Das Gebeinhaus von P. J. Parrish

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2008 unter dem Titel A thousand bones, deutsche Ausgabe erstmals 2008 bei Knaur.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Michigan, 1990 - 2009.

  • New York: Pocket Books, 2008 unter dem Titel A thousand bones. 470 Seiten.
  • München: Knaur, 2008. Übersetzt von Charlotte Breuer & Norbert Möllemann. ISBN: 978-3-426-50107-8. 570 Seiten.

'Das Gebeinhaus' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Die junge Polizistin Joe Frye muss in ihrem neuen Job gleich hart ran. In der Kleinstadt Echo Bay im Norden Michigans verschwindet ein Mädchen nach dem anderen. Als im Wald menschliche Knochen gefunden werden, scheint sicher, dass ein psychopathischer Serienmörder sein Unwesen treibt. In der kleinen Gemeinde macht sich Hysterie breit, und nicht nur Joe fühlt sich völlig überfordert …

Das meint Krimi-Couch.de: »Dieses Debüt hat etwas« 81°

Krimi-Rezension von Eva Bergschneider

Wieder ist es ein Autorenduo, hier zwei Schwestern, die uns einen Krimi aus dem amerikanischen Norden, genauer aus Michigan, bescheren. Sein Titel Das Gebeinhaus (orig.: »A Thousand Bones«) klingt nach einem Kathy Reichs Thriller. Dieser hat jedoch eher wenig mit der Ermittlungsarbeit in der forensischen Pathologie zu tun.

Erinnerungen schmerzen nach 13 Jahren

Die Geschichte der Polizistin Joe Frye beginnt 1988 in Captive Island, Florida. Sie berichtet ihrem Lebenspartner von einem Trauma, dass sie 13 Jahre zuvor ereilt hat.

Ich habe etwa so Schlimmes getan, das ich meine, ich sollte eigentlich keine Polizistin mehr sein.

Joes Erzählung führt zurück in das Jahr 1975, nach Echo Bay in Michigan, wo sie ihre Laufbahn als Polizistin begann.

Im Wald finden zwei Jungen einen Beckenknochen. bald stellt sich heraus, dass er von einer jungen Frau stammt. Die frisch gebackene Polizistin Joe gräbt zudem ein Armband aus dem Waldboden und glaubt, eine wichtige Spur entdeckt zu haben, die bei der Identifizierung der Toten helfen kann. Doch für Ermittlungsleiter Mack ist der Fall bereits klar. Er ist überzeugt, dass die sieben Jahre zuvor verschwundene Annabelle Chapel, in Echo Bay getötet, und ihre Überreste nun entdeckt wurden. Joe wird von den Ermittlungen ausgeschlossen, doch sie stellt mit Billigung des Sheriffs Leach heimlich weitere Erkundigungen an. Ein Kieferknochen ist der erste Hinweis darauf, dass man auf ein Massengrab mit toten Mädchen gestoßen ist. Und dieses scheint jemand mit indianischen Symbolen markiert zu haben. Eine Eiche am Fundort ziert das Zeichen des »Hungermondes«, das für den Monat Februar steht. Nach einer indianischen Sage, soll zu dieser Zeit der »Windigo«, ein mythischer Menschenfresser, auf der Suche nach Fleisch durch die Lande streichen.

Ein ganz normaler Serientäter-Krimi?

Das Gebeinhaus ist die Geschichte der Polizistin Joe Fry, die eines Serienkillers , sowie die seiner Opfer. Sie wird überwiegend aus der Sicht der jungen Ermittlerin erzählt, wechselt aber zuweilen zur Perspektive des Killers.

Mit dem ersten Knochenfund wird zunächst die etwas naive, aber hartnäckige Joe dem Leser vorgestellt, wie sie mühsam um die berufliche Anerkennung der Kollegen und nicht zuletzt ihres Lebensgefährten kämpft und verbissen Spuren verfolgt, die der Ermittlungsleiter gar nicht erst beachtet. Der erste Blick in die Gedanken des Mörders, der gerade eines seiner Opfer tötet, offenbart einen Killer, der grausam vorgeht und unbefriedigt zurück bleibt. Bis hierher ist Das Gebeinhaus ein spannender Krimi mit einer Sympathieträgerin und einem zwanghaften Triebtäter in den Hauptrollen, nicht mehr und nicht weniger. Etwas indianische Mystik kommt durch geheimnisvolle Baumschnitzereien und dem Indianer Ahanu hinzu. Der Mann fürchtet offenbar diese Zeichen, doch zunächst scheint diese Spur ins Leere zu führen.

