Tod einer roten Heldin von Qiu Xiaolong

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2000 unter dem Titel Death of a red heroine, deutsche Ausgabe erstmals 2003 bei Zsolnay.
Ort & Zeit der Handlung: China / Shanghai, 1990 - 2009.
Folge 1 der Oberinspektor-Chen-Serie.

  • New York: Soho, 2000 unter dem Titel Death of a red heroine. 463 Seiten.
  • Wien: Zsolnay, 2003. Übersetzt von Holger Fliessbach. ISBN: 3-552-05229-1. 460 Seiten.
  • München: dtv, 2004. Übersetzt von Holger Fliessbach. ISBN: 342320740X. 459 Seiten.

'Tod einer roten Heldin' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Shanghai 1990, eine Stadt an der Schwelle zwischen Kommunismus und Kapitalismus: Oberinspektor Chen ermittelt in einem mysteriösen Mordfall: Das Opfer, Guan Hongying, war Leiterin einer Kosmetikabteilung und Modellarbeiterin – als Heldin der Arbeit ein politisches Vorbild. In ihrem Wäscheschrank findet Chen bürgerlich-dekadente Reizwäsche und ein Bündel erotischer Fotos. Keine Frage: ein brisanter Fall, der bis in die höchsten politischen Kreise führt.

Das meint Krimi-Couch.de: »Ein wunderbarer, atmosphärisch dichter, oft poetischer Kriminalroman« 95°Treffer

Krimi-Rezension von Wolfgang Reuter

Shanghai 1990. Ein Patrouillenboot der Shanghaier Wasserwacht findet im Baili-Kanal eine weibliche, nackte Leiche, verpackt in einen Plastiksack. Ihre Identität ist zunächst unbekannt, sie ist jung und wurde offenbar erwürgt.

Oberinspektor Chen Cao, der Leiter der Spezialabteilung innerhalb der Shanghaier Mordkommission, beschäftigt sich mit dem Fall. Chen ist ein junger, aufstrebender Parteikader unter der politischen Schirmherrschaft von Parteisekretär Li Guohua, einem der höchsten Parteifunktionäre im Präsidium. Das verleiht ihm gewisse Privilegien, wie etwa die bevorzugte Zuteilung einer Wohnung.

Darunter leidet sein älterer Mitarbeiter und Untergebener Hauptwachtmeister Yu Guangming, der vor Chen zur Polizei gekommen ist, eine Polizeiausbildung und obendrein einen Vater hatte, der ebenfalls Polizist gewesen war. Er begegnet Chen anfangs daher mit einer gewissen Feindseligkeit.

Oberinspektor Chen hatte nie vorgehabt, Polizist zu werden. Eigentlich dachte er an eine literarische Karriere, studierte am Pekinger Fremdspracheninstitut Englisch und veröffentlicht Gedichte. Er hat englische und amerikanische Literatur ins Chinesische übersetzt, so etwa Ruth Rendell oder T.S. Eliot (ein kleines autobiographisches Detail). Ihn erwartete eine vielversprechende Stelle im Außenministerium. Doch bei der Überprüfung seines familiären Hintergrundes stellten die Behörden fest, dass einer seiner Onkel Anfang der fünfziger Jahre als Konterrevolutionär hingerichtet worden war. Also nahm das Ministerium seinen Namen von der Liste, und er bekam eine Stelle im Shanghaier Polizeipräsidium zugewiesen. Dort übersetzte er zunächst ein Verhörhandbuch und politische Berichte für Parteisekretär Li.

Seine Abteilung ist eigentlich für spezielle Fälle mit politischem Hintergrund zuständig, der Fall der Wasserleiche hat jedoch nichts Erkennbares mit Politik zu tun. Chen will aber unbedingt einmal nach seinen Leistungen beurteilt werden und nicht nach der Art und Weise, wie er zu seinem Posten gekommen ist. Deshalb möchte er den Fall übernehmen – einen richtigen Mordfall – den er von Anfang an bearbeiten kann.

