcover

In Kürze:

Wie in Bayern gemordet wird. Robert Hültner, vielfach preisgekrönter deutscher Krimiautor, macht sich erzählend auf die Spuren der Wirklichkeit: In akribischen Recherchen hat er acht historische Kriminalfälle aus zwei Jahrhunderten bayerischer Geschichte rekonstruiert und atemberaubend nacherzählt. Die Spur realer Verbrechen führt quer durch Bayern: Nach Niederbayern etwa, wo 1818 ein Dorfpriester ein Verbrechen nach dem anderen begeht. In die Münchner Maxvorstadt, wo 1867 die Leiche einer jungen Frau entdeckt wird, Schwiegertochter des höchsten kaiserlichen Beamten Österreichs. In den Forstenrieder Wald, wo 1920 ein Dienstmädchen glaubt, das Richtige zu tun, als sie den Behörden von einem illegalen Waffenlager berichtet, aber mit ihrem Leben bezahlt. Und in den Bayerischen Wald, wo 2004 ein Unbekannter Politiker mit Briefbomben terrorisiert. Roberts Hültner Geschichten zeigen, wie Menschen zu Mördern werden. Packender lässt sich Zeitgeschichte kaum erzählen!

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Marius zu »Robert Hültner: Tödliches Bayern« 15.04.2014
Mörderisches aus dem Freistaat

Mag im Fernsehen und in der Literatur der Mord und Totschlag manchmal auch mit einem gewissen Nimbus des Glamours und der Weltläufigkeit daherkommen – die Realität sieht anders aus. Den Beweis hierfür tritt der deutsche Krimipreisträger Robert Hültner mit seinem Buch „Tödliches Bayern“ an.

Hültner richtet sein Augenmerk auf die Morde abseits der Geschichtsbücher, die vom kollektiven Bewusstsein schon wieder verdrängt wurden. Er hat sich durch Archive gegraben und präsentiert in seinem Buch acht Kriminalfälle, beginnend im Jahr 1807 und endend im Jahre 2004.
Er erzählt von Habgier, von Liebe, Begehren und Hass. Die meisten Fälle spielen im einfacheren Milieu, die Morde geschehen auf Bauernhöfen oder in den Bergen. Wem die Romane von Andrea Maria Schenkel gefallen, der dürfte auch an „Tödliches Bayern“ seine Freude habe. Mit schnörkelloser Prosa statt der bayerische Krimipreisträger seine Geschichten aus und bleibt ganz nahe an seinen Figuren. In den Geschichten, die meisten eine Länge von 40-50 Seiten aufweisen, wird Geschichte lebendig. Wer sich für True Crime und Kriminalgeschichte interessiert, dem dürfte „Tödliches Bayern“ von Robert Hültner auf jeden Fall zusagen!
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