Rex Stout
Rex Todhunter Stout wurde am 1. Dezember 1886 in Noblesville (US-Staat Indiana) geboren. Er besuchte die High School in Kansas, und hier studierte er auch, bevor er eine lange, meist erfolglose Berufslaufbahn einschlug, in deren Verlauf es ihn u. a. 1906 im Dienst der US-Navy für zwei Jahre auf die Yacht des US-Präsidenten Theodore Roosevelt verschlug.
Ab 1910 besserte Stout sein schwankendes Einkommen auf, indem er Artikel und Geschichten an Magazine verkaufte. Diese Geldquelle wurde wichtiger, als er 1916 heiratete, und existenziell, als er 1929 in der Weltwirtschaftskrise Job und Ersparnisse (sowie 1932 seine Ehefrau) einbüßte.
Erste Abenteuer-Romane und Romanzen blieben erfolglos, sodass Stout zum Krimi wechselte. 1934 glückte ihm in »Fer-de-Lance« (dt. »Die Lanzenschlange«) der Durchbruch mit der Figur des feisten, gehfaulen, arbeitsunlustigen, geldgierigen, Frauen verachtenden und mit weiteren einprägsamen und publikumswirksamen Spleens ausgestatteten Meisterdetektivs Nero Wolfe, dem er sich in den nächsten vier Jahrzehnten ausgiebig und fast ausschließlich widmete.
Stout veröffentlichte durchschnittlich einen Wolfe-Roman pro Jahr, dazu erschienen Kurzromane und -geschichten. Er unterbrach die Serie während des II. Weltkriegs, den er altersbedingt an der Heimatfront aber überaus eifrig führte. Stout schrieb Propagandatexte, moderierte Radiosendungen wie »Speaking of Liberty« oder »Voice of Freedom« und engagierte sich auch sonst in der Unterstützung der Kriegsbemühungen.
1946 nahm Stout seine Schriftstellerkarriere dank Nero Wolfe mühelos wieder auf. Inzwischen zum zweiten Mal verheiratet, hatte er sich eine Farm im Südosten des US-Staates New York gekauft. Dort beschränkte er sich auf die Rolle eines Gentleman-Farmers. Aktiv war er lieber als Präsident der »Authors Guild« (1943-1945) und der »Author’s League« (1951-1955, 1962-1975). Die »Mystery Writers of America«, denen er ebenfalls einige Jahre vorstand, zeichneten ihn 1959 mit einem »Grand Master Award« aus.
Politisch war und blieb Rex Stout auch nach dem II. Weltkrieg sehr geschäftig. Er war liberal, begeisterte sich für den Weltfrieden und liebäugelte mit dem Sozialismus, was ihm in den 1950er Jahren einigen Ärger mit dem gefürchteten »Komitee für unamerikanische Aktivitäten« eintrug.
Stout war eher ein populärer als von der Literaturkritik geschätzter Autor. Sein Publikum blieb ihm treu bis zum letzten Nero-Wolfe-Roman, der 1975 erschien. Am 27. Oktober dieses Jahres starb Rex Stout im Alter von 88 Jahren. So groß war der Wunsch seiner Leser immer noch nach 'Nachschub', dass Robert Goldsborough zwischen 1986 und 1993 sieben ´neue´ Wolfe-Romane schrieb.
Krimis von Rex Stout:
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Nero Wolfe Reihe:
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(1933) Die Lanzenschlange
Fer de lance -
(1935) Die Liga der furchtsamen Männer
The league of frightened men -
(1936) Die Gummibande
The rubber band -
(1937) Die rote Schatulle
The Red Box -
(1938) Zu viele Köche
Too many cooks -
(1939) Der rote Wollfaden
Red threads -
(1939) Der rote Bulle
Some buried Caesar -
(1939) Nur über meine Leiche
Over My Dead Body -
(1940) Kennzeichen wilde Rose
Where there’s a will -
(1942) Schwarze Orchideen
Black orchids -
(1944) Die explosive Ananas
Not quite dead enough -
(1946) Mord im Waldorf-Astoria
The silent speaker -
(1947) Zu viele Frauen
Too many women -
(1948) Aufruhr im Studio
More deaths than one -
(1949) Blei ist ungesund
Trouble in triplicate -
(1949) Sie werden demnächst sterben
Help wanted, male -
(1949) Das zweite Geständnis
The second confession -
(1950) Die gläserne Falle
Door to death -
(1950) Sogar in den besten Familien
Even in the best Families -
(1951) Orchideen für sechzehn Mädchen
Murder by the book - (1951) Curtains for Three
- (1952) Triple Jeopardy
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(1952) Gast im dritten Stock
Out goes she -
(1953) Die goldenen Spinnen
The golden spiders -
(1954) Verworrene Fäden
Three Witnesses -
(1954) Abendmahl mit Nero Wolfe
Three men out -
(1954) Nero Wolfe in Montenegro
The black mountain -
(1955) Vor Mitternacht
Before midnight -
(1956) P.H. antwortet nicht
Might as well be dead -
(1956) Verworrene Fäden
Three Listeners - (1957) Three for the Chair
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(1957) Der Schein trügt
If death ever slept - (1958) And four to go
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(1958) Die Champagner-Party
Champagne for one -
(1959) Das Plagiat
Plot it yourself -
(1960) Zu viele Klienten
Too many clients - (1960) Three at Wolfe´s Door
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(1960) Gift à la carte
Poison à la carte -
(1961) Erstens kommt es anders ...
The final deduction -
(1962) Ene mene Mörder mo
Homicide trinity -
(1962) Tod eines Dämons
Death of a demon -
(1962) Gambit
Gambit -
(1963) Das große Fragezeichen
The mother hunt -
(1964) Morde jetzt, zahle später
Trio for Blunt Instruments -
(1964) Wenn Licht ins Dunkel fällt
A Right to Die -
(1965) Per Adresse Mörder X

The Doorball Rang -
(1966) Leiche im besten Verhältnis
Death of a doxy -
(1968) Die Sünden der Väter
The father hunt -
(1969) Blutige Blaubeeren
Death of a dude -
(1973) Jedermanns Bombe
Please pass the guilt -
(1975) Tödliche Zigarren
A family affair
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(1933) Die Lanzenschlange
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(1914) In den Händen der Inkas
Under the Andes -
(1937) Die geheimnisvolle Melone
The hand in the glove -
(1939) Das Geheimnis der Bergkatze
The mountain cat murders -
(1939) Mord im Bungalow
Double for death - (1940) Bad for Business
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(1941) Die zerbrochene Vase
The broken vase -
(1941) Das tönende Alibi
Alphabet Hicks
Mehr über Rex Stout:
- (1969) William S. Baring-Gould: Nero Wolfe of West Thirty-Fifth Street. The Life and Times of America’s Largest Private Detective
- (1977) John McAleer: Rex Stout. A Biography
- (1980) Guy M. Townsend: Rex Stout. An Annotated Primary and Secondary Bibliography
- (1984) David R. Anderson: Rex Stout
- (1991) J. Kenneth Van Dover: At Wolfe’s Door
- (2000) Josef Quack: Die Grenzen des Menschlichen. Über Georges Simenon, Rex Stout, Friedrich Glauser, Graham Greene, S. 87-117
- (2003) O. E. McBride: Stout Fellow. A Guide through Nero Wolfe’s World
Rex Stout im Internet:
- http://aboq.org/stout/#ln
- www.nerowolfe.org
- www.thrillingdetective.com/wolfe.html
- www.kirjasto.sci.fi/rexstout.htm

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