Pierre Magnan

Pierre Magnan wird am 19. September 1922 in Manosque (Basses Alpes) geboren. Nach der Primarschule wird er mit 13 Jahren Typograph. 1942 muß er für acht Monate eine Ausbildung absolvieren, die im besetzten Frankreich den Militärdienst ersetzt. 1943 verweigert Pierre Magnan den Kriegsdienst, flüchtet und schließt sich der Widerstands-bewegung im Departement Isère an. Dort schreibt er seinen ersten Roman »L’Aube insolite«, der 1946 bei Juillard veröffentlicht wird.

Nach mehreren erfolglosen Romanveröffentlichungen wird er schließlich Angestellter in einem Unternehmen für Kühltransporte, in welchem er 27 Jahre tätig ist. Als er mit 54 Jahren wegen Sparmaßnahmen entlassen wird, kommt er über das Schreiben von Kriminalromanen zum literarischen Schaffen zurück. 1978 erhält er den Prix du Quai des Orfèvres für »Le Sang des Atrides« (Das Zimmer hinter dem Spiegel). 1984 macht die Leserschaft »La Maison assassinée« (»Das ermordete Haus«) zum Erfolg (Prix RTL Grand public): Das Buch wird in Frankreich über eine halbe Million mal verkauft und in der Folge in verschiedene Sprachen übersetzt (Englisch, Italienisch, Spanisch, Norwegisch, Schwedisch, Dänisch, Griechisch). Der Roman wurde 1988 verfilmt, wie viele seiner Romane, die international Beachtung fanden und preisgekrönt wurden.

Pierre Magnan blickt auf ein Werk von über 20 Romanen zurück und lebt heute mit seiner Frau in einer Dachwohnung in der Nähe von Manosque, wo er, wie er zu sagen pflegt, »im Gemeinschaftsraum schreibt«. Er liest und liest immer wieder Montaigne, Cervantes, Thukydides, Saint-Simon, Stendhal, Proust, Gide, Giono und Céline, degustiert die Weine von Bordeaux (die roten) und wandert in den Wäldern und Bergen seiner Provence, der Quelle seines ganzen schriftstellerischen Werkes.

Magnan wurde in Deutschland erst spät bekannt. 1999 kam Das ermordete Haus auf den Markt, es folgten die ersten Laviolette-Krimis.

Pierre Magnan starb am 28. April 2012 in Voiron, wo er zuletzt zurückgezogen gelebt hatte.

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