Der schöne Mann von Peter-Paul Zahl

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1994 bei Das Neue Berlin.
Ort & Zeit der Handlung: Jamaika, 1990 - 2009.

  • Berlin: Das Neue Berlin, 1994. ISBN: 3359007263. 194 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Scherz, 2003. ISBN: 3-502-51929-3. 160 Seiten.

'Der schöne Mann' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Der Mann, der unter dem strahlend blauen Himmel auf dem weißen Sand eines der schönsten Strände Jamaikas lag, war fraglos schön. Und er war tot. Sein Name: James Douglas Walker, auch 'Doubletrouble’ genannt, verheiratet mit einer ehemaligen Miss Jamaika. So bildschön wie er selbst war seine Karriere als Politiker und Geschäftsmann. Und der Mann soll ein Selbstmörder sein? Einer zumindest glaubt das nicht: Privatdetektiv Fraser …

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Christoph Ludszuweit zu »Peter-Paul Zahl: Der schöne Mann« 23.07.2008
Welch ein fantastischer Start einer auf (so der Autor) auf 14 Bände angelegten Krimiserie über ca. 20 Jahre! Das Buch ent-
wickelt das Tableau, indem er klarmacht, daß Jamaica nicht die sorglose "island in the sun" mit Rum, Ganja (Marihuana), Rastas, Strand ist, sondern ein von Korruption und Crackkokain geplagtes Land, in der der Wahlkampf 1980 mit mindestens 800 Toten ein Trauma auslöst. Ein ehemaliger Paradeoffizier, Mitglied der konservativeren Jamaica Labour Party und Inhaber einer Wach-und Schließgesellschaft liegt tot am Strand. Seine Witwe beauftragt Ruffneck Fraser, diesen Mord aufzuklären. Er habe mitnichten Sebstmord gemacht, wie die Kripo behauptet.
Beide Parteien haben ihren bewaffneten Arm, Gangster, welche in den Wahlkreisen dafür sorgen, daß alle ihre Partei wählen.
Daneben machen diese munter mit Schutzgeld-, Drogen- und Staatsaufträge Riesenumsätze. Da liegt es nahe, daß ein Pistolero vom Don ("Paten")der anderen, der People's National Party, beauftragt wurde, dieses hohe Tier zu ermorden. Der aber wird von Witwe und Mutter quasi als Engel dargestellt.
Ruffneck und seine Lebensgefährtin Valerie, die auch Mutter zweier seiner Kinder ist, gehen den Spuren nach. Erst später klärt die Tante des Ermordeten die beiden über andere Hob-
bies des Opfers auf...Von Kind auf hat er einen Klüngel ergebe-
ner Freunde, die von der Tante schlicht als Gangster bezeichnet werden. Einige von ihnen führen seine Firma nach seinem Tod auf. Sie kämen als Täter nur zu gut in Betracht. Ruffneck traut ihnen alles zu; aber er spielt nicht umsonst die Rolle eines Rauhbeins und beeindruckt auch eine schöne Angestellte der Firma und ehemaligfe Geliebte des Toten, durch seine Machismen. Auch sie gilt nun als verdächtig. Für Jamaikaner ist der schnellste Weg zwischen zwei Punkten nicht die Gerade, sondern der gekrümmte Umweg. Schließlich setzen Ruffneck und Valerie ihre eignen Gerechtigkeitsvorstellungen durch.
Djameela Shari Härting zu »Peter-Paul Zahl: Der schöne Mann« 16.07.2007
"Peter-Paul Zahl ist ein außergewöhnlich talentierter Kriminalschriftsteller: Lakonisch wie der Amerikaner Hammett, sozialkritisch wie die Schsweden Sjöwall/Wahlöö, schelmisch wie eben Zahl selbst", Standard, Wien, Aug. 1994; " Spannende Unterhaltung mit Aufklärungscharakter", Nürnberger Nachrichten, Juni 1994;" Das Erzähltempo ist aber unamerikanisch, heruntergebremst auf Karibik Zeitlupe. Man erfährt viel über dortige Lebensart, den Sprachwitz, die sexuelle Freizügigkeit, über das enorme soziale Gefälle, das politische Tohuwabohu",
Mittelbayerische Zeitung, Juni 1994
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