Spinner von Ralf Kramp

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1997 bei Klein und Blechinger.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Eifel, 1990 - 2009.
Folge 1 der Herbie-Feldmann-Serie.

  • Elsdorf: Klein und Blechinger, 1997. ISBN: 3927658561. 256 Seiten.
  • Hillesheim: KBV, 1999. ISBN: 3934638252. 254 Seiten.

'Spinner' ist erschienen als TaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

Herbie Feldmann ist ein Spinner. Das weiß jeder in Euskirchen, denn seit einem Nervenzusammenbruch vor vielen Jahren hat der junge Mann »einen neben sich gehen«. Niemand kann ihn sehen, aber Julius wandelt stets an Herbies Seite. Ein Serienmörder, dem die Presse schon bald den bedeutsamen Namen »Der Motzer« gibt, sucht die Eifel heim. Als Herbie und sein Begleiter eines Tages über eins seiner Opfer stolpern, beschließen sie, die Suche nach dem Täter mit ihren eigenen Methoden fortzuführen. Eine Jagd beginnt, die zeigt, dass es Spinner gibt, die nicht annähernd so harmlos sind wie Herbie.

Das meint Krimi-Couch.de:

»Spinner« ist ein durchaus vergnüglicher Krimi von Ralf Kramp, der eine mysteriöse Mordserie in der Eifel aus der Sicht eines Mannes namens Herbie erzählt, der im wahrsten Sinne des Wortes »einen neben sich gehen« hat. Der unsichtbare Begleiter trägt den Namen Julius und ist für alle anderen Menschen unsichtbar. Da sich Herbie häufig mit Julius unterhält – beide benehmen sich zuweilen wie ein altes zänkischen Ehepaar, das nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander kann -, gilt er in seiner Umgebung als Spinner.

Eines abends, als Herbie, der nicht nur Spinner, sondern auch Spanner ist, über den Hof hinweg seiner Nachbarin beim duschen zuguckt, wird er Zeuge eines Mordes. Jene Nachbarin aus dem Rotlichtmilieu wird brutal erstochen. Zusammen mit seiner süßen Cousine, mit der er auch eine kleine Liebesgeschichte durchlebt, geht er auf Mördersuche und bringt sich und seine Helferin natürlich in große Gefahr.

Die Geschichte an sich ist gut, die Konstruktion mit einigen überraschenden Wendungen nicht zu simpel, aber dennoch einfach zu durchschauen, so dass der Leser der Handlung jederzeit folgen kann. Das Personal ist gleichfalls überschaubar, ebenfalls die Orte der Handlung. Das ist ein Plus, das nicht jeder Krimi für sich in Anspruch nehmen kann.

Auf kriminalistische Feinheiten oder psychologische Tiefen wird man allerdings vergeblich hoffen. Nicht einmal andeutungsweise erklärt wird, warum Herbie »einen neben sich laufen« hat. Hätte er diese Macke nicht, die Geschichte könnte sich genauso entwickeln. Der eingebildete Julius hat also keinerlei Funktion außer jener, zur Unterhaltung beizutragen.

Und so kann man das Buch durchaus als gute Unterhaltung werten, ideal für eine Zugreise. Es ist aber kein Buch, das lange nachwirkt, nachdem die letzte Seite gelesen ist.

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A. Peters zu »Ralf Kramp: Spinner« 28.11.2016
Ich habe das Buch als Hörbuch bei der Autofahrt gehört. Die Geschichte ist flüssig und vergnüglich erzählt. Bei der einen oder anderer Stelle musste ich schmunzeln oder lachen. Zwar dauerte es ein paar Minuten bis ich mich an die Mundart der Eifel gewöhnt hatte, aber danach war es schnell ‚Normalität‘. Ähnliches hatte ich auch bei anderen Krimis, bei der mit Mundart gesprochen wurde. Für mich bedeute das, die Geschichte hat mich mitgenommen. Kein blutiger Psychothriller sondern ein Krimi den man nebenbei gut hören kann. Sympathische Protagonisten mit der einen oder anderen Schrulligkeit. Falls man sich mit den Gedanken während des Hörens abschweift, kommt an schnell wieder rein, wenn die Konzentration wieder voll da ist. Auf jeden Fall werde ich weitere Hörbücher von Ralf Kramp hören.
Norbert Rolfes zu »Ralf Kramp: Spinner« 07.07.2008
Der erste Band der mit einigem Lokalkolorit in der Eifel spielende Reihe um den "Spinner" Herbie Feldmann ist ein höchst unterhaltsamer Krimi, der vor allem von seinen skurilen Figuren lebt. Dabei steht neben der Spannung, welche nicht zu kurz kommt, vor allem jede Menge schwarzer Humor im Vordergrund, was vielleicht an Ralf Kramps karrikaturistischem Background liegt. Der Roman liest sich flüssig und schnell. Durchaus sehr empfehlenswert!
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