Gelungen sind die Beschreibungen der Schauplätze und die Einbettung der Story ins Zeitgeschehen der 70er Jahre. Geschickt gewähren die Autorinnen dem Leser immer wieder kleine Einblicke in die Hintergründe des Verbrechens, um dann doch wieder einen ganz anderen Weg einzuschlagen.

P.J. Parrish erzählen von den trauernden Müttern und personalisieren so die Opfer. Der Leser hat Mädchen, die an der Schwelle zum Erwachsensein standen, als sie umgebracht wurden, vor Augen; »Jemandes Tochter« geht unter die Haut.

Joe Fry gewinnt vor allem in der Zusammenarbeit mit Detective Rafsky persönlich und beruflich an Profil. Leider bleibt der Täter, trotz der Einblicke in seine Gefühlswelt, irgendwie blass. Was nun der entscheidende Punkt war, der ihn zu den Gräueltaten getrieben hat, wird nicht ganz klar.

Da kommt noch etwas

Was sich P. J. Parrish für ihr deutsches Krimi-Debüt als Finale ausgedacht haben, steht in punkto Dramatik und Nervenkitzel einem Deaver- oder McDermid-Roman in nichts nach. Hier wenden die Autorinnen die Geschichte ein letztes Mal und stellen die Frage nach Recht, Gerechtigkeit und moralischer Verpflichtung. Und spätestens hier entpuppt sich Das Gebeinhaus, als ein nicht beiläufig konsumierbarer, sondern nachhaltiger und zugleich unterhaltsamer Roman.