Zunächst gilt es, den Namen der Toten herauszufinden. Er verschickt Fotos der Leiche an Zeitungen mit einer detaillierten Beschreibung. Die Reaktion erfolgt noch in derselben Woche: Mitarbeiter des Kaufhauses Nr.1 identifizieren die Ermordete als die bekannte Modellarbeiterin Guan Hongying, Leiterin der Kosmetikabteilung, seit elf Jahren Parteimitglied.

Modellarbeiter sind Menschen, die vorbildhaft ihr ganzes Leben ausschließlich der Arbeit, der sozialistischen Gesellschaft und der Partei widmen, wie etwa auch Stachanow in der UDSSR, im wesentlichen sind das Marionetten der Parteipropaganda. Damit hat der Fall plötzlich eine gewaltige politische Dimension. Parteisekretär Li formuliert es so:

»...außerdem könnten die Umstände ihrer brutalen Ermordung dem Bild der Reinheit schaden, das unsere große Partei vertritt.«

Das Polizeipräsidium beruft eine Sondersitzung ein. Den Ermittlern Chen und Yu wird der orthodoxe Parteikommissar Zhang, ein politischer Konservativer der alten Schule, zur Seite gestellt. Und der Konflikt zwischen alten und neuen Parteikadern ist somit vorprogrammiert.

Die Befragung der Kaufhausangestellten ergeben, dass das Opfer Guan vorbildlich und gewissenhaft gearbeitet hat, jede Parteiversammlung besuchte und eine kompetente Leiterin ihrer Abteilung war.
Sie hatte keine Feinde, war aber durch ihre Vorbildrolle nicht bei allen beliebt. Über ein eventuelles Privatleben weiß niemand etwas, keiner kennt sie näher.

Eine Inspektion ihrer Unterkunft im Arbeiterwohnheim fördert zu Chens Überraschung einige neue, teure Kleider und erotische Reizwäsche zu Tage – ein starker Kontrast zu ihrer öffentlichen Erscheinung. Er findet auch Fotos aus ihrem Privatleben, Guan als hübsche, lebhafte Frau, manches davon ist eindeutig erotischer Natur. Doch wer hat die Fotos gemacht? Nachbarn berichten, dass Guan am Abend ihrer Ermordung mit einem großen Koffer ihre Wohnung verlassen hat. Wohin wollte sie verreisen?

Die Überprüfung ihrer Telefonate zeigt viele Anrufe derselben Nummer, der Besitzer des Anschlusses ist Wu Bing, der ehemalige Shanghaier Propagandaminister. Sein Sohn ist Wu Xiaoming, ein Fotograf, der Guan öfters für den »Roten Stern« fotografiert hat, die Hauszeitschrift des Zentralkomitees der Partei. War er der Geliebte von Guan?

Für Chen ist Wu Xiaoming verdächtig, doch ab diesem Zeitpunkt beginnen seine Schwierigkeiten. Wu Bing ist ein alter, mittlerweile schwerkranker Parteifunktionär. Kommissar Zhang schaltet die Disziplinarkommission ein, die gegen Chen ermittelt. Was sind die Hintergründe dieser politischen Konflikte?

Deng Xiaoping hatte in dem Versuch, die Reformen zu beschleunigen, einige junge Parteifunktionäre – wie Chen – durch vorzeitige Pensionierung alter Kader befördert. Für die höchste Kaderebene bedeutete diese Politik keine Gefahr, aber für die unteren alten Kader stellte sie ein ernstes Problem dar. Daher hatten einige von ihnen sich zum Kampf gegen die Reformen verbündet. Nach dem ereignisreichen Sommer 1989 (dem Massaker am Tiananmen-Platz) musste Deng diese alten Kader dadurch besänftigen, dass er ihren früheren Einfluss einigermaßen wiederherstellte. Ein sorgfältig austariertes Gleichgewicht war gefunden worden, aber es war labil. Misstrauisch beäugte die alte Garde jeden Schritt der Reformer, und die Ermittlungen gegen Wu wurden als Angriff gegen diese alten Kader gedeutet.

