Black Monday von R. Scott Reiss

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2008 deutsche Ausgabe erstmals 2008 bei Ullstein.

  • New York: Simon & Schuster, 2007. 480 Seiten.
  • Berlin: Ullstein, 2008. Übersetzt von N. Möllemann. ISBN: 978-3-548-26851-4. 480 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2008. Gesprochen von Ulrich Pleitgen. ISBN: 3899036026. 480 CDs.

'Black Monday' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Flugzeuge stürzen vom Himmel, Kraftwerke explodieren, Kommunikation und Versorgung brechen zusammen. In kürzester Zeit fällt die zivilisierte Welt zurück ins finsterste Mittelalter, Millionen Menschen sterben. Das Pentagon vermutet eine Welle terroristischer Anschläge. Doch der Virologe Greg Gerard befürchtet Schlimmeres: eine Seuche, die die gesamte Menschheit ausrotten wird. Auf der Suche nach der Ursache der Katastrophe kämpft er sich schließlich allein durch ein Amerika, das in völliger Auflösung begriffen ist. Gejagt von einem perfekten Killer, der alles tun wird, um eine Rettung zu verhindern.

Das meint Krimi-Couch.de: »Endzeitszenario erster Klasse« 70°

Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger

R. Scott Reiss kennt wahrscheinlich niemand, obwohl man bei den Ullstein Buchverlagen stolz im Innenteil von Black Monday darauf verweist, dass der ehemalige Journalist schon mehrere Erfolgsthriller veröffentlich hat und auch auf den vorliegenden VOX-Krimitipp bei Paramount Pictures bereits eine Option zur Verfilmung besteht. Dass man für einen Autor bei der deutschen Erstveröffentlichung einen weiteren unbekannten Namen wählt, obwohl Bob Reiss ohnehin schon im deutschsprachigen Raum als Scott Canterbury auftreten musste, während überall anders auf der Welt seine Conrad-Voort-Serie um einen New Yorker Polizeiermittler unter dem Namen Ethan Black veröffentlicht wurde, ist Verwirrungstaktik pur.

Dabei braucht sich der Autor für seinen neuen Wissenschaftsthriller absolut nicht zu schämen. Schon die Ausgangsidee entwickelt sich zu einem Endzeitszenario erster Klasse, denn im Nordwesten Pakistans sagt ein blinder Heiliger dem Journalisten von Al Dschasira voraus, dass zum nächsten Monatsende im Westen plötzlich keine Elektrizität mehr sein wird und sämtliche Motoren still stehen werden.

Das ist natürlich speziell für die USA ein Höllenszenario, das man solange nicht glaubt, bis tatsächlich die Flugzeuge vom Himmel stürzen, jeglicher Straßenverkehr zum Erliegen kommt, Heizungen ausfallen etc. Die Nahrungsmittelversorgung bricht zusammen und bürgerkriegsähnliche Zustände brechen aus. Plünderungen und Mord sind an der Tagesordnung.

Der Einzige, der eine Erklärung für diese dramatischen Zustände bieten kann, ist ein Virologe namens Greg Gerard. Irgendjemand hat eine Mikrobe so manipuliert, dass sie sämtliche Erdölvorräte der westlichen Welt versaut hat. Und derjenige, der für dieses Attentat verantwortlich ist, hetzt nun einen Killer auf jeden, der zur Abhilfe beitragen könnte. Auch Greg Gerard gerät somit ins Visier des Killers …

Charlotte Breuer und Norbert Möllermann haben den im Januar 2008 bei Ullstein erscheinenden Thriller aus dem Englischen übersetzt. Die Story geht gleich ordentlich ans Eingemachte, denn schon auf Seite 20 schlägt der Killer in Las Vegas tödlich zu, noch bevor der Leser weiß, warum und wieso. Erst danach beginnt die eigentliche Erzählung mit der Prophezeiung des Heiligen aus Pakistan. Und dann fängt es gemächlich an spannend zu werden. Bis das literarische Horrorambiente so richtig packend wird, sind die ersten hundert Seiten um und dann beginnt unser Antiheld Greg Gerard seinen Kampf gegen die ölfressende Mikrobe und gegen die immer schlimmer werdende Situation in seinem Wohnviertel, wo er die perfekte Nachbarschaft praktiziert, die nur von ein paar Asozialen gestört wird.