Eva Bergschneider, Oktober 2009

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henesy zu »P. J. Parrish: Das Gebeinhaus« 15.03.2017
WIE ICH VON HIV / BEIHILFEN GEHÖRT WURDE
Hallo an alle, ich wurde von HIV-Krankheit im Jahr 2011 diagnostiziert und ich habe alles versucht, um mich zu heilen, aber alle ohne Erfolg, mein Leben wurde allmählich zu einem Ende, bis ich einen Beitrag auf einem Gesundheits-Forum im Internet über eine Kräuter sah Arzt ruft Dr. Ekpen, der Kräutermedizin vorbereitet, um HIV-Krankheit und verschiedene Krankheiten wie Herpes, Krebs, Hepatitis und verschiedene Arten von Krankheiten zu heilen, zuerst bezweifelte ich, ob es real war, aber ich beschließe, es zu versuchen, wann Ich kontaktierte diese Kräuterarzt-E-Mail, er bereitete einen HIV-Kräuteranteil vor und schickte ihn mir durch UPS-Lieferservice in meinem Land, als ich diese Kräutermedizin erhielt, gab er mir Schritt für Schritt Anleitung, wie man es anwendet, wenn ich es angewendet habe Wie angewiesen, wurde ich von dieser tödlichen Krankheit innerhalb von 14 Tagen geheilt, ich konnte nicht gehen oder reden verständlich vor, aber nachdem ich die Kräutermedizin genommen hatte, als Dr. Ekpen mir angewiesen wurde, dass ich in meinen Knochen Stärke erkannt habe und ich kann wie früher richtig sprechen Bin jetzt frei von der tödlichen krankheit mein positiv hiv / hilfe resuit verwandelt sich vernachlässigt, alles dank an Dr. Ekpen von seinem guten work.if du bist da da auch durch irgendeine Art von Krankheit Kontakt Dr. Ekpen durch diese E-Mail;
Drekpenherbalmedicine@outlook.com oder Sie können ihn auf, was-app +2348135858735,
Für weitere Informationen können Sie mich noch über meine E-Mail kontaktieren. Davehenesy7@gmail.com
vulpecula zu »P. J. Parrish: Das Gebeinhaus« 28.07.2015
ich hatte das buch als mängelexemplar gekauft. das verdient es echt nicht! ein klasse buch, spannend durch und durch und obwohl der mörder schon zeitig gefunden wird und klar ist, kommen immer wieder neue spannende wendungen in der geschichte. mit der hauptperson joe kann ich mich sehr gut identifizieren, sie kommt zudem glaubhaft und symphatisch herüber. sehr zu empfehlen!
Cindy zu »P. J. Parrish: Das Gebeinhaus« 31.12.2011
Habe das Buch gerade zuende gelesen nachdem ich es geschenkt bekommen hatte. Der Titel hat mich schon sehr angesprochen, den Klappentext widerum fand ich ziemlich langweilig. Doch beim lesen dann hat sich mir immer wieder die Frage gestellt was der Titel "Das Gebeinhaus" mit der Geschichte zu tun hat? Die Geschichte spielt zu 90 % in freier Natur & auch die Knochen werden letzendlich in eine Brunnen gefunden, Wieso also Gebeinhaus? Ansonsten fand ich die Geschichte schon sehr gut erzählt, auch die Zeitsprünge stören mich nicht. Doch muss ich mich meinen "Vorschreibern" anschließen, ich hätte mehr Erzählungen vom Täter erwartet... Wieso er so geworden ist ist zwar leicht ersichtlich aber zu wenig ausgearbeitet finde ich. Dann die indianischen Symbole... Die hätten auch weg bleiben können denn dazu wird vom Täten aus nichts gesagt wieso er die macht...
Also an & fr sich ganz nett aber 100% begeistert bin ich nicht. Auch dafür das es ein Thriller sein soll finde ich es doch sehr harmlos, da sind teilweise einfach Krimi´s spannender & umfassender...
tigerbea zu »P. J. Parrish: Das Gebeinhaus« 22.09.2010
Ein super spannendes Buch. Am Anfang dachte ich, naja, komisch. Fängt in der Gegenwart an und macht einen Zeitsprung zurück. Aber so kann man sich täuschen. Ich konnte es fast gar nicht mehr aus der Hand legen! Eine wirkliche Empfehlung! Und im Gegensatz zu so manchem amerikanischen Krimi wirklich mal spannend!
Spiddel zu »P. J. Parrish: Das Gebeinhaus« 22.04.2010
Sehr empfehlenswert ! Wer Slaughter, Deaver, Patterson und Gerritsen mag, wird begeistert sein. Dieses Buch ist unheimlich gut geschrieben und die Spannung wächst von Seite zu Seite. Man hört einfach nicht mehr auf zu lesen. Auch die zwischenmenschlichen Probleme bekommen ihren Platz. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Buch.
Addicted-to-read zu »P. J. Parrish: Das Gebeinhaus« 12.02.2010
Ich war von dem Buch doch mehr als positiv überrascht. Ich hatte nicht allzu hohe Erwartungen, doch diese wurden haushoch übertroffen! Zu Beginn dachte ich noch: naja, kein Meisterwerk, aber es flutscht. Doch je weiter die Geschichte voran ging, desto spannender und differenzierter wurde sie. Oft auch berührend, melancholisch, bedrückend. Obwohl der Täter ab circa Mitte des Romans bekannt ist, tut es der Geschichte keinen Abbruch. Im Gegenteil - das Autorenduo schafft es trotz allem die Geschichte spannend und am Laufen zu halten. Die Protagonisten sind für mein Empfinden gut herausgearbeitet, da sie sich selbst in einen großen moralischen Zwiespalt manövrieren und man überlegt, wie man selbst handeln würde. Wie Eingangs erwähnt sicherlich kein Meisterwerk, aber ein sehr lesenswertes Buch!
JaneM. zu »P. J. Parrish: Das Gebeinhaus« 29.01.2010
Es werden Knochen gefunden in einem Wald um eine nordamerikanische Kleinstadt. Ob diese von einem oder mehrern Opfern stammen, kann man in den 70igern nur schwer herausfinden. Einige junge Mädchen gelten als vermisst. Ein paar "Kleinstadtbullen" versuchen den Fall zu lösen. Aus meiner Sicht eine grandiose Beschreibung: der alternde, väterliche Sheriff; Mack- der das Verschwinden eines Mädchens vor Jahren nicht ausklären konnt und seine Chance jetzt sieht-, zwei junge unerfahrende Trottel und Joe, die junge Polizistin. Begabt, aber unerfahren. Dazu Rafsky,den Ermittler der Landespolizei. Erfahrener, besonnen und bemüht, den Fall zu lösen,ohne die Provinzbeamten vorzuführen. Gleichzeitig die Mütter der verschwundenen Mädchen, die hoffen, das Schicksal ihrer Töchter endlich klären zu können und die Mahnwachen vor dem Polizeipräsidium halten. Es gibt einen Verdächtigen und schnell ist auch klar, wer der Täter ist. Bloß wird man seiner nicht habhaft, was zu einer spannenden Verfolgungsjagd wird. Die Motive eines Serientäters darzulegen, ist immer heikel. Beschrieben wird das Kindheitstrauma- ok das erklärt nicht diese Taten- aber was würde das abschließend erklären ohne in plakativer "Psychologie-leicht-gemacht-" Manier zu enden ? Spannend am "Gebeinhaus" ist die moralische Schlußfrage nach der Schuld, die Joe im Rückblick gesteht. Diese Fragestellung bleibt zum Glück offen.
Ein äußerst lesenwertes, hochspannendes Buch!
Bell zu »P. J. Parrish: Das Gebeinhaus« 12.01.2010
"Das Gebeinhaus" ist ein eher ruhiger, oft auch leicht melancholischer Thriller. Ich war zum Teil von der Geschichte berührt. Auf jeden Fall ist es ein Thriller der anderen Art, was daran liegt, dass hier nicht bis zum Schluss ein Irrer gejagt und kurz vor Schluss mit großem Aha! identifiziert und gestellt wird, sondern der Täter schon nach knapp der Hälfte des Buches bekannt ist - und zwar uns als auch der Polizei.

