Mortifer von P.J. Tracy

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 unter dem Titel Dead Run, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Rowohlt.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Wisconsin, 1990 - 2009.
Folge 3 der Leo-Magozzi-und-Gino-Rolseth-Serie.

  • New York: Putnam, 2005 unter dem Titel Dead Run. 326 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2006. Übersetzt von Axel Merz. ISBN: 978-3-499-24203-8. 390 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2007. Übersetzt von Axel Merz. ISBN: 978-3-499-24568-8. 390 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2010. Übersetzt von Axel Merz. ISBN: 978-3-499-25217-4. 390 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2007. Gesprochen von Burghart Klaußner. ISBN: 3899034414. 5 CDs.

'Mortifer' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Totenstille. Kein Laut ist zu hören. Die Stadt scheint wie ausgestorben. FBI-Agentin Sharon und die Computerspezialistinnen Grace und Annie stehen vor einem Rätsel. Von einer Wagenpanne in die Geisterstadt verschlagen, treffen sie statt auf die erwartete Hilfe auf ein brutales Söldnerheer, das Jagd auf sie macht. Vollkommen auf sich allein gestellt, kämpfen die drei Frauen ums nackte Überleben …

Das meint Krimi-Couch.de: »Das Buch ist der Hammer« 83°

Krimi-Rezension von Sabine Reiss

Mit »Mortifer« legt das Autorenduo P.J. Tracy, bestehend aus Mutter und Tochter, das dritte Buch vor, das eine bunt zusammengewürfelte Truppe von Personen begleitet. Die Presse scheint sich jedoch bezüglich der Protagonisten nicht festlegen zu können, mal werden die beiden Detectives Leo Magozzi und Gino Rolseth genannt, mal das Monkeewrench Programmierer-Team, und der Klappentext widerspricht sich sogar: »Kirkus-Reviews ist von ihrem dritten Thriller um das Ermittlerduo begeistert: Der Mut und unbezähmbare Geist des Trios wird die Herzen aller Leser gewinnen...« Ob nun Duo oder Trio, Fakt ist, hier mischen eine ganze Menge Personen im Vordergrund mit, auch die beiden Detectives, die vier Programmierer Grace, Annie, Harley (Nachname Davidson) und Roadrunner, zudem Sharon Mueller, früher Deputy von Sheriff Halloran, nun beim FBI, Sheriff Halloran selbst sowie sein Deputy Bonar Carlson.

Üblicherweise ist gegen eine kleine Inhaltsangabe bzw. Zusammenfassung des ersten Drittels einer Geschichte absolut nichts einzuwenden, dient diese doch als Appetizer, um dem zukünftigen Leser den Mund wässrig zu machen, und zudem als Entscheidungsgrundlage, ob man das Buch überhaupt lesen möchte. Aber in diesem speziellen Fall würde ich doch empfehlen, absolut unbedarft an dieses Buch heranzugehen und keinerlei Inhaltsangaben im Vorfeld zu lesen. Nun stehe ich natürlich vor dem Problem, ein Buch anzupreisen, über das ich eigentlich gar nichts sagen darf.

So wenig zur Geschichte …

Die drei Mädels Grace, Annie und Sharon sind mit dem Auto unterwegs nach Green Bay, kommen dort aber nie an. Unterwegs geraten sie in eine Situation, die abenteuerlicher nicht sein könnte und ihre Freunde daheim hält es dabei auch nicht auf ihren Plätzen.

Auch wenn man die ersten beiden Bücher nicht gelesen hat, kommt man ganz gut mit dem Background der Personen klar, denn die Autoren teilen einem die wichtigsten Details mit, ohne zuviel zu verraten: Die Monkeewrench-Crew hatte ein Computerspiel auf den Markt gebracht, bei dem ein Serienmörder gefasst werden muss, doch die fiktiven Morde ereignen sich alsbald in der Realität. Nachdem der Fall gelöst wurde, setzen sie ihre Fähigkeiten für den guten Zweck ein und helfen mit ihrer neu entwickelten Software, Verbrechen aufzuklären. Über die Vergangenheit der vier ist recht wenig bekannt und wenn die Kritiken von »glaubwürdigen und lebendigen Charakteren« spricht, dann kann ich dem nur teilweise zustimmen. Glaubwürdig – nein, lebendig dagegen – ja. Wobei ich persönlich bei Glaubwürdigkeit immer auch ein Schuss Normalität erwarte und das ist eben überhaupt nicht gegeben. Sie sind alle ein wenig abgefahren und skurril und das macht einen Teil des Reizes dieses Buches aus.