»Schon wurde ein «Fall» gegen Chen konstruiert. Ein Fall, der den Fall Wu Xiaoming vertuschen sollte. Was mochte Chen erwarten? Jahre der «Umerziehung durch Arbeit» in einem Lager der Provinz Quinghai, in einer dunklen Zelle, oder sogar eine Kugel in den Hinterkopf …aber dass er aus dem Polizeidienst entlassen würde, dessen war Chen sich sicher.«

Für Oberinspektor Chen beginnt ein gefährlicher Wettlauf mit der Zeit, doch er hat auch unerwartete Helfer …

Qui Xiaolong vereinigt in diesem Roman mit erstaunlicher Leichtigkeit eine gute, spannende Kriminalstory, eine präzise Analyse der politischen Verhältnisse in China während dieser Umbruchsphase zwischen Sozialismus und kapitalistischem Wirtschaftssystem und berührende, oft poetische Bilder zwischenmenschlicher Beziehungen. Die fatalen Auswirkungen der Kulturrevolution sind noch überall zu spüren. Die Menschen ertragen ihr Schicksal mit unglaublicher Geduld, doch zeigen sich bereits viele Risse in der Fassade, die Vorboten der kommenden »Freiheit« sind überall zu erkennen: steigende Preise, Nachtlokale, offen geäußerte Parteikritik, wachsende Kluft zwischen Arm und Reich.

Die Handlung verläuft in gemäßigtem Tempo, die Spannung wird langsam aufgebaut und erreicht im letzten Viertel ihren Höhepunkt. Glücklicherweise gestaltet sich die Gewöhnungsphase an die chinesischen Namen kurz.

Xiaolong schreibt in ruhiger, gemessener, oft bilderreicher Sprache, eingeflochten sind immer wieder Details aus der chinesischen Geschichte oder Zitate chinesischer Dichter. Seine Figuren hat der Autor psychologisch und historisch sehr genau herausgearbeitet.

Der Exil-Chinese Xiaolong legt in »Tod einer roten Heldin« Wert auf die objektive Darstellung der unterschiedlichen Charaktere und persönlichen Verhaltensweisen, man kann sich etwa sehr gut vorstellen, wie ein Mensch wie Kommissar Zhang zu dem geworden ist, was er ist. Die Dialoge und Auseinandersetzungen von Personen unterschiedlicher Herkunft und politischer Stellung wie z.B. zwischen Hauptkommissar Yu und Oberinspektor Chen sind Xiaolong plausibel und sehr gut gelungen.

Die Hauptfigur Chen ist ein vielschichtiger Charakter, oft mehr mit Literatur oder Lyrik beschäftigt, trotzdem ist er ein loyaler »Diener seines Herrn«, Polizist nicht aus Leidenschaft, sondern aus Notwendigkeit. Als Teil der Wiederaufbauarbeit am neuen China.

»Tod einer roten Heldin« ist ein wunderbarer, atmosphärisch dichter, oft poetischer Kriminalroman mit spannender und interessanter Handlung, historischer Genauigkeit und der Möglichkeit, in die Geschichte Chinas im 20. Jahrhundert einzutauchen und wurde völlig zurecht mit dem Anthony Award für den besten Debütroman ausgezeichnet.

Das meinen andere:

»Qiu Xiaolongs Porträt eines China im Übergang ist eine von Anfang bis Ende fesselnde Krimi-Sensation.« (Kirkus Review)

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Darix zu »Qiu Xiaolong: Tod einer roten Heldin« 26.08.2013
Ein entschlossener Oberinspektor als Protagonist, der im politisch gefährdeten China seine Entscheidungen und Ermittlungen sachlich und ehrlich trifft.Der Tot einer roten Heldin ist ein Poträt des Übergangs, des China der jüngeren Vergangenheit. Von Anfang bis zur letzten Seite eine spannende, fesselnde Lektüre.
Die Nomenklatura, die chinesische Gesell- schaft befindet sich im Umbruch. Die Bevorzugang der Kader dauert an. Die chinesischen Parteiführung bleibt omnipresent und fehlerfrei. Die massive Einflussnahme der Partei gegenüber der ausgezeichneten Ermittlungsarbeit, das alles spiegelt sich in diesem großartigen Krimi wieder. Das Ergebnis der Polizeiarbeit wird durch die Parteiführung in ihrer besondern Art und Weise interpretiert. Sehr lehrreich und interessant geschrieben, ein kleines Meisterwerk aus Fernost.
Samoa zu »Qiu Xiaolong: Tod einer roten Heldin« 02.08.2010
Dieses Erstlingswerk bietet ein ausgesprochen buntes Kaleidoskop:
über den politischen und gesellschaftlichen Umbruch Chinas, mit Dialogen, die befremdlich hölzern wirken, gespickt mit typisch blumigen Gedichtzitaten, deren Entstehungsgeschichte und Bedeutung im heutigen umgangssprachlichen Leben jedoch hinreichend erklärt werden, man erfährt Gewöhnungsbedürftiges über die Eßgewohnheiten im Süden des Landes - und schlußendlich enthält es einen Kriminalfall, der aufgrund politisch motivierter Hindernisse langatmig vor sich hindümpelt.