Ganz wichtig: das Buch spielt 1975 und 76! Die Geschiche ist in Prololg und Epilog eingebettet, die wiederum spielen 1988, hier ist Joe, die ihrem Freund rückblickend die Geschichte von damals erzählt. In den 70ern war vieles, was wir heute bei "CSI" usw. beobachten können, noch nicht möglich, zum Beispiel eine DNA-Analyse, sodass die Polizisten keine Mittel haben, die meisten Knochen irgendwelchen Personen sicher zuzuordnen. Eine Internetrecherche kann Joe natürlich auch nicht durchführen bzgl. der Schnitzereien, die sie an den Bäumen finden, stattdessen muss sie in der Bibliothek dutzende Bücher durchsehen. Diese Art der Recherche finde ich als Leser viel atmosphärischer und spannender.

Es gibt wieder Passagen aus Sicht des Täters, was ich normalerweise nicht mag, da diese meist übertrieben irre dargestellt werden (gut, was weiß ich, was da realistisch ist, war ich doch nie in so einem Kopf, aber mir kommt es eben meist unglaubhaft vor). Hier ist der Täter weniger abstrakt und weniger überzogen irre, sage ich mal, was es auch schwer macht, KEIN Mitleid mit ihm zu empfinden.

Die Polizistin Joe und ihre Kollegen sind mir ans Herz gewachsen, ich fand es erfrischend, mal zu lesen, wie ganz normale Kleinstadtpolizisten, die vorher noch nie mit einem größeren Verbrechen konfrontiert wurden, sich behutsam und neugierig an so einen großen Fall machen. Die unvermeidliche Zusammenarbeit mit der Staatspolizei verläuft ziemlich manierlich, nicht so, wie man es aus anderen Büchern oder Filmen kennt, wo es jedes Mal ein riesen Gerangel um Zuständigkeiten und Beanspruchung des Falles gibt. Auch hier gibt es mal Auseinandersetzungen, aber die arten nie aus.

Mir gefiel auch, dass der Emanzipationsprozess Joes als einzige Frau unter ihren Kollegen relativ zurückhaltend geschildert wurde. Auch das nervt in anderen Romanen immer wieder, wenn zu sehr darauf herumgeritten wird.