Mainstream – aber nicht negativ

Die Story beginnt mit vier Kapiteln, die aus der Sicht von verschiedenen Personen erzählt werden, was den Einstieg ein wenig erschwert. Über einen längeren Zeitraum weiß man die Geschehnisse nur schlecht einzuordnen und das erzeugt einen Teil der Spannung. Irgendwann ist dann alles klar, aber immer noch bleibt offen, wie die Guten die Bösen besiegen werden. Denn dass das passieren wird, das ist klar. Ab einem gewissen Punkt ist die Handlung wirklich geradlinig, ohne Kniffe, Hintertürchen und Tricks, aber man kann das Buch dennoch nicht mehr aus der Hand legen, so mitreißend ist es.

»Mortifer« hat das Zeug zu einem echten Pageturner, und das ganz ohne Serienkiller und Gemetzel. Okay, ein bisschen reißerisch, eben typisch amerikanisch ist die Story schon, aber das macht gar nichts. Man kommt einfach nicht mehr davon los. Ein schöner Mainstream-Krimi, den man ohne Wenn und Aber empfehlen kann und der für ein paar Stunden kurzweilige Unterhaltung sorgt.

Ihre Meinung zu »P.J. Tracy: Mortifer«

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Balala zu »P.J. Tracy: Mortifer« 21.05.2011
Eine nette Geschichte. Drei Frauen geraten in einem amerikanischen Hinterwälderkaff und müssen ihre Haut retten.
Zu aller erst: Das erste Drittel habe ich durch.

Mich stört z.B. nicht, das die drei Frauen unrealistisch wirken. Dafür ist es eben nur eine Geschichte. "Helden" dürfen ruhig etwas exentrisch sein.
Aber was ich wirklich als etwas störend empfinde:
Es sind die Nebenhandlungen die mich langweilen. Irgendwelche Hundegeschichten oder das in kurzer Zeit mehrmals erwähnt wird, das die Frauen taff sind. Als Leser muss man es mir nicht mehrmals unter die Nase reiben. Auch die "Vorgeschichte" der Frauen, wurde auch mehrfach angedeutet.

So Kapitel lese ich meistens quer, weil sie mich langweilen und die Geschichte nicht voranbringen.

Ich schau mal wie es weitergeht.
Kom_Ombo zu »P.J. Tracy: Mortifer« 03.04.2011
Ein absolut tolles Buch! Stellenweise konnte ich gar nicht so schnell lesen, so spannend war es. Zwischendrin habe ich mich köstlich über manche Sprüche amüsiert und schlussendlich hatte ich Gänsehaut. Von Anfang bis Ende durch und durch gelungen und zu 100 % weiterempfehlbar.

Ich weiß genau, dass auch die anderen Bücher von P.J. Tracy nun den Weg in mein Bücherregal finden werden. :)
fresno89 zu »P.J. Tracy: Mortifer« 08.09.2010
Das Buch hat mich voll überzeugt und ich finde es bis zum Schluß wahnsinnig spannend.
Natürlich werden hier auch Klischees bedient, wie in so unendlich vielen anderen Büchern auch, und die Autorinnen neigen leicht zu Übertreibungen, was die Charaktere der Hauptprotagonistinnen betrifft, doch tut dieses der Qualität dieses Buches keinen Abbruch.
Es ist sicherlich ratsam, die vorher erschienenen Bücher, "Spiel unter Freunden" und " Der Köder" gelesen zu haben, und zwar in dieser Reihenfolge, um die Entwicklung der Protagonisten besser nachvollziehen zu können, bzw. ihre Handlungsweisen besser verstehen zu können.
Ein tolles Werk dieser beiden Autorinnen, wie auch die beiden vorher erschienenen Bücher!!
Axel zu »P.J. Tracy: Mortifer« 07.08.2010
Das Buch ist am Anfang wirklich sehr spannend und gut geschrieben und man fiebert richtig mit und fragt sich, was dort wohl passiert sein mag.
Wie viele hier sehe ich es aber so, das es im zweiten sowas von langweilig und unglaubwürdig wird und leider wie so oft, voll von Klischees. Die drei Frauen, die Hauptakteure, gehen von einem Horrorszenario ins nächste, entkommen immer wieder dem knappen Tod, ihren Verfolgern. Vor Ihren Augen werden Menschen erschossen.Für jedes einzelne dieser Geschehnisse müsste unsereins in Theraphie. So aber nicht die drei Damen. Die erschrecken sich zwar, reißen dann aber mal ganz schnell lockere Sprüche. Sehr unglaubwürdig!
Daher 70° von mir, aber nur wegen dem sehr spannenden ersten Teil
Fluse-Katze zu »P.J. Tracy: Mortifer« 21.04.2010
"Mortifer" war meine erstes Buch von P. J. Tracy und hat mich gleich sofort überzeugt. Zwar sind die Charaktere, allen voran Grace McBride, an Paranoia nicht zu überbieten, und es bleibt auch unklar, woher diese Angst bzw. das Wissen um Gefahr herkommt, doch finde ich sie nicht unglaubhaft.