Bob Reiss zeichnet ein düsteres Bild dessen, was in Amerika passieren könnte, wenn dort die Energieversorgung zusammenbräche. Nach dem Buchstart in den USA waren binnen kürzester Zeit Internetforen voll von Fragen und Argumenten, ob ein solcher »Schwarzer Montag« tatsächlich von muslimischen Terroristen zu realisieren sei und ob man dagegen Vorkehrungen getroffen hätte. Das Worst-Case-Szenario eines Amerikas, das im Bürgerkrieg versinkt und bei dem selbst Nationalgarde und Militärs zur Untätigkeit verdammt sind, überzeugt durch die dichten Schilderungen der Katastrophe. Dass dabei die Handlungen der Entscheidungsträger grundsätzlich falsch sein müssen, damit der sympathische Forscher zum virulenten Superhelden mutieren kann, um die Welt und seine Familie und Nachbarn vor dem Untergang zu bewahren, ist vorhersehbar.

Der Spannungsbogen wird sukzessive aufgebaut und hält den Leser im Bann bis zum finalen Showdown im Zoo. Die Überführung des Übeltäters kann dabei mit dem Rest des Buches leider nicht mithalten und ist lieblos und wenig überraschend kurz abgehandelt und kann im Endeffekt die interessante Idee dieser Geschichte nicht unbedingt befriedigend abschließen.

Dennoch kann man Black Monday jedem Freund von Katastrophenthrillern durchaus empfehlen und Mr. Reiss liefert damit einige spannende Lesestunden in handwerklich passablem Schreibstil ab.