Und doch (oder gerade deshalb) ist es ein fesselndes, weil vielschichtiges Buch.

Im Spannungsfeld der alten Protektions- und Vertuschungspolitik und des nun neuen, im Aufbruch befindlichen Chinas bewegen sich die gut herausgearbeiteten Charaktere glaubhaft im Rahmen ihrer jeweiligen Anschauungen.
Romantisch-poetische Momente finden hier ebenso Raum wie erdrückend-irrationale Parteipropaganda nach altbewährtem Muster.
Wer einen spannungsgeladenen, nervenzerfetzenden Krimi sucht, wird hier enttäuscht werden.

Wer die Geduld hat, den Autor auf seiner ganz persönlichen Reise durch ein im Umbruch befindliches China zu begleiten, wem die durchgängig politisch geprägten Handlungsfäden nicht zu langatmig sind, der wird mit einem tieferen Blick in die entstandenen Kontraste und Konflikte innerhalb der chinesischen Gesellschaft belohnt – aber auch mit anmutig-berührender Poesie. 86°
mylo zu »Qiu Xiaolong: Tod einer roten Heldin« 03.08.2009
Also mich hat das Buch stark beeindruckt, mag daran liegen, dass ich vor 2 Jahren in Shanghai war und die Stadt aus der Sicht meines dort seit 5 Jhare lebenden Bruders kennen lerte.
Hier ist die Schilderung nun aus einer 10 Jahre zurückliegenden Sicht. Die rasante Entwicklung Chinas lies sich so von mir plastisch nacherleben.
Aber nun zu dem was es ja an sich ist ein Kriminalroman. Er wird aus asiatischer Sicht geschildert und spiegelt so auch diese Mentalität wieder. Ohne viel Blut und Bum Bum durchaus auch spannend erzählt, wenn auch kein Reißer. Aber in Kombination mit der Schilderung der Chinesischen Kultur und dem Plot, der dort kreierten und beschriebenen Personen gebe ich gerne 85 Punkte und freue mich auf Romkan Nr.2
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Karl Bronstein zu »Qiu Xiaolong: Tod einer roten Heldin« 06.04.2009
Das Buch ist kein Rätselkrimi. Wer ein Puzzle mag. sollte anderswo schauen. Der Krimi bedient sich aus üblichen Elementen: Der missratene Sohn eines Großkopfeten und Mörder setzt seinen Einfluss ein, um den Kommissar zu suspendieren. In einem Krimi klappt das natürlich nie. Der Kommissar ermittelt unerschüttert, die Suspendierung erleichtert sogar die Arbeit. Ansonsten viel China und eine wohldosierte Handlung mit ausreichend Liebe, Sex und Nikotin. Man merkt, dass der Autor in den USA lebt.
Summerherekid zu »Qiu Xiaolong: Tod einer roten Heldin« 05.09.2008
Die Schilderung der sozialen Umstände macht das Buch sehr interessant. Auch die Figur des Oberinspektor Chen ist sehr gut gelungen. In seinem Zweifel genauso wie seinen (kulinarischen) Vorlieben wirkt er sehr plastisch.
Und doch: Die eigentliche Krimi-Handlung weiß nicht wirklich zu überzeugen. Teilweise zieht sich alles recht zäh dahin. Mit der extrem hohen Bewertung hier stimme ich deshalb nicht ganz überein.
Lisawet zu »Qiu Xiaolong: Tod einer roten Heldin« 09.09.2006
Für Leute, die sich intensiv mit chinesischer Kultur beschäftigen, ein Muss, mit kleinen Einschränkungen auch der Nachfolgeroman "Tod einer roten Heldin". Grund: Unter anderem die reichlichen Zitate aus klassischen Gedichten und die wiederholten Hinweise auf den Roman "Der Traum der roten Kammer". Literarisch auch anspruchsvoll die Schilderungen aus dem Alltag in Shanghai: Impressionen wie mit dem Pinsel getupft. Beim Vergleich mit dem Nachfolgeroman "Die Frau mit dem roten Herzen", schneidet der Erstling eindeutig besser ab. Möglicher Grund: Die Übersetzung von Holger Fliessbach ist spritziger und vermag mehr zu fesseln als die vergleichsweise dröge Übertragung von Susanne Hornfeck. Das kann doch nicht (nur) am amerikanischen Original liegen!