Es geht hier auch viel um Beziehungen. Joe und ihr Freund Brad, der sie beschützen will und dem es nur solange nicht allzu schwer fällt, ihren Job zu akzeptieren, bis es gefährlich wird. - Joe und ihr Vorgesetzter, Sheriff Leach, der sie ein wenig unter seine Fittiche nimmt, aber nicht zu sehr, um sie halt zu einer guten, starken Polizistin reifen zu lassen. Aber trotz seiner guten Motive fühlt sich Joe von ihm etwas zu väterlich herablassend behandelt. Ganz anders dagegen Rafsky von der Staatspolizei, der sie für die Ermittlung als Partnerin erwählt. Er behandelt sie mit vollem Respekt und nimmt sie richtig ernst, da er ihr Potential erkennt. Nicht umsonst nennt sie ihn rückblickend ihren Mentor.

Und die Spannung? Die kommt auch nicht zu kurz. Es ist kein atemloser Thriller, aber hintergründig ist fast immer eine feine Spannung da und es gibt ein paar Szenen, in denen diese anschwillt, insgesamt ist es aber wie gesagt eher ein ruhiges Buch. Es gibt ein einschneidendes Erlebnis (aus welchem nicht nur Joe stark angeschlagen hervorgeht), nach welchem die Stimmung des Romans zunehmend düsterer wird.

Das Ende dann ist sehr schwierig für den Leser zu verdauen, jedenfalls ging es mir so. Man hat daran zu knabbern.

Was gibt es zu meckern? Ich denke, stilistisch lässt das Buch etwas zu wünschen übrig, denn trotz des Lobes bleibt irgendetwas unbefriedigtes zurück. Die Geschichte ist sehr vielfältig und dicht, aber so ganz gelingt es den Autorinnen nicht, sie in eine würdige Form zu bringen, finde ich.

Alles in allem ist "Das Gebeinhaus" aber ein lesenswertes Buch! 80 Grad
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Bio-Fan zu »P. J. Parrish: Das Gebeinhaus« 06.01.2010
Knochen, Knochen, Knochen - auf dem Cover türmen sich die Totenschädel, der amerikanische Titel lockt mit "A Thousend Bones", der deutsche Titel gar mit "Das Gebeinhaus". Man könnte annehmen, es ginge in Richtung forensischer Anthropologie a la Kathy Reichs, die nächste Tempe Brennan würde vorgestellt. Doch weit gefehlt.

Die neue Serienfigur heisst zwar Joe, ist aber trotzdem weiblich, wenngleich sie in dem harten Männerberuf eines Deputys im tiefsten Norden des US-Staates Michigan ihren Mann? stehen muss. Unter des Sheriffs Deppen ist Joe eine Lichtgestalt, denn, als in den umliegenden Wäldern vereinzelte Knochen von verschiedenen Personen gefunden werden, weiss sie intuitiv, dass da nur ein Serienmörder hinterstecken kann, zudem auch noch an den Fundorten seltsame indianische Zeichen (Signaturen) in die Bäume geritzt sind. Mit ihrem Mentor Rafsky von der Staatspolizei macht sich Joe auf die Suche nach dem "Wendigo", wenn er denn einer ist.

Was nun folgt, ist das übliche Serienmörder-Tralala, manchmal mit arg viel Pathos, aber doch auch mit einigen geschickten Varianten, wobei die Autorinnen einen ihrer besten Einfälle (Doppeltes Spiel) nicht weiter verfolgen. Schade !
Trotz der guten Ansätze birgt "Das Gebeinhaus" eben weder Fisch noch Fleisch, sondern nur olle Knochen. 70 Grad
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Dani P. zu »P. J. Parrish: Das Gebeinhaus« 31.12.2009
Mir wurde das Buch von meiner Buchhandlung empfohlen und ich fand es ganz gut. Allerdings hatte ich manchmal den Eindruck, dass ich einen ähnlichen Krimi schon mal im Fernseh gesehen hätte... Dennoch fand ich es spannend und es war flüssig zu lesen und kann es guten Gewissen weiterempfehlen.
Von mir gibt es für das Buch 85 Grad

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