Wolfgang Weninger, Januar 2008

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Robert zu »R. Scott Reiss: Black Monday« 13.12.2011
Also ich bin mit besagtem Werk heute durch gewesen. - Mit den Charakteren wurde ich irgendwie nicht richtig warm. Die Ansichten und Empfindungen der einzelnen Leute in bestimmten Situationen waren mit meinen nicht wirklich kompatibel und ließen sich zwar akzeptieren, jedoch nicht immer nachempfinden. Somit dachte man plötzlich über die Denk- und Empfindungsweisen nach, verglich sie mit real existierenden Menschen, fragte sich, ob man in solch einer Situation wirklich "schwitzen" würde oder "pochende Kopfschmerzen" bekäme und die Spannungskurve brach ab. Kurios kam mir vor, dass Dr. Larch (Gerards Ausbilder) erst ein Mann, dann eine Frau und zum Schluss wieder ein Mann war!? Der Oberbösewicht wurde nicht ausreichend beleuchtet und verliert zuletzt auch komplett seinen Charme, genau so büßt der Bösewicht seinen Charme ein und wird zur bedeutungslosen Marionette. Alle Experten und Verantwortlichen sind nur Beiwerk in der Handlung. Schade! Sehr gute Geschichte, spannend, fachlich gut beschrieben, viele Hintergrundinfos und Wissenswertes. Lädt dazu ein, Wikipedia zu besuchen und einige wissenschaftliche Aspekte genauer zu untersuchen. Beschreibt viele soziale und gesellschaftliche Probleme unserer Zeit und verdeutlicht, was uns allen so oder ähnlich im Ernstfall blühen könnte.Wenn der Film 2012 gut vorbereitet wird und einige "Schwächen" des Buches beseitigt werden, wird dieser mit der richtigen Besetzung bestimmt ein Erfolg.
stiffler zu »R. Scott Reiss: Black Monday« 15.05.2011
Ja, die Grundidee ist gut, aber das wars dann auch.
Die ganze Geschichte erinnert an einen Film der B-Klasse und so kommt auch der ganze Plot daher, wie ein B-Movie.
Das Szenarie hätte soviel mehr hergegen, aber die Charaktere sind vollkommen flach.
Ich habe es nicht geschafft, mehr als 150 Seiten zu lesen, dann hatte ich die wirklich genug.
Chris zu »R. Scott Reiss: Black Monday« 31.01.2010
Nein, Black Monday ist ein lieblos zusammengebastelter Krimi. Dramaturgisch schlecht umgesetzt. Dabei gibt es bei dieser Art von Story schon genügend Vorbilder.
Nein, solche Weltkatastrophen sind nicht immer spannend. Überhaupt sind Weltkatastrophen nur spannend, wenn sie nicht anonym im Hintergrund ablaufen. Der Autor hat dies nicht geschafft. Der Plot wirkt zerfahren, die Figuren sind lieblos skizziert. Ein Sachbuch wäre vielleicht besser gewesen.
Florian M- zu »R. Scott Reiss: Black Monday« 01.11.2009
Das Buch hat mich vorallem zu einem Angeregt und zwar zum Denken...was wäre wenn? Irgendwann wird es kein Öl mehr geben und die Menschen sind noch zu unvorbereitet darauf, eventuell haben wir bis zu jenem Zeitpunkt genügend alternative Reserven aufgebaut.aber wie geschrieben, was wäre wenn?...Die gefährlichste Abhängigkeit : ÖL
Florian zu »R. Scott Reiss: Black Monday« 02.08.2009
Ich habe vor das Buch "Black Monday" nocheinmal nach einem halben jahr zu lesen und sabbere schon fast bei dem Gedanken mich auf es zu stürzen.Aus meiner Erinnerung kann ich nur sagen das ich es Tag und Nacht lesen und nicht aufhören wollte.Wie Michael unter mir schon geschrieben hat ist es ein realistisches Szenario da es tatsächlich in der realen Welt geschehen könnte.
Meine einzigen negativen Gedanken zum Buch sind das die Hauptperson "perfekte" vorraussetzungen hat: Passender Beruf,wichtige rolle bei Freunden.Mich hätte es eher beeindruckt beim einer Person mit eher nicht diesen Vorraussetzungen.
Trotz alledem finde ich das Buch überzeugend und kann es nur empfehlen.
80°
ein anderer Michael zu »R. Scott Reiss: Black Monday« 06.02.2009
Ich habe das Buch in der letzten Woche verschlungen. Ich muss sagen, dass ich sowohl Thema als auch Inhalt gut finde. Das Szenario ist durchaus realistisch und auch das Chaos in der Welt. Ich kann mich nur anschließen, dass das Ende zu schnell und kurz abgehandelt ist. Manchmal sind einige Dinge etwas an den Haaren herbei gezogen, aber das ist in vielen Büchern so. Alles in Allem ist es lesenswert. Es ist kein super Knüller, aber ein grundsolides Buch.
Michael zu »R. Scott Reiss: Black Monday« 09.12.2008
Ich habe das Buch vor kurzem gekauft, weil mich die Inhaltsangabe beeindruckte. Auf den ersten Seiten geht es gleich in die vollen und er stellt spektakulär die Auswirkungen da, die eine Verseuchung des Öles mit sich bringt. Wenn man sich mal, überlegt, dass es eines Tages so kommen kann, wenn die Menschheit es nicht schafft, vom Öl weg zu kommen, ist es beängstigend und all die industriellen und wissenschaftlichen Errungenschaften der letzten Jahrtausende können wir dann in die Tonne kloppen und wir fangen bei null an oder rotten uns selber aus in vielen Atomkriegen. Der Autor hat auch wieder das typische amerikanische Bild aufgezeigt, dass die Geheimdienstler und Regierungen der Welt immer zuallererst den bösen Terrorismus verantwortlich machen, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass die Bakterienkulturen sich verändern.
Faszinierend ist auch mal wieder die dargestellte Überheblichkeit von einigen Leuten, die meinen irgendwelche chemische Substanzen in die Ölfelder zu pumpen und alles ist wie vorher. Tja, man kann nur hoffen, das all die spannenden Geschichten wirklich nur Wörter auf Seiten bleiben und uns nicht irgendwann heimsuchen werden, denn die Folgen bei acht Milliarden Menschen auf der Erde sind verherrend und eine wahre Apokalypse.
Jedensfalls werde ich mit Spannung und Freude weiter lesen und danke dem Autor für das geniale Buch.
Pretorias zu »R. Scott Reiss: Black Monday« 29.11.2008
Man muss schon sagen. Von der Grundidee ist die Geschichte sehr gut. Was wären, wenn wirklich das Öl unbrauchbar wäre? Nur leider muss man sagen, dass Reiss nichts bis sehr wenig daraus macht. Die Hauptperson kann alles und weis alles und auf ihn hören alle. Für ihn bleibt alles ohne Konsequenzen. Wie einer meiner Vorredner schon sagte, hätte man da eine bessere Hetzjagd draus machen können. Alles in allem für mich eher eine Zeitverschwendung gewesen.
Schrodo zu »R. Scott Reiss: Black Monday« 18.07.2008
Ein Virus wird von irgendwelchen Hugo´s in sämtliche Ölvorräte und Ölquellen der Welt gebracht. Dadurch wird das Öl unbrauchbar. Die Welt fällt ins Chaos. Nur der Wissenschaftler Greg Gerard rettet am Ende alles….naja fast alles, das Buch zu retten hat er zumindest nicht geschafft. (Herr Reiss ja leider auch nicht)
Düsteres Endzeitszenario ohne dass irgendwann bei mir mal so was wie Spannung aufgekommen wäre. Vergeudete Zeit. Für mich hat Scotty Reiss viel zu wenig aus seiner guten Idee gemacht.
Teeshan zu »R. Scott Reiss: Black Monday« 19.05.2008
Das Buch finde ich zwar ganz gut, aber auf der 200´ste Seite wußte man, wer der Täter war, aber ansonsten recht spannend und logisch erklärt. "Black Monday" ist ein geht so buch
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