Das Buch ist von der 1. bis zur letzten Seite spannend und hat mich bewegt, auch die anderen Bücher von P. J. Tracy zu lesen. Sei es, um heraus zu finden, wie die Personen so geworden sind, wie sie dargestellt werden.
Bell zu »P.J. Tracy: Mortifer« 01.09.2009
Nun ja, "Mortifer" hat mich leider nicht ganz überzeugen können. Es fing so gut an, war sogar richtig gruselig, doch dann flachte die Story mehr und mehr ab. Vor allem störte mich

SPOILER


Dieses: Ha! Wir haben es Dir ja gesagt und Du wolltest nicht hören, dummer MANN - jetzt bist Du tot!


SPOILER ENDE

Mit was für einer Leichtigkeit über eine solche Szene hinweg gegangen wird, fand ich erschreckend.

Fazit: Teil 1 und 4 = Spitze, Teil 2 und 3 = etwas mehr als mittelmäßig.

Der Roman bekommt von mir wieder 70 Grad, vor allem wegen dem wirklich sehr spannenden und unheimlichen ersten Teil.
Sarah_Ch zu »P.J. Tracy: Mortifer« 10.01.2009
Ich fand das Buch klasse! Habe die ersten drei gelesen und bin gerade am vierten. Hoffe das es eine Fortsetzung geben wird. Mortifer ist aus der Reihe mein absolutes Lieblingsbuch...spannend bis zur letzten Seite, mit einem Inhalt, den man nicht in jedem Buch zu lesen bekommt. Das Buch hatte ich in nicht einmal zwei Tagen durch...ich bin beeindruckt von diesen Ideen und dem klasse Schreibstil, der das Buch so spannend macht!
Ylvi zu »P.J. Tracy: Mortifer« 09.01.2009
Ich fand das Buch einfach nur großartig und megaspannend. Ich habe den dirtten Band zu erst gelesen. Und als ich dann erfahren haben, dass es noch zwei Vorgänger gibt, habe ich mir diese sofort zugelegt und wie das den dritten Band innerhalb von zwei Tagen durchgelesen. Man wird so von den Büchern gefesselt, dass man sie nicht mehr aus der Hand geben kann. Sogar mein Mann, der schwer von Büchern zu überzeugen ist, fand sie allesamt großartig. Es empfiehlt sich allerdings sie der Reihe nach zu lesen, da dann dadurch die Charaktere einfach besser zu verstehen sind. In welchen Konflikten sie sich befinden und warum sie so agieren wie sie halt agieren. Ich habe auch schon den vierten Roman gelesen. Und ich kann nur hoffen, dass die beiden Autorinnen auch weiterhin schreiben, weil sie einfach fesselnd schreiben.
Ich kann davon einfach nicht genug bekommen.
Kathrin zu »P.J. Tracy: Mortifer« 21.09.2008
Ich fand das Buch auch sehr spannend, allerdings ist es ein bisschen unrealistisch. Drei Frauen, die einem ganzen Heer von Soldaten entkommen und danach noch die Kraft haben, die Welt zu retten. Naja.

Auch ich fand, dass zu viele Hauptpersonen vorgekommen sind, die teilweise die Handlung nicht weitergebracht haben.

Ansonsten wars aber ein tolles Buch.
MaXx zu »P.J. Tracy: Mortifer« 12.02.2008
Mir hat es super gefallen, aber ich fand nicht das es das BESTE der 3 war...

Dazu war die Spannnung teilweise zu wenig & magozzi + Rolseth kamen viiel zu kurz..

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