Noch zur "Frau mit dem roten Herzen": Bei der Darstellung der Beziehung der beiden Kommissare unterschiedlicher Kultur, Herkunft, und verschiedenen Geschlechts(chinesischer Mann, Amerikanerin) fällt auf, dass der Autor außerordentlich um politische und sonstige Korrektheit bemüht ist. Beim genauen Lesen entdeckt man aber auch hier viel Zartheit und Einfühlungsvermögen.

"Kriminaltechnisch nicht hochstehend" soll der Roman um die Modellarbeiterin sein, die rote Heldin. Fand ich nicht. Die Wiederholungen der Untersuchungsergebnisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln haben mir gefallen. Und wenn Krimielemente/Kriminaltechnik etc. zu kurz gekommen sein sollten: Diesen "Fehler" macht der Autor in zweiten Roman wett und bringt reichlich und verziert die Einzelheiten der laufenden Ermittlungen. Ich hätte dort auf manche "kriminaltechnischen" Erläuterungen verzichten können.

Fazit: Mir boten beide Krimis viel Lesespaß und Anregung, die poetischen Anspielungen noch genauer zu untersuchen.
Jedenfalls habe ich mich nicht so gelangweilt wie gelegentlich bei Ruth Rendell, eine Autorin die Qiu Xiaolong offenbar schätzt, und die von seinem dichtenden Kommissar Chen auch ins Chinesische übersetzt wurde.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
mistral zu »Qiu Xiaolong: Tod einer roten Heldin« 04.08.2006
Mehr als das Krimigeschehen hat mich die genaue Milieu-Schilderung beeindruckt. Ein Buch. das elegant unaufdringlich mein Wissen über China erweitert hat.
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Falcon zu »Qiu Xiaolong: Tod einer roten Heldin« 09.04.2006
Qui Xiaolong öffnet auf eine literarisch unterhaltsame Art dar Tor zur chinesischen Kultur. Beieindruckend nahe bringt er uns die Lebenssituation im heutigen Shanghai. Wenn auch kriminaltechnisch nicht hochstehend, birgt der Roman denoch Spannung, nämlich, wie sich sein Hauptkommisar Chen im Brennpunkt von Politik und Kultur durchschlägt.

Ein Muss rür den vielseitig interessierten Krimifan!

Tipp: Klappentext nicht lesen.
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Andreas Gruber zu »Qiu Xiaolong: Tod einer roten Heldin« 19.01.2006
In die wundersame Welt des fernen Ostens - des unbekannten China kann der Leser eindringen.
Die Spannung ist auf mehreren Ebenen da, die Charaktere sind sympatisch, trotz der Fremdheit vom Schauplatz und der Gesellschaft drückt der Mensch wie du und ich durch.
Habe das Buch genossen.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Anja S. zu »Qiu Xiaolong: Tod einer roten Heldin« 19.11.2005
Das hier ist ein ungewoehnlicher Krimi in mehrfacher Hinsicht. Den mutmasslichen Moerder erkennt der Detektiv schon frueh, aber weder ein Motiv ist erkennbar, noch ist die Festnahme politisch erwuenscht.
Das Buch bietet eine grossartige Beschreibung der komplizierten politischen und gesellschaftlichen Verhaeltnisse in modernen China, zitiert wundervolle chinesische Lyrik und beschreibt eine komplizierte Liebesgeschichte auf unaufdringliche Weise.
98 Grad